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Russischer Terrier

Russischer Terrier Charakter, Erziehung und Haltung

Geht das zusammen? Ausdrücklich für das Militär gezüchtet. Eingesetzt um militärische Anlagen, Straflager und Grenzen zu bewachen- Russischer Terrier.

Mit den Zuchtzielen „mannscharf“ und „riesengroß“ behaftet. Heute ist der so beschriebene Vierbeiner in erster Linie ein liebevoller Familienhund; in Familien, auch mit kleinen und größeren Kindern.

 russischer terrier
© pixopixo / Fotolia.com

Diesen Spagat schafft der Russische Terrier, der Russkiy Tchiorny Terrier, wie sein offizieller Hunderassenname vom FCI unter dem Standard der Nummer 327 aufgeführt wird. Praktisch aus dem Nichts entsteht eine Hunderasse, die ausschließlich auf militärische Notwendigkeiten und Bedürfnisse angepasst wird.

Geschichte

Über ein Dutzend Hunderassen haben einen Anteil an ihrem Genpool, dazu zählen große Hunde wie Riesenschnauzer, Rottweiler, Neufundländer, Doggen und Schäferhunde. Sie bilden nach dem russischen Bürgerkrieg Anfang der 1920er Jahre das Ausgangsmaterial für die Gebrauchshunde im Militär- und Polizeidienst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erweitern die Hundezüchter der Staatszwinger die Zuchtbasis durch Einkreuzungen erbeuteter Hunde.

Der Russische Terrier ist ein Allrounder. Er zieht Schlitten, hütet und treibt das Vieh oder versieht die gestellten Wachaufgaben mit Bravour.

Spezialisiertere Rassen mögen all das im Einzelfall jeweils besser bewerkstelligen, indes kaum ein Hund zeigt derart vielseitige und seiner Umwelt angepasste Anlagen, wie der schwarze Russe. Nach anfänglichen Erfolgen im Wacheinsatz erweist sich die vergleichsweise lange psychische und physische Entwicklungszeit des Großen als Nachteil.

Zudem bekommt dem Russischen Terrier der stete Wechsel von Bezugspersonen nicht und die aufwendige Fellpflege ist im Militärdienst hinderlich. Die genannten Gründe und die Schließung vieler Gefängnisse erlauben es Privatleuten, in den Besitz des bis dahin als militärische Verschlusssache behandelten Diensthundes zu gelangen. Sie vereinheitlichen das äußere Erscheinungsbild der Rasse, welches nun erst von Interesse ist.

Das Fell des 1984 offiziell von der FCI als russische Hunderasse anerkannten Terriers ist schwarz. Graue Haare sind im derben, gewellten bis gelockten Pelz zulässig.

Fell

Das abstehende Haarkleid unterstreicht noch einmal das imposante Aussehen des Tieres. An den Lefzen ist ein ausgeprägter Bart ebenso charakteristisch wie die üppigen Augenbrauen an der Stirn. Mit dicht anliegender Unterwolle ist das Klima kein Thema für den Großhund. Der Halter jedoch sieht sich mit deutlichem Pflegeaufwand in die Pflicht genommen.

Das Ausbürsten und Kämmen steht ein bis zwei Mal je Woche an, das Trimmen alle zwei, drei Monate.

Weltweit erfreut sich der Russische Terrier zunehmender Beliebtheit und seit 1982 ist er in Deutschland anzutreffen. Die Zahl der Vertreter dieser Rasse wird weiterhin überschaubar bleiben, ihre Statur und damit der Platzanspruch ist groß.

Die Widerristhöhe beginnt bei Rüden ab 70 Zentimeter, bei Hündinnen sind es vier Zentimeter weniger. 78 beziehungsweise 74 Zentimeter Schulterhöhe sind maximal erwünscht.

Bis zu 60 Kilogramm wiegt ein Rüde, mit etwa zehn Kilogramm darunter sollte eine Hündin ausgewachsen sein. Nicht ausschließlich die körperliche Erscheinung stellt erhöhte Ansprüche an die Haltung dieser Rasse.

Russischer Terrier Wesen & Charakter

Übereinstimmend werden Hundehalter ohne Erfahrung als ungeeignet beschrieben, sich dem Schwarzen Terrier angemessen annehmen zu können. Schwächen des Halters nutzt der Vierbeiner aus und die Rangfolge innerhalb des Rudels wird von ihm regelmäßig hinterfragt.

Gleichwohl entwickelt der schwarze Terrier zu seinem Halter, der Familie und den Kindern eine enge Beziehung.

Letzteren begegnet er mit Feingefühl, spielt leidenschaftlich gern mit ihnen und verteidigt sie gegenüber Fremden. Unbekannte erfahren offenkundiges Misstrauen und die Abwehrbereitschaft des Hundes. Vorrangig zielt die liebevolle wie konsequente Sozialisation des Großen darauf ab, ihm Sicherheit zu vermitteln. Es gilt, was der Hund kennt, birgt keine Gefahr.

Und wenn dann das Bellen zu vernehmen ist, hat das einen guten Grund. In Verbindung mit einem engen Zusammenleben innerhalb der Familie sorgen Auslauf und Aufgaben für Ausgeglichenheit und ruhiges Verhalten des Begleiters im Haus.

Das Spielen und Toben hebt sich der wetterfeste Familien-, Gebrauchs- oder Rettungshund für die Zeit im Freien auf. Er beansprucht Raum und liebt die Natur zu jeder Jahreszeit. Es darf regnen, stürmen sowie Eis ansetzen.

Lange Spaziergänge und Wanderungen im Wald und Feld mit umtriebigen Menschen befriedigen einen Russischen Terrier, für den Wildtiere von geringem Interesse sind.

Hundesportliche Aktivitäten nimmt er aufgeschlossen und talentiert an.

Züchter der Rasse