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Golden Retriever

Golden Retriever Charakter, Erziehung und Haltung

Der Golden Retriever gehört zur FCI-Gruppe 8 der Apportierhunde. Sein Ursprung ist in England zu finden, seine Größe beträgt beim Rüden 56-61 cm, bei Hündinnen 51-56 cm.

golden retriever
© Picture-Factory – Fotolia.com

Dabei liegt sein Idealgewicht bei 27 – 34 kg. Sein Fell liegt flach am Körper an, ist dabei wasserabstoßend, dicht und entweder glatt oder gewellt.

Es hat eine reichliche Befederung, ist dabei aber nie seidig. Die Unterwolle ist sehr stark ausgeprägt. Die vorherrschenden Farben sind verschiedene Schattierungen von kräftig leuchtendem Gold über weichem Mondgelb bis Creme.

Vereinzelt können an der Brust weiße Haare vorkommen. Dieses wunderschöne Haarkleid verlangt nur relativ wenig Pflege, die aus regelmäßigem Bürsten besteht. Nur wenn der Golden Retriever im Frühjahr seine Unterwolle abstößt, ist eine intensivere Pflege notwendig.

Der Golden Retriever ist aus einer der vielen Jagdhundezüchtungen Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden.

Obwohl der genaue Ursprung immer noch umstritten ist, steht jedoch eindeutig fest, das diese Rasse sehr viel den Bemühungen Sir Dudley Marjoriebanks, auch als Lord Tweedmouth bekannt, verdankt.

Golden Retriever: Geschichte, Haltung, Ausbildung, Zucht
  • Birgit Rabe, Dr. Susanne Bona
  • Herausgeber: Franckh Kosmos Verlag
  • Auflage Nr. 1 (05.10.2015)
  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten

Letzte Aktualisierung am 22.07.2018


Ursprünglich wurden die Golden Retriever vornehmlich als Jagdhunde für die Arbeit nach dem Schuß eingesetzt. Aufgrund ihrer großen Wasserfreudigkeit eignen sie sich besonders für das Apportieren von Federwild aus Gewässern.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden sehr viele Jagdhunderassen, der Golden ist einer davon. Sir Dudley Marjoriebanks hat sehr viel für die Rasse geleistet. Seine sehr sorgfältig geführten Zuchtbücher geben Aufschluss über die Entstehungsgeschichte der Golden Retriever.

golden retriever© Dmitriy Kapitonenko – Fotolia.com

Seine Zuchtbücher geben viel Aufschluß über die genaue Entstehungsgeschichte der Rasse. Obwohl zu der Zeit schwarze, langhaarige Labradorhunde modern waren, hatten die Wasserhunde von Neufundland und Labrador schon immer gelbe rezessive Gene, die später dann auch im gelben Labrador, aber auch im Chessie und eben im Golden Retriever zum Vorschein kamen.

Um einen guten Wasserapportierhund zu züchten, erwarb er einen Flat-Coated Retriever, den er aufgrund seiner Schwäche für gelbe Farbschläge mit heute ausgestorbenen Wasserspaniel-Hündinnen kreuzte, die ein helles, leberfarbenes Fell hatten.

In planmäßiger Linienzucht wurden dann ein oder zwei Labradors und ein roter Setter, eventuell auch ein Bluthund und weitere Wavy-Coated Retriever eingekreuzt. Als Ergebnis entstand ein Hund mit natürlichem Apportinstinkt und einem ausgeprägtem Geruchs- und Spürsinn.

Man nannte diese Rasse zuerst goldfarbene Flat-Coated Retriever. 1908 erstmals ausgestellt, wurden sie 1913 von UKC als eigenständige Rasse, Golden oder Yellow Retriever, anerkannt. 1920 erhielten sie ihren bis heute gültigen Namen. Das sie ursprünglich auch als „Russian Retriever“ oder „Russian Retriever and Tracker“ ausgestellt wurden, liegt nach Meinung der meisten Hundeforscher an der Legende eines Russischen Schäferhundes, der, angeblich von einem Wanderzirkus abgekauft, zur Zucht diese Rasse beigetragen haben soll.

In den Aufzeichnungen von Lord Tweedmouth ist darüber jedoch keine Angabe vorhanden. Obwohl natürlich auch noch andere als Lord Tweedmouth goldfarbene Retriever gezüchtet haben und es dadurch auch solche fremden Einkreuzugen gegeben haben kann, macht es nach Ansicht der Kynologen kaum Sinn, Schäferhunde in Jagdhunde einzukreuzen.

Die Anlagen des Schäferhundes stehen, bis auf die leichte Erziehbarkeit, den Anforderungen an einen Jagdhund doch so stark entgegen, dass es sehr unwahrscheinlich erscheint, dass ein Züchter, Vernunft vorausgesetzt, solche Kreuzungen züchtet.

Derart abenteuerliche Geschichten sind in der Öffentlichkeit jedoch immer sehr beliebt, deswegen hat sich diese Legende bis heute gehalten.

Golden Retriever Wesen

Zu den Wesensmerkmalen dieser Hunde gehört das „will to please“, das „gefallen wollen“. Dies wird besonders durch die ausgeprägte Lernfreude erkennbar, die zu Einsätzen der Rasse  in verschiedenen Arbeitsfeldern führt.

Ursprünglich für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet, ist der heutige Golden Retriever ein äußerst vielseitiger Hund. Überall dort, wo ein naß-kühles Klima vorherrscht, ist er aufgrund seiner Vorfahren als Arbeits- aber auch als Spielhund sehr geeignet.

Immer häufiger wird er als Blindenführhund eingesetzt. Seine Treue und Sanftmut machen ihn zu einem perfekten Familienhund, zumal er mit Kindern sehr geduldig ist. Seine Eigenschaften lassen ihn in den USA bei Unterordnungswettbewerben ständig auf dem Siegertreppchen stehen, ebenso erfolgreich zeigt er sich dann auch auf Ausstellungen.

Allerdings braucht er reichlich Auslauf, um seiner Veranlagung zu Übergewicht entgegenzutreten. Durch seine Bewegungsfreude und dem Wunsch, seinem Herren zu gefallen, ist er jedoch stets bereit, ein Mitglied seiner „Familie“ auf Spaziergängen zu begleiten. Wind und Wetter mögen ihm nichts anhaben und auch zum Sprung ins Wasser ist er natürlich immer bereit.

Golden Retriever werden daher neben ihrer Apportiertätigkeit bei der Niederwildjagd mit großem Erfolg als Blindenführ-, Rettungs-, oder Spürhunde eingesetzt. Sie zeichnen sich durch eine vergleichsweise hohe Intelligenz und leichte Führigkeit aus.

Die meisten Hunde dieser Rasse werden mittlerweile als Familienhunde gehalten. Weil sie sehr kinderfreundlich, nicht aggressiv und äußerst menschenbezogen sind, bezaubern sie „ihre“ Familien durch ihr sanftes und freundliches Wesen.

Daher gehören diese Hunde nicht ausgegrenzt, sondern ihr Lebensraum sollte mitten unter ihren Angehörigen sein. 

Ursprünglich wurde der Golden Retriever für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet. Sein Einsatzgebiet hat sich im Laufe der Zeit verändert und der heutige Golden Retriever ist ein äußerst vielseitiger Hund.

Da ihm nicht das Jagen sondern das Apportieren in den Genen liegt, neigt er auch nicht zum Wildern oder Streunen.

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Er ist sowohl als Arbeits- aber auch als Spielhund sehr geeignet. Man trifft diese Rasse auch als Blindenführhund an. Seine Wille zur Unterordnung bescheren ihm bei Unterordnungswettbewerben oft Plätze auf dem Siegertreppchen.

Damit die Veranlagung zum Übergewicht bei dieser Hunderasse nicht durchkommt, ist reichlich Bewegung einzuplanen. Der Golden wird jeden Spaziergang bei Wind und Wetter freudig mitmachen und einen Ausflug ins kühle Nass gerne wahrnehmen.