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Basset Bleu de Gascogne

Basset Bleu de Gascogne

Basset Bleu de Gascogne Charakter, Erziehung und Infos

Letzte Aktualisierung am 24.01.2018


Schon der Name Basset Bleu de Gascogne dieser Hunde verrät, woher sie stammen: aus der Gascogne in Frankreich. Diese Provinz liegt im Südwesten des Landes, und dort wurden die „Bleus“ schon vor der französischen Revolution gezüchtet.

Sie gelten als eine der ältesten Hunderassen Frankreichs. Ihre Vorfahren sollen bei den Laufhunden der Phönizier und dem Segusier der Kelten zu finden sein.

Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es den Bleu de Gascogne in drei Größen:

  • den grand chien
  • den mittleren Briquet
  • und den kurzläufigen Basset.

Geschichte

Basset Bleu de Gascogne
© Callalloo Twisty – Fotolia.com

Um ca. 1900 war der Basset nahezu vom Aussterben bedroht. Glücklicherweise fand sich in dem Züchter Monsieur Bourbon ein leidenschaftlicher Anhänger dieser Rasse, der sich um den Fortbestand dieser Tiere sehr verdient machte. Bourbon nutzte den vorhandenen Genpool der Bassets Saintongeois und der Grands Bleus.

Diese Verkreuzung war die Grundlage der heutigen Bassets Bleu de Gascogne. Durch jahrelange, besonders gezielte Zuchtauswahl gelangte diese Rasse zu ihrem heutigen Aussehen.

Verwendung

Es gibt nicht besonders viele Züchter des Basset Bleu de Gascogne. In seinem Heimatland wird dieser Hund hauptsächlich zu jagdlichen Zwecken eingesetzt und man schätzt ihn als Helfer bei der Hatz auf Rehe und Hasen.

Besonders beliebt ist er bei seinen Haltern, weil er sich sehr leicht abrichten lässt. Seine Gelehrigkeit und seine Ausdauer machen ihn zu einem idealen Begleiter beim Erlegen von Wild.

Aussehen

Die optische Erscheinung der Bleus wirkt edel und regelrecht „französisch“. Durch das Haarkleid und den sehr spezifischen Ausdruck, zu dem seine recht kräftige Statur einen erheblichen Teil beiträgt erkennt man einen Basset Bleu de Gascogne sofort.

Der Kopf ist insgesamt stark und ein wenig länglich und zeigt lose Haut und einige typische Falten entlang der Backen neben einer schwarzen und sehr gut entwickelten Nase.

Die ist im Übrigen von ganz besonderer Qualität und macht ihn beim Aufspüren von Kleinwild nahezu konkurrenzlos.

Die Augen sind von dunkler Kastanienfarbe, leicht tiefliegend und verleihen ihm einen freundlichen und sehr sanften Blick.

Die oben bereits erwähnte, kräftige Statur erhält der Basset Bleu de Gascogne hauptsächlich durch den sehr tiefen und ziemlich breiten Brustkorb. Die gut ausgebildeten, nahezu kreisförmigen Rippen verleihen ihm etwas Gedrungenes.

Die Beine sind recht kurz, was ihm die Arbeit im Unterholz erheblich erleichtert.

Die Vorderhand verfügt über muskulöse Schultern, die Hinterhand über bemerkenswert bemuskelte Keulen, die ihm zu einer ungewöhnlichen Schnelligkeit verhelfen können. Seine Größe liegt zwischen 32cm und 42 cm

Charakter der Bassets Bleu de Gascogne

Er ist geprägt von einer ruhigen Sanftheit. Besonders wohl fühlt er sich in freier Natur, daher sollte man ihn sich nur dann zulegen, wenn man Zeit und Muße für genügend Auslauf hat.

Auch wenn der Bleu gerne stundenlang schnüffelt und auch schon einmal im Unterholz verschwindet – er wird immer wieder gerne zu seinem Herrn zurückkehren.

Er ist seiner Familie rückhaltlos treu, Besucher werden gerne mit der den Bleus so typischen Stimme vermeldet.

Hier können Sie die Hunde in Bewegung sehen und das Bellen hören – beeindruckend!
https://www.youtube.com/watch?v=snwaHxnLm2k

Der Basset Bleu de Gascogne ist zwar gelehrig und folgsam, neigt jedoch dazu, seinen leicht ausgeprägten „Dickkopf“durchzusetzen und Befehlen nicht unbedingt sofort Folge zu leisten. Dies resultiert aus seiner eigentlich sehr selbständigen Tätigkeit beim Aufstöbern des Wildes.

Der Bleu ist sehr gut geeignet für Menschen, die sich einen fröhlichen Vierbeiner wünschen, der besonders individuell ist ein starkes Bedürfnis nach täglicher Bewegung verspürt.

Wenn diese Hunde genügend Möglichkeiten haben, sich im Freien auszutoben, dann verhalten sie sich im Haus sehr ruhig, brav und anhänglich.