Basset Fauve de Bretagne

Basset Fauve de Bretagne

Basset Fauve de Bretagne Charakter, Erziehung und Infos

Wie der Name Basset Fauve de Bretagne schon vermuten lässt, hat diese Rasse ihren Ursprung in Frankreich. Sie entstand aus dem schon seit dem frühen Mittelalter bekannten Griffon Fauve de Bretagne, der zu einer sehr alten, auch in Frankreich entstandenen Laufhunderasse zählt.

Gemäß dem FCI Standard zählt man den Basset Fauve de Bretagne zu den kleineren Laufhunden.

Geschichte

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren die größeren Griffon Fauve de Bretagne nahezu ausgestorben und es gab nur noch sehr wenige Exemplare.

Einige begeisterte Liebhaber dieser Rasse sorgten jedoch für genügend Nachzucht, sodass diese außergewöhnlichen Hunde uns bis heute begleiten.  

Basset Fauve de Bretagne
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Die Anwohner der Bretagne züchteten aus dem recht großen Griffon Fauve de Bretagne den etwas kleineren, recht flinken Basset Fauve de Bretagne. Warum geschah das?

Nun, die Landschaft in der Bretagne ist ein wenig rau, hügelig und mit zahlreichen Büschen versehen. Der 32 cm – 39 cm große, bzw. kleine Basset Fauve de Bretagne kann sich dort viel besser bewegen, als sein größerer Bruder, der immerhin zwischen 48 cm und 56 cm hoch sein kann.

Durch die etwas kürzeren Beine wirkt der Basset Fauve de Bretagne leicht gedrungen – verglichen mit dem Griffon Fauve de Bretagne.

Aussehen

Wie die Landschaft, in der er lebt, so hat auch der Basset Fauve de Bretagne eine robuste Erscheinung. Sein Fell ist rau und hart, nicht besonders lang, aber sehr dicht, um ihn gegen die starken Winde dort zu schützen.

Es ist nicht wollig und auch nicht gelockt. Das Haarkleid darf weizenfarbig bis rotblond, bzw. ziegelrot sein. Es kommt vor, dass innerhalb eines einzigen Wurfes die Nachkommen sowohl unterschiedliche Farben als auch verschiedene Haarlängen aufweisen.

Insgesamt ist das Aussehen des Basset Fauve de Bretagne geprägt von einer kräftigen, breiten Brust, tiefdunklen Augen und nach unten hin spitz zulaufenden Hängeohren. Seine Rute ist sichelförmig und mittellang.

Größe & Gewicht

Bei einer Größe von 32 cm bis 39 cm dürfen diese Hunde ein Gewicht von 16 kg bis 18 kg auf die Waage bringen.

Verwendung

Der Fauve hat zwischenzeitlich immer mehr Anhänger auch außerhalb Frankreichs gefunden. Er ist bei Jägern besonders beliebt, weil man ihm einen überdurchschnittlich ausgeprägten Jagdtrieb nachsagt. Man setzt ihn hauptsächlich in nur sehr kleinen Meuten ein, die kaum mehr als 5 Hunde umfassen.

Bei der Ausbildung dieser Tiere legt man besonderen Wert auf Folgsamkeit und verwendet zur Zucht hauptsächlich die gehorsamsten Tiere, da das Beachten der Kommandos für eine erfolgreiche Jagd unabdingbar ist.

Der Basset Fauve de Bretagne ist erstaunlich ausdauernd und ideal für den Einsatz in dichterem Unterholz. In seinem Heimatland Frankreich wird er daher überwiegend als Jagdhund eingesetzt.

Wesen des Basset Fauve de Bretagne

Aber auch als Familienhund ist er beliebt, und besonders in Deutschland sieht man ihn immer häufiger als Begleiter von Familien mit Kindern. Er ist geduldig, ohne es jedoch an Temperament mangeln zu lassen. Seine hohe Reizschwelle sorgt dafür, dass er sich Kindern gegenüber besonders tolerant verhält.

Man schätzt ihn aber auch wegen seiner liebenswerten Fröhlichkeit und unverwüstlichen Robustheit. Man kann ihn auch sehr gut zusammen mit anderen Hunden halten, weil er sehr verträglich ist. Diese Rasse zeigt sich außerdem wenig anfällig für Krankheiten und weist eine erstaunlich hohe Lebenserwartung auf.

Der Charakter dieser Hunde zeigt sich in einer hohen Intelligenz, die – verbunden mit viel Lernfreude – ihn zu einem idealen Begleiter für Agility macht.

Wenn diese Hunde sich in ihrer Familie wohl fühlen – und das tun sie fast immer, hat man in ihnen den idealen Haushund, bzw. Familienhund. Aggressives Verhalten ist ihnen nahezu fremd, sie lieben es, gelobt zu werden und freuen sich über jede Form der Anerkennung.

Viele Fauves zeigen eine starke Neigung zu ausgiebigem Schlaf, ja, sie wirken wie regelrechte Langschläfer.

Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sich gerne bewegen. Sie sind nicht geeignet für „couch potatoes“.

Ganz im Gegenteil: der Fauve freut sich, zusammen mit seiner Familie etwas im Freien zu unternehmen; man kann mit ihm joggen, Fahrradtouren machen oder Frisbee spielen.

Einen pflegeleichteren Familienhund kann man kaum finden.