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Airedale Terrier

Airedale Terrier Charakter, Erziehung und Haltung

In Deutschland zählt der Airedale Terrier zu den bekanntesten Hunderassen. Er ist eine von der FCI anerkannte eigenständige Rasse und wird dort unter Haushunden in der Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 7 geführt.

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© jarobike – Fotolia.com

Wo der genaue Ursprung der Rasse liegt, ist nicht genau bekannt. Man geht allerdings davon aus, dass sie aus der Grafschaft Yorkshire in England stammt. Der „Aire“ ist ein Fluss dort, und „dale“ bedeutet Tal.

Geschichte

Es ist davon auszugehen, dass Bauern im Tal des Aire dort die ersten Züchter des heute so populären Airedale Terriers waren.

Der Airedale Terrier entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts durch Verkreuzung des Otterhounds mit scharfen Terriern wie beispielsweise dem mittlerweile ausgestorbenen Black and Tan Terrier, dem Broken-Haired Terrier sowie dem ebenfalls ausgestorbenen schwarz-lohfarbenen Old English Terrier.

Die Terrier brachten die Beweglichkeit, gute Augen und Ohren sowie den Mut. Allerdings fehlte ihnen die gute Nase und die Schwimmfreudigkeit, die dann der Otterhound zur neuen Rasse beisteuerte.

Angeblich soll auch der Collie wegen seines umgänglichen Wesens eingekreuzt worden sein. So entwickelte sich durch konsequente Auslese mit der Zeit der Airedale Terrier, der sich als wasserfreudiger und raubzeugscharfer Jagdhund auf Otter, Wasserratte, Marder, Iltis und auch auf Wasservögel auszeichnete.

Möglicherweise wünschten sich die Arbeiter und Bauern damals einen in vielen Bereichen einsetzbaren Hund. Sie kreuzten dazu Otterhunde mit den mittelgroßen und damals schon sehr weit verbreiteten englischen Terriern.

Aber auch zur Jagd auf Bären, Hirsche, Wildschweine und Hirsche wurde der intelligente, robuste und vielseitig einsetzbare Hund verwendet. Um 1860 war dann ein einheitlicher Schlag entstanden und man nannte diese Hunde zunächst Working, Waterside oder Bingley Terrier.

Man räumte ihnen erstmals 1879 eigene Klassen auf landwirtschaftlichen Ausstellungen ein. Der noch heute gültige Rassenamen entstand, als auf der Landwirtschaftsausstellung von Airedale eine enorm grosse Anzahl von Waterside Terriern gemeldet wurde.

Als einer der Söhne des berühmten Airedale Terriers Ch. Master Briar um 1900 nach Philadelphia exportiert wurde, begann der Siegeszug der Rasse in den USA.

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Letzte Aktualisierung am 24.06.2017


Man brachte auch noch das Blut von schottischen Schäferhunden und Gordon Settern in die Zucht mit ein. Dies geschah ungefähr zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die so neue entstandene Rasse war zunächst als „Working-Terrier“ oder „Waterside-Terrier“ bekannt. Nachweislich ausgestellt wurden Airedale-Terrier ähnliche Hunde erstmals im Jahr 1875 als „Bingley-Terrier“ und „Waterside-Terrier“.

Fünf Jahre später sah man diese Hunde dann jedoch als „Airedale-Terrier“ auf den Hundezuchtschauen, und diesen Namen haben sie bis heute beibehalten. 

Das Airedale-Terrier Zuchtbuch verzeichnete seinen ersten Eintrag 1882, vier Jahre später erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch den britischen Kennel-Club.

Berühmte Airedale Terrier Besitzer

  • US Präsident Warren G. Harding
  • US Präsident Calvin Coolidge
  • Schauspieler John Wayne

Aussehen

Seine Erscheinung ist imposant und wird bestimmt durch seinen kräftigen Körperbau und seine drahtigen Haare.

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© hemlep – Fotolia.com

Fell

Der Airedale Terrier hat ein hartes und drahtiges Fell mit dicht am Körper anliegenden, leicht gewellten Haaren. Zudem hat er eine ausgeprägte Unterwolle. Bei der Farbe herrschen schwarz oder dunkelgrau vor. Dabei sind der Kopf, die Ohren, der Schwanz, der Unterkörper und die Läufe zumeist braun bzw. lohfarben.

Das Fell hat zwar die positive Eigenschaft, kaum zu haaren, allerdings muss es täglich gebürstet und gekämmt sowie in regelmässigen Abständen getrimmt werden. Ein typisches Merkmal des Airedales ist sein kleines, seitlich getragenes v-förmige Kippohr, das zum Kopf hin gefaltet ist, aber nicht auf die Augen weist.

Größe und Gewicht

Die Widerristhöhe bei Rüden liegt zwischen 58 cm und 61 cm, bei Hündinnen zwischen 56 cm und 59 cm. Das Gewicht beträgt 22 kg (Hündinnen) bis 30 kg (Rüden). Mit dieser Größe und diesem Gewicht gilt der Airedale als der größte englische Terrier, außerdem nennt man ihn auch gerne den „König der Terrier“.

Verwendung

In Deutschland sind der Foxterrier und der Airedale-Terrier die bekanntesten Terrierarten. Der Airedale fand in der Vergangenheit häufig Verwendung als Diensthund im militärischen Bereich und bei der Polizei.

Ein Airedale Terrier mit dem Namen „Jack“ erhielt sogar posthum das Viktoria-Kreuz für besondere Tapferkeit im Feld. Auch bei der russischen Armee und beim Roten Kreuz wurden während des ersten Weltkrieges viele Airedales eingesetzt und auch während des zweiten Weltkrieges dienten sie in vielen Armeen als Helfer.

Auch wenn man das kaum glauben mag: Airedales wurden und werden dort weitaus häufiger eingesetzt als Schäferhunde! Sie sind übrigens die einzige Terrierrasse, die als Schutzhund anerkannt ist.

Dies ist bedingt durch ihre historische Entwicklung: bereits die ersten Züchter der Airedales, die aus Farmern, Arbeitern, Bergleuten und Jägern bestanden, hatten diese Rasse auf Vielseitigkeit gezüchtet. Bereits in der Entstehung wurden diese Hunde sowohl für Hütearbeiten als auch für die seinerzeit sehr beliebte Otterjagd eingesetzt.

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© Carola Schubbel – Fotolia.com

Auch als Wachhunde waren sie beliebt und sogar in Hundekämpfen setzte man sie ein. Obwohl diese Hunde optisch nicht ansprechend waren sah man sie oft in Begleitung der Damen, denn sie waren ein wirksamer Schutz gegen Straßenräuber.

Das deutsche Militär entdeckte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Airedale-Terrier recht früh und brachte bereits 1894 eine Empfehlung für diese Rasse heraus. Seitdem wurden diese Hunde in allen militärischen Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Man schätzt ihn damals schon wegen seiner unverwüstlichen Robustheit und seinem Mut.

Im ersten Weltkrieg waren alle deutschen Heereshunde Airedale-Terrier, im zweiten Weltkrieg betrug ihr Anteil an den Heereshunden immerhin noch 33%, womit sie vor Dobermännern und Boxern lagen.

Außerhalb des militärischen Einsatzbereichs wurden die Hunde gerne z. B. auf der Bärenjagd in Kanada oder beim Jagen von Tigern in Indien verwendet.

Die „Hutchinson´s Dog Encyclopaedia“ schrieb: „Die Rasse stand über lange Zeit bei allen Armeen in Europa und Asien in hohem Ansehen. Die Hunde lassen sich leicht ausbilden, richtig erzogen zeigen sie ein ausgezeichnetes Wesen und erfüllen ihre Pflicht mit viel Hingabe, nahezu übermenschlicher Intelligenz.

In erster Linie arbeiten sie als Meldehunde und Sanitätshunde, haben viele Verwundete aufgespürt. Die Intelligenz der Hunde war tatsächlich für das Aufspüren Verwundeter so ausgeprägt, dass sie während des russisch-japanischen Krieges die japanischen Sieger dadurch oft in Verlegenheit brachten, das sie die russischen Verwundeten immer als erste fanden und verwiesen, japanische Soldaten als letzte.

Das Geruchsempfinden des Airedales ist bemerkenswert.“ Heutzutage werden Airedale Terrier in Afrika, Indien, Kanada und den USA zur Jagd auf Grosswild eingesetzt. In England und Deutschland war die Rasse einer der ersten, die für den Polizeidienst eingesetzt wurde.

Man sagt, der Airedale Terrier könne alles, was andere Hunde auch können – und dann noch etwas mehr.

Airedale Terrier Wesen

Bei seinen Besitzern ist der Airedale besonders beliebt wegen seiner Treue und Zuverlässigkeit. Trotz seiner überdurchschnittlich ausgeprägten Wachsamkeit und seines Mutes ist er nicht aggressiv.

Mit anderen Hunden versteht er sich fast immer sehr gut. Kindern gegenüber ist er ausgesprochen freundlich und geduldig, daher eignet er sich sehr gut als Familienhund.

Überhaupt fühlt sich der Airedale in der Familie am Wohlsten und sollte daher nicht im Zwinger gehalten werden. Er liebt das Zusammenleben mit seiner Familie, dabei zeigt er sich freundlich und anhänglich.

Für Hundeanfänger ist der Airedale nur bedingt geeignet. Wie bei allen Terriern, ist auch ihm eine gewisse Dickköpfigkeit zueigen, gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein.

Er benötigt daher eine sehr konsequente und dabei liebevolle Erziehung. Besonders dankbar wird er sein für jede Möglichkeit, an sportlichen Aktivitäten mit seiner Familie teilzunehmen; als Begleiter beim Joggen und für Agility ist er hervorragend geeignet.

 

Züchter der Rasse finden Sie hier

 

Weiterführende Links:

Beschreibung bei Wikipedia

Video zur Rasse >  Youtube

FCI Rassestandard