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hunderass aidi

Aidi

Aidi Charakter, Erziehung und Haltung

Mit seiner Rassebezeichnung hält sich der Aidi ausgesprochen bedeckt, was seinen Ursprung, seine Verwendung beziehungsweise das Lebensumfeld angeht. Schlicht Hund bedeutet der Name Aidi in der Sprache der Berber.

hunderass aidi
© Erik Lam – Fotolia

Bei ihnen lebt der Atlas Berghund oder Chien de l´Atlas, wie der Atlas Schäferhund alternativ genannt wird. Von Kleinasien aus wird der Weg des Hundes ins marokkanische Atlasgebirge beschrieben.

Die FCI gibt Marokko als Herkunftsland der von ihr im Jahr 1963 als eigenständig anerkannten und hier seit Jahrhunderten ansässigen Rasse an. Der Aidi bewacht den Besitz und die Herden der Halbnomaden in Nordafrika.

Der rustikale Vierbeiner nimmt es mit Schakalen und anderen räuberischen Tieren auf.

Aidi Wesen

Er ist sehr beweglich, mutig, wachsam und beweist seine hervorragenden Anlagen als Verteidiger. Das erkennen auch die Menschen, denen das Tier sich anschließt. Nach und nach entsteht eine dauerhafte Verbindung zwischen den ungleichen Lebewesen.

Ein Indiz für die Auslesestrategie der Nordafrikaner stellen die vielfältigen Fellfarben des Aidi dar. Wichtig ist ihnen der Gebrauchswert des Gehilfen, nicht sein Aussehen. Ob gestromt, falbfarben, in ungezählten Brauntönungen und in Schwarz oder Weiß, die Leistung zählt. Das Hauptaugenmerk auf diesem Schwerpunkt lässt Raum für die Reichhaltigkeit der Erscheinungsformen.

Der Standard setzt die Größe zwischen 52 und 62 Zentimeter Schulterhöhe an. Das Gewicht des Aidi variiert um das Mittel von etwa 25 Kilogramm.

Fellpflege ist ein Fremdwort für die Besitzer eines unverfälschten Berghundes. Es ist kaum erforderlich, hierfür Zeit und Aufwand zu veranschlagen. Der dichte, buschige Pelz besteht aus halblangen Haaren mit schützender Unterwolle. Schmutz und Nässe perlen einfach ab, ein Effekt, der bis heute erhalten geblieben ist.

Das bärenartige Gesicht mit den eher kleinen Kippohren ist kurzhaarig. Gleiches gilt für die Läufe. Im Gegensatz dazu stehen die wallende Mähne der Rüden sowie die Hinterbacken und die Rute mit dem langen Haar.

Die Berge und Plateaus seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes sind von hohen Temperaturen am Tag wie durchdringender Kälte in der Nacht geprägt. Der Aidi bringt beste Voraussetzungen mit.

Sein Haarkleid ist perfekt auf die Widrigkeiten der Natur ausgelegt. Es schützt vor sengender Sonne und wärmt, wenn der Wärmespender untergegangen ist.

Wie in einem Harnisch verfangen sich die Zähne seiner Widersacher in dieser Schutzhülle des Herdenschutzhundes.

In freier Wildbahn geht der Bestand des mittelgroßen Hundes zurück. Die Hunde stören den Tourismus und die Lebensumstände der Bevölkerung haben sich verändert. Den kompromisslosen Beschützer bedarf es weniger. Auch seine gute Nase ist zunehmend verzichtbar.

In der Vergangenheit stöbert damit der Aidi Wild auf, während Windhunde die Beute anschließend jagen. Die Vorliebe für das Stöbern ist geblieben, der Hang zum Jagen bereitet dem Hundehalter dagegen selten Kopfzerbrechen.

Dennoch ist der Aidi kein Hund für jedermann.

Der Hundefreund muss sich bewusst sein, einen ursprünglich gebliebenen Begleiter an seiner Seite zu haben. Durchaus anpassungsfähig will das Tier eine klare Führung erleben. Gepaart mit Einfühlungsvermögen und deutlicher Konsequenz kann sich der Junghund zu einem angenehmen Begleithund auswachsen.

Unverzichtbar für einen ausgefüllten Hundealltag ist die Gesellschaft zu den Menschen. Fremde sind davon ausdrücklich ausgenommen, schließlich steht die Aufgabe des Beschützers weiterhin hoch im Kurs des Berghundes.

Es ist schwierig eine Voraussage zu treffen, wie sich das Verhältnis eines Aidi zu Kindern ebenso wie zu Artgenossen und in der Familie lebenden Haustieren entwickeln wird. Von hingebungsvoller Liebe bis zur Abneigung ihnen gegenüber berichten die Halter des Rassehundes.

Die im Welpenalter ansetzende Sozialisation stellt hier Weichen. Der Kontakt und die guten Erfahrungen zu und mit allen infrage kommenden Situationen geben Sicherheit – dem Aidi und seinem Umfeld. Unerlässlich ist der regelmäßige Aufenthalt des Kraftprotzes in freier Natur.

Eine Haltung als Haushund wird ihm nicht gerecht. Im Vierbeiner wohnt eine ordentliche Portion Energie inne. Er will beschäftigt und bewegt  werden.