Great Japanese Dog

Great Japanese Dog Charakter, Erziehung und Haltung

Der Great Japanese Dog, auch Großer Japanischer Hund oder American Akita genannt, ist eng mit dem Japanischen Akita verwandt. Letzterer bildete zusammen mit dem American Akita eine gemeinsame Rasse.

Grosser Japanischer Hund (VORMALS AMERIKANISCHER AKITA)

Die Züchtungen liefen jedoch in Japan und in den USA auseinander und so wurde die Rasseteilung von der FCI im Jahr 2000 festgeschrieben.

Die bis dahin vereinte Rasse blickt in Japan auf eine Geschichte zurück, die bis mindestens ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Viele Quellen sprechen von Jahrtausenden, die Akitas in Japan nachgewiesen werden können.

1931 wurde der Japanische Akita zum japanischen Naturdenkmal erhoben.

Die Zuchtlinie aus den USA ist kräftiger und größer als das japanische Pendant. Die große genetische Nähe des Great Japanese Dog zum Wolf ist für seinen Halter jeden Tag neu erlebbar.

Great Japanese Dog
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Great Japanese Dog Wesen

Sehr instinktsicher, eigenständig und bisweilen eigenbrötlerisch ordnet sich der Hund zögerlich unter. Seine Dominanz verträgt sich selten mit fremden und größeren Hunden. Der große Japaner bewacht das Haus und beschützt die Familie misstrauisch gegenüber allem Ungewohnten.

Die Rüden sind mit bis zu 71 Zentimetern und annähernd 50 Kilogramm Gewicht hierfür beeindruckend ausgestattet – wäre da nicht geradezu ein Hang zum Verniedlichen dieses Hundes. Seine Zugehörigkeit zur Gruppe der asiatischen Spitze ist kaum zu verleugnen.

© kojihirano - Fotolia.com
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Die freundliche Gesichtsmaske, dunkle Augen mit einer leicht dreieckigen Form und verhältnismäßig kleine, steif aufgerichtete Ohren wecken schnell Sympathien. Der Körperbau des Great Japanese Dog ist ausgesprochen kompakt und hierzu passt das dichte, Schmutz abweisende Fell. Es bietet mit steifem Stockhaar und dicker weicher Unterwolle guten Schutz.

Fell

Das Haarkleid ist in allen Farben zulässig:

  • Rot bis Rotbraun
  • Weiß
  • Schwarz oder Schwarzmarken

Die Varietäten finden sich gestromt, gescheckt, mit und ohne Abzeichen. Wie immer das Fell auch aussehen mag, es wird mit großer Würde getragen, und dessen geringer Pflegeaufwand entschädigt für das Mehr an Erziehungsarbeit am Hund.

Mag das Erscheinungsbild noch so sehr zum Streicheln einladen – ein Great Japanese Dog lebt seine nahe Verwandtschaft zum Wolf.

Wesen des Great Japanese Dogs

Mit seinen Vorfahren wurden Bären, Wildschweine und Hirsche gejagt!  

Eigenverantwortlich will er auch heute arbeiten. Mutig, intelligent, hin und wieder eigensinnig ist er geblieben. Und dennoch ein idealer Hausgenosse, der seine Familie liebt.

In gelassener Ruhe; er bellt moderat und nicht mehr als unbedingt nötig. Kontakte zu Menschen sind für ihn wichtiger als zu Artgenossen. Seine Menschen und seine tierischen Mitbewohner bedeuten dem Tier alles – fremde Hunde dagegen bleiben Konkurrenten. Ihnen verdeutlicht er in Gestalt eines richtigen Hundes diesen Zustand.

© Chester McGullogh - Fotolia.com
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Eine denkbar zweischneidige Sache: Neben frühem Antijagdtraining ist ein Welpenkurs Pflicht. Durch frühzeitigen Umgang und die Gewöhnung mit und an andere Hunde gilt es, die Führigkeit zu erleichtern. Das starke Rangordnungsbewusstsein fordert einen fortgeschrittenen Hundehalter.

Vorausschauend, selbstsicher und mit geduldiger Konsequenz will der große Schöne abwechslungsreich und herausfordernd beschäftigt werden. Wenn der Great Japanese Dog nicht als Lawinen-, Such- oder Rettungshund eingesetzt werden kann, sind Begleithund-, Jagdhund- sowie Hofhund-Aufgaben ein adäquater Ausgleich.

Bewegung und Auslastung müssen sein, zum Beispiel durch Nasenarbeit an der Fährte und beim Mantrailing. Allein die Hundewiese ist ihm deutlich zu wenig. Fantasie und Abwechslungsreichtum stellen ein Muss für diese Rasse dar.

Seine Dankbarkeit zeigt der nicht leicht führige Hund auf eine bemerkenswert eigene, japanisch zurückhaltende Art. Wird dem Tier früh und konsequent die ihm zustehende Rangfolge verinnerlicht, bleibt nur die aufrichtige Liebe des Hundes zu seiner Familie.