hütehund wäller

Wäller

Wäller Charakter, Erziehung und Haltung

Der Wäller ist eine Neuzüchtung, die aus der Kreuzung französischer und amerikanischer Hütehunde (Briard x Australian Shepherd) entsteht. Der Aufbau dieser neuen Rasse wird nach einem speziellen Zuchtprogramm durchgeführt, das die weitere Einkreuzung der Ursprungsrassen vorsieht.

Ihren Namen erhielt diese Rasse durch die Gründerin der Rasse, Karin Wimmer-Kieckbusch, deren Wohnsitz im Westerwald liegt und dessen Bewohner im Dialekt „Wäller“ genannt werden.

Tipp der Redaktion!
Das Buch von Frau Karin Wimmer-Kieckbusch zur Rasse Wäller. 

Der Wäller: ein vitaler Begleit- und Sporthund für aktive Menschen und Familien
  • Karin Wimmer-Kieckbusch
  • Herausgeber: Books on Demand
  • Auflage Nr. 1 (16.09.2011)
  • Taschenbuch: 232 Seiten

Letzte Aktualisierung am 22.07.2018


hütehund wäller
(C) Frau Brunn

Die Zucht der Wäller begann im Herbst 1994. Im Sommer 1995 wurde der 1. Wäller – Club – Deutschland e.V. gegründet, der die Zucht dieser Hunde betreut. Zur Zeit werden pro Jahr ca. 60 Wäller Welpen die in das Zuchtbuch des Clubs eingetragen.

Bei der Wäller Zucht soll der Fehler vermieden werden, der bei so vielen Rassen begangen wird, daß nämlich, forciert durch die alleinige Bewertung des Hundes nach ihrem Körperbau auf Ausstellungen, nur noch eine Selektion auf Schönheit, aber nicht mehr auf Leistung, Gesundheit und Charakter erfolgt.

Es werden nur noch Schönheitssieger zur Zucht eingesetzt, dazu eine Linien- oder Inzucht angewandt, um schnell auf Ausstellungen Erfolge zu haben.

Inzuchtdepressionen beim Wäller sind die Folgen. Zum Wohle der Hunde soll beim Wäller auf eine Showkarriere verzichtet werden. Schönheit ist bekanntlich Geschmacksache und „schön“ sind die Wäller ganz nebenbei sowieso.

hundezüchter der rasse wäller
Wäller Gruppenbild (C) Frau Brunn

Jegliche Verwandtschaftszucht wird vermieden und möglichst viele Hunde einmal zur Zucht eingesetzt, um eine große genetische Basis aufzubauen. Die durch die Kreuzung erlangte hohe genetische Vielfalt bietet eine große Gewähr für die erwünschten Zuchtziele, hat aber verständlicherweise zur Folge, daß Größe und Aussehen der Hunde zur Zeit noch variieren.

Der Wäller ist ein eleganter Hund, doch sollten gegenüber der äußeren Erscheinung sein Wesen und seine Gesundheit immer im Vordergrund stehen.

Aus diesem Grund müssen alle erwachsenen Hunde, bevor sie in der Zucht eingesetzt werden, Gesundheitsgutachten (HD + Augen) vorweisen und den Gehorsams- + Verhaltenstest (anerkannter Wesenstest) bei einer der Zuchtzulassungsprüfungen bestanden haben.

hunde der rasse wäller
(C) Frau Brunn

Um zufrieden und ausgeglichen zu sein, benötigt der Wäller geregelte Möglichkeiten um seinen Arbeits- und Bewegungsdrang auszuleben. Für die Zwingerhaltung ist der Wäller ungeeignet.

Das Zuchtziel ist ein:

  • vitaler
  • anpassungsfähiger
  • angenehmer
  • leicht erziehbarer Familien-, Begleit- und Sporthund
  • der ein sicheres Wesen
  • gute Gesundheit und Robustheit
  • große Vitalität und Fitness
  • Langlebigkeit und einen für seine Bewegungsfreude passenden, harmonischen Körperbau besitzt.

Wäller Wesen

Der Wäller ist ein sensibler, begeistert arbeitender, fleißiger Sport- und Hütehund, mit mittlerem bis hohem Temperament ohne Nervosität.

Aufgrund seiner Intelligenz ist er leicht zu erziehen und in diversen Arbeitsbereichen, wie z.B. Agility oder Flyball schnell auszubilden, da er sich seinem „Herrn“ gern unterordnet und zu diesem eine sehr enge Bindung aufzubauen vermag, sofern dieser in der Lage ist, ihn spielerisch zu motivieren und Autorität nicht mit Härte verwechselt.

hundezüchter wäller
(C) Frau Brunn

Auch als Familienhund ist er sehr gut geeignet. Seine Kinderfreundlichkeit wird allseits gelobt, Voraussetzung sind natürlich hundefreundliche Kinder. Er ist ein toller Spielkamerad, aber kein Spielzeug!

Er bewacht instinktiv seine Familie, inklusive der Kinder, und nimmt dazu notfalls seine Zähne zur Hilfe.

Der Wäller ist grundsätzlich ein aufgeweckter, verspielter, lustiger, freundlicher, umgänglicher Hund mit ausgeglichenem Charakter. Er reagiert oft vorsichtig, aufmerksam und umsichtig auf Umweltreize und bricht nicht in Panik oder Hysterie aus.

In Haus und Hof ist er ein zuverlässiger Wächter. Fremden gegenüber kann er manchmal etwas reserviert reagieren und sucht sich seine Freunde lieber selbst aus.

Allerdings darf er sich Menschen gegenüber niemals ängstlich oder bösartig aggressiv verhalten. Zur Grundvoraussetzung gehören eine sorgfältige Aufzucht und optimale Sozialisierung.

Kurzbeschreibung:

Körperbau:
harmonisch proportioniert, muskulös, robust, gute Knochenstärke.

Größe:
Rüden ca. 60-65 cm
Hündinnen ca. 55-60 cm
Schulterhöhe, variiert z.Zt. noch um +/- 5 cm.

Gewicht:
ca. 30-35 kg

Augen:
ausdrucksvoll; Intelligenz, Aufmerksamkeit und Ruhe ausstrahlend. Farbe kann variieren

Zähne:
Scherengebiß erwünscht.

Ohren:
hoch angesetzt, mittlere Größe, Kipp- oder Hängeohren.

Rute:
lang, kräftig, gut behaart und tief getragen.

Haarkleid:
glänzend, elastisch, lang (mind. 7 cm) und pflegeleicht. Leichte Unterwolle.

Fellfarbe:
alle Farben sind möglich (auch Merle) und erlaubt. Sie sollten intensiv und klar sein.

Die Verpaarungen zweier Merle-Hunde untereinander ist nicht erlaubt.

Copyright:
1. W a e l l e r-Club Deutschland e.V.

Züchter der Rasse