Grand Basset Griffon Vendéen

Grand Basset Griffon Vendéen Charakter, Erziehung und Haltung

Einmal mehr zeigen sich die Franzosen großzügig, wenn es um die Vergabe wohlklingender Namen für eine Hunderasse geht. Grand Basset Griffon Vendéen

Gleich einen ganzen Strauß davon vereint der Grand Basset Griffon Vendéen in seiner Rassebezeichnung. „Vendéen“, das im Westen Frankreichs gelegene Département an der Atlantikküste steht für die landschaftliche Heimat des Hundes, während „Griffon“ das raue Haar des Vierbeiners beschreibt.

Unter diesem Sammelbegriff finden sich unterschiedliche Jagd- und Laufhunde wieder. Sie werden bei der Jagd auf Hase, Wolf oder Wildschwein eingesetzt. Die niederläufige Variante französischer Jagdhunderassen mit dem Aussehen zerzauster Mischlinge wird seit dem 15. Jahrhundert als Basset beschrieben.

Grand Basset Griffon Vendéen
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Weiter unterschieden nach Petit Basset und Grand Basset – mit inzwischen unterschiedlichem FCI-Standard. Für den Grand Basset Griffon Vendéen ist dieser in der Standardnummer 33 dargestellt. Grand (in der Bedeutung für groß) entspricht einer Widerristhöhe von 40 bis 44 Zentimetern bei bis zu 25 Kilogramm Körpergewicht. Hündinnen bleiben unwesentlich darunter.

Fell

Der längliche Körper trägt ein mittellanges raues Fellkleid, dessen Haar zwei- beziehungsweise dreifarbig ist. Die Grundfarbe Weiß und verschiedenfarbige Abzeichen ist allen gemein, hierzu gehören Braun- und Grautöne wie schwarze und orangefarbene Anteile. Weiterhin fallen die tief angesetzten dünnen schmalen Ohren sowie die buschigen Fransen über den dunklen großen Augen auf.

Die Pflege des Fells fordert den Hundehalter kaum. Meistens reichen regelmäßiges Kämmen und Bürsten völlig aus, manchmal kann das Trimmen angezeigt sein.

Derart gut geschützt sind selbst dornenbesetzte Hecken kein Hindernis für den Grand Basset Griffon Vendéen. Ausdauernd und mit hervorragender Spurarbeit war und ist der Hund ein vorzüglicher Jagdgehilfe.

In seinem Heimatland hat die Rasse eine lange, wenn auch wenig dokumentierte Geschichte. Bis zur Französischen Revolution erhalten die robusten Meutehunde königlichen Zuspruch, hiernach stehen sie kurz vor der Ausrottung. Engagierte Züchter bewahren den Grand Basset Griffon Vendéen davor.

In Frankreich ist er heute noch beliebt und wird in Meuten als Jagdhund gehalten. Zudem begleitet er Jäger bei der Büchsenjagd. Relativ unbekannt und in geringerer Zahl lebt er in Deutschland als Familien- und Begleithund.

Grand Basset Griffon Vendéen Wesen

Besonders Kinder schätzen ihn wegen seines Charmes und seines nie erlahmenden Einfallsreichtums.

Der Hund seinerseits ist stark familienbezogen und sucht die Nähe wie die Teilnahme an allen Aktivitäten. Er verhält sich wachsam und zeigt einen gemäßigten Beschützerinstinkt. Fremde werden nach eingehender Prüfung akzeptiert. Gleiches gilt für Artgenossen und andere tierische Mitbewohner, eine gute Voraussetzung, sofern der Grand Basset Griffon Vendéen mit anderen Hunden zusammenleben wird.

Die sprichwörtlich lange Leine, wie der Freilauf in Feld und Flur, bedarf einer grundsoliden Vorbereitung. Dem Welpenalter entwachsen und langsam an größere Strecken herangeführt, schließt sich der Franzose Joggern und Fahrradfahrern mit großer Begeisterung an.

Bewegung ist für den Grand Basset Griffon Vendéen ein unbedingtes Muss, um einen zufriedenen und ausgeglichenen Hund im Haus zu erleben.

Das Minimum dessen erreichen Spaziergänge mit reichlich Zeit für die intensive Schnüffelarbeit. Im Freien gibt er sich voller Energie, zeigt es mit Geläut und erscheint hin und wieder etwas dickköpfig. Der unermüdliche Hasenjäger lebt seinen Jagdtrieb, wird der Hund nicht zu jeder Zeit im Auge und im Zaum behalten.

Viel Verständnis für die Besonderheiten dieser Rasse zu besitzen, ist ein wichtiges Kriterium für die Haltung des selbstbewussten Vierbeiners. Von frühester Jugend an verlangt er nach Güte und Konsequenz in der Erziehung.

Keine leichte Aufgabe für einen Hundeanfänger, vor allem da der Grand Basset Griffon Vendéen es versteht, menschliche Schwächen in seinem Sinn zu nutzen.

Jedoch leisten hier essbare Belohnungen ausgezeichnete Überzeugungsarbeit und motivieren das Tier.