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Zwergschnauzer

Zwergschnauzer Charakter, Erziehung und Haltung

Der Zwergschnauzer ist eine alte Hunderasse. Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bereichert ein neuer Begriff die Welt der Hunde und der „Schnauzer“ bringt alle rauhaarigen Pinscher unter ein gemeinsames Dach.

Zuvor sind Schnauzer und Pinscher, entsprechend ihrer Felllänge, in kurz- und langhaarige Pinscher unterteilt.

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1917 ist die Umbenennung vollzogen, Pinscher und Schnauzer erhalten eigene Rassestandards.

Dem Zwergschnauzer, alternativ Miniature-Schnauzer genannt, wird später die Nummer 183 innerhalb der Nomenklatur des Weltdachverbandes FCI zuteil.

Verwendung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Schnauzer liegt in Württemberg und Bayern. Rattler und Rattenbeißer, wie die damaligen Stallpinscher ebenfalls bezeichnet werden, haben auf Bauernhöfen ihr Zuhause.

Hier sorgen sie sich katzengleich um die Schädlingsbekämpfung. Der Hofhund dezimiert die Ratten- und Mäusepopulationen. Zudem bewacht er als Stallhund Hab und Gut oder begleitet Pferdegespanne auf ihren Wegen.

Die Schnauzer unterscheiden sich in ihrer Größe. Der seit etwa 1880 noch unter dem Namen rauhaariger Zwergpinscher gezüchtete Vierbeiner ist der kleinste Schnauzertyp, überragt wird er vom Mittelschnauzer und Riesenschnauzer.

Seine Ähnlichkeit mit Letzteren ist groß. Er besitzt die charakterlichen Eigenschaften seiner Verwandten und die Besonderheit des Kleinhundes.

Viereinhalb bis acht Kilogramm schwer ist der ausgewachsene Zwergschnauzer, seine Schulterhöhe beträgt 30 bis 36 Zentimeter.

Körperlich ein Leichtgewicht unter den Schnauzern, vom Charakter her ein ganzer Kerl – so zeigt sich das robuste und ausdauernde Tier. In typischer Schnauzer-Haltung steht der gedrungen, elegant wirkende und nahezu quadratische Körper. Typisch sind die buschigen Augenbrauen, die bis über die Augen fallen sowie der lange Bart des Kopfes.

Die Barthaare sind nicht so derb wie die des restlichen Fells, welches aus drahtigem und hartem Haar über der gut ausgebildeten Unterwolle zu sehen ist.

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In den Farben Reinschwarz, Pfeffer-Salz, Schwarzsilber ebenso wie in diversen Grautönen und in reinem Weiß gibt es ein abwechslungsreiches Bild ab. Die Unterwolle ist farblich dem Schwarz beziehungsweise Weiß angepasst.

Fellpflege

Mindestens ein Mal in der Woche verlangt das Fell nach einem Kamm. Die Haare vom Bart und Pony wachsen schnell nach und bedürfen regelmäßig der Schere. Um das typische Aussehen zu erhalten, steht etwa einmal im Quartal ein professionell ausgeführtes Trimmen an.

Alles in allem gehört viel Übung dazu, dem Fell der Art angemessen zu Leibe zu rücken. Die übrigen Haare verbleiben gewöhnlich dort, wo sie hingehören – Zwergschnauzer haaren wenig.

Zwergschnauzer Wesen

Im Haus gehört das Beobachten der Geschehnisse außerhalb der eigenen vier Wände zu den großen Vorlieben des Kleinen. So nah, wie er seiner Familie ist, so zurückhaltend erleben ihn Fremde anfangs. Nimmt er Ungewohntes wahr, kann das wegen des überschäumenden Temperaments der Rasse mit deutlichem Gebell einhergehen.

Mit weniger gibt sich der zuverlässige Wachhund nur zufrieden, wenn ihm der Mensch bereits im Welpenalter eine verständliche Richtschnur vorgibt.

Das gilt in gleichem Maße für die ihm zugedachte Position innerhalb des Familienrudels. Der Zwergschnauzer weiß, was er will und ein Hundeführer braucht Erfahrung, um die pfiffige Persönlichkeit gleichermaßen freundlich wie konsequent anzuleiten.

Im Freien sind Zwergschnauzer unermüdliche Traber, die den Menschen gern begleiten. Ihrem Besitzer gegenüber sind sie anhänglich und treu.

Gleiches gilt für die Beziehung zu jungen und ganz jungen Menschen. Lebhafte Kinder und der für jedes Spiel aufgeschlossene Vierbeiner geben ein gutes Gespann ab.

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Gleichwohl versteht es der rauhaarige Kleinhund, seine eigenen Marotten zu entwickeln, fehlt es ihm an Führung und einem ihn fordernden Alltag. Geradezu respektlos geht er bei Hundebegegnungen in ihm sich bietende Konfrontationen. Davor bewahrt einzig die früh einsetzende und artgerechte Sozialisation.

Merklich angenehmer ist das Zusammenleben mit dem Zwergschnauzer, wenn aktive Hundehalter viel Zeit für den Hund aufbringen können und wollen. Der intelligente Schnauzer ist wendig – im Kopf wie in seinen Bewegungen. Folgsam und mutig nimmt er jede Herausforderung an.

Der hohe Erziehungsaufwand kann hierbei spielerisch umgesetzt werden. Beim Aufstöbern versteckter Gegenstände im Gelände, beim Mantrailing oder im Hundesport. Dem Besitzer zu gefallen, liegt im Blut des Vierbeiners und die Begeisterung des Tieres hält lange Zeit vor.

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