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Bobtail

Bobtail Charakter, Erziehung und Haltung

Der Halter eines Bobtail wird wie bei kaum einem zweiten Hund zum Experten in Sachen Fellpflege. Der Aufwand, der mit dem Kämmen und Bürsten einhergeht, lässt sich an der Länge des Fells ablesen.

Im Verlauf einer Woche sind ein bis drei Stunden hierfür angemessen.

Bleibt die intensive Pflege aus, verfilzt das Haarkleid innerhalb kurzer Zeit und damit ist der schöne Anblick des Hundes dahin.

hunderasse bobtail

Wer sich trotz dieser Mühen mit einem Old English Sheepdog, wie die Rasse offiziell im Herkunftsland Großbritannien heißt, das Zuhause teilt, wird reich entschädigt.

Die Standard-Nummer 16 der FCI für den altenglischen Schäferhund verweist auf die ursprüngliche Verwendung als Hüte- und Treibhund. Verschiedene Hütehunde-Rassen im Westen Englands sind die Ahnen des Bobtails.

Geschichte

Die zotteligen Vierbeiner, die Anfang des 18. Jahrhunderts erstmals erwähnt werden, bewachen Schaf- und Rinderherden. Zudem gelangen die Herden mit tatkräftiger Unterstützung der Hunde zu den Vieh-Märkten. Ein erster eigenständiger Rassestandard des Bobtails entsteht Ende des 19. Jahrhunderts.

Seinen in Deutschland geläufigeren Namen verdankt der Old English Sheepdog der kurzen Rute.

Überlieferten Erzählungen zufolge sei das Kupieren ein Merkmal, wonach für derart markierte Arbeitshunde die zu entrichtende Hundesteuer entfiel. Der gestutzte Stummelschwanz (Bobtail) bürgert sich umgangssprachlich als Bezeichnung für die Rasse ein.

Das Kupieren der Hunderute ist seit 1998 in Deutschland verboten und sichert dem Bobtail nun das Hilfsmittel für dessen Balance und Kommunikation.

hunderasse bobtail bei welpen.de

Fell

Unverändert ist das beeindruckende Fell, welches den Hundekörper reich bedeckt und die Augen nicht ausspart. Dicht, zottig und mit viel wasserdichter Unterwolle schützt es den Hütehund vor widrigem Wetter.

Der Bobtail bevorzugt die kalte Jahreszeit, im Sommer kann der Mantel den aktiven Hund in seinem Bewegungsdrang einschränken.

Dennoch ist um seiner unverfälschten Erscheinung willen vom Scheren des Fells Abstand zu nehmen.

Im Standard ist die Fellfarbe in Grau und Blau sowie aus den Mischtönen hieraus erwünscht. Weiterhin gehört das Weiß am Kopf und im vorderen Bereich zu dem kräftigen und quadratisch wirkenden Körper. Welpen kommen in Schwarz-Weiß auf die Welt.

Größe und Gewicht

Der Bobtail-Leib wächst bis zu einer Schulterhöhe von mehr als 61 Zentimeter bei Rüden und 56 Zentimeter bei Hündinnen. Unabhängig vom Geschlecht zu beobachten ist der bärenähnliche Gang und der eigene Tonfall beim Bellen dieser Rasse.

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© CallallooFred – Fotolia.com

Bobtail Wesen

Der Bobtail bewacht alles und hält die Seinen beisammen. Kinder liebt er, Fremden gegenüber bleibt er zunächst reserviert. Der selbstständiges Arbeiten gewohnte Hund verfügt über ein gutes Maß Intelligenz und Geschicklichkeit. Die ihm eigene Sturheit kommt in einzelnen Episoden durch.

Sie nimmt ihm nichts von seiner Liebenswürdigkeit und ist mit Konsequenz in der Erziehung problemlos zu handhaben.

Bobtail Erziehung

Der Bobtail lebt wie jeder andere Hund in einer hierarchischen Welt und gesteht dem mit Verstand führenden Hundeanfänger ohne Weiteres die Führungsrolle zu. Wichtig ist dem vierbeinigen Familienmitglied das Teilhaben an allem.

Dem Betrachter des Bobtails drängt sich schnell der Vergleich mit einem kleinen, behäbigen Bären auf. Dieser erste Eindruck legt eine falsche Spur.

Der je nach Geschlecht bis zu 36 beziehungsweise 45 Kilogramm schwere Landhund mag noch so ruhig zu den Füßen seines Rudelführers liegen, nimmt er Anzeichen von Aktivität wahr, ist er in Bereitschaft.

Kommt der Bobtail in Fahrt, fliegt das Fell geradezu im Wind. Dies zeigt bildhaft den lebhaften Charakter und die Agilität des treuen Vierbeiners.

Entsprechend seiner arbeitsreichen Vergangenheit braucht das Tier viel Auslauf und Beschäftigung.

Immer verbunden mit einer engen Bindung zum Rudel, zu seiner Familie. Der Bobtail bringt vielfältige Anlagen mit, sie zu entwickeln obliegt dem Halter. Die unermüdliche Einsatzfreude und -willigkeit macht ihn zu einem gelehrigen Fährten- und Rettungshund.

Er legt Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer an den Tag. Schlechtes Wetter beeinträchtigt hier im Wesentlichen den Zweibeiner – mit Ausnahme einzelner zu heißer Hundstage, sie setzen dem Bobtail zu.

Die Verträglichkeit des Hundes erleichtert das Trainieren gemeinsam mit anderen Hunden beim Hundesport. Seine hohe Reizschwelle und die fehlende Neigung zum Jagen oder Wildern sind beim Freilauf gern gesehen.

Züchter der Rasse bei Welpen.de