Basset Bleu de Gascogne

Grand Bleu de Gascogne

Grand Bleu de Gascogne

Gute Weine, der edle Brandy Armagnac und die Romanfigur des Musketiers D’Artagnan haben in der Gascogne eine Heimat. Die Provinz im Südwesten Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, ist zudem das Ursprungsgebiet der nicht minder edlen Hunderasse des Grand Bleu de Gascogne.

Zu deutsch: Großer Blauer Gascogner Laufhund. „Groß“ bedeutet in diesem Fall 65 bis 72 Zentimeter Widerristhöhe bei den Rüden und 32 bis 35 Kilogramm Gewicht. Die Hündin ist im Schnitt 62 bis 68 Zentimeter groß und wiegt unwesentlich weniger.

Grand Bleu de Gascogne
© Callalloo Twisty – Fotolia.com

Geschichte

Das Wild, zu dessen Jagd der große Laufhund in der Vergangenheit hinzugezogen wird, ist ebenfalls groß. Wölfe, Wildschweine, Hirsche und sogar Bären werden mit dem Jagdgehilfen aufgebracht – zur Zeit des französischen Hochadels. Bis ins 14. Jahrhundert reichen die Spuren dieser alten Hunderassen in Frankreich zurück.

Später werden in historischen Beschreibungen in einem Atemzug mit dem Grand Bleu de Gascogne zum Beispiel der französische König Heinrich IV oder der amerikanische Präsident George Washington genannt. Beide sollen mithilfe einer Meute der Blauen gejagt haben.

Gegenwärtig wird der in Deutschland selten, im Süden Frankreichs dagegen häufiger anzutreffende Grand Bleu de Gascogne noch immer als Jagd- und Meutehund eingesetzt. Die französischen Jäger sind voll des Lobes für diese Rasse. Sie habe eine vorzügliche Nase, sei bei der Fährtenarbeit hoch konzentriert und ließe sich von einer Spur nicht ablenken.

Sie nennen sie geradezu überschwänglich erhaben und aristokratisch. Der sozial verträgliche und sehr friedfertige Jagdhund hat inzwischen auch als Familienmitglied einen guten Ruf erworben.

Grand Bleu de Gascogne Wesen

Kinderlieb, charmant und gehorsam gibt er sich bei geschickter Führung. Jedoch will die Intelligenz und Freiheitsliebe sowie eine gewisse Sensibilität stets in der Erziehung und Weiterbildung des Hundes berücksichtigt werden – eine anspruchsvolle Aufgabe für den Halter.

Jagdhund-Erfahrung ist in diesem Zusammenhang von unschätzbarem Wert und verhilft dazu, der stolzen Persönlichkeit des Vierbeiners gerecht zu werden.

Wie es vom Naturell eines Jagdhundes erwartet werden darf, ist der Jagdtrieb ausgeprägt und allgegenwärtig. Ebenfalls wenig überraschend verträgt sich ein Leben in einer Wohnung und ohne jagdliche Arbeit kaum mit dieser Wesensart.

Der aufmerksame und arbeitswillige Begleiter braucht viel Raum – im eigentlichen wie im übertragenen Sinne. Der Grand Bleu de Gascogne liebt ein seinem Wesen entsprechendes Umfeld – deutlich ländlich, abwechslungsreich und seine Instinkte reizend.

Hierzu gehört neben beträchtlichem Auslauf ebenso der fordernde Einsatz des Hundes. Jederzeit wachsam arbeitet das Tier die ihm gestellten Aufgaben mutig und ausdauernd ab. Mit kräftiger und tiefer Stimme hält der Hund den Kontakt zu seinem Menschen.

Ein Hundehalter, der seinem Grand Bleu de Gascogne ein Mehr an Lebensfreude bereiten will, belässt es nicht bei einem Einzelgänger.

Das Leben in einer Meute ist durch nichts wirklich zu ersetzen.

Leicht traurig blicken die Augen des Grand Bleu de Gascogne. Seine Ohren hängen lang herab und laufen spitz zu. Das Fell bedeckt einen kräftigen, muskulösen und dennoch schlanken Körper mit langen Beinen und stämmigen Vorderläufen. Der Mantel ist robust wie der ganze Hund und besteht aus kurzem, dichtem und eher grobem Haar.

Dieses Fell ist am ganzen Körper schwarz-weiß getüpfelt und wirkt wie ein schieferblauer Schimmer. Der FCI-Standard Nr. 22 fordert darüber hinaus schwarze Platten in unterschiedlich großer Ausprägung. Die Pflege des Fells bleibt allgemein bei Jagdhunden in einem recht moderaten Rahmen und auch der Große Blaue Gascogner Laufhund macht da keine Ausnahme.

Er nennt ein gut schützendes und gleichzeitig pflegeleichtes Fell sein Eigen. Das regelmäßige Ausbürsten, vor allem wegen möglicher Parasiten nach der Arbeit im Feld, ist ausreichend.