cairn terrier welpen

Cairn Terrier

Cairn Terrier Charakter, Erziehung und Haltung

Cairn Terrier sind die Bergleute unter den Jagdhunden. Sie graben ihre Beute frei oder treiben sie aus ihrem Bau heraus. Rund dreißig kleine bis mittlere Größen sind dieser Bezeichnung untergeordnet.

Zu ihnen gehören die schottischen Jagdterrier Scottish, West Highland White, Skye und Cairn Terrier.

 

cairn terrier bilder
(C) Frau Buchholz

Seinen Namen hat er von dem gälischen Wort cairn erhalten, womit aufgehäufte Steinwälle bezeichnet werden, die entweder errichtet wurden, um Grenzen festzulegen oder um Gräben zu markieren. Teilweise wird aber auch angenommen, dass diese cairns zur Markierung altrömischer Gräber dienten.

Als Letzter im Bunde erfährt der bis dahin als Short-Haired-Skyes bezeichnete Cairn Terrier Anfang des 20. Jahrhunderts die Anerkennung als eigene Rasse.

Das westliche schottische Hochland und die vorgelagerten Inseln, wie die Isle of Skye, bieten Mensch und Tier ein schroffes, unwirtliches Lebensumfeld. Schafherden sind ein zentraler Bestandteil des Lebens in dieser Gegend.

Letzte Aktualisierung am 16.07.2018


Den wertvollen Besitz gefährden Lämmer reißende Füchse ebenso wie anderes Raubzeug. Bereits im 16. Jahrhundert werden niederläufige Terrier eingesetzt, um den Räubern nachzustellen.

Hierzu gehen die flinken vierbeinigen Jäger in den Unterschlupf, den sogenannten Cairn, hinein. Es ist einer der mannigfach anzutreffenden Steinhaufen, in denen nur kleine, mutige und mit rauem Fell geschützte Hunde mit Erfolg nachstellen können.

Fell

Das Haarkleid ist allen Wettern gewachsen. Über der dichten, weichen und kurzen Unterwolle steht das harsche Deckhaar üppig. Ein wetterfester Mantel, dem auch widriges Gelände kaum etwas anhaben kann. Hin und wieder bringt es dem Cairn Terrier den Tod.

Tragischerweise dann, wenn Jäger ihre Jagdhelfer nicht vom zu jagenden Wild unterscheiden. Schuld daran ist die Fellfarbe.

In der Nummer vier des FCI-Standards ist sie in Rot, Grau, nahezu Schwarz sowie als creme- und weizenfarben aufgeführt. Sie erschwert das Erkennen des um die dreißig Zentimeter Schulterhöhe messenden Hundes, der sechs bis gut sieben Kilogramm wiegt.

Gepflegt ist das struppige Fell, sofern es zwei bis drei Mal im Jahr getrimmt und dazwischen mit einem groben Kamm oder einer auf Terrier abgestimmten Bürste in Form gebracht wird.

Geschichte

Die Vorfahren des Cairn Terriers sind genügsam. Im Verband der Meute leben und arbeiten sie, jagen Wild aus unterirdischen Schlupfwinkeln heraus.

Sie halten auf den Höfen der Gutsherren die Mäuse wie die Rattenpopulation in Grenzen. Aufgrund ihrer Urwüchsigkeit besitzen sie noch heute alle Voraussetzungen, um erfolgreich bei der Jagd zu sein.

Nichtsdestotrotz leben sie überwiegend als Haus- und Begleithund mit den Menschen zusammen. Der vielseitige Charakter des Hundes passt sich sowohl der Familie mit Kindern, dem sportlichen Alleinlebenden wie den Möglichkeiten von Senioren an.

(C) Frau Buchholz
(C) Frau Buchholz

Seine Kinderfreundlichkeit drückt der Vierbeiner in besonderer Weise aus, wenn er für die Menschenkinder sogar Kunststücke lernt. Der Vierbeiner stellt keine großen Ansprüche an seine Unterkunft. Ein Haus mit großem Garten kommt gleichermaßen infrage wie eine Etagenwohnung in der Stadt.

Cairn Terrier Wesen

Wichtig ist die gelebte Zugehörigkeit des Cairn Terriers zum menschlichen Alltag. Nicht minder braucht er Bewegung und spielerisches Austoben. In diesem Zusammenhang können Cairn- und Gartenbesitzer manchmal erleben, was Urwüchsigkeit bedeutet: immer, wenn der Terrier beim Graben seinem Drang nach Erdverbundenheit erlegen ist.

Davon einmal abgesehen gibt er den kecken Allrounder, der lange Spaziergänge liebt. Um hierbei entspannt sein zu können, gilt es, dem vorhandenen Jagdtrieb bereits im Welpenalter erzieherisch zu begegnen und eine gute Bindung des Terriers zu seinem Rudel zu fördern.

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Cairn Terrier

Große Begeisterung kommt seinerseits bei sportlichen Aktivitäten auf. Für den Schotten sind Obedience, Agility und Turnierhundesport so interessant wie Dogdancing oder das Spiel mit der Frisbee-Scheibe.

Keck blickt das Hundegesicht mit den kleinen, spitz hochstehenden Ohren seine Menschen an. Der verschmitzte Ausdruck und das selbstbewusste Wesen des Hundes verschaffen dem Cairn Terrier viel Sympathie.

Fehlt es jedoch an einer klaren Rangfolge innerhalb des Rudels, versteht es der sympathische Schotte, den Rudelführer zu mimen. Zudem ist einem Terrier der Wesenszug der Sturheit nicht fremd.

© Dogs – Fotolia.com

Anderen Hunden gegenüber zeigt er sich verträglich, wobei gleichgeschlechtliche Begegnungen mit Reibereien einhergehen können. Ungewohntes signalisiert der Cairn Terrier durch lautes Bellen, ohne dass dies zu einem Dauerzustand wird.

Geschichte

Da es in der Landschaft des schottischen Hochlandes aufgrund der sehr dünnen Erdkrume keine unterirdischen Baue gibt, lebten die vom Cairn Terrier gejagten lämmerraubenden Füchse und andere Beutetiere wie der Wiesel, Nagetiere und manchmal auch die gefährliche schottische Wildkatze in diesen durch Baumwurzeln fest verankerten Geröllhaufen, von denen das schottische Hochland geradezu übersät war.

Die vom Rassestandard erwünschte Grösse liegt zwischen 28 und 31 cm, das Idealgewicht beträgt 6 bis 7,5 kg.

Der Cairn Terrier hat ein rauhes und drahtiges Fell mit wetterfestem Deckhaar, unter dem sich ein weiches Unterfell befindet. Obwohl insbesondere auf Ausstellungen eine „naturnahe“ Erscheinung erwünscht ist, die man dadurch erreicht, indem man das Fell nur ein wenig in Form zupft, benötigt das dicke Deckhaar des Cairn Terriers eine regelmäßige Pflege. Zur Präsentation im Ausstellungsring bedarf es eines sogenannten „tidying up“, einem Säubern des Fells.

Das zottige Fell des Cairn macht normalerweise einen etwas zerzausten Eindruck, ganz so wie der bekannte Hund „Toto“ aus dem Film „Der Zauberer von Oz“. Auch dem feinen Unterfell muss man eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Die vorherrschenden Fellfarben sind: 

  • Rot
  • Grau
  • Creme
  • Beige oder fast schwarz.

Oft kommt es vor, dass die Ohren und die Schnauze etwas dunkler sind. Die Farbe Weiß ist auf jeden Fall unerwünscht.

Ein typisches Merkmal des Cairn ist sein lebhafter Ausdruck, der durch den kurzen Fang und die Stehohren erreicht wird.

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Die Entstehungsgeschichte des Urtyps aller schottischer Terrier lässt sich mindestens bis zum Jahre 1500 n. Chr. zurückverfolgen.

Erstmals wurde er in den westlichen Hochländern Schottlands und auf der Insel Skye gezüchtet. Schon länger züchteten die Vieh- und Schafzüchter dort raubzeugscharfe Terrier nicht aus sportlichen Gründen, sondern um Füchse zu jagen, welche die Lämmer ihrer Herden raubten.

Um die Füchse in ihren Verstecken zu stellen, brauchte man einen kleinen, aber außerordentlich mutigen Terrier, der in der Lage war, in die Steinhaufen hineinzukriechen.

Es überlebten nur die härtesten und raffiniertesten Terrier diese Aufgabe, da man den Hunden nicht durch Ausgraben der Baue zur Hilfe kommen konnte. Die schottischen Gutsherren hielten zu der Zeit grosse Meuten dieser zottigen Terrier, um das Raubzeug zu jagen und zu dezimieren. Der Cairn Terrier hat gemeinsame Vorfahren mit anderen Terriern der Highlands.

Aus einer grossen Anzahl von Typen in verschiedenen Gegenden entstanden langsam vier eigenständige Rassen:

  • Cairn Terrier
  • Skye Terrier
  • Schottischer Terrier
  • und West Highland White Terrier.

Als im Jahre 1909 erstmals Cairn Terrier ausgestellt wurden, nannte man sie zunächst „Short-haired Skyes“. Da dies zu Protesten von Seiten der Skye-Züchter führte, entschied man sich schliesslich für den Namen Cairn Terrier.

Früher setzte man den Cairn Terrier auch recht gerne auf Hasen an, ließ ihn nach Maulwürfen graben oder am Wasser Otterspuren aufnehmen. Seine Terriernatur zwingt ihn praktisch dazu, überall zu graben.

Dabei macht für ihn ein Blumenbeet keinen grossen Unterschied zu einem Fuchsbau. Obwohl der moderne Cairn Terrier im Laufe der Jahre als Familienhund etwas gesetzter wurde, ist er immer noch ein äusserst temperamentvoller und freundlicher Begleithund, der vor nichts zurückschreckt.

Diese Eigenschaften machten ihn zum Lieblingsterrier in England und der „British Cairn Terrier Club“ verlieh ihm die Ehrenbezeichnung als „Bester kleiner Haushund der Welt“.

Im Jahre 1912 wurde der Cairn Terrier vom British Kennel Club offiziell als eigenständige Rasse anerkannt. Trotzdem kreuzten einige Züchter Cairn Terrier mit West Highland White Terriern und bezeichneten die helleren Welpen als West Highland White Terrier und die dunkleren als Cairn Terrier.

Um dieses Vorgehen zu unterbinden und die Rassen getrennt zu halten, verweigerte der British Kennel Club ab 1924 die Eintragung von Tieren aus solchen Kreuzungen. In den Vereinigten Staaten wurde der Cairn Terrier erst im Jahre 1913 als Rasse anerkannt.

Der Cairn Terrier ist ein intelligenter, loyaler, freundlicher und munterer Charakter, der als Begleithund keine Konkurrenz zu fürchten braucht.

Als mutiger Draufgänger gilt er als beliebter Männerhund, aber seine robuste und unempfindliche Art machen ihn auch genauso gut zu einem feurigen Beschützer alleinstehender Damen wie auch zu einen geduldigen Spielkameraden für Kinder.

Der Cairn Terrier steckt voller Energie und Lebensfreude und ist in seinem Wesen sehr selbständig und neugierig. Er ist aber nicht eigensinnig und lernt zudem sehr schnell.

Damit er aber sich nicht zum Familienoberhaupt aufschwingt, braucht er jedoch klare Befehle und eine konsequente Erziehung. Auch als Wachhund ist er sehr gut geeignet, da er zwar sehr wachsam ist, aber nicht unnötig kläfft.

Herkunft des Cairn-Terrier:
Schottland, Westliches Hochland und die vorgelagerten Inseln

Wesen:
Freundlicher, lebhafter, fröhlicher Terrier. Guter Kinderhund, unempfindlich und langlebig, furchtlos.

Besondere Merkmale:
Listiger Ausdruck. In der Behaarung zottig, aber nicht ungepflegt wirkend. Rauhharig.
Die Rute wird nicht kupiert.

Grösse:
28 – 31 cm

Haarart:
Rauhhaar; doppelte Behaarung, bestehend aus reichlichem, hartem aber nicht grobem Deckhaar und kurzer, weicher Unterwolle.

Farbe:
Rot, sandfarben, grau, gestromt (engl. brindle) und fast schwarz

Empfohlene Trimmhäufigkeit:
2-3 mal im Jahr

Züchter  der Rasse bei Welpen.de