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Tibet Terrier

Tibet Terrier Charakter, Erziehung und Haltung

Tibet Terrier
  • Annette Schmitt
  • Herausgeber: Verlag Eugen Ulmer
  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten

Letzte Aktualisierung am 16.07.2018


Auf großen, runden und flachen Pfoten bewegt sich der Tibet Terrier sicher auf unwegsamen Wegen wie in schneebedecktem Terrain. Diese ebenso ungewöhnliche wie zweckmäßige Konstruktion ermöglicht dem Gebirgsspezialisten das Greifen und Festhalten mithilfe biegsamer Zehen.

Derart von der Natur ausgestattet gelingt ihm das Klettern nahezu mühelos, selbst Tiefschneeflächen überwindet er, ohne darin zu versinken.

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© Dogs – Fotolia.com

Was für den seit 1939 auch in Deutschland anzutreffenden Vierbeiner als längst überholte Rassemerkmale angesehen werden könnte, beweist sich in der Heimat des Tibet Terriers als sinnvoll und zweckdienlich.

Hier braucht das Tier für seine ursprüngliche Verwendung als Hütehund und Wächter einen guten Stand. Die Gebirgslandschaft Tibets ist extrem – geografisch wie meteorologisch. Eisige Winde setzen den Bewohnern und ihren Tieren dort genauso zu wie die Trockenheit heißer kurzer Sommer.

Fell

Ein üppiges doppelschichtiges Haarkleid schützt den Tibet Terrier vor allen Widrigkeiten. Es bedeckt den kräftigen und muskulös geformten Gefährten mit feiner, dichter und wolliger Unterwolle nebst langem Deckhaar.

Gerade oder gewellt hat es eine dem menschlichen Haar nahekommende Struktur. Die Publikation des FCI-Standards der Nummer 209 führt als gewünschte Rassefarben Weiß, Gold, Creme, Grau und Schwarz bis rauchfarben sowie zwei- und dreifarbige Kombinationen hieraus auf.

Das Fell beansprucht mehrmals in der Woche eine Bürste und der Aufwand für die Pflege kann dann einige Zeit abverlangen.

Das Striegeln endet, wenn beim abschließenden vorsichtigen Durchkämmen dem Kamm kein Widerstand mehr geboten wird.

So behält das Haar seine natürliche Schutzfunktion und jegliches Wetter prallt am Fellträger ab. Sein langes Haarkleid hängt dabei weder bis zum Boden herab noch schränkt es den Hund am Kopf mit dem über die Augen fallenden Pony beim Sehen ein.

Tibet Terrier Wesen

In ihrer tibetanischen Heimat gelten die zwischen 35 und gut 40 Zentimeter Widerristhöhe messenden und acht bis dreizehn Kilogramm wiegenden Hunde als Glücksbringer. Der Name Tibet Terrier jedoch mag den interessierten Hundefreund auf eine falsche Fährte locken.

Bei dem Vielseiter stehen weniger die Terrier-Wesenszüge als eher Hütehund-Qualitäten im Vordergrund.

In der Vergangenheit geben Nomaden mit ihren Herden, manch wohlhabender Tibeter oder Klosterbewohner den sehr geschätzten Hunden ein Zuhause.

Als Wach- und Hütehunde sind sie gleichermaßen wertvoll wie ihr Fell, welches in gewebtem Zustand den Menschen hilft, die Wärme am Körper zu behalten.

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© Tarabalu – Fotolia.com

Über zig- Generationen bleiben die Tibeter in ihrem Ursprungsgebiet beheimatet, ein Verkauf dieser Hunde kommt nicht infrage. Heute bereichern Tibet Terrier Familien in diversen Winkeln der Welt.

Sie sind ideale Begleiter für Personen, die sich sportlich geben, die anderen Menschen helfen oder schlicht Freude an den facettenreichen Hunden haben möchten. Die vielfarbigen Gefährten wünschen sich erfahrene Hundehalter, die ihrem Wesen und ihren Bedürfnissen gerecht werden.

Der Tibet Terrier gilt als gelehrig und lernwillig. Gleichwohl verlangt er wie jeder andere Hund nach Regeln, andernfalls gibt er die Richtung vor.

Klare Ansagen fördern, manchmal durchscheinende Sturheit und wiederkehrende Trotzphasen zu unterbinden.

Die Rüden der Rasse können schon mal eine dominante Ader in der Begegnung mit Artgenossen ausleben. Grundsätzlich indes zeigt sich der Begleiter verträglich und entfaltet im Spiel seine Lebendigkeit und die leichtfüßig herumtollende Art.

Ein aufgescheuchter Feldhase verlangt geradezu nach einer Haken schlagenden flinken Verfolgung. Bei gut sozialisierten Hunden endet sie erfolgreich mit dem Abruf durch den Halter.

Herumkommandiert zu werden, ist nichts für den Tibet Terrier. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder jeder Altersstufe. Nähern sich Letztere mit Respekt und Freundlichkeit dem Vierbeiner, schließt der mit ihnen schnell Freundschaft. Fremden Menschen schenkt er zurückhaltende Aufmerksamkeit, checkt sie daraufhin ab, ob sie dem Familienrudel genehm sind.

Seine Wachsamkeit zeigt er währenddessen nicht aufdringlich und das Bellen hat stets einen berechtigten Grund. 

Lange Spaziergänge, das Spielen und Toben in der freien Natur wirken der Neigung des Hundes zu leichtem Übergewicht entgegen. Richtig proportioniert entwickelt er eine enorme Sprungkraft. Ist sein Bewegungsdrang außerhalb der Unterkunft gestillt, mag er es im Haus ruhig und angepasst.

An der Seite seines Besitzers macht der Tibet Terrier bei Agility, Dog-Dancing , Obedience und Suchspielen eine gute Figur.

Zum Therapie-Besuchshund ausgebildet steckt er wie von selbst die Menschen mit seiner Lebensfreude an.

Der Tibet-Terrier besitzt den so eigenen unverwechselbaren Charakter asiatischer Rassen. Er ist ein kleiner Aristokrat, voller Stolz und Würde und dabei so sensibel. Er kann sich nur entfalten, wenn er als gleichwertiger Partner akzepiert wird. Unterwürfigkeit kennt er nicht.

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© Tarabalu – Fotolia.com

Er tut nichts, was für ihn keinen Sinn macht. Der Tibet Terrier ist kein Zwingerhund, er braucht täglich genügend Auslauf im Freien um zu toben.

Um sich an seinem attraktiven Äußeren immer zu erfreuen ist die Pflege seines langen Haarkleides ca. 1-2 Stunden pro Woche erforderlich.

Züchter der Rasse