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spaniel cocker

Cocker Spaniel

Cocker Spaniel Charakter, Erziehung und Haltung

Der eigentliche Ursprung dieser bekannten und beliebten Hunderasse liegt in Spanien. Historisch zurückverfolgen lassen sich die Vorfahren der Cocker Spaniel dort bis ins 14. Jahrhundert nach Christus.

Dennoch wird offiziell Großbritannien als Herkunftsland angesehen, was sich auch in der Rassebeschreibung beim FCI ausdrückt.

Kleine Hunde, die das Wild aufstöbern, sind in England weit verbreitet und werden „Cocking Spaniels“ genannt. Die Bezeichnung „Spaniel“ stammt vom altfranzösischen Wort für „Spanisch“ und verweist auf die spanischen Vorfahren der Rasse.

Der Englische Cocker Spaniel, in seiner Heimat und hierzulande einfach nur Cocker genannt.

Der Name „Cocker“ dagegen leitet sich entweder von der ursprünglichen Aufgabe ab, das Wild in die Netze („cock“) und später vor die Flinte des Jägers zu treiben, oder aber er spielt auf die besondere Begabung des Hundes an, kleines Federvieh, besonders Waldschnepfen (Woodcock) aufzuscheuchen.

Vor der Jahrhundertwende (1900) wurde in England der Kennel-Club gegründet. Diese Vereinigung legte recht schnell fest, dass Field Spaniels, Cocker Spaniels und Springer Spaniels als eigenständige Rassen zu behandeln seien.

spaniel cocker
© Stefan Andronache – Fotolia.com

Innerhalb kürzester Zeit gewann der English Cocker Spaniel extrem an Beliebtheit. Dies führte dazu, dass er in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts die beliebteste Rasse überhaupt war; auch außerhalb des United Kingdoms.

Letzte Aktualisierung am 22.01.2018


Rasch verbreitete er sich weltweit und erfreut sich auch heute noch einer ungewöhnlich großen internationalen Beliebtheit.

Der Englische Cocker Spaniel gehört zu den ältesten bekannten Hunderassen. Seine Vorfahren, spanische Vogelhunde, lassen sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits um 1600 wurden in ganz Europa Spanielarten als Jagdhunde eingesetzt.

Zwei Mitglieder dieser Familie, der Cocker Spaniel und der grössere Springer Spaniel, setzten sich bis zum 18. Jahrhundert in Grossbritannien durch. Als sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Kennel Club England gründete, wurden sogar drei verschiedene Spanielarten als eigenständige Rasse anerkannt.

Neben den zwei bereits erwähnten kam noch der Field Spaniel dazu und ab diesem Zeitpunkt begann für diese Rassen ihre eigentliche Entwicklung. Der Cocker Spaniel wurde speziell für die Jagd auf Federwild gezüchtet und diente beispielsweise dazu, Waldschnepfen, Fasane oder Rebhühner zu scheuchen und anschliessend zu Lande und auch aus dem Wasser zu apportieren.

Dabei zeichnet sich der Cocker durch weites, bogenreines Stöbern, spurlautes Jagen, leidenschaftliches Apportieren sowie durch eine besondere Begabung bei der Schweissarbeit und als Totverbeller oder -verweiser aus.

Verwendung

Der Cocker Spaniel gehört zu den Stöberhunden (bzw. Apportier- und Wasserhunden). In England findet der nicht allzu große Hund häufig Verwendung als Begleiter bei der Jagd. Die Jäger schätzen seine Ausdauer und Zuverlässigkeit beim Aufstöbern des Wildes. Oft findet man in den großen Jagdmeuten eine große Anzahl von Cocker Spaniels.

Ihr Name entstand im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit Waldschnepfen in dafür vorgesehene Netze zu jagen. Diese Vögel heißen in England „Woodcocks“; und diese Aufgabe brachte diesen etwas kleineren Jagdhunden die Bezeichnung cocking Spaniels ein. Später wurde daraus Cocker Spaniel.

cocker spaniel
© vivienstock – Fotolia.com

Die Rasse zeichnet sich durch fröhliche Robustheit aus. Cocker Spaniels bestechen durch eine gut ausgewogene Statur, sie sind kompakt ohne jedoch schwerfällig zu wirken. Im Gegenteil. Dadurch, dass sie nicht ganz so groß sind, finden sie recht gut durchs Unterholz. Hier bewegen sie sich unerschrocken auch durch unwegsames Dickicht, ständig damit beschäftigt, der aufgenommenen Spur zu folgen.

Charakter des Cocker Spaniel

Besonders die zuletzt angeführte Fähigkeit ist für einen Jäger von grosser Wichtigkeit, da dieser doch relativ kleine Hund seine Beute oftmals nicht apportieren kann. Zudem besitzt der Cocker Spaniel einen ausgezeichneten Geruchssinn, was ihn heutzutage u.a. zu einem sehr guten Drogen- und Sprengstoffsuchhund macht.

Schnell erfreute sich der Englische Cocker nach Etablierung der Rasse einer wachsenden Popularität und bereits in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts war er die beliebteste Rasse Grossbritanniens und behielt diesen Spitzenplatz auch für die nächsten zwanzig Jahre.

Zugleich entwickelte sich in den USA trotz originaler Zuchtbasis ein deutlich unterschiedlicher Cocker Spaniel. Zwar erfolgten noch weiterhin Mischungen (Interbreed) zwischen dem Englischen Cocker und dem mittlerweile Amerikanischen Cocker, da aber die beiden Typen inzwischen so weit auseinanderlagen, gelangten die Züchter zu der Einsicht, dass weiters Interbreeding beiden Arten Schaden würde.

So wurden im Jahre 1940 vom Kennel Club England die Rassen in Cocker Spaniel und Amerikanischer Cocker Spaniel getrennt. Der AKC folgte zwar diesem Beispiel, nationaler Eigensinn führte jedoch dazu, dass in Amerika die Rassen in Englischer Cocker Spaniel und Cocker Spaniel umbenannt wurden.

Auf Bestreben des FCI einigte man sich schliesslich darauf, dass beide Rassen nach ihrem Ursprungsland zu unterscheiden sind und nun in der ganzen Welt der eine Hund als Englischer Cocker Spaniel, der andere als Amerikanischer Cocker Spaniel bezeichnet wird. Dabei ist der Englische Cocker etwas grösser und länger im Kopf als sein amerikanischer Verwandter, zudem ist er auch weniger behaart als dieser.

Obwohl von Natur aus ein Jagdhund, ist der Cocker Spaniel mittlerweile besser als Ausstellungshund bekannt. Auf der „Cruft´s Dog Show“ beispielsweise hat kein anderer Hund mehr Preise gewonnen als diese Rasse.

Die eigentliche Bestimmung des Cocker Spaniels ist jedoch die eines Familienhundes. Er ist anhänglich und sehr verschmust, immer fröhlich, verspielt und zu langen Spaziergängen bereit. Den langen Auslauf benötigt er aber auch, um der Fettleibigkeit vorzubeugen, da er immer hungrig und ein hervorragender Futterverwerter ist.

Da er manchmal ziemlich eigensinnig sein kann und es durch seine charmante Art versteht, seine Familie immer um den Finger zu wickeln, ist eine konsequente, aber liebevolle Erziehung vonnöten und unbedingt auf zuverlässigen Gehorsam zu achten.

Der Cocker Spaniel ist ausserdem intelligent und sehr aktiv, was sich beispielsweise dadurch zeigt, dass er fast ständig mit dem Schwanz wedelt, besonders dann, wenn er sich bewegt oder wenn er arbeitet.

Alles in allem ist der Englische Cocker Spaniel leicht zu halten und bereitet seinem Besitzer viel Freude.

Besonders erwähnen muss man die außerordentliche Fähigkeit, selbst schwächste Witterung aufzunehmen. Ihre gute Nase ist ein weiteres, wichtiges Charaktermerkmal, das die Polizei und andere Behörden gerne nutzen, um diese Hunde als Drogen- oder Sprengstoffspürhunde einzusetzen.

Außerdem zeichnen sie sich durch eine ungewöhnlich große Apportierfreude aus. Ein weiterer Grund, sie immer wieder sehr gerne als Begleiter bei der Jagd auszuwählen.

Insgesamt verfügt der English Cocker Spaniel über ein fröhliches, herzliches Wesen, das sich in unermüdlichem Rutenspiel äußert. Er ist immer bereit für neue Aktivitäten und daher nicht geeignet für Hundehalter, die nur wenig mit ihrem 4-beinigen Freund unternehmen können oder wollen.

Ein Englisch Cocker will bewegt werden. Am liebsten macht er das beim Folgen einer natürlichen oder auch einer gelegten Spur. Aber auch für längere Ausflüge am Fahrrad wird er Freude finden und diese begeistert mitmachen.

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© Vincent – Fotolia.com

Auch das Spiel mit und in der Familie liebt der English Cocker Spaniel. Seinen Familienmitgliedern gegenüber zeigt er sich sehr sanft und ganz besonders anhänglich, jedoch ohne unterwürfig zu erscheinen. Seine überschwängliche Lebenslust wirkt ansteckend und oft bringt er jemanden durch seinen fröhlichen Übermut dazu, mit ihm zu spielen.

Größe und Gewicht

Der English Cocker Spaniel hat ein ansprechendes Äußeres. Mit einer Größe von 39cm bis 41cm (Rüden) und 38cm – 39cm (Hündinnen) kann dieser Hund ein Gewicht von 12,5 kg (Hündinnen) bis max. 14,5 kg (Rüden) erreichen.

Das Haarkleid des Cocker Spaniels ist glatt, die einzelnen Haare sind sehr seidig. Sie dürfen weder drahtig noch wellig sein; auch nicht lockig. Sowohl das Gebäude als auch seine Vorder- und Hinterläufe sind üblicherweise sehr gut befedert.

Es gibt den English Cocker Spaniel in verschiedenen Farben, häufig kommen sie mehrfarbig vor.

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© Dogs – Fotolia.com

Der englisch Cocker Spaniel ist ein wahres Energiebündel. Für Hundeanfänger ist er weniger geeignet, da er über eine starke Portion Selbstvertrauen und einem damit verbundenen, recht gut ausgeprägtem eigenen Willen verfügt.

Man sollte ihm stets gebührend Aufmerksamkeit schenken, ansonsten langweilt er sich schnell, was zu unerwünschtem Fehlverhalten führen kann.

Man sollte ihm täglich genügend Auslauf gewähren, ihn apportieren lassen und häufig mit ihm spielen. Seine ständige Fröhlichkeit und der Drang, gerne mit seinen Bezugspersonen zu schmusen machen ihn zu einem idealen Familienhund.

Züchter der Rasse bei Welpen.de