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hunderasse schipperke

Schipperke

Der Schipperke zählt zur FCI-Gruppe 1 der Hüte- und Treibhunde und hat seinen Ursprung in Belgien, wo er heute auch als Nationalrasse angesehen wird.

Sehr wahrscheinlich hat er seinen modernen Namen „Schipperke“ von seiner Arbeit als Wachhund und Rattenfänger auf den flämischen Flusskähnen erhalten, bedeutet das Wort „Schipperke“ doch übersetzt „kleiner Bootsmann“ oder „kleiner Kapitän“.

Andere Fachleute dagegen glauben, dass sich der Name vom Wort „Scheperke“ ableitet, der flämischen Bezeichnung für einen kleinen Schäferhund.

Eine vom Rassestandard vorgeschriebene Ideal- oder Mindestgrösse ist für den Schipperke nicht vorgesehen, allerdings sollte das Gewicht des Hundes zwischen 5,5 und 7,5 kg liegen.

Fellfarben Schipperke

Er  hat ein hartes, gerades Fell mit einer zarten Unterwolle und dichtem Deckhaar. Zudem fordert der Standard, dass das Haar absteht und am Hals und über der Brust eine Mähne („ruff“) bildet, an der Schulter einen Mantel („cape“) besitzt, Bruststreifen („jabot“) aufweist sowie Hosen an den Hinterläufen („culotte“) zeigt.

Obwohl der FCI eine einfarbige, schokoladenbraune, wolfsgraue oder cremefarbene Färbung des Fells zulässt, ist doch die erwünschte Farbe schwarz. In den Vereinigten Staaten ist sogar nur die Farbe schwarz zugelassen.

Das Fell erfordert einen nur sehr geringen Pflegeaufwand. Die Rute wurde früher für gewöhnlich kupiert, was heute in Deutschland glücklicherweise verboten ist.

Geschichte und Herkunft

Dazu hat sich eine Legende gebildet, nach der im Jahre 1609 ein belgischer Schuhmacher sich über die ständigen Diebstähle eines Hundes aus der Nachbarschaft so sehr geärgert hat, dass er den Übeltäter eines Tages einfing und ihm den Schwanz abhackte.

Man fand, dass der Hund so viel hübscher aussähe und hat daraufhin bei anderen Hunden ebenfalls die Rute entfernt.

Der Schipperke wird in der Chronik des Mönches Wencelas aus dem 15. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt.

Manche Fachleute meinen, er stamme von einer alten belgischen Schäferhundrasse ab und wäre eine Zwergversion dieser Hunde. Andere wiederum glauben, es handele sich beim Schipperke um eine Mischung von einem Terrier und einem in England als „Pomerian“ bekannten Spitz.

Sehr wahrscheinlich entstand die Rasse aber aus Nachkommen nördlicher Spitzrassen, die schon mit den Wikingern an die Küste Flanderns gelangten. Für diese Annahme spricht, dass der Stammbaum der Schäferhunde sich gleichfalls auf den Spitz zurückführen lässt.

hunderasse schipperke
© Dogs – Fotolia.com

In Holland, wo man wahrscheinlich seine eigentliche Heimat findet, ist er bereits sei Jahrhunderten als eigene Rasse bekannt. Eine große Anzahl alter flämischer Gemälde, die vorzugsweise das bäuerliche Leben porträtierten, zeigt den Schipperke.

Auch auf einer grossen Anzahl von Kähnen wurde der Schipperke gehalten, er hielt das Schiff frei von Ratten und Mäusen und bewachte es vor unerwünschten Eindringlingen.

Während des 17. Jahrhunderts war der Schipperke nicht nur bei den Kanalschiffern, sondern auch bei Händlern und Handwerken äusserst populär.

Zu der Zeit war es Brauch, dass die Handwerker jeden zweiten Sonntag in der Stadt spazieren gingen, dabei wurden sie von ihren kleinen Hunden mit Stummelschwanz begleitet. Um ihren Reichtum in der Öffentlichkeit zu demonstrieren, schmückten die Handwerker ihre Hunde mit kostbaren breiten Messinghalsbändern.

schipperke
© Dogs – Fotolia.com

Im Jahre 1690 veranstalteten die Gilde-Handwerker die erste Spezialausstellung für Schipperkes, es wurde dort das schönste Halsband prämiert.

Fest steht, dass die erste Ausstellung für Einzelrassen mit dem Schipperke veranstaltet wurde und auch der Brauch, Hundeausstellungen allgemein Sonntags stattfinden zu lassen, ist vielleicht auf die sonntäglichen Hundespaziergänge der belgischen Handwerker zurückzuführen.

In der breiten Öffentlichkeit wurde der Schipperke im 19. Jahrhundert durch einen Schiffseigner namens Reussens bekannt. Auf allen seinen Schiffen, die auf dem Kanal zwischen Antwerpen und Brüssel fuhren, setzte er Schipperkes als Wachhunde ein.

Da diese kleinen Hunde sehr scharfe Wächter waren, gleichzeitig aber nur wenig Platz und Futter brauchten, stieg ihre Beliebtheit bei den Belgiern stetig.

Als dann Marie Henriette, die Ehefrau des belgischen Königs Leopold II., im Jahre 1885 einen Schipperke erwarb, der soeben auf einer Ausstellung gewonnen hatte, wurde der hervorragende Ruf dieser Hunde noch mehr gefestigt und sie wurden auch als Haushunde immer populärer.

Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Exemplare nach England und in die USA, bereits 1929 gründete sich dort der „Schipperke Club of America“. Obwohl er heute zumeist als Haushund gehalten wird, nehmen doch immer noch viele Schiffsleute die Dienste dieses extrem aufmerksamen, aber trotzdem sehr freundlichen Hundes in Anspruch.

Charakter und Wesen

Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass er zu aufmerksam wird und auf jede Bewegung und jedes Geräusch sofort heftigst reagiert. Manchmal werden sie von ihren Besitzern auch zur Jagd auf Kleinwild benutzt, ihr guter Ruf als Mäuse- und Rattenfänger eilt ihnen ja voraus.

Der Schipperke ist ein kleiner, munterer Hund mit einem freundlichen und treuen Wesen. Er ist von Natur aus neugierig und aufmerksam, dabei aber auch immer sehr geduldig mit kleinen Kindern.

Zusammen mit seiner robusten Gesundheit macht ihn dies zu einem hervorragenden Haus- und Familienhund. Obwohl er voller Temperament steckt, lässt er sich sehr gut in einer kleineren Wohnung halten.

Er ist auch ein ausgezeichneter Wachhund, der sein Revier kompromisslos verteidigt und bellt, ohne jedoch einen anderen Menschen ernsthaft zu gefährden.

Dementsprechend ist er fremden Leuten gegenüber sehr misstrauisch und bisweilen sogar unfreundlich. Allerdings ist er auch sehr gelehrig, sodass man ihm diese Unart sicherlich wird austreiben können.

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Letzte Aktualisierung am 22.01.2018


Sein kleiner, athletischer Körper und seine angeborene Intelligenz lassen ihn auch auf Unterordnungsprüfungen meist sehr gut aussehen. Er schliesst sich seinem jeweiligen Menschen immer ganz an, ausserdem mag er besonders die Nähe von Pferden sehr gerne.

Man kann auch gut sehen, wenn ein Schipperke sich über irgend etwas aufregt, dann nämlich stellt sich seine dichte Mähne steil auf.