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wie schnell ist ein barsoi

Barsoi

Barsoi Charakter, Erziehung und Infos

Der Barsoi, dessen Name sich vom russischen Wort für flink, „borzoi“ ableitet, gehört zur FCI-Gruppe 10 der Windhunde.

Der Barsoi hat seinen Ursprung im „alten Russland“ (heute GUS). Schon um 1100 nach Christus wird von diesen Hunden berichtet und zwar in alten französischen Dokumenten, die eindeutig belegen, dass bereits damals diese Rasse am Hofe des Großherzogs von Kiew gehalten wurde.

Geschichte

Wie bei vielen anderen Rassen, so ist auch beim Barsoi, welches der weitaus bekannteste Hund aus Russland ist, der genaue Ursprung Thema von ausgiebigen Diskussionen unter seine Liebhabern ebenso wie unter Fachleuten.

Teilweise wird angenommen, dass schon die Tataren die Vorfahren dieser Rasse, kurzhaarige Windhunde aus Arabien, mit nach Russland brachten und dass bereits seit Beginn der Zarenherrschaft im 14. und 15. Jahrhundert Barsois zur Hetzjagd auf Wölfe, Hasen und Füchse gezüchtet wurden.

Andernorts aber wird aber davon ausgegangen, dass sein Anfang erst am Beginn des 17. Jahrhunderts lag, als ein russischer Fürst für die Jagd auf Wölfe zunächst die auf Sicht jagende Windhunde aus dem Mittleren Osten einführte.

Jedoch stellte sich relativ schnell heraus, dass diese dem kalten russischen Winter nicht viel entgegenzusetzen hatten. Um sie diesen extremen Klimabedingungen anzupassen, wurden sie wahrscheinlich mit einem langbeinigen russischen Collieschlag gekreuzt, wodurch sie das nötige, lange Fell erhalten sollten.

Aber auch Einkreuzungen von tatarischen Laufhunden werden nicht ausgeschlossen. Der damalige russische Adel hatte eine ausgeprägte Leidenschaft für grosse Hetzjagden mit hunderten von Barsois und entsprechend grossen Brackenmeuten nach einem festgelegtem Ritus. Neben einer prunkvollen Kleidung der adligen Jagdherren und ihrer Dienerschaft gehörten dazu Pferde mit ausgesuchter Qualität.

Die Barsois wurden aus den riesigen Zuchten paarweise ausgewählt. Nur wenn sie vom Aussehen, Kraft und Schnelligkeit her nahezu identisch waren, wurden sie vom dekadenten Adel als gut genug für ihre Zwecke angesehen. Jeweils ein Paar Barsois wurde dann auf einen gesichteten Wolf gehetzt. Nachdem diese den Wolf von beiden Seiten gleichzeitig her angegriffen und zu Boden geworfen hatten, erlegte der Jäger den Wolf mit dem Schwert.

Diese besonders im 18. Jahrhundert sehr opulenten Veranstaltungen wurden dann mit einem grossen Fest am Hofe beendet. Viele Königshäuser in Europa wurden vom jeweiligen Zaren mit Barsois beschenkt, da ihre spezielle Erscheinung sie zu einem besonders exotischen und damit wertvollen diplomatischen Geschenk werden liess. So wurden die Barsois, die man 1842 der späteren englischen Königin Alexandra schenkte, auf dem königlichen Landgut Sandringham bei Norfolk mit einheimischen Collies gekreuzt und es entstand ein eigenständiger Schlag weisser, rauhhaariger Collies.

Nachdem 1889 die ersten Barsois nach Amerika gelangten, machte im Jahre 1903 der grosse Barsoi-Bewunderer Joseph Thomas eine Reise nach Russland. Sein eigentliches Ziel, den „perfekten“ Barsoi zu finden, erreichte er trotz Besuche der zaristischen Zuchtanlage in Woronzowa und bei Grossherzog Nicholas in Perchino nicht. Gleichwohl waren die Hunde, die er von seiner Reise mitbrachte, sehr wahrscheinlich der spätere Grundstock für die Züchtungen in Europa und den USA.

Nachdem während der Oktoberrevolution die meisten Hunde als Symbol des feudalistischen Zarenregimes vom Volke getötet wurden, wurde die Zucht dort beendet. Obwohl der Barsoi dadurch in Russland auszusterben drohte, überlebte die Rasse hauptsächlich durch die mittlerweile in Europa und USA ansässigen Exemplare, die von ihren Besitzern, vorwiegend aus dem reichen Bürgertum, zu Representationszwecken gehalten und weitergezüchtet wurden.

Aber auch in den abgelegenen ländlichen Gebieten in Russland wurden Barsois weiterhin heimlich gezüchtet und spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam dort ein neuer Stolz auf diese Rasse auf, sodass der Barsoi mittlerweile wieder im ganzen Südwesten Russlands gezüchtet und zur Jagd benutzt wird.

Seinerzeit besaß die Tochter des mächtigen Herzogs drei Exemplare, die sie seinerzeit vom russischen Hof nach Frankreich mitbrachte, weil sie dort mit Heinrich I vermählt werden sollte. So gelangten diese Hunde zunächst nach Westeuropa.

barsoi charakter
© Lux – Fotolia.com

So finden sich zahlreiche berühmte Köpfe unter ihren Anhängern, wie z. B.

Über die Grenzen hinaus berühmt wurde der Zwinger der berühmten Herzöge Dimitrij Valtsev und Nikolai Nicolaewitsch.

Letzte Aktualisierung am 22.01.2018


Der Name Barsoi wurde dem russischen „borzij“ entlehnt, dies bedeutet übersetzt: „schnell“. Bereits um das 13. Jahrhundert n. Chr. wurden die Barsois aufgrund ihrer unglaublichen Schnelligkeit zur Hetzjagd eingesetzt.

Man bediente sicher ihrer bei der Verfolgung von unterschiedlichem Großwild, Hasen, Füchsen und sogar Wölfen.

Damals galt er als der russische „Nationalhund“ schlechthin. Man nennt ihn auch heute noch gerne den „russischen Windhund“.

Zurzeit setzt man ihn in seiner Heimat hauptsächlich bei der Jagd auf Pelztiere ein:  Zobel und Silberfuchs sind seine Beute. Der Barsoi tötet seine Opfer durch blitzschnellen Genickbruch und lässt dabei das Fell dieser edlen Pelztiere unversehrt, so dass es vollständig erhalten bleibt und ohne Schaden verarbeitet werden kann.

Bei dem Barsoi handelt es sich um einen sehr eleganten Hund von edlem, ja regelrecht aristokratischem Aussehen.

Sein Körperbau ist zwar robust und stark, jedoch nicht massig wirkend. Die Muskulatur ist sehr gut entwickelt und trocken. Barsois bestechen durch ihre optische Harmonie in Form und Bewegung.

Wesen des Barsoi

Vom Charakter her ist der Barsoi zurückhaltend und eher ruhig. Trotzdem kann er manchmal widerspenstig sein und seine Natur als schneller und impulsiver Jäger erfordert eine besondere Erziehung mit liebevoller Konsequenz, aber ohne jede Härte. Bei Gefahr ist er ein mutiger und gefährlicher Gegner, der sich durch eine enorme Kraft auszeichnet.

Sein angeborenes Temperament als Windhund verlangt nach ausreichender Bewegung, welches etwa durch Hunderennen, sie sind nämlich besonders auf den mittleren Strecken ein schwerer da ausdauernder Läufer, oder die Teilnahme an Hasenjagden zu bewerkstelligen wäre.

Obwohl er einen natürlichen Schutztrieb besitzt, bellt er relativ wenig. Sie können sich auch Wohnungsverhältnissen, die ihrer enormen Grösse nicht so ganz entsprechen, gut anpassen und sind das genaue Gegenteil dessen, was man im allgemeinen als „Elefant im Porzellanladen“ bezeichnet.

Gleichwohl sind sie nicht für jedermann finanzierbar, da sie über einen gesunden Appetit verfügen und wohl doch einen entsprechenden Raum zum Leben benötigen. Obwohl sie manchmal auch sehr widerspenstig sein können, lassen sie sich im Vergleich zu anderen Windhunden gut erziehen.

Die Ruhe, die sie ausstrahlen sowie ihr äußerst imposantes Erscheinungsbild und ihre große Schönheit und Eleganz, welche natürlich nach einer besonderen, regelmäßigen Pflege verlangen, lassen sie zu einem attraktiven Hausgenossen für die werden, die sich ihn leisten können und wollen.

Der schön anzusehende Barsoi ist ein liebenswerter, treuer und anhänglicher Begleithund. Er strahlt Stolz, Ruhe und Gelassenheit aus und wirkt dabei in seiner Erscheinung sehr würdevoll.

Fremden gegenüber zeigt er sich reserviert, anderen Hunden gegenüber zeigt er ein zurückhaltendes Misstrauen. Sein Jagdtrieb ist eines seiner Charaktermerkmale; das sollte man nie vergessen, wenn man ihn zu Spaziergängen in Wald und Flur mitnimmt.

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© Tanja Hohnwald – Fotolia.com

Entdeckt der Barsoi ein Beutetier, dann wird er die gebotene Gelegenheit zu Jagen sofort wahrnehmen. Freilaufendes Wild versetzt ihn unmittelbar in Aufregung, und aufgrund seines hervorragenden Sehvermögens nimmt er dies auch aus sehr weiter Ferne schon wahr.

Größe

Der Barsoi wird zu den Windhunden gerechnet. Rüden dürfen zwischen 75 cm umd 85 cm groß sein, Hündinnen zwischen 68 cm und 78 cm.

Aufallend ist sein langes Haarkleid, das für seine typische Erscheinung sorgt. An seinen Rippen, an den Vorder- und Hinterbeinen sowie an den Flanken ist es sehr lang. Insgesamt ist es von seidiger Weichheit und sehr geschmeidig.

Es bildet kleine Wellen oder auch recht kurze Locken, die sich jedoch keineswegs kraus zeigen dürfen. Am Kopf und an den Ohren ist das Haar des Barsois auch seidig, aber etwas schwerer (satiniert), und liegt eng an.

Fellfarben

Die Farben des Haarkleides können vielfältig sein, außer blau, schoko-braun und braun sind alle erlaubt. Sowohl die Nase als auch die Lefzen des russichen Windhundes müssen schwarz sein. Die Augen sind ziemlich groß und von haselnussbrauner Farbe. Ihre Form ist mandelförmig.

Geeignet für

Wer sich für einen Barsoi entscheidet, erhält einen pflegeleichten und angenehmen Hausgenossen. Er bellt kaum, braucht aber in jedem Fall täglich reichlich Bewegung. Aufgrund seiner Größe ist er für die Haltung in kleineren Wohnungen nicht gut geeignet.