altdeutscher schäferhund

Altdeutscher Schäferhund – eine ursprüngliche Hunderasse

Aktualisiert Juli 1st, 2019

hunderasse altdeutscher schäferhund
Altdeutscher Schäferhund | © lenastri – Fotolia.com

Steckbrief – Fakten

Die wichtigsten Fakten rund um den Altdeutschen Schäferhund in Kurzform für den schnellen Überblick!

  • nicht von der FCI anerkannt
  • Widerristhöhe: Rüde: 60–65 cm | Hündin: 55–60 cm
  • Gewicht: Rüde: 30–40 kg | Hündin: 22–32 kg
  • intelligent und selbstsicher
  • sehr gute Wacheigenschaften
  • deutlich längeres Deckhaar als der Deutsche Schäferhund
  • guter Begleit- und Familienhund
  • benötigt eine konsequente und faire Erziehung, verträgt keine Härte
  • für Anfänger nur bedingt geeignet

Altdeutscher Schäferhund Charakter

Wie der Deutsche Schäferhund gilt auch der Altdeutsche Schäferhund als außerordentlich wachsam.

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Unterschiede im Wesen: 

  • etwas ruhiger
  • teilweise höhere Reizschwelle
  • gutmütig
  • wachsam
  • auch für den Sport geeignet
  • Kinderfreundlich
  • Gute Freunde für nette Menschen

FAQ

Altdeutscher Schäferhund grau

Viele wünschen sich einen Altdeutschen Schäferhund in der Farbe, grau, silver-shadow oder wolfsfarben. Es gibt Züchter, die sich auf diese Farbe spezialisiert haben und Hunde aus alten, bewährten DDR-Linien züchten.

Altdeutscher Schäferhund für Anfänger?

Beim Altdeutschen Schäferhund handelt es sich um einen sogenannten Gebrauchshund, Sein angeborener Schutztrieb muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Für einen Anfänger ist diese Rasse nicht unbedingt als Ersthund zu empfehlen.

Erziehung

Die Erziehung muss konsequent und mit Einfühlungsvermögen erfolgen. Gewalt und lautes Schreien sind nicht zielführend. Mit einer beharrlichen, aber liebevollen Erziehung wird ihr Hund Sie als Rudelführer akzeptieren.

Wie alt kann ein altdeutscher Schäferhund werden?

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse liegt bei 10-12 Jahren. Ausnahmen nach oben oder unten sind natürlich möglich.

Wie schwer kann ein Schäferhund werden?

Das Gewicht beim Rüden liegt zwischen 30 und 40 kg. Bei den Weibchen liegt das Gewicht zwischen 22 – 32 kg.

Wo kommt der Altdeutsche Schäferhund her?

Das Ursprungsland der Rasse ist Deutschland.

Unterschied Altdeutscher Schäferhund Deutscher Schäferhund

Der Unterschied liegt in der Felllänge, die beim Altdeutschen Schäferhund deutlich länger ist. Im Wesen ist er etwas ruhiger mit einer teilweise höheren Reizschwelle.

Altdeutscher Schäferhund DDR Linie

]In der ehemaligen DDR wurden die Altdeutschen Schäferhunde nicht, wie im Westen, auf Schönheit, sondern auf Leistung gezüchtet. Er wurde dort als Diensthund eingesetzt. Optisch unterscheidet sich ein Altdeutscher Schäferhund aus der DDR-Linie durch den Rückenverlauf, der hier gerade ist. Weiterführende Infos dazu finden Sie auf der Seite http://s560260085.website-start.de/infos/rasseinfos/ddr-linie/

Wieviel Auslauf ist nötig?

]Ursprünglich wurde und wird diese Hunderasse zum Treiben und Bewachen von Schafherden eingesetzt. Sie können sich vorstellen, wieviel Bewegung er am Tag durch diese Aufgabe hat. Mit zwei kleinen Runden um den Häuserblock lasten Sie den Hund nicht aus. Er braucht Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung. Hundesport wie Agility wäre z.B. eine gute Alternative.


Wissenswertes zur Hunderasse

Ein Altdeutscher Schäferhund wird zu den Altdeutschen Hütehunden gezählt. Hauptsächlich bei den Schäfern fand er früher Verwendung, da er sich als ideal für die Arbeit mit Schafherden erwiesen hatte.


Letzte Aktualisierung am 4.07.2019



Die Schäfer schätzten die Zuverlässigkeit der Altdeutschen Schäferhunde beim Hüten und Zusammentreiben der Schafe, aber auch bei Begegnungen mit Wölfen.

Gerne findet er Verwendung in der Schutzhundausbildung und auch im Hundesport. Nicht zu vergessen ist seine klassische Rolle als Schafhüter; aber auch als Begleithund schätzen ihn seine Besitzer.

Vielmehr gilt er als eine Variante des langhaarigen Deutschen Schäferhundes. Gleichwohl lässt der FCI den Typen des Langstockhaar als eigenständige Rasse neben dem Deutschen Schäferhund zu. Bei vielen Hundekennern stößt diese Entscheidung auf Unverständnis.

Denn letztendlich bedeutet es, dass diese fast gleich aussehenden Varianten des Schäferhundes unterschiedlichen Rassen zuzuordnen sind.

Ganz allgemein findet heute der Begriff „Altdeutscher Schäferhund“ Verwendung, wenn man einen deutschen Schäferhund mit insgesamt etwas längerem Haarkleid beschreiben will. Die Züchtung dieser Schäferhundart erfolgt in verschiedenen Zuchtverbänden.


Geschichte

Um die Gründe dafür zu verstehen, muss man in der Geschichte des Deutschen Schäferhundes zurückgehen bis in das Jahr 1930. Damals beschloss der seinerzeitige Zuchtverein für Deutsche Schäferhunde die langstockhaarigen Schäferhunde von der Zuchtzulassung auszuschließen.

Daraufhin gründeten einige Züchter einen neuen Verein, um den „Altdeutschen Schäferhund“ zu erhalten.

Erst im Jahr 2010 entschied sich der Verein für Deutsche Schäferhunde dazu, die Zuchtzulassung für Schäferhunde mit Langstockhaar wieder einzuführen; allerdings unter der Voraussetzung, dass der internationale FCI gleichfalls seine Zustimmung erteilen müsse.

altdeutscher schäferhund
© rhtierfoto – Fotolia.com

Unter dem Begriff „Altdeutscher Schäferhund“ sind einige Schäferhund-Typen vereinigt, die nicht dem „Deutschen Schäferhund“ zuzurechnen sind.

Hierzu zählen insbesondere der Harzer Fuchs und die Unterschläge „Gelbbacke“ und „Schwarzer“ des Altdeutschen Schäferhundes.

Optisch ist der Altdeutsche Schäferhund mit dem klassischen Deutschen Schäferhund durchaus vergleichbar.

Der Unterschied zwischen den Hunderassen besteht in erster Linie in der Länge des Felles. Der Altdeutsche Schäferhund hat deutlich längeres Haar und sehr weiche Unterwolle. Das längere Fell findet sich an unterschiedlichen Körperstellen, wie z. B. an den Keulen, wo man es als „Hose“ bezeichnet.

Am Hals findet sich eine regelrechte „Mähne“, und auch an den Ohren und Läufen ist das Haarkleid länger und buschiger als beim Deutschen Schäferhund. Die Farbschläge allerdings sind identisch.