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Bearded Collie

Bearded Collie Charakter, Erziehung und Haltung

Der Bearded Collie ist eines der sehr anschaulichen Beispiele für die Veränderungen der Lebensumstände einer Hunderasse über einen längeren Zeitraum.

Seinen Namen verdankt er seinem Fell, Bearded Collie bedeutet übersetzt „bärtiger Collie“. Der Standard sieht beim Rüden eine Grösse von 53 bis 56 cm vor, Hündinnen sollen mit 51 bis 53 cm Schulterhöhe etwas kleiner sein.

Das Gewicht sollte je nach Grösse dabei zwischen 18 und 27 kg liegen. Das Fell des Bearded Collies besteht aus einer weichen Unterwolle mit einem langen und ziemlich groben Deckhaar, das sowohl glatt als auch gewellt sein da

Mit Temperament, Engagement und großer Zuverlässigkeit arbeitet der Hütehund die ihm gestellten Aufgaben im schottischen Hochland bereits vor einigen Hundert Jahren ab.

 

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© Eric Isselée – Fotolia.com

Herkunft

Von schottischen Farmern auch als Highland Collie bezeichnet, hütet und beschützt der zottelige Hirtenhund im kargen schottischen Hochland Schaf- und Rinderherden. Er treibt sie ohne menschliches Zutun an einen vorgegebenen Platz und arbeitet für dieses Ziel manchmal mit anderen Hütehunden zusammen.

Der Bearded Collie ist der alte Hütehund des schottischen Hochlands. Die genaue Abstammung der Collie-Familie ist nicht genau bekannt, vermutlich waren die Vorfahren jedoch alte Rassen des schottischen Hochlands.

Manche Fachleute glauben jedoch, dass der Bearded Collie von den Vorfahren des „Polski Owczarek Nizinnys“ abstammt, die von polnischen Händlern im 16. Jahrhundert an den Ufern Schottlands zurückgelassen wurden und sich mit den einheimischen Hütehunden vermischt haben sollen.

Andere wiederum gehen sogar davon aus, dass die polnischen Händler im Mittelalter ungarische Windhunde mit in den Norden Britanniens brachten und diese möglicherweise als die wichtigsten Vorfahren des Bearded Collies anzusehen seien.

Seine wichtigste Aufgabe bestand damals darin, die Schafe von den Bergen ins Tal zu treiben, das eigentliche Hüten lag ihm nicht ganz so sehr.

Im Jahre 1898 lieferte der Schriftsteller Alfred Ollivant in seinem Buch „Owd Bob“ eine sehr ausführliche Beschreibung, die auch zum heutigen Bearded Collie noch sehr gut passt: „Wenn Du quer durch wilde Schafweiden wanderst oder einem Moor entlang, oder wenn Du auf einen Viehmarkt gehst, triffst Du zuweilen einen wirklich perfekten freundlichen Knecht.

Er ist gekleidet in dunkelgraue Gewänder, die hier und da von den Strahlen des Mondes erleuchtet werden. Dieser Knecht ist frei durch göttliches Recht, er gehört der Gilde der Gentleman an, er ist mannhaft wie ein Prinz, schlank wie eine Eberesche, graziös wie ein hübsches Mädchen, er benimmt sich wie ein König, seine Bewegungen und Manieren ähneln denen einer Feenkönigin. Eine edle Breite der Stirn schmückt ihn, ein Anflug stiller Strenge, wurzelnd im richtigen Selbstvertrauen, aller dieser Vorzüge ist er selbst nicht gewahr.

Die letzte, sicherste Prüfung aber ist: Schau in seine zwei schneegekleideten Augen, ruhig, intelligent, ohne Misstrauen, ihre sanften Tiefen, gehüllt in ewige Traurigkeit, sind voller Sehnsucht, denn man sagt von ihnen, sie hätten keine eigene Seele. Wisse dann, dass Du einem aus der Linie der allerschönsten Schäferhunde des Nordens begegnest bist.“ Anfang des 20. Jahrhunderts stand der Bearded Collie jedoch kurz vor dem Aussterben und nur der Arbeit des Bothkennar Zwingers der Züchterin G. Olive Willison ist es zu verdanken, dass die Rasse erhalten werden konnte.

Sie kaufte in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts zufällig die Bearded Collie Hündin „Jeannie“ und war von der Hündin so begeistert, dass sie sich dazu entschloss, die Rasse wieder aufzubauen. Nach mühevoller Suche in ganz Grossbritannien fand sie schliesslich in dem Rüden „Bailey“ den idealen Zuchtpartner für „Jeannie“.

Die Bearded Collies aus dem Bothkennar Zwinger von Mrs. Willison begründeten die heutigen modernen Linien. Die meisten, wenn nicht sogar alle modernen Bearded Collies lassen sich auf „Bailey“ und „Jeannie“ vom Bothkennar Zwinger zurückführen.

Letzte Aktualisierung am 20.11.2017


Ein belegbarer Werdegang der Rasse der Bearded Collies ist erst spät gesichert nachzuverfolgen.

Die frühen Schäfer, die diesen hart arbeitenden Hütehund einsetzen, sind mit wichtigeren Aufgaben ausgelastet, als schriftlich Zeugnis über ihre vierbeinigen Gehilfen abzulegen. Mit der Neuaufstellung der Zuchtbasis nach dem 2. Weltkrieg ändert sich das.

Die Rasse, deren Originalstandard 1987 aufgestellt wird, entwächst ihrem Schattendasein und entwickelt sich zu einem gern gesehenen Familienhund.

In den Vereinigten Staaten und in Kanada angekommen, erzielten die Bearded Collies dort recht schnell grosse Erfolge auf Ausstellungen und Wettbewerben und wurden in Rekordzeit vom American Kennel Club und vom Canadian Kennel Club als eigene Rasse anerkannt.

Heute findet man den Bearded Collie kaum noch bei seiner ursprünglichen Arbeit vor, er entwickelte sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Modehund. Man machte aus dem rustikalen zottigen Hütehund eine frisierte Ausstellungsschönheit. Das überlang gezüchtete Haarkleid macht ihn für die ursprüngliche Arbeit leider völlig unbrauchbar.

Trotzdem gehört der Bearded Collie zu den verbreitetsten zotthaarigen Schäferhunden, ganz ähnlich wie ihr Vetter, der Old English Sheepdog. Viele, die den Bearded Collie noch nicht kennen, glauben, einen kleinen uncoupierten Old English Sheepdog vor sich zu haben, wenn sie die Rasse zu ersten Mal sehen.

Das attraktive Aussehen des Bearded Collies führte zu vermehrten Auftritten der Hunde in der Werbung. Einige arbeiten auch als Therapiehunde und besuchen regelmässig Kinderheime und Krankenhäuser, wo sie von den Menschen jedesmal begeistert empfangen werden.

Auch ist der Zuchtclub der Rasse immer noch sehr aktiv. Um beispielsweise die angeborenen Instinkte der Rasse doch noch zu bewahren, werden Hüteleistungsprüfungen durchgeführt. Zudem ist der Bearded Collie auch ein ausgesprochen attraktiver Ausstellungshund.

Man geht auch davon aus, dass er nicht unerheblich zur Entwicklung des Bergamasker Hirtenhundes beigetragen hat. Der Name dieser Rasse geht auf die italienische Provinz Bergamo zurück, wo diese Tiere ursprünglich gezüchtet wurden.

Der Bearded Collie gilt als freundlich und lebhaft. Damit sein körperliches und seelisches Wohlbefinden nicht leidet, braucht er unbedingt regelmässigen ausgiebigen Auslauf. Er ist sehr intelligent, hat ein ausgeglichenes Wesen und ist deshalb ein idealer und belastbarer Familienhund. Als Wach- und Schutzhund ist er allerdings weniger gut zu gebrauchen. Sein lebhaftes und manchmal etwas lautes Temperament benötigt eine liebevolle, aber sehr konsequente Erziehung.

Seine grosse Popularität liegt in seinem entzückenden Wesen, er ist ein echter Kamerad in allen Lebenslagen. Der Bearded Collie beansprucht viel Zeit von seinem Besitzer, denn die Fellpflege ist doch recht aufwändig und er braucht ausreichende Beschäftigung. Aus dem Grund ist er absolut kein Hund für bequeme Menschen.

Der Bearded Collie ist ein übermütiger, lebhafter und manchmal auch etwas stürmischer Hund. Er kann auch sehr eigenwillig sein. Obwohl er äusserlich sehr robust erscheint, hat er doch ein sehr empfindsames Wesen. Viele Hundebesitzer halten ihn als äusserst angenehmen Familienhund, fühlen sich aber gleichzeitig dazu herausgefordert, den Bearded Collie für Unterordnungswettbewebe auszubilden.

Laut Standard soll der intelligente Arbeitshund interessiert und lebhaft in die Welt blicken. Er darf dabei aber keinerlei Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität zeigen.

Mittlerweile haben die Bearded Collies eine treue Anhängerschaft gewonnen und liegen etwa im Mittelfeld der jährlichen Eintragungen bei den Zuchtverbänden.

Bearded Collie Wesen

Eine den ganzen Hund fordernde Hütearbeit wird dem Bearded Collie aktuell vergleichsweise selten abverlangt. Überwiegend lebt der Vierbeiner in einer mehr oder weniger großen Familie als Begleithund.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Halter, wenn es darum geht, seinen Begleiter sinnvoll und fordernd zu beschäftigen.

Zudem ist die Selbstständigkeit eines Hundes untrennbar mit dessen Selbstsicherheit und einer guten Portion Sturheit verbunden. Nur so gelingt es seinen Vorfahren, auf sich gestellt, ganze Viehherden anzutreiben und deren Weg aus den Bergen in die Täler erfolgreich zu unterstützen.

Selbst verirrte Tiere sind auf diese Weise mithilfe des Bearded Collies in der Lage, sich wieder ihrer Herde anzuschließen.

Der erfahrene Hundehalter weiß um den Spagat, das richtige Maß an Führung, Forderung und Freiraum in seine frühzeitig beginnende Erziehung einzubauen.

Grundsätzlich ist der Bearded Collie ein leicht erziehbarer Hund, der dankbar dafür ist, einem Alphatier Mensch den bestimmenden Platz der Rangfolge zuerkennen zu dürfen.

Gerade das überaus gute Hörvermögen lässt Hundeführer und den Bearded-Collie unter anderem beim Hundesport zu einem unverwechselbaren Team werden – wenn kaum wahrnehmbar ein aufmerksam-intelligenter Hund derart weich geführt werden kann.

Andererseits kann das empfindsame Gehör zum Nachteil gereichen. Städtischer Lärm, laute Geräusche und viele ungewohnte Sinneseindrücke sind Stressfaktoren, die im Übermaß einen Bearded Collie verängstigen oder gar krankmachen können.

Bereits der Züchter beginnt das behutsame Heranführen des Hundes an seine Umwelt – je umfangreicher dieses Kennenlernen angelegt ist, desto souveräner entwickelt sich der Hund.

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© biglama – Fotolia.com

Ganz Hütehund erwartet der Bearded Collie einen deutlichen Bewegungsanteil in seinem Tagesablauf.

Die Spaziergänge sind ausgedehnt und abwechslungsreich – die sportlichen Aktivitäten dürfen den Hund fordern. Dabei bleibt der vorbildliche Hundeführer eines Bearded Collies stets eindeutig und verlässlich. Er weiß, dass ein Tier mit Hütehund-Genen versucht ist, seine Herde zusammenzuhalten.

Gefährlich wird dieser Wesenszug, wenn es ein solches Verhalten auf motorisierte sowie sonstige Fahrzeuge ausweitet. Weiterhin reagiert der versierte Halter im Ansatz auf Bestrebungen des lauffreudigen Hundes, im Freilauf einem flüchtenden Tier nachzustellen.

Der Bearded Collie wird aller Wahrscheinlichkeit nach Wild lediglich stellen, ohne einen jagdlichen Tötungsdrang zu verspüren; dennoch ist dieses Verhalten unerwünscht und nicht ungefährlich.

Fellpflege

Für seine Arbeit in den schottisch unwirtlichen Gebieten ist der robuste und leistungsfähige Hund mit einem dichten und ihn gut abschirmenden Fell ausgestattet.

Es gibt ihm Schutz in Zeiten großer und feuchter Kälte ebenso wie bei Hitze im Sommer. Über einer dichten, weich-pelzigen Unterwolle trägt der Bearded Collie ein mittellanges, glattes, hartes und zottig anmutendes Haar.

Die Fellpflege ist mit dem richtigen Werkzeug und etwas Übung gut zu bewältigen.

Falls möglich, stellen Sie ihren Bearded Collie auf einen Tisch. Eine rutschfeste Unterlage  erleichtert die Arbeit am Hund ungemein. Sprühen Sie das Fell leicht mit Wasser an und bürsten Sie es dann mit einer Bürste aus.

Verknotungen im Fell lassen sich mit einem Kamm am besten lösen. Besonders behutsam bitte bei den empfindlichen Stellen am Bauch oder zwischen den Beinen vorgehen.

Auf keinen Fall wird ein Beardie geschoren!
Damit würden Sie das Fell des Hundes ruinieren und am Ende mehr Arbeit mit der Fellpflege haben.

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© smuki – Fotolia.com

Die erlaubten Fellfarben sind Schwarz, Blau, Braun, Rotbraun, alle Grautöne und auch Sandfarben, jeweils mit oder ohne weisse Abzeichen an Kopf, Brust, Läufen und Schwanzspitze.

Die weissen Abzeichen sollen bei diesen Hunden allerdings nur im typisch irischen Verteilungsmuster auftreten, hellbraune Abzeichen können in allen Farben auftreten. Der Bearded Collie ist eine der wenigen Rassen, die ein dominantes Aufhellungsgen besitzen.

Die Welpen werden schwarz geboren und beginnen im Alter von etwa acht Wochen zu ergrauen. Dabei verwandelt sich blau in silber, braun hellt sich zimtfarben oder milchschokoladenfarben auf, falb entwickelt sich zu einer Champagnerfarbe.

Diese Aufhellungen gehen bis etwa zum Alter von einem Jahr weiter, dann kehrt sich dieser Prozess wieder um und die Farben dunkeln wieder nach, ohne jedoch wieder so dunkel wie bei der Geburt zu werden. Es gibt natürlich auch Ausnahmen von dieser Regel und zwar sind das die Hunde, welche dieses Aufhellungsgen nicht besitzen.

Sie werden als „stayblacks“ – schwarz bleibend- bezeichnet. Die Fellpflege ist beim Bearded Collie sehr aufwändig, mindestens einmal in der Woche muss der Hund gründlich durchgebürstet werden um Verfilzungen zu lösen und um Matten vorzubeugen.

Eine der ältesten bekannten schriftlichen Unterlagen über die Rasse beschreibt sie als „ein grosser, rauher, zottig aussehender Hund mit einem Fell nicht unähnlich einem Türabstreifer, Haarstruktur hart und faserig, Ohren dicht am Kopf hängend getragen.“

Äusserlich ist die Rasse dem Bobtail sehr ähnlich, doch der Bearded Collie ist etwas kleiner, schlanker und trägt seine Rute uncoupiert. Sie ist tief angesetzt, hat eine leicht aufgebogene Spitze und eine starke Befederung.

Größe und Gewicht

Trotz seiner Langhaarigkeit ist der 23 bis 28 Kilogramm schwere und bis zu 56 Zentimeter große Bearded Collie (Hündinnen 18 – 22 kg bei 51 – 53 cm) weniger pflegeaufwendig, als dies den Anschein haben könnte.

Der FCI-Standard Nummer 271 erklärt eine leicht ausgeprägte Wellenform des Fells der britischen Hunderasse für zulässig.

Familienhund

Der Bearded Collie muss ohne Wenn und Aber sozial eingebunden gehalten werden. Das sensible Tier liebt Menschen jeden Alters. Im Zusammenspiel mit Kindern ist der Hunde behutsam und unermüdlich.

Solange niemand an der Haustür klingelt beziehungsweise durch eines der Fenster zu sehen ist, gibt sich der Vierbeiner im Haus ruhig.

Außerhalb der Unterkunft kommt der Hütehund durch, der unter Einsatz seiner Stimme die Herde dirigiert. Ein Bearded Collie wird seinem Ursprung nach vieles lautstark kommentieren!

Züchter der Rasse