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Deutsche Doggen

Deutsche Doggen Charakter, Erziehung und Haltung

Die Deutsche Dogge, im Englischen als „Great Dane“ (= Grosser Däne) bezeichnet, zählt zur FCI-Gruppe 2 der Molosser.

Ihr Ursprung ist in Deutschland zu finden, ihren ausländischen Namen als Däne verdankt sie der zeitweise sehr geringen Popularität des Wortes „Deutsch“.

Allerdings können grosse Rüden leicht ein Gewicht von 80 kg erreichen, die bekannteste grösste Deutsche Dogge hatte ein Gewicht von 108 kg bei einer Grösse von 105 cm!

Die Lebenserwartung dieser Rasse liegt bei etwa 10 Jahren, die unvernünftige Zucht auf Grösse führt aber leider allzu oft zu einer geringeren Lebenszeit.

Die Deutsche Dogge hat ein glattes, kurzes Fell mit dichter, glänzender Behaarung. Die zulässigen Farben sind gelb, schwarz, blau, gestromt und schwarz-weiss gefleckt (Harlekin).

Der Rasse-Standard der FCI deckelt die Größe bei 90 beziehungsweise 84 Zentimetern, dennoch leben vereinzelt über einen Meter große Tiere. Die sanften Riesen beanspruchen reichlich Nahrung, immerhin wollen 50 bis 80 Kilogramm Lebendgewicht ausreichend versorgt werden.

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© Beate Konstantinou – Fotolia.com

Geschichte

Schon ab 2200 v. Chr. wurden doggenähnliche Hunde auf Wandzeichnungen, Münzen und Gemälden dargestellt. Es ist nicht sicher, ob phönizische Händler oder römische Legionäre Hunde dieser Art nach Mitteleuropa brachten. Am nächsten steht die Deutsche Dogge dem Alaunt, einem Hetzhund aus dem Mittelalter, ohne jedoch dessen Vorbiss aufzuweisen.

In Italien werden Deutsche Doggen auch heute noch als „Alano“ bezeichnet. Durch Kreuzungen mit Laufhunden soll die elegante Körperform entstanden sein, auch die schwarz-weissen Flecken, der Harlekin, könnten auf Laufhunde oder aber Schäferhunde zurückführen. Fest steht, dass bereits die Germanen und Kelten doggenartige Hunde zur Bären- und Wildschweinjagd, aber auch als Kriegshunde benutzten.

Im Mittelalter wurden die Vorfahren der heutigen Deutschen Dogge, die sogenannten Hatzrüden, zur Hetzjagd auf Sauen eingesetzt. Das war ein Privileg der Fürsten und in nahezu allen europäischen Königs- und Fürstenhäusern waren diese Hunde zu finden. Der Herzog von Braunschweig soll beispielsweise im Jahre 1592 eine Meute von 600 Doggenrüden zur Sauhatz mitgenommen haben.

Auch bei der Jagd auf Wölfe sowie auf Rot- und Schwarzwild wurden sie benutzt. Mit der Zeit wurden sie allerdings nicht mehr zur Jagd, sondern als Statussymbol zur Begleitung benutzt. Im 19. Jahrhundert hielten dann auch immer mehr reiche Bürger Doggen und sie wurde dann auch als eine der ersten Rassen zuchtbuchmässig erfasst.

Fürst Bismarck, der spätere „Eiserne Kanzler“, machte die Deutsche Dogge schliesslich im Jahre 1876 zum deutschen Nationalhund, dem sogenannten „Reichshund“.

Er selbst wurde ständig von Deutschen Doggen begleitet und bewacht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie auch in die USA exportiert, wo sie anfänglich als Ulmer oder Sibirische Doggen ausgestellt wurden. Da sie auch auf Mannarbeit ausgebildet waren, erhielten sie zunächst den nicht gerechtfertigten Ruf einer sehr wilden Rasse.

Mit der Zeit hatten aber auch die Amerikaner keine Probleme mehr mit dem Wesen dieser Hunde. Ein sehr berühmter Besitzer zu dieser Zeit war der als „Buffalo Bill“ bekannte Cowboy William Cody. Im Jahre 1877 wurden sie dann zum ersten Mal in England ausgestellt. Heutzutage ist die Deutsche Dogge als Wach- und Familienhund in der ganzen Welt verbreitet.

Das Erbgut von Irischen Wolfshunden und Mastiffs sowie Einkreuzungen von Windhunden bilden nach Ansicht der Experten die Basis für die modernen Molosser.

Letzte Aktualisierung am 17.07.2018


Ihre Ahnen jagen gefährliches Wild, sie sehen sich Wildschweinen, Bären und schnellen Hirschen gegenüber. Zu ihrer Zeit jagen die Menschen mit blanken Waffen und den starken Hunden.

Namen wie:

  • Englische Dogge
  • Saupacker
  • Hatzrüde
  • oder Dänische Dogge geben Auskunft über die einstmals länderübergreifende Vielfalt der Doggen.

Dank waffentechnischer Erfindungen, die die Jagd auf Entfernung zulassen, verlieren die großen Hunde ihre Bedeutung für die Jäger. 

Ausstellungen, Wach- und Begleitdienste ersetzen ihre gefährlichen Einsätze, die Wertschätzung bleibt. Den Grundstein für die Deutsche Dogge legt im Jahr 1878 der Beschluss eines Züchter- und Zuchtrichter-Komitees, die damals gegenwärtigen Doggen-Spielarten zusammenzufassen.

Das Gremium setzt einen vorläufigen Schlusspunkt unter einen lang anhaltenden Streit und lebhafte Diskussionen über den Ursprung der Rasse.

Die Standardisierung der Varietäten mündet 1961 in die Anerkennung durch die FCI. Die neue Rasse wird fortan unter der Standard-Nummer 235 geführt und das Patronat von Deutschland wahrgenommen.

Es setzen sich die Farbschläge in Gelb, Blau und Schwarz ebenso wie in der gestromten und gefleckten Fellart durch.

Hunderasse Deutsche Dogge
Hunderasse Deutsche Dogge

Wenn wenige großflächige schwarze Platten auf einem weißen Körper zu sehen sind, spricht der Kenner in diesem Zusammenhang von einem „Plattenhund“. Die Gesamterscheinung der Deutschen Dogge beeindruckt mit einem kräftigen Körperbau und ihrem markanten Kopf.

Die herabhängenden Ohren und Lefzen erwecken manchmal den Eindruck eines ernsten Hundes, der oft als aristokratisch, stolz und einer Statue gleich beschrieben wird. Das edel anmutende Fell liegt glatt an, ist sehr kurz und glänzend.

Fell

Die Deutsche Dogge ist kein Hund der großen Kälte.

Die nicht vorhandene oder kaum ausgeprägte Unterwolle vereinfacht zwar die Fellpflege, einem guten Witterungsschutz steht dieses Merkmal jedoch entgegen.

Ausgiebiges Bürsten erleichtert der Deutschen Dogge das Leben während ihres Fellwechsels. Die Zuchtausrichtung seriöser Züchter legt großen Wert auf ein freundliches und liebevolles Wesen ihrer Titanen. Eine hohe Reizschwelle ist ausdrücklich erwünscht.

Deutsche Doggen Wesen / Charakter

Der Charakter der Deutschen Dogge wird als gutmütig, sanft und treu bezeichnet. Ihre anmutige und äußerst elegante Erscheinung brachten ihr den Spitznamen „Apoll der Hunde“ ein, da sie bisweilen auf den Betrachter wie eine edle Statue wirkt. Kindern und anderen Tieren gegenüber ist sie sehr tolerant, außerdem ist sie recht kontaktfreudig.

Die Gelassenheit und der Hang, dem Menschen gefallen zu wollen, ermöglichen ein harmonisches Zusammenleben in einem familiären Umfeld. Gleichwohl muss das konsequente Auftreten des Hundehalters von Welpenbeinen an einsetzen. Schließlich unterliegen die meisten Zweibeiner in einem direkten Kräftemessen der Deutschen Dogge.

Manchmal kann sie äußerst stur sein, hier könnte ein spezielles Motivationstraining Abhilfe schaffen. Mit einer konsequenten, aber liebevollen Führung vom Welpenalter an ist sie sehr leicht zu erziehen. Da man einen so großen und temperamentvollen Hund immer und überall unter Kontrolle haben muss, ist es unabdingbar, dass er aufs Wort gehorcht und weder aggressiv noch ängstlich ist.

Setzt das Tier im Spiel oder aus einem territorial begründeten Anlass sein immenses Gewicht in Bewegung, bleibt das Ende der Leine davon selten unbeeindruckt. Besonders betrifft das Hundefreunde mit wenig Erfahrung in der Hundehaltung.

Eine gelangweilte Dogge beansprucht leicht die Nerven der Halter über.

Hingegen ohne Leine im Hundeauslaufgebiet laufen zu können, beschert ihr ein gutes Stück Lebensqualität. Dem Hundehalter obliegt es hier, auf seinen Vierbeiner stets einwirken und ihn abrufen zu können.

Schnell liest eine Dogge in Feld und Wald Spuren und kann in die Versuchung kommen, ihnen zu folgen.

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Weigel – Fotolia.com

Mit einer guten Erziehung und mithilfe einer erfolgreichen Grundausbildung des Hundes gelingt der Spagat, die Bedürfnisse der Menschen und die Anlagen des Hundes in Einklang zu bringen.

Lange Wanderungen sollten erst angegangen werden, wenn das Tier ausgewachsen ist.

Ein Zuviel kann zu bleibenden Schäden an den Gelenken führen. Das gilt in gleichem Maße für Fahrradfahrer oder Jogger, die in Begleitung ihres Gefährten dem Hobby nachgehen wollen. Sie steigern behutsam die Leistungsfähigkeit des Hundes, ohne zu überfordern.

Da die meisten Käufer später ein grosses Tier haben wollen, sollten sie beim Kauf von Welpen darauf achten, dass die Jungtiere kräftig und gesund sind und die Eltern einen gutartigen Charakter haben.

Der unbedingte Wunsch nach Grösse kann leider zu gesundheitlichen Problemen wie etwa Missbildungen in der Anatomie führen, was die Lebenserwartung natürlich senkt.

Leider wird eine Deutsche Dogge selten älter als zehn Jahre, einige von ihnen erreichen nicht einmal dieses Alter.

Die Deutsche Dogge ist ein Familienhund, der Fremde misstrauisch empfängt. Manche Exemplare sind geradezu territorial veranlagt und ziehen die Grenzen nach eigenem Ermessen weit.

Dagegen ausgesprochen angenehm ist die Lautstärke, mit der sich Doggen Gehör verschaffen möchten. Sie bellen vergleichsweise leise, wie Lautstärke-Messungen diesbezüglich ergeben haben.

Eine enge Bindung zu ihrem Rudel ist für die Große existenziell, lange Trennungen behagen ihr nicht. Zu Hause kommt sie mit allen Bewohnern gut aus, zeigt sich Kindern gegenüber aufgeschlossen und respektvoll.

Indes allein ihre Größe birgt das Potenzial in sich, die jungen Menschen unabsichtlich zu gefährden. Wieder ist der Halter in der Pflicht, vorausschauend zu wirken.

Züchter der Rasse bei Welpen.de