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Belgischer Griffon

Belgischer Griffon

Belgischer Griffon Charakter, Erziehung und Haltung

Belgischer Griffon – Griffons stammen ursprünglich aus Belgien. Bereits im 18. Jahrhundert benutzte man dort diese kleinen rauhaarigen Hunde als Mäusejäger und Rattenfänger (griffon bedeutet rauhaarig).

Im Laufe der Zeit fand der Hund auch Interesse in der Adelsschicht und am Hof des belgischen Königs, wodurch er mehr Aufmerksamkeit erlangte. Seine Popularität wuchs insbesondere durch die Tatsache, dass sich die seinerzeitige Königin Marie-Henriette besonders für diese Hunderasse begeisterte.

Belgischer Griffon
Belgischer Griffon

Geschichte

Dies führte zu einer starken Nachfrage an anderen europäischen Königs- und Adelshäusern, und die Hunde wurden europaweit exportiert.

Der starke Bekanntheitsgrad und die damit gesteigerte Nachfrage des Griffons führten naturgemäß zu einer intensiveren Zucht.

Man begann Griffons vermehrt zu züchten und ihr Aussehen durch gezielte Einkreuzungen zu verändern.

Es wird berichtet, dass Möpse eingekreuzt wurden, andere Informationen besagen, dass Ruby-King-Charles-Spaniels benutzt wurden, um den Griffon optisch zu verändern. Es ist nicht mit Sicherheit festzustellen, woher er den relativ grossen Kopf, die ebenso großen Augen und den recht kompakten Körperbau hat.

Es entstand sogar eine kurzhaarige Variante; diese ist allerdings weniger verbreitet und weniger bekannt als die langhaarige.

Die kurzhaarigen belgischen Griffons sind der Griffon Brabancon (benannat nach dem Gebiet, aus dem er stammt: Brabant) und der Petit Brabancon (übersetzt: kleiner Brabanter).

Belgischer Griffon
Belgischer Griffon

Nachdem der belgische Griffon um das Jahr 1880 nach England gelangt war, kreuzte man dort den seinerzeit recht hochläufigen Yorkshire-Terrier ein. Einiges deutet darauf hin, dass der English Toy Bulldog beim Brabancon auch mit eingekreuzt wurde.

Varianten

Inzwischen unterscheidet man drei Varianten bei dem belgischen Griffon, wobei hier hauptsächlich zwischen den Farben und der Beschaffenheit des Felles unterschieden wird:

  • Brüsseler Griffon (Griffon Bruxellois): rotes Haarkleid, rauhaarig
  • Belgischer Griffon (Griffon Belge): Haarkleid schwarz oder black/tan, rauhaarig
  • Kleiner Brabanter (Petit Brabancon): Haare schwarz, rot oder black/tan, kurzhaarig

Für gewöhnlich züchtet man die rauhaarigen Griffons (Belge und Bruxellois) und die kurzhaarigen (Brabancon) getrennt. Es kann jedoch mitunter sinnvoll sein, kurzhaarige und rauhaarige Griffons miteinander zu kreuzen, um ein gewünschtes Haarbild zu erhalten.

Bedauerlichweise ergeben solche Würfe jedoch regelmäßig auch einige Welpen mit unerwünschtem Haarkleid, sodass der Züchter sich im Einzelfall für oder gegen eine Verkreuzung von Hunden entscheiden muss.

Fellpflege

Die langhaarigen Griffons bedürfen besonderer Pflege. Das raue, mitunter harsche Fell ist leicht gewellt und sollte nicht geschnitten werden. Vielmehr erfordert es ein regelmäßiges Trimming von Hand. In jedem Fall ist zu langes Haar nicht erwünscht bei den Griffons – es darf auch weder besonders seidig noch zu wollig sein.

Da diese Rasse in den Hundesalons recht unbekannt sind, ist es gut, sich dieses Trimmen vom Züchter zeigen zu lassen. Viele Züchter bieten diese Dienstleistung auch an.

Lebenserwartung

Der belgische Griffon erreicht ein Lebensalter von bis zu 14 Jahren. Ein erwachsener Hund kann bis zu 28 cm groß werden. Das Gewicht liegt zwischen 3 und 5 kg – er zählt also zu den Kleinhunden.

Dies weiß er offensichtlich aber nicht, denn häufig zeigt er den Mut und die Angriffslust eines großen Hundes.

Belgischer Griffon Wesen

Allgemein gilt der belgische Griffon als anhänglicher, sehr familienbezogener Hund. Gleichzeitig ist er sehr aufmerksam und wachsam, allerdings frei von Aggressivität. Von ihren Besitzern werden sie häufig als gelehrig und sehr intelligent beschrieben.

Sie sind gut verträglich mit anderen Haustieren und sehr kinderlieb. Außerdem können sie sehr gut zwischen Freund und Feind unterscheiden und sind daher auch sehr gut als Wachhunde geeignet.

Häufig werden die Griffons mit den Affenpinschern verwechselt. Und tatsächlich besitzen sie eine sehr starke Ähnlichkeit. Dennoch gibt es einige sehr deutliche Unterschiede: der Fang beim Griffon ist nach oben gebogen – beim Affenpinscher dagegen nicht.

Griffon Welpe
Griffon Welpe

Auch in den Schnauzen unterscheiden sie sich: beim Griffon ist sie eher etwas breit, beim Affenpinscher ein bisschen spitz zulaufend. Außerdem hat der Affenpinscher seinen Ursprung in Deutschland, der Griffon dagegen stammt aus Belgien.