der boston terrier

Der Boston Terrier

Der Boston Terrier stammt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rasse ist vom FCI anerkannt und wird dort unter der Nr. 140, Gruppe 9, Sektion 11 geführt.

© Barbara Helgason - Fotolia.com
© Barbara Helgason – Fotolia.com

Obwohl diese Rasse den Namen Boston Terrier trägt, handelt es sich bei ihr um eine Doggenart. Entstanden ist sie um 1870 in den USA. Zunächst hieß sie „Boston Bulldog“, bzw. „Boston Bull“, wobei alleine der Name Boston einen echten Hinweis auf die Abstammung gibt.

Die Erwähnung von Boston, der altehrwürdigen Stadt an der amerikanischen Ostküste (Massachusetts) gibt den Entstehungsort der Rasse wider. Sie war aus einer Verkreuzung von weißem englischem Terrier und der englischen Bulldogge entstanden.

Später ging man dazu über, französische Bulldoggen mit einzuzüchten, um die Qualität der Hunde zu verbessern. Erstmalig vorgestellt wurde diese neue Rasse im Jahr 1878 auf einer Hundeausstellung in Boston.

1891 dann erhielt sie den Namen Boston Terrier durch den American Kennel Club.

Erst 1927 fanden die Boston Terrier den Weg nach Europa. Hier blieben sie für sehr lange Zeit relativ unbeachtet und entsprechend selten. So gab es z. B. ganze 95 Welpen im Jahr 1998.

Allerdings ist die Entwicklung stetig steigend und in der letzten Zeit wird diese Rasse vermehrt von Interessenten nachgefragt. Im Zuge dieser Entwicklung wurden auch steigende Welpenzahlen vermeldet. So waren es immerhin 238 Welpen im Jahr 2007 (gemeldet vom VDH).

Der Boston Terrier zeichnet sich durch ein kompaktes, muskulöses Äußeres aus.

Er ist ca. 35 cm bis 43 cm hoch, mit kurzem, glattem Fell. Im Rassestandard unterscheidet man zwischen 3 Größenklassen: den leichten Boston-Terrier mit einem Gewicht von unter 6,8 kg, gefolgt vom mittleren, der zwischen 6,8 kg und 9 kg wiegen darf. Die dritte Variante ist der schwere mit einem Gewicht von 9 kg bis 11,3 kg.

Spätestens hier wird klar, dass der Boston Terrier durchaus nicht zu den Kleinhunden zu zählen ist.

Diese Hunde haben weiche und seidig glänzende Haare. Als Farben kommen vor: Schwarz, gestromt oder seal. Seal bezeichnet einen Farbton, der schwarz, begleitet von leicht rötlichem Farbschimmer ist. Diesen Schimmer kann man aber nur bei guter Sonnenstrahlung oder entsprechendem Lichteinfall erkennen.

boston terrier

Weiße Marken über den Augen, auf der Schnauze und an der Brust sind üblich. Aber auch am Hals, an den unteren Teilen der Beine oder an den Füßen können weiße Markierungen vorkommen.

Der Kopf des Boston Terriers hat einen recht flachen Schädel, wobei die Schnauze sich relativ kurz und fast quadratisch zeigt. Auffällig sind die recht großen Stehohren, die für die Körpergröße etwas zu gewaltig wirken und dem Hund etwas fledermausartiges verleihen.

Die Augen sind ebenfalls recht groß, sie liegen recht weit auseinander. Von runder Form und sehr dunkler Farbe verleihen sie dem Boston Terrier einen intelligenten und ansprechenden Ausdruck. Optimal, wenn die äußeren Ränder der Augen eine gerade Linie mit den Wangen des Hundes bilden.

Boston Terrier wirken sehr kräftig.

Dies ist dadurch bedingt, dass der Rumpf sich durch Tiefe auszeichnet, und die Brust gut kräftig und weit ist. Die Schultern sind abfallend, der Rücken insgesamt recht kurz, die Kruppe ganz leicht gebogen.

Das Kupieren von Ohren und Schwanz ist verboten, kommt allerdings gelegentlich in den USA noch vor. Allerdings wird beim Boston Terrier sowieso erwartet, dass er – bei entsprechend guter Zucht – auch nur einen recht kurzen Schwanz und Stehohren vorweist.

Der Name Boston Terrier mag darauf schließen lassen, dass wir es hier mit einem Jagdhund zu tun haben. Doch wie bereits oben festgestellt, handelt es sich hier ja eigentlich um doggenähnliche Hunde.

Und so weist dieser Hund auch die Eigenschaften einer Dogge auf: der Jagdtrieb fehlt ihm. Vielmehr ist er ein aufmerksamer und intelligenter Begleithund, der sich gut in die Familie integriert. Hier zeigt er sich wachsam, aber auch kinderlieb, geduldig und verspielt.

der boston terrier

Er zeichnet sich durch ein ausgeglichenes Temperament aus, ist lebhaft und dabei klug und entschlossen. Bemerkenswert ist seine gute Anpassungsfähigkeit. Er ist auch sehr lernfähig, und mit der richtigen Geduld lässt er sich sogar sehr leicht dressieren.

Bostons sind wachsam, jedoch ohne dabei lästige Kläffer zu sein. Sie hängen an ihrer Familie und sind sehr auf sie und ihr zuhause bezogen. Auch Gästen und Fremden gegenüber zeigen sie sich freundlich und entgegenkommend.