Über 360 anerkannte Hunderassen listet die Fédération Cynologique Internationale (FCI) – dazu kommen unzählige Hybriden und Landschläge. Dieses Lexikon hilft, aus der Vielfalt die passende Rasse zu finden: nach Größe, Charakter, Lebenssituation und Pflegeaufwand. Über 230 Rasseporträts sind direkt verlinkt.
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Beliebte Rassen in Deutschland
Laut TASSO-Rangliste 2025 gehören diese Rassen zu den häufigsten in Deutschland. Die Bilder sind überwiegend KI-generiert.
Hunderassen A–Z: Das komplette Verzeichnis
Alle Rasseporträts von A bis Z mit Charakter, Größe, Pflege und Eignung. Doodles und andere Kreuzungen stehen gesammelt unter Hybridhunde & Doodle. Die kleinen Vorschaubilder sind überwiegend KI-generiert.
A
Affenpinscher
Afghanischer Windhund
Africanis
Aidi
Airedale Terrier
Akbash
Akita
Alapaha Blue Blood Bulldog
Alaskan Klee Kai
Alaskan Malamute
Alopekis
Alpenländische Dachsbracke
Altdeutscher Schäferhund
American Black and Tan Coonhound
American Bulldog
American Foxhound
American Indian Dog
American Pit Bull Terrier
American Staffordshire Terrier
Anatolischer Hirtenhund
Appenzeller Sennenhund
Australian Cattle Dog
Australian Shepherd
Australian Silky Terrier
Australian Terrier
Azawakh
B
Barsoi
Basenji
Basset Bleu de Gascogne
Basset Fauve de Bretagne
Basset Hound
Beagle
Bearded Collie
Beauceron
Bedlington Terrier
Belgischer Griffon
Belgischer Schäferhund
Bergamasco
Berger Blanc Suisse
Berner Sennenhund
Bernhardiner
Bichon Frisé
Bluthund
Bobtail
Boerboel
Bologneser
Bolonka Zwetna
Border Collie
Border Terrier
Boston Terrier
Bouvier des Flandres
Briard
Bullterrier
C
D
E
G
Galgo Español
Germanischer Bärenhund
Glatthaar Foxterrier
Golden Retriever
Gordon Setter
Gos d’Atura Català (Katalanischer Schäferhund)
Grand Basset Griffon Vendéen
Grand Bleu de Gascogne
Grauer Norwegischer Elchhund
Great Japanese Dog
Greyhound
Griffon Fauve de Bretagne
Großer Schweizer Sennenhund
Großpudel
Großspitz
I
K
M
P
S
Hybridhunde & Doodle
Hybridhunde sind gezielt gekreuzte Rassen, oft mit dem Pudel als Partner für haararmes Fell. Charakter und Aussehen können bei Hybriden stark variieren – auch innerhalb eines Wurfs. FCI und VDH erkennen sie nicht als eigenständige Rasse an.
- Doodle Hunde – Übersicht
Aussiedoodle (Aussie × Pudel)
Aussiedor (Aussie × Labrador)
Bernedoodle (Berner × Pudel)
Boxador (Boxer × Labrador)
Chiweenie (Chihuahua × Dackel)
Cockapoo (Cocker × Pudel)
Doxiepoo (Pudel × Dackel)
Goldendoodle (Golden × Pudel)
Havapoo (Pudel × Havaneser)
Irish Doodle (Irish Setter × Pudel)
Labradoodle (Labrador × Pudel)
Lurcher (Windhund × Collie)
Maltipoo (Malteser × Zwergpudel)
Morkie (Malteser × Yorkshire)
Puggle (Beagle × Mops)
Schnoodle (Schnauzer × Pudel)
Shih-Poo (Shih-Tzu × Pudel)
Shorkie (Yorkshire × Shih-Tzu)
Swissydog (Sennenhund-Mix)
Westiepoo (Westie × Pudel)
Yorkiepoo (Yorkshire × Pudel)
- Größe und Bewegungsbedarf – passend zur Wohnsituation
- Charakter und Energie-Level – passend zum Alltag
- Pflegeaufwand und Erfahrung – passend zum Zeitbudget
Hunderassen nach Größe
Die Größe ist das erste praktische Auswahlkriterium. Sie entscheidet über Wohnsituation, Futterkosten, Lebenserwartung und körperliche Belastbarkeit. Drei Klassen haben sich in der Praxis etabliert:
Kleine Hunderassen
Ideal für Wohnung, Stadt und Reisefans. 4–10 kg, oft 14–17 Jahre alt.
Beispiele: Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser, Cavalier King Charles, Mops
40–60 cmMittelgroße Hunderassen
Die Allrounder: vielseitig, aktiv, familiengeeignet. 12–25 kg.
Beispiele: Border Collie, Australian Shepherd, Beagle, Cocker Spaniel, Pudel
ab 60 cmGroße Hunderassen
Brauchen Platz, Bewegung und konsequente Erziehung. Ab 25 kg, 8–12 Jahre.
Beispiele: Labrador, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Schäferhund
| Klasse | Schulterhöhe | Gewicht | Lebenserwartung | Typische Vertreter |
|---|---|---|---|---|
| Sehr klein | bis 28 cm | 2–6 kg | 14–18 Jahre | Chihuahua, Zwergspitz, Yorkshire Terrier, Malteser |
| Klein | 28–40 cm | 5–12 kg | 13–16 Jahre | Cavalier King Charles, Havaneser, Jack Russell, Dackel |
| Mittel | 40–60 cm | 12–25 kg | 11–14 Jahre | Border Collie, Australian Shepherd, Beagle, Pudel |
| Groß | 60–70 cm | 25–40 kg | 10–13 Jahre | Labrador Retriever, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund |
| Sehr groß | ab 70 cm | 40–80+ kg | 7–10 Jahre | Berner Sennenhund, Leonberger, Neufundländer, Deutsche Dogge |
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Hunderassen nach Lebenssituation
Nicht jede Rasse passt zu jedem Alltag. Diese sechs Profile decken die häufigsten Lebenssituationen ab und nennen Rassen, die sich erfahrungsgemäß bewähren.
Familien mit Kindern
Gutmütig, geduldig, robust und nicht reizbar. Ein Familienhund verträgt Trubel und reagiert vorhersehbar – auch wenn Kinder enthusiastisch sind.
Empfehlenswert: Labrador Retriever, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Bobtail, Havaneser, Sheltie
Anfänger / Ersthundehalter
Lernfreudig, kooperativ, möglichst rassetypisch ohne Extreme. Wer noch nie einen Hund hatte, braucht eine Rasse, die Erziehungs-Fehler verzeiht.
Empfehlenswert: Cavalier King Charles, Labrador, Pudel, Havaneser, Bichon Frisé
Stadt & Wohnung
Klein bis mittelgroß, ruhig im Haus, nicht zu bellfreudig, alltagstauglich auf Treppen, im Aufzug und in der Bahn.
Empfehlenswert: Cavalier King Charles, Französische Bulldogge, Havaneser, Malteser, Yorkshire Terrier, Bichon Frisé
Aktive Sportler
Hohe Ausdauer, mentale Auslastung gefragt, Spaß an Joggen, Radfahren, Agility oder Mantrailing. Brauchen mehr als einen Spaziergang.
Empfehlenswert: Border Collie, Australian Shepherd, Magyar Vizsla, Weimaraner, Jack Russell, Border Terrier
Senioren & ruhige Halter
Kleinere Rassen mit moderatem Bewegungsbedarf, anhänglich, leicht zu führen, geringer Pflegeaufwand. Lebensbegleiter ohne sportlichen Anspruch.
Empfehlenswert: Cavalier King Charles, Havaneser, Bichon Frisé, Malteser, Shih Tzu, Lhasa Apso
Allergiker
Es gibt keinen 100 % allergiefreien Hund, aber Rassen mit haararmem, nicht saisonal wechselndem Fell verursachen weniger Beschwerden. Vorab-Test beim Allergologen empfohlen.
Empfehlenswert: Pudel, Zwergpudel, Lagotto Romagnolo, Portugiesischer Wasserhund, Bichon Frisé, Labradoodle
Eine ausführliche Entscheidungshilfe zur passenden Rasse bietet der Ratgeber Welcher Hund passt zu mir?. Wer bereits eine Rasse im Kopf hat und einen Welpen sucht, findet aktuelle Würfe unter Wurfmeldungen; worauf es beim Kauf ankommt, erklärt der Ratgeber Welpen kaufen.
Ruhige Hunderassen
Nicht jede Rasse verlangt sportliche Auslastung. Diese Hunde gelten als ausgeglichen, gelassen und fügen sich harmonisch in einen ruhigen Alltag ein – ideal für Berufstätige, Senioren und Stadtbewohner.
- Übersicht: Ruhige Hunderassen
- Golden Retriever
- Havaneser
- Irish Wolfhound
- Italienisches Windspiel
- Lhasa Apso
- Neufundländer
- Whippet
- Cavalier King Charles
Weitere Hunderasse-Sammlungen
Themen-Cluster für gezielte Suchen jenseits von Größe und Lebenssituation:
- Schwarze Hunderassen
- Seltene Hunderassen
- Leicht zu trainierende Rassen
- Hunde, die nicht haaren
- 36 Terrier-Rassen im Überblick
FCI-Gruppen im Überblick
Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) unterteilt über 360 anerkannte Rassen in 10 Gruppen. Diese Einteilung basiert auf dem ursprünglichen Verwendungszweck, der das heutige instinktive Verhalten (Jagdtrieb, Schutztrieb, Hütetrieb) maßgeblich bestimmt. Wer die FCI-Gruppe einer Rasse kennt, weiß im Groben, welches Verhalten zu erwarten ist.
| FCI-Gruppe | Beispiel-Rassen | Primärer Charakterzug | Eignung |
|---|---|---|---|
| Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde | Schäferhunde, Border Collie | Hohe Arbeitsbereitschaft | Aktive Sportler, Kenner |
| Gruppe 2 Pinscher, Schnauzer, Molosser, Sennenhunde | Dobermann, Rottweiler, Berner Sennenhund, Zwergschnauzer | Wachsam, oft schutzbereit | Erfahrene, konsequente Halter |
| Gruppe 3 Terrier | Jack Russell, Airedale | Mutig, eigenständig, lebhaft | Konsequente Halter |
| Gruppe 4 Dachshunde | Dackel in drei Größen | Selbstbewusst, jagdlich interessiert | Konsequente Halter |
| Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp | Deutscher Spitz, Siberian Husky, Akita, Basenji | Eigenständig, ursprünglich | Erfahrene Halter |
| Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen | Beagle, Basset Hound, Dalmatiner | Feine Nase, ausdauernd | Aktive Halter mit Geduld beim Rückruf |
| Gruppe 7 Vorstehhunde | Weimaraner, Deutsch Kurzhaar, Magyar Vizsla | Arbeitsfreudig, großer Bewegungsdrang | Aktive Halter, Jäger |
| Gruppe 8 Apportier-, Stöber- und Wasserhunde | Retriever, Spaniel | Kooperativ, wasserliebend | Familien, Anfänger |
| Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde | Mops, Pudel, Malteser | Anpassungsfähig, menschenbezogen | Stadtwohnung, Senioren |
| Gruppe 10 Windhunde | Whippet, Galgo | Ruhig im Haus, Sprint-Spezialisten | Geduldige Halter (Jagdtrieb) |
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Die 3 Säulen der Rasse-Entscheidung
Ein häufiger Fehler ist die Wahl einer Arbeitsrasse (z. B. Malinois) für ein reines Stadtleben ohne spezifische Aufgabe. Dies führt oft zu Verhaltensauffälligkeiten durch Unterforderung. Drei ehrliche Selbstprüfungs-Fragen vor dem Kauf:
- Energielevel: Wie viele Stunden pro Tag können Sie aktiv spazieren gehen oder Hundesport betreiben? Wenig: unter 1 Stunde, mittel: 1–2 Stunden, viel: über 2 Stunden.
- Wohnsituation: Benötigt die Rasse einen Garten (Wachhunde) oder ist sie tierschutzkonform in einer Etagenwohnung haltbar?
- Erfahrung: Neigt die Rasse zu territorialem Verhalten oder Ressourcenverteidigung, was professionelle Anleitung erfordert?
Pflegeaufwand und Allergien: Fakten vs. Mythen
Nicht jede kurzhaarige Rasse ist pflegeleicht. Tatsächlich verlieren viele Kurzhaarrassen (z. B. Beagle oder Labrador) ganzjährig stockhaarige Haare, die schwer aus Textilien zu entfernen sind. Drei Felltypen, drei sehr unterschiedliche Pflege-Realitäten:
- Nichterhaarende Rassen: Kontinuierlicher Haarwuchs (Pudel, Wasserhunde, Bichons) – haaren kaum, müssen aber alle 6–8 Wochen professionell geschoren oder getrimmt werden.
- Unterwoll-Rassen: Husky, Akita, Aussie und viele Sennenhunde „werfen“ zweimal im Jahr ihr gesamtes Unterfell ab. Dann ist tägliches Bürsten Pflicht – sonst werden Wohnung und Möbel zur Wollkugel-Sammlung.
- Kurzhaar: Wirkt pflegeleicht, ist es aber nur bedingt. Stockhaarige Kurzhaarrassen verlieren das ganze Jahr über kleine, scharfe Haare, die sich besonders gut in Textilien einbohren.
Häufig gestellte Fragen zu Hunderassen
- Wie viele Hunderassen gibt es weltweit?
- Die FCI erkennt nach eigener Angabe derzeit 364 Rassen an und teilt sie in 10 Gruppen ein. Die genaue Zahl ändert sich, weil neue Rassen vorläufig oder endgültig anerkannt werden. Hinzu kommen national anerkannte Rassen, regionale Landschläge und beliebte Hybrid-Hunde wie Labradoodle oder Goldendoodle, die nicht offiziell anerkannt sind.
- Welche Hunderasse ist am besten für Anfänger geeignet?
- Häufig empfohlen werden der Golden Retriever, der Labrador oder der Havaneser, da diese Rassen eine hohe Fehlertoleranz in der Erziehung und eine starke Orientierung am Menschen zeigen. Auch Cavalier King Charles Spaniel, Pudel und Bichon Frisé gelten als anfängergeeignet.
- Welche Hunderasse passt zu mir?
- Entscheidend sind Lebenssituation (Wohnung/Haus, Beruf, Familie), Aktivitätslevel (sportlich/ruhig) und Erfahrung (Anfänger/erfahrener Halter). Die Rasse-Karten weiter oben zeigen passende Beispiele für jede Lebenssituation. Eine ausführliche Entscheidungshilfe bietet der Ratgeber Welcher Hund passt zu mir?.
- Was sind die beliebtesten Hunderassen in Deutschland?
- Eine Statistik über alle Hunde in Deutschland gibt es nicht. Der VDH zählt nur die Welpen, die in seinen Rassezuchtvereinen eingetragen werden. Dort liegt der Deutsche Schäferhund seit Jahren weit vorn, Labrador und Golden Retriever sind deutlich beliebter geworden.
- Welche Hunderassen eignen sich für Allergiker?
- Es gibt keine vollständig allergenfreien Hunde, aber haararme Rassen verursachen oft weniger Beschwerden: Pudel, Lagotto Romagnolo, Portugiesischer Wasserhund, Bichon Frisé sowie viele Doodle-Hybriden. Vor dem Kauf einen Allergologen konsultieren und mehrfach Kontakt zur konkreten Rasse haben.
- Warum sind „Designer-Dogs“ wie Labradoodle umstritten?
- Da es sich um Mischlinge handelt, sind Charakter und Fellbeschaffenheit nicht genetisch fixiert. Käufer sollten auf Gesundheitszeugnisse der Elterntiere (HD/ED-Röntgen) achten, da diese Hunde nicht unter der strengen Kontrolle von Zuchtverbänden wie dem VDH stehen.
- Was kostet ein Welpe vom seriösen Züchter?
- Das hängt stark von der Rasse ab, bei seriösen Züchtern meist im vierstelligen Eurobereich. Der Preis deckt Gesundheitsuntersuchungen der Eltern, Aufzucht, Impfungen, Chip, Papiere und die Arbeit des Züchters. Ein Preis weit unter dem für die Rasse Üblichen ist ein Warnsignal für Vermehrer oder illegalen Welpenhandel. Mehr unter Welpen kaufen.
- Welche Hunderassen werden nicht groß und bleiben handlich?
- Klassische kleine Rassen mit Endgewicht unter 10 kg sind: Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Cavalier King Charles, Mops, Französische Bulldogge, Zwergpudel und Zwergspitz.
- Welche Hunderassen haaren wenig oder nicht?
- Pudel und Pudel-Hybriden, Wasserhunde, Malteser, Bichon Frisé, Lhasa Apso, Yorkshire Terrier, Havaneser und Schnauzer haaren wenig oder gar nicht. Sie benötigen jedoch regelmäßige Fellpflege und je nach Rasse regelmäßiges Scheren oder Trimmen.
- Worauf muss ich beim Züchter achten?
- Ein seriöser Züchter ist in der Regel einem Verein angeschlossen, z. B. dem VDH. Achten Sie auf das Vorliegen von Wurfabnahmeprotokollen, Gesundheitsnachweisen der Elterntiere und einer komplett ausgefüllten Ahnentafel. Vermeiden Sie Käufe aus dem Kofferraum oder ohne Besichtigung des Muttertieres.
Aktualitätshinweis: Dieser Überblick orientiert sich an den Rassestandards und der Rasseliste der FCI.






