Mops Welpen kaufen

Vom Kaiserhund zur Qualzucht – 5 Dinge, die man über den Mops wissen sollte
Der Mops gehört zu den bekanntesten Hunderassen weltweit. Sein rundes Gesicht, die großen Augen und sein fröhliches Wesen wirken auf viele Menschen unwiderstehlich. Kein Wunder, dass der Humorist Loriot einst sagte:
„Ein Leben ohne Mops ist möglich – aber sinnlos.“
Doch so charmant der kleine Hund auch ist: Hinter dem niedlichen Aussehen verbirgt sich eine Geschichte voller Gegensätze. Der Mops blickt auf eine glanzvolle Vergangenheit zurück, steht heute aber sinnbildlich für die Probleme moderner Hundezucht.
Hier sind die wichtigsten Fakten, die man kennen sollte.
- Vom chinesischen Kaiserhund zum Liebling der Könige
Die Wurzeln des Mopses reichen rund 2.000 Jahre zurück. Im alten China galt er als heiliger Hund und durfte ausschließlich am kaiserlichen Hof leben. Erst im 16. Jahrhundert kam er durch niederländische Händler nach Europa – und wurde dort schnell zum Modehund des Adels.
Besonders in England erfreute sich der Mops großer Beliebtheit. Königin Victoria besaß nicht nur einen, sondern gleich mehrere Möpse – insgesamt sollen es über 30 gewesen sein.
- Loriot(Autor)

Möpse waren jedoch nie bloße Schoßhunde. Der Mops Pompey soll seinem Besitzer Wilhelm von Oranien sogar das Leben gerettet haben, indem er einen Attentäter durch lautes Bellen vertrieb.
Und Napoleons Hochzeitsnacht endete mit einer schmerzhaften Erinnerung, als der Mops seiner Frau Josephine den Kaiser biss. Mut und Eigenständigkeit gehörten also schon immer zum Charakter dieser Rasse.
- Warum das „niedliche“ Gesicht krank macht
Das größte Problem des Mopses ist seine extreme Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie). Über Jahrzehnte wurde das immer flachere Gesicht gezielt gezüchtet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit:
Atemprobleme: Verengte Nasenlöcher, eine kurze Nase und ein zu langes Gaumensegel führen häufig zu chronischer Atemnot. Hitze und Anstrengung können lebensgefährlich werden.
Überhitzung: Möpse können schlecht hecheln und ihre Körpertemperatur kaum regulieren.
Augenerkrankungen: Die stark hervorstehenden Augen sind anfällig für Verletzungen, Entzündungen und Hornhautschäden.
Hautentzündungen: Tiefe Gesichtsfalten bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze.
Wirbelsäulenprobleme: Die geringelte Rute ist oft ein Zeichen für Fehlbildungen der Wirbel, die Schmerzen oder Lähmungen verursachen können.
Schwere Nervenerkrankungen: Die seltene, aber tödliche Pug-Dog-Enzephalitis betrifft ausschließlich Möpse.
Aufgrund dieser zuchtbedingten Leiden wird der Mops in Deutschland und vielen anderen Ländern offiziell als Qualzucht eingestuft.
- Kein Hund für nebenbei
Möpse sind extrem menschenbezogen. Alleinsein fällt ihnen schwer, dauerhafte Abwesenheit ihres Halters macht sie unglücklich. Sie wollen überall dabei sein und sind für eine Zwingerhaltung völlig ungeeignet.

Charakterlich gelten sie als intelligent, verspielt – aber auch eigensinnig. Ohne klare Regeln übernehmen sie schnell die Führung.
Vernachlässigung oder fehlende Erziehung äußern sich oft durch Bellen, Trotzverhalten oder Zerstörungsdrang. Wer sich für einen Mops entscheidet, braucht Geduld, Konsequenz und viel Zeit.
- Bewegung ja – Leistungssport nein
Auch ein Mops braucht tägliche Bewegung, etwa eine Stunde pro Tag. Ideal sind ruhige Spaziergänge, Suchspiele, Apportieren oder Planschen im Wasser.
Was nicht geht: Joggen, Radfahren oder sportliche Belastungen. Diese können aufgrund der Atemprobleme lebensgefährlich sein.
Auch Treppen stellen wegen möglicher Wirbelsäulenschäden ein Risiko dar – viele Möpse müssen getragen oder über Rampen geführt werden.
- Gibt es eine gesunde Zukunft für den Mops?
Um die massiven Gesundheitsprobleme zu reduzieren, versuchen Züchter neue Wege:
Retromops: Kreuzungen mit anderen Rassen wie Beagle oder Terrier, um eine längere Nase und bessere Atmung zu erreichen. Diese Hunde sind jedoch keine offiziell anerkannte Rasse.
Altdeutscher Mops: Rückbesinnung auf den ursprünglichen Mops-Typ mit längerer Schnauze – ohne Einkreuzung fremder Rassen.
Beide Ansätze können sinnvoll sein, garantieren aber keine Gesundheit. Entscheidend ist immer eine verantwortungsvolle Zucht, bei der das Wohl des Hundes über dem Aussehen steht.
Fazit: Ein wunderbarer Charakter mit schweren Bürden
Der Mops ist freundlich, anhänglich und voller Charme – doch sein Körper wurde durch menschliche Zuchtziele überfordert. Er steht heute wie kaum eine andere Rasse für die Frage, wie weit Schönheit auf Kosten der Gesundheit gehen darf.
Wer Möpse liebt, sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein: Nicht das niedlichste Gesicht zählt, sondern ein gesundes Leben. Nur dann hat diese traditionsreiche Rasse eine Zukunft, die ihrem liebenswerten Wesen gerecht wird.



