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Australian Cattle Dog

Steckbrief

Der Australian Cattle Dog beginnt seine Karriere als Rindertreibhund auf der australischen Landmasse. Mitte des 19. Jahrhunderts zielen die Zuchtanstrengungen australischer Rinderfarmer darauf ab, einen zähen und widerstandsfähigen Helfer mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein auf die Beine zu stellen.

 

Die zum Hüten von Schafherden eingesetzten Hunde eignen sich bis dato nicht, um Rinder in großer Zahl über weite Strecken zu treiben oder sie in Weidegebieten ohne Zäune beisammenzuhalten.

Es ist die Stunde des Heelers, wie die Australier ihren besten Freund im Busch noch heute nennen. 

Diesen Namen verdankt der Gehilfe seiner Treibstrategie. Er zwickt die Rinder in ihre Ferse, um sie zum Weiterlaufen zu animieren.

Die für den Eigenbedarf gezüchteten Cattle Dogs (cattle = Rind, Rindvieh) haben eine ganze Reihe von Vorfahren, wird den vielfältigen Geschichten Glauben geschenkt. Allein der Nachweis dafür fehlt.

Anpaarungen an die 1963 offiziell anerkannte Rasse werden Kelpie, Bullterrier, Collie und Dingo zugeschrieben. Die Einkreuzung letztgenannten Wildhundes ist dabei ebenso glaubwürdig beschrieben, wie sie als unhaltbar abgetan wird.

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© Magnus Pomm – Fotolia.com

Die Begebenheiten, auf die der Hütehelfer in seiner frühen Verwendung trifft, sind stets unterschiedlich. Das macht die große Flexibilität aus, die der Vierbeiner noch immer an den Tag legt. Damit wird ein sehr konsequenter und gerechter Umgang mit dem Tier erforderlich, der früh einzusetzen hat.

Die Rangfolge innerhalb der Lebensgemeinschaft mit den Menschen muss diesem fortwährend nachvollziehbar vorgelebt werden. Nachlässigkeiten nutzt der intelligente Australian Cattle Dog aus.

Seine Auffassungsgabe und Gelehrigkeit duldet kein Vakuum und keinen Anfänger auf dem Gebiet der Hundehaltung. 

Aussehen

Das Aussehen der unter der FCI-Nummer 287 gelisteten Hunderasse ist den frühen Rinderzüchtern Australiens gleichgültig. Der kräftige wie kompakte Australian Cattle Dog tritt in Rot oder Blau, gesprenkelt und getüpfelt in Erscheinung, wobei die Tupfen gleichmäßig über den Körper verteilt sind.

Zusätzlich können dunklere rote Abzeichen die rote Varietät ergänzen, bei der blauen Variante sind es schwarze, lohfarbene und blaue Abzeichen. Erst wenige Wochen nach ihrer Geburt zeigen die weiß geborenen Welpen ihre zukünftige Färbung. Kenner können anhand der Farbe der Pfotenballen erkennen, in welche Richtung sie sich entwickeln wird.

Das glatte Haar ist pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten hält das flach anliegende Deckhaar mit der dichten Unterwolle gesund. So lässt sich gut beobachten, wie Wasser von dem Mantel abperlt.

Etwas länger ist die Behaarung an der Unterseite ebenso wie am Hinterteil des bis zu 51 Zentimeter Widerristhöhe großen Hundes. Für die beschwerlichen Aufgaben und das anspruchsvolle Klima ist er trefflich gerüstet.

Der Australische Treibhund zeigt ein Gewicht zwischen 18 und 22 Kilogramm. Dafür gezüchtet, mit den Herden weite Wege in rauem Gelände zurückzulegen, wird der Cattle Dog ohne ausreichende Beschäftigung einen wenig zufriedenen Begleiter abgeben.

Verwendung

Das Arbeitstier ist gut in die Familie zu integrieren, wenn seine psychische und physische Auslastung gegeben ist. Mit Ausdauer will er seine Beweglichkeit jeden Tag unter Beweis stellen.

Vielseitigkeitssport, Obedience beziehungsweise Agility oder Rettungshundearbeit sind entsprechende Aktivitätsfelder. Für Menschen, die es ruhig mit ihm angehen wollen, eignet sich der mittelgroße Hund aus Down Under weniger.

Eher liegen ihm Zweibeiner, wie es Reitbegeisterte sind. Obwohl es zum Repertoire des Hütehundes gehört, die Waden schutzbefohlener Tiere anzugehen, werden Pferde hiervon ausgenommen.

Bereits vor geraumer Zeit haben Züchter darauf eingewirkt, dass die Übergriffe ausschließlich den Hinterläufen von Rindern vorbehalten bleiben. Die gering ausgeprägte Jagdneigung des Reitbegleiters lässt gemeinsame Ausritte in wildreiche Gebiete zu.

Der Australian Cattle Dog provoziert selten eine Rauferei unter Artgenossen. Kommt es dennoch dazu, will er als Sieger daraus hervorgehen.

Diese Unnachgiebigkeit und seine bisweilen rüde Art muss der Halter mögen und beherrschen. Deutlich unterscheidet der Vierbeiner zwischen seinem Rudel, seiner Familie und fremden Menschen. Sein angeborener Schutztrieb macht ihn zu einem guten Wächter.

In seinem Bellverhalten ist er zurückhaltend, schließlich war es für ihn nicht angezeigt, durch Kläffen die Rinderherde auseinanderstieben zu lassen.

Der Erziehungsauftrag wird durch den Energievorrat und den Hang zur Eigenwilligkeit des Australiers bestimmt. Der sichere Hundeführer arbeitet dazu liebevoll, fair und ohne eine harte Hand oder übertriebenen Druck mit seinem Gefährten.

Weiterführende Links

FCI Rassestandard 

Videos zur Rasse

Australian Cattle Dog Club Deutschland e.V.

Literatur

Australian Cattle Dog Buch
http://www.cattledogbuch.com/

Namen für Ihren Welpen

Hundenamen