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Inca Orchid Dog

Steckbrief:

Herkunft des Inca Orchid Dog
Peru
FCI-Nr. 310/9.4

Die Hunderasse Inca Orchid Dog ist mit vielen weiteren Namen belegt. Perro sin Pelo del Peru, Orchideenhund der Inkas oder Peruanischer Nackthund sind einige davon. Wenigstens ebenso viele Facetten weist der Hund peruanischen Ursprungs auf.

 

Archäologische Funde zeigen die über tausend Jahre währende Existenz ihm verblüffend ähnlich sehender Hunde. Unter den Fachleuten werden unterschiedliche Theorien bezüglich seiner Herkunft gehandelt.

Hiernach werden die Urahnen unter anderem aus China eingeführt, stammen vom afrikanischen Kontinent oder gelangen mit den Menschen aus Asien nach Südamerika.

inca orchid dog

Wohlhabende Inkas schätzen die nackten Hunde, wie es dargestellte Szenen auf Keramiken belegen.

Die vierbeinigen Mitbewohner dienen mit ihrer weichen und warmen Haut Inka-Königen als Bettwärmer; ferner wird ihnen eine heilende Wirkung zugesprochen. Der Hund ohne Fell aus Peru zählt weltweit zu den rarsten Hunderassen. Schätzungen gehen von aktuell etwa eintausend Exemplaren aus.

Im FCI-Standard Nummer 310 sind hellhäutige und dunkelhäutige Schläge in allen Farbvariationen vereint – einschließlich gepunkteter Vertreter.

Aussehen

Die Farbvielfalt der Haut reicht von Schwarz über Grau bis zu dunkelbraunen und hellblonden Tönen. Es gibt sie einfarbig sowie mit hellen Flecken.  Zudem werden drei Größenordnungen unterschieden – kleine Größen mit 25 bis 40 Zentimeter Schultermass, bei einem Gewicht von vier bis acht Kilogramm. Die mittleren Größen weisen zwischen 40 und 51 Zentimeter auf, bei acht bis zwölf Kilogramm.

Die großen Nackthunde sind 12 bis 25 Kilogramm schwer und kommen auf ein Stockmaß von 51 bis 70 Zentimetern.

Allen Hunden gemeinsam ist das Fehlen von Haaren. Wobei auf dem Kopf, an den Rändern der Ohren genauso wie an Pfoten und Rute kleine Büschel von Haaren zulässig sind. Das haarlose Aussehen wird dem Ergebnis einer spontan aufgetretenen Mutation zugeschrieben und der Inca Orchid Dog unterliegt einer speziellen Genetik.

Die Nackthunde besitzen, um überleben zu können, immer Haar- und Haarlos-Gene. Frei von diesem Merkmal wäre ihr Fortbestand nicht möglich.

Fellpflege? Bei einem Hund ohne Fell?

Im Grunde verhält es sich beim Inca Orchid Dog wie bei den Menschen. Helle Haut hat der Sonnenstrahlung ungeschützt wenig entgegenzusetzen, die dunkle Haut ist zumindest etwas lichtunempfindlicher.

Vor kalten Temperaturen schützen beide Typen nicht. Die Fellpflege beschränkt sich damit auf das Auftragen von Sonnenschutzcremes und das regelmäßige Kontrollieren der Haut. Für Verletzungen und Entzündungen des Organs ist diese Rasse einfach anfälliger.

Die oft mit den Anlagen der Felllosigkeit verbundenen unvollständigen Gebisse sind dagegen weniger brisant. Der Hund ohne Fell aus Peru ist einem Windhund im Körperbau relativ ähnlich.

Ein schlanker Leib mit geradem Rücken trägt den hoch angesetzten Hals und die tief sitzende Rute. Sie wird oftmals eingezogen zwischen den Hinterläufen getragen. Die schlanken sehnigen Läufe passen gut ins Bild des schnellen Läufers. Sportliche Aktivitäten liegen ihm – als Begleithund des Fahrradfahrers, Joggers oder ambitionierten Wanderers.

In fordernder Bewegung trotzt er selbst kühlen Temperaturen und widrigem Wetter.

Wesen der Rasse

Der Inca Orchid Dog ist ein ursprünglicher Hund. Sehr anpassungsfähig und selbstsicher bereitet er sogar dem Hundeanfänger kaum Probleme. Wachsam und dennoch ausgesprochen ruhig lebt der Peruaner im Haus; Gärten ohne Einzäunung verlässt er nicht.

Ein Jagdtrieb ist bei ihm so gut wie nicht vorhanden und die früh beginnende Sozialisation gewährt dem tierischen Begleiter die notwendigen Orientierungshilfen.

Er lernt mit großem Eifer und sucht Herausforderungen. Zu banale Aufgaben oder zu häufige Wiederholungen langweilen den Vierbeiner schnell. In der Erziehung ist Strenge fehl am Platz, mit Freundlichkeit und Gelassenheit ist jedes gemeinsame Ziel zu erreichen.

Peruanische Nackthunde sind willig und akzeptieren schnell die ihnen zugedachte Rolle und ihre Stellung innerhalb einer Familie.

Das schließt die Beziehung zu den Familienkindern ein. Mit ihnen geht der fröhliche Inca Orchid Dog so sanft um, wie jene dessen glatte, dicke und elastische Hülle beim Streicheln erleben dürfen. Selbstredend unter Aufsicht und mit dem nötigen Respekt für das Tier.

Fremde hingegen werden vom Familienhund misstrauisch beäugt, auch Leckereien locken ihn nicht. In seiner Wachsamkeit ist er unbestechlich, ohne dass er hierzu ins Kläffen verfallen muss.