Tags: , , , , ,

Airedale Terrier

Steckbrief Airedale Terrier

In Deutschland zählt der Airedale Terrier zu den bekanntesten Hunderassen. Er ist eine von der FCI anerkannte eigenständige Rasse und wird dort unter Haushunden in der Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 7 geführt.

Wo der genaue Ursprung der Rasse liegt, ist nicht genau bekannt. Man geht allerdings davon aus, dass sie aus der Grafschaft Yorkshire in England stammt. Der „Aire“ ist ein Fluss dort, und „dale“ bedeutet Tal.

Geschichte

Es ist davon auszugehen, dass Bauern im Tal des Aire dort die ersten Züchter des heute so populären Airedale Terriers waren.

airedale terrier kaufen
© jarobike – Fotolia.com

Möglicherweise wünschten sich die Arbeiter und Bauern damals einen in vielen Bereichen einsetzbaren Hund. Sie kreuzten dazu Otterhunde mit den mittelgroßen und damals schon sehr weit verbreiteten englischen Terriern.

Man brachte auch noch das Blut von schottischen Schäferhunden und Gordon Settern in die Zucht mit ein. Dies geschah ungefähr zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die so neue entstandene Rasse war zunächst als „Working-Terrier“ oder „Waterside-Terrier“ bekannt. Nachweislich ausgestellt wurden Airedale-Terrier ähnliche Hunde erstmals im Jahr 1875 als „Bingley-Terrier“ und „Waterside-Terrier“.

Fünf Jahre später sah man diese Hunde dann jedoch als „Airedale-Terrier“ auf den Hundezuchtschauen, und diesen Namen haben sie bis heute beibehalten. 

Das Airedale-Terrier Zuchtbuch verzeichnete seinen ersten Eintrag 1882, vier Jahre später erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch den britischen Kennel-Club.

Berühmte Airedale Terrier Besitzer

  • US Präsident Warren G. Harding
  • US Präsident Calvin Coolidge
  • Schauspieler John Wayne

Aussehen

Seine Erscheinung ist imposant und wird bestimmt durch seinen kräftigen Körperbau und seine drahtigen Haare. Die Haare des Airedale-Terriers verdienen besondere Beachtung: sie sind sehr dicht und ausgesprochen hart.

aussehen airedale terrier
© hemlep – Fotolia.com

Airedales haben sehr viel Unterwolle. Man sieht es einem Airedale an, ob er gut getrimmt ist oder nicht. Wird das Fell nicht regelmäßig fachmännisch gepflegt, wirkt der Hund schnell struppig und zerzaust.

Der Airedale ist am Kopf, an den Ohren und an den Läufen lohfarben (wird als „Tan“ beschrieben), wohingegen er am Rücken und den Flanken dunkelgrau oder schwarz ist. In ganz wenigen Fällen ist dort die Farbe braun.

Größe und Gewicht

Die Widerristhöhe bei Rüden liegt zwischen 58 cm und 61 cm, bei Hündinnen zwischen 56 cm und 59 cm. Das Gewicht beträgt 22 kg (Hündinnen) bis 30 kg (Rüden). Mit dieser Größe und diesem Gewicht gilt der Airedale als der größte englische Terrier, außerdem nennt man ihn auch gerne den „König der Terrier“.

Verwendung

In Deutschland sind der Foxterrier und der Airedale-Terrier die bekanntesten Terrierarten. Der Airedale fand in der Vergangenheit häufig Verwendung als Diensthund im militärischen Bereich und bei der Polizei.

Auch wenn man das kaum glauben mag: Airedales wurden und werden dort weitaus häufiger eingesetzt als Schäferhunde! Sie sind übrigens die einzige Terrierrasse, die als Schutzhund anerkannt ist.

Dies ist bedingt durch ihre historische Entwicklung: bereits die ersten Züchter der Airedales, die aus Farmern, Arbeitern, Bergleuten und Jägern bestanden, hatten diese Rasse auf Vielseitigkeit gezüchtet. Bereits in der Entstehung wurden diese Hunde sowohl für Hütearbeiten als auch für die seinerzeit sehr beliebte Otterjagd eingesetzt.

airedale terrier wesen
© Carola Schubbel – Fotolia.com

Auch als Wachhunde waren sie beliebt und sogar in Hundekämpfen setzte man sie ein. Obwohl diese Hunde optisch nicht ansprechend waren sah man sie oft in Begleitung der Damen, denn sie waren ein wirksamer Schutz gegen Straßenräuber.

Das deutsche Militär entdeckte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Airedale-Terrier recht früh und brachte bereits 1894 eine Empfehlung für diese Rasse heraus. Seitdem wurden diese Hunde in allen militärischen Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Man schätzt ihn damals schon wegen seiner unverwüstlichen Robustheit und seinem Mut.

Im ersten Weltkrieg waren alle deutschen Heereshunde Airedale-Terrier, im zweiten Weltkrieg betrug ihr Anteil an den Heereshunden immerhin noch 33%, womit sie vor Dobermännern und Boxern lagen.

Außerhalb des militärischen Einsatzbereichs wurden die Hunde gerne z. B. auf der Bärenjagd in Kanada oder beim Jagen von Tigern in Indien verwendet.

Wesen

Bei seinen Besitzern ist der Airedale besonders beliebt wegen seiner Treue und Zuverlässigkeit. Trotz seiner überdurchschnittlich ausgeprägten Wachsamkeit und seines Mutes ist er nicht aggressiv.

Mit anderen Hunden versteht er sich fast immer sehr gut. Kindern gegenüber ist er ausgesprochen freundlich und geduldig, daher eignet er sich sehr gut als Familienhund.

Überhaupt fühlt sich der Airedale in der Familie am Wohlsten und sollte daher nicht im Zwinger gehalten werden. Er liebt das Zusammenleben mit seiner Familie, dabei zeigt er sich freundlich und anhänglich.

Für Hundeanfänger ist der Airedale nur bedingt geeignet. Wie bei allen Terriern, ist auch ihm eine gewisse Dickköpfigkeit zueigen, gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein.

 

Er benötigt daher eine sehr konsequente und dabei liebevolle Erziehung. Besonders dankbar wird er sein für jede Möglichkeit, an sportlichen Aktivitäten mit seiner Familie teilzunehmen; als Begleiter beim Joggen und für Agility ist er hervorragend geeignet.

Züchter der Rasse finden Sie hier

 

Weiterführende Links:

Beschreibung bei Wikipedia

Video zur Rasse >  Youtube

Namen > Hundenamen

FCI Rassestandard