Auf einen Blick: Der Hovawart ist ein kräftiger, langhaariger deutscher Gebrauchshund (FCI-Standard Nr. 190), dessen Name „Hofwächter“ bedeutet. Rüden messen laut FCI-Standard 63 bis 70 cm, Hündinnen 58 bis 65 cm; der American Kennel Club (AKC) nennt etwa 29 bis 41 kg und eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Er ist gutmütig, selbstsicher und wachsam, braucht viel Bewegung, Beschäftigung und eine erfahrene Hand und ist daher nicht für Anfänger oder eine enge Stadtwohnung geeignet. Es gibt ihn in drei Farben: Schwarzmarken, Schwarz und Blond.

Inhalt (9 Abschnitte)
Hovawart im Überblick
Laut FCI-Standard ist der Hovawart ein sehr alter deutscher Arbeitshund. Die FCI ordnet ihn in Gruppe 2, Sektion 2.2 (Molosser, Berghunde), ein und verlangt eine Arbeitsprüfung. Er ist kräftig, mittelgroß bis groß, etwas länger als hoch und langhaarig; Rüde und Hündin unterscheiden sich deutlich in Kopfform und Körperbau. Seine ausgewogene Gestalt und die besondere Bindung an seine Familie machen ihn laut Standard zu einem sehr guten Begleit-, Wach-, Schutz-, Rettungs- und Fährtenhund.
Herkunft und Geschichte
Der Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „Hova“ steht für Hof, „wart“ für Wächter. Er weist auf die ursprüngliche Aufgabe hin: Haus und Hof zu bewachen.
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Die heutige Rasse wurde ab 1922 aufgebaut. Laut FCI-Standard nutzten die Züchter dafür Hunde ähnlichen Typs, die es noch auf Bauernhöfen gab, und kreuzten unter anderem Deutsche Schäferhunde, Neufundländer und Leonberger ein.
1937 wurde der Hovawart als Rasse anerkannt, 1964 als Gebrauchshund. Seit den 1960er-Jahren wird bei der Zucht konsequent auf Hüften ohne Hüftgelenksdysplasie (HD) geachtet; laut FCI-Standard ist die Erkrankung dadurch fast vollständig zurückgedrängt. Die Zuchtverbände sind bei der Zuchtzulassung streng und achten auf Körperbau, Farbe, gesunde Hüften und das Wesen; Schussscheue gilt laut Standard als ausschließender Fehler.
In Deutschland hat der Hovawart als Gebrauchshund eine ähnliche Stellung wie Deutscher Schäferhund, Boxer, Dobermann, Rottweiler, Airedale Terrier und Riesenschnauzer.
Aussehen, Größe und Gewicht
Der Kopf ist kräftig mit breiter, gewölbter Stirn; Fang und Schädel sind etwa gleich lang. Die buschige Rute reicht bis unter das Sprunggelenk und wird je nach Stimmung tief oder hoch getragen. Die muskulösen Hunde sind lebhaft und ausdauernd.
Fell und Farben
Das lange Fell ist dicht, leicht gewellt und liegt am Körper an, mit wenig Unterwolle. Am Vorderhals, am Bauch, an der Rückseite der Vorderläufe und Oberschenkel sowie an der Rutenunterseite ist es länger, an Kopf und Vorderseite der Läufe kurz.
Laut FCI-Standard gibt es drei Farben, die auch innerhalb eines Wurfes vorkommen können: Schwarzmarken (schwarz mit mittelblonden Abzeichen an Kopf, Brust und Läufen), Schwarz und Blond (mittelblond, zu Läufen und Bauch hin heller). Bei schwarzmarkenen und schwarzen Hunden sind einzelne weiße Haare an Zehen und Rutenspitze erlaubt; größere weiße Abzeichen an der Brust gelten als Fehler. Einen weißen Hovawart gibt es nicht: Weißlich-blonde Hunde entsprechen nicht dem Standard. Blonde Hovawarte werden hin und wieder mit dem Golden Retriever verwechselt.

Größe und Gewicht
Laut FCI-Standard messen Rüden 63 bis 70 cm und Hündinnen 58 bis 65 cm Widerristhöhe. Ein Gewicht nennt der aktuelle Standard nicht; der AKC gibt etwa 29 bis 41 kg an. Geschlechtsunterschiede in Körperbau und Kopfform sind ausdrücklich erwünscht.
Hovawart Temperament und Wesen
Der FCI-Standard beschreibt den Hovawart als gutmütig und ausgeglichen, mit Schutztrieb, Selbstsicherheit und Belastbarkeit, mittlerem Temperament und sehr guter Nase. Im Alltag ist er ein lernfreudiger, umgänglicher Hausgenosse, der zuverlässig wacht.
Er will an allen Familienaktivitäten beteiligt sein und bindet sich eng an seine Menschen. Den Umgang mit Kindern muss er wie jeder Hund lernen; lassen Sie Hund und Kinder nie unbeaufsichtigt.
Haltung und Erziehung
Für Anfänger ist der Hovawart nicht geeignet. Er braucht einen erfahrenen, selbstsicheren Menschen, der ihm von klein auf klare Regeln gibt. Seine Selbstständigkeit verleitet ihn dazu, Grenzen auszutesten; wird er zu lasch erzogen, kann er dickköpfig werden. Mit beharrlicher, freundlicher Erziehung und Vertrauen arbeitet er gern mit seinem Menschen zusammen; laut FCI-Standard ist er belastbar und hat ein mittleres Temperament.
Bewegung und Beschäftigung sind für ihn das Wichtigste. Er begleitet Sie gern beim Laufen, Reiten oder Radfahren und eignet sich für Hundesport, Fährtenarbeit und die Ausbildung zum Rettungshund. Für bequeme Menschen und eine beengte Stadtwohnung ist er nicht geeignet.

Pflege und Gesundheit
Im Vergleich zu anderen langhaarigen Rassen ist das Fell pflegeleicht. Bürsten Sie es gewissenhaft, vor allem an Hals, Läufen und Rute, wo es länger ist.
Der AKC nennt eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Fragen Sie beim Züchter nach den HD-Befunden und weiteren Untersuchungen der Elterntiere und besprechen Sie gesundheitliche Fragen mit Ihrer Tierarztpraxis.
Hovawart Welpen kaufen
Kaufen Sie einen Hovawart bei einem Züchter, der einem FCI-anerkannten Zuchtverband angehört. Dort sind die Elterntiere auf Hüften und Wesen geprüft, und Sie können die Mutterhündin und die Aufzucht kennenlernen. Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach. Worauf Sie beim Kauf allgemein achten sollten, lesen Sie im Ratgeber Welpen kaufen.
Welpen gesucht? Im Züchterverzeichnis von welpen.de stellen sich Züchter der Rasse Hovawart mit Kontaktdaten, Zuchtstätte und geplanten Würfen vor: Hovawart Züchter und Welpen ansehen
Häufige Fragen
Wie groß und schwer wird ein Hovawart?
Rüden erreichen laut FCI-Standard 63 bis 70 cm Schulterhöhe, Hündinnen 58 bis 65 cm. Der AKC nennt ein Gewicht von etwa 29 bis 41 kg. Damit gehört er zu den großen Hunderassen.
Wie alt wird ein Hovawart?
Der American Kennel Club gibt eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren an.
Was kostet ein Hovawart Welpe?
Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
Ist der Hovawart für Anfänger geeignet?
Nein, er benötigt einen erfahrenen, selbstbewussten Halter, der mit seiner starken Persönlichkeit und dem ausgeprägten Wach- und Schutztrieb umgehen kann.
Welche Farben hat der Hovawart?
Der Hovawart tritt in drei Farben auf: Schwarzmarken, Schwarz und Blond. Blonde Vertreter werden gelegentlich mit dem Golden Retriever verwechselt.
Gibt es weiße Hovawarte?
Nein. Der FCI-Standard lässt nur Schwarzmarken, Schwarz und Blond zu. Ein weißlich-blondes Fell gilt als Fehler; sehr helle blonde Hunde wirken auf Fotos aber manchmal fast weiß.
Wie aufwändig ist die Fellpflege beim Hovawart?
Das lange, leicht gewellte Fell mit wenig Unterwolle ist vergleichsweise pflegeleicht, muss aber gewissenhaft gebürstet werden, vor allem an Hals, Läufen und Rute.
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.
