Saluki: Charakter, Größe, Haltung und Welpen kaufen

Auf einen Blick: Der Saluki ist ein eleganter Windhund aus dem Nahen Osten, der dort seit Jahrtausenden für die Hetzjagd gehalten wird. Laut FCI-Standard messen Rüden im Mittel 58 bis 71 cm, Hündinnen sind kleiner; der American Kennel Club (AKC) nennt 18 bis 29 kg Gewicht und eine Lebenserwartung von 10 bis 17 Jahren. Er ist würdevoll, sanft und unabhängig, hat einen starken Jagdtrieb und ist deshalb kein Hund für Anfänger.

Cremefarbener Saluki mit befederten Ohren steht auf einem Weg in einer kargen Hügellandschaft
Befederter Saluki in Creme
Inhalt (10 Abschnitte)

Saluki kaufen

Steckbrief
  • Was ein Saluki-Welpe kostet: Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
  • Eignung für Anfänger: Der Saluki ist aufgrund seines eigenständigen Charakters und seiner hohen Anforderungen an Bewegung und Erziehung nicht für Anfänger geeignet. Er benötigt eine erfahrene Hand und viel Geduld.
  • Größe der Hunderasse: Der Saluki gehört zu den großen Hunderassen, mit einer Schulterhöhe von durchschnittlich 58 bis 71 cm laut FCI-Standard (Hündinnen entsprechend kleiner) und einem Gewicht von 18 bis 29 kg laut AKC.
  • Lebenserwartung: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Salukis beträgt laut AKC 10 bis 17 Jahre.
  • Alternative Namen: Der Saluki ist auch unter den Namen Arabischer Windhund, Persischer Windhund, oder Gazellenhund bekannt.

Züchter finden Sie in der Züchterliste im VDH. Weitere Hinweise zum Kauf stehen weiter unten.

Saluki im Überblick

Der Saluki, auch Persischer Windhund, Arabischer Windhund oder Gazellenhund genannt, gehört bei der FCI zur Gruppe 10 (Windhunde), Sektion 1 der langhaarigen oder befederten Windhunde (FCI-Standard Nr. 269). Als Ursprungsgebiet nennt die FCI den Nahen Osten; die Rasse steht unter dem Patronat der FCI. Gezüchtet wird er als Jagd- und Hetzhund. Der Standard beschreibt ein Gesamtbild aus Anmut und Ebenmaß, großer Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft. Den Saluki gibt es befedert und glatthaarig.

Herkunft und Geschichte

Der Saluki gilt als eine der ältesten Hunderassen. Der AKC hält es für möglich, dass seine Geschichte bis 7000 v. Chr. zurückreicht. Häufig genannt werden Darstellungen windhundartiger Hunde auf geschnitzten Siegeln aus Tepe Gawra im heutigen Irak. Eine am 21. Mai 2004 in Science veröffentlichte Erbgutstudie zählte den Saluki zu einer kleinen Gruppe genetisch besonders alter Rassen.

Quelle: https://www.cgvet.com/sites/site-4463/documents/breed%20of%20the%20month/saluki.pdf

Wie andere Windhunde war der Saluki laut AKC ein Liebling von Königen, von den ägyptischen Pharaonen bis Alexander dem Großen. In den arabischen Ländern wurde er traditionell zur Jagd auf Gazellen, Hasen und anderes Wild eingesetzt, oft zusammen mit Falken.

Nach arabischer Tradition werden Salukis nicht gekauft oder verkauft, sondern als Ehrengeschenk weitergegeben (FCI). Weil jeder Stamm Hunde hielt, die zur Jagd in seiner Gegend passten, und weil der Nahe Osten so groß ist, unterscheiden sich Salukis bis heute im Typ – diese Vielfalt ist laut FCI-Standard ausdrücklich erwünscht. Die nach Europa verschenkten Hunde stammten aus ganz unterschiedlichen Regionen. Der britische Standard von 1923 war der erste offizielle europäische Rassestandard und sollte alle diese Typen abdecken.

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Cremefarbener Saluki rennt im gestreckten Galopp über trockenen Steppenboden
Saluki im Galopp

Charakter und Wesen des Saluki

Laut FCI-Standard ist der Saluki Fremden gegenüber zurückhaltend, aber weder nervös noch aggressiv; er wirkt würdevoll, intelligent und unabhängig. Der AKC beschreibt ihn als sanft und eigenständig, seinen Menschen gegenüber aber loyal. Er sucht eine enge Bindung zu seiner Bezugsperson, drängt sich aber nicht auf.

Sein Verhalten im Haus erinnert oft an das einer Katze: Er ist ruhig und sauber; der AKC hebt hervor, dass Salukis kaum nach Hund riechen. Im Freien zeigt er sich von seiner lebhaften Seite. Trotz seines sanften Wesens besitzt er einen ausgeprägten Jagdtrieb. Sieht er Wild, eine Katze oder einen Hasen, ist er kaum noch abrufbar – der AKC rät deshalb, ihn auf Spaziergängen immer an der Leine zu führen.

Innerhalb der Familie ist er anhänglich, braucht aber auch seine Ruhe. Kleine Heimtiere und fremde Katzen passen wegen des Jagdtriebs nur schlecht zu ihm.

Erziehung und Auslastung

Die Erziehung eines Salukis erfordert Geduld und Erfahrung. Er ist intelligent, lernt aber nur mit einer sanften Hand und viel positiver Bestärkung; Härte bewirkt bei diesem sensiblen Hund das Gegenteil. Der AKC empfiehlt drei Bausteine: die Gewöhnung an eine Box für Reisen und Situationen, in denen er sicher untergebracht sein muss, eine Grundausbildung für den Alltag und Hundesport zur geistigen und körperlichen Auslastung.

Täglich braucht er Bewegung an der Leine und regelmäßig die Möglichkeit, sich frei zu rennen – auf einem gut eingezäunten Grundstück, auf einer Rennbahn oder beim Coursing (Hetzen hinter einem künstlichen Köder). Auch Flyball und Agility nennt der AKC. Langweilt er sich, kann er laut AKC zum Ausbrecher werden oder Dinge zerkauen; ein sicherer Zaun ist deshalb Pflicht.

Fell, Farben und Pflege

Das Fell ist glatt und weich-seidig. Der befederte Saluki trägt Fransen an den Läufen und an der Rückseite der Oberschenkel, bei erwachsenen Hunden auch an der Kehle; die glatthaarige Variante hat keine Befederung (FCI). Erlaubt ist laut FCI-Standard jede Farbe und Farbkombination, Gestromt ist allerdings unerwünscht.

Beide Varianten sind leicht zu pflegen: Der AKC empfiehlt wöchentliches Bürsten, lange Befederung an Ohren und Rute braucht etwas mehr Aufmerksamkeit. Viele Halter nutzen beim Fressen einen Schlauchschal (Snood), damit die Ohrfedern nicht im Napf landen. Gebadet wird nur, wenn der Hund schmutzig ist.

Gesundheit und Lebenserwartung

Der AKC nennt eine Lebenserwartung von 10 bis 17 Jahren und bezeichnet die Rasse als frei von schweren erblichen Erkrankungen. Vorkommen können Herzerkrankungen, verschiedene Krebsarten sowie einzelne Autoimmun- und Bluterkrankungen. Wildes Rennen direkt nach dem Fressen kann eine Magendrehung begünstigen, die ein Notfall ist – lassen Sie Ihren Hund nach dem Fressen deshalb ruhen, bevor er wieder rennt und tobt. Bei Fragen zur Gesundheit ist Ihre Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Saluki Welpen: seriöse Züchter finden

Salukis sind in Deutschland selten. Suchen Sie einen Züchter in einem VDH-Verein, besuchen Sie die Zuchtstätte und sehen Sie sich die Mutterhündin an. Fragen Sie nach Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und danach, wie die Welpen an Alltagsgeräusche und Menschen gewöhnt werden. Weitere Tipps gibt unser Ratgeber Welpen kaufen.

Häufige Fragen

Wie groß und schwer wird ein Saluki?

Laut FCI-Standard liegt die Schulterhöhe im Mittel zwischen 58 und 71 cm, Hündinnen sind entsprechend kleiner. Der AKC nennt ein Gewicht von 18 bis 29 kg.

Wie alt wird ein Saluki?

Der American Kennel Club gibt eine Lebenserwartung von 10 bis 17 Jahren an.

Ist der Saluki für Anfänger geeignet?

Nein. Aufgrund seines eigenständigen Charakters und seiner hohen Anforderungen an Bewegung und Erziehung ist er nicht für Anfänger geeignet und benötigt eine erfahrene Hand und viel Geduld.

Wie viel Bewegung braucht ein Saluki?

Sein Bewegungsdrang ist sehr hoch. Neben täglichen Spaziergängen an der Leine braucht er regelmäßig Freilauf auf einer Rennbahn oder in einem sicher umzäunten Gelände. Ohne genügend Auslauf kann er unterfordert sein und Verhaltensprobleme entwickeln.

Wie pflegeintensiv ist das Fell des Saluki?

Das glatte, seidige Fell kommt in glatthaariger und befederter Variante vor und ist pflegeleicht. Wöchentliches Bürsten reicht aus; die Befederung sollte gekämmt werden, um Verfilzungen zu vermeiden.

Was kostet ein Saluki?

Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.

Was ist der Unterschied zwischen Saluki und Sloughi?

Der Sloughi ist eine eigene Rasse aus Marokko (FCI-Standard Nr. 188). Er gehört zu den kurzhaarigen Windhunden, hat sehr kurzes, dichtes Fell ohne Befederung und kommt in Sandfarben von hell bis rötlich vor. Der Saluki stammt aus dem Nahen Osten und ist meist befedert.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.