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Hovawart - Bilder und Rassebeschreibung bei Welpen.de



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Herkunft

Deutschland
FCI-Nr. 190/2.2

Widerristhöhe:
Rüden 63- 70 cm
Hündin 58- 65cm.

Das überaus umfangreiche mittelhochdeutsche Wörterbuch von Gerhard Köbler setzt den alten Begriff "hove" mit "Hof" gleich. Hier leben die großen Hofhunde - hovewarte. "wart", das alte Wort für Hüter oder Wächter, beschreibt deren Aufgabe als Hüter der Wirtschaftshöfe.

Sie werden geschätzt und sind wertvolle Tiere. In einem schriftlich fixierten Landrechtsbuch der damaligen Zeit wird der Diebstahl eines solchen Hofhundes mit einer empfindlichen Strafe belegt.

Bereits 1869 ist eine dem aktuellen Aussehen des Hovawarts ähnliche Hundefamilie auf einer Darstellung des Tiermalers Benno Adam zu sehen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert nimmt das Erscheinungsbild der Haus- und Hofhunde die Form des heutigen Hovawarts an.

© Alterfalter - Fotolia.com

Seit 1937 ist der Hovawart als eigenständige Rasse geführt - zuvor scheint sie nahezu ausgestorben zu sein. Mit Neuzüchtungen typgemäß ähnlicher Hunde rekonstruieren ab Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts einige Züchter den mittelalterlichen Hofhund. Bauernhunde aus Mitteldeutschland bilden die Zuchtbasis; Schäferhunde, Leonberger und Neufundländer werden eingekreuzt.

Der Gebrauchshundecharakter steht hierbei im Vordergrund und die Rasse zählt heute zu den deutschen Hunderassen mit überdurchschnittlich guter Gesundheit und hoher Lebenserwartung.

Mittelgroß, von kräftiger Statur und sehr variationsreich zeigt sich die dem FCI-Standard der Nummer 190 zugeordnete junge Gebrauchshunderasse. Der Hovawart kann - auch innerhalb eines Wurfes - in drei Variationen auftreten: Schwarzmarken, in Blond und Schwarz.

Hunderasse Hovawart

© Dogs - Fotolia.com

Letztere Fellvarietät ist selten anzutreffen und sie weist einen weißen Fleck in der Brustmitte auf. Über die Hälfte der Hovawarte bekommt ein schwarzes Fell mit hellen Zeichnungen. Die blonden Vertreter dieser Rasse werden hin und wieder mit dem Golden Retriever verwechselt. Bei allen ist das Fell durchweg langhaarig und leicht gewellt, mit schwach entwickelter Unterwolle.

Es bleibt, im Vergleich zu dem anderer langhaariger Hunderassen, pflegeleicht. Hierzu muss es gewissenhaft gebürstet werden, vor allem am Hals, an den Läufen und der Rute, wo es jeweils lang ausgebildet ist. Mit durchgängig fünf Zentimetern mehr Widerristhöhe als die Hündinnen sind die 63 bis 70 Zentimeter großen Hovawart-Rüden zwischen 30 bis 40 Kilogramm schwer.

Hündinnen bringen es auf 25 bis 35 Kilogramm Gewicht. Geschlechtsunterschiede im Körperbau und in der Kopfform sind erkennbar und ausdrücklich erwünscht. Die muskulösen Hunde sind sehr lebendig, können ausdauernd laufen und hervorragend springen. Mit großer Ausdauer nehmen sie ihnen abverlangtes Arbeiten und Spielen an.

Je mehr sie gefordert werden, desto zufriedener und damit ruhiger verhalten sie sich in ihrer Unterkunft. In guter Hovawart-Manier werden familienfremde Menschen und Tiere laut und deutlich gemeldet. Weitere Lautäußerungen hat der Familienhund nicht nötig.

Der Hovawart will an allen Familienaktivitäten beteiligt werden, seine Bindung an das Rudel ist im Idealfall stark ausgeprägt. Mit "seinen" Kindern geht er tolerant um - selbstverständlich gilt (wie bei allen Hunden), dass der Hund einen derartigen Umgang erlernen muss. Der verantwortungsbewusste Hundehalter hat zudem jederzeit ein Auge auf das Menschenkind im
Zusammenleben mit dem Vierbeiner.

Seine Position im Familienverband hat ein Hovawart nicht per se verinnerlicht, sie ist ihm durch beharrliche und liebevolle Erziehung anzuerziehen. Zuvor ist die Bereitschaft zur Unterordnung kaum spürbar.

Der Ursprung und die Selbstständigkeit des Hundes fordern geradezu das Austesten der Grenzen. Von klein auf sind klare Regeln für den Hovawart wichtig, zu lasch erzogen kann er sich dickköpfig bis störrisch entwickeln.

Hovawart Rüde

© Dogs - Fotolia.com

Jedoch ist die Persönlichkeit eines Hovawarts so vielgestaltig, wie die der Halter der Hunde; das hat in der mit Nachdruck vollzogenen Erziehung Berücksichtigung zu finden. Der anführende Mensch will von dem Hund anerkannt werden und muss das Vertrauen des Tieres gewinnen und erhalten.


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Das Führen gewohnte Hundehalter beschreiben ihren Hovawart stets als leichtführig. Darüber hinaus fixiert sich der Hovawart nicht zu sehr auf den Anführer, infolgedessen hat die ganze Familie in ihm einen treuen, verspielten und wachsamen Begleiter. Dank einer hohen Reizschwelle bringt ihn obendrein so schnell nichts aus der Ruhe.

Das A und O für den Hovawart sind Bewegung und Beschäftigung. Hiermit werden die Weichen für das harmonische Miteinander gestellt. In allen Belangen bewegliche Menschen sind es, die dem intelligenten und lernbereiten modernen Hofhund ein angenehmes Leben ermöglichen können.

Ein Video zur Rasse - Hovawart

Das Lauf und Bewegungsbedürfnis des verspielten Hundes ist kaum zu überschätzen. Mit großer Genugtuung begleitet er seine Menschen, die laufen, reiten oder Fahrrad fahren. Im Hundesport gibt er alles und für den Einsatz als Fährten- sowie Rettungshund bringt der Hovawart gute Voraussetzungen mit.

Seine Arbeitsfreude erlahmt nur langsam und die Nase des freundlichen Gesichts ist fortwährend auf
der Suche. In der Fährtenarbeit erlangen die meisten Hovawarte Lebensinhalt und Erfüllung.

 

 

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