Deutsche Dogge: Charakter, Größe, Haltung und Welpen kaufen

Auf einen Blick: Die Deutsche Dogge, international Great Dane genannt, stammt aus Deutschland und gehört zu den größten Hunderassen. Laut FCI-Standard messen Rüden 80 bis 90 cm, Hündinnen 72 bis 84 cm; der American Kennel Club (AKC) nennt für Rüden 64 bis 79 kg und eine Lebenserwartung von 7 bis 10 Jahren. Sie ist freundlich und anhänglich, braucht aber viel Platz, Erfahrung und eine konsequente Erziehung vom ersten Tag an.

Gelbe Deutsche Dogge mit schwarzer Maske steht seitlich auf einer Wiese vor einem Gutshof
KI-generiertes Bild: Deutsche Dogge in Gelb
Inhalt (15 Abschnitte)

Deutsche Dogge kaufen

Steckbrief
  • Der Preis für einen Deutsche Doggen Welpen aus seriöser Zucht: Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach. Zusätzlich sollten die hohen Folgekosten für Futter und Pflege berücksichtigt werden.
  • Eignung für Anfänger: Die Deutsche Dogge ist nicht ideal für Anfänger. Aufgrund ihrer Größe und ihres Temperaments erfordert sie eine erfahrene Handhabung. Ein unerfahrener Halter könnte bei kritischen Situationen überfordert sein, insbesondere wenn ein Hund, für den der AKC bis zu 79 kg nennt, unkontrolliert agiert.
  • Alternative Namen: International ist die Deutsche Dogge auch als „Great Dane“ bekannt. Weitere historische Namen umfassen Englische Dogge, Saupacker, und Hatzrüde.
  • Charakter und Temperament: Deutsche Doggen sind bekannt für ihr freundliches, gutmütiges und anhängliches Wesen. Sie sind als Familien- und Wachhunde geeignet, benötigen jedoch eine konsequente Erziehung von klein auf, um ihre Größe und Stärke kontrollieren zu können.
  • Lebensraum und Pflege: Diese Rasse benötigt viel Platz, daher ist eine große, ebenerdige Wohnung oder ein Haus mit Garten ideal. Täglicher Auslauf ist Pflicht, um Langeweile und Verhaltensprobleme zu vermeiden.
Gelbe Deutsche Dogge mit schwarzer Maske sitzt im Schnee neben einer Frau
Gelbe Deutsche Dogge im Schnee (© Beate Konstantinou – Fotolia.com)

Deutsche Dogge im Überblick

Der FCI-Standard nennt die Deutsche Dogge den „Apoll unter allen Hunderassen“: einen großen, kräftigen und zugleich eleganten Hund, der wie eine edle Statue wirken soll. Sie wird als Begleit-, Wach- und Schutzhund geführt und gehört zur FCI-Gruppe 2, Sektion Molosser vom Typ Mastiff. Im Alltag zeigt sich ein ruhiger, menschenbezogener Familienhund, dessen Größe aber alles bestimmt: Platz, Auto, Futter und Erziehung.

Deutsche Dogge – Steckbrief

  • FCI-Standard Nr. 235
  • Ursprung: Deutschland
  • Widerristhöhe: Rüden ≥ 80 cm | Hündinnen ≥ 72 cm
  • Gewicht etwa 50–79 kg (AKC)
  • eine der größten Hunderassen
  • laut AKC anfällig für Magendrehung, HD sowie Herz- und Augenerkrankungen
  • ein freundliches Wesen, anhänglich
  • Wach- und Familienhund
  • Lebenserwartung 7–10 Jahre (AKC)

Wie groß und schwer wird eine Deutsche Dogge?

Die Größe ist im FCI-Standard Nr. 235 genau geregelt, ein Gewicht nennt er nicht. Die Gewichtsangaben unten stammen deshalb vom American Kennel Club (AKC), umgerechnet von Pfund in Kilogramm.

Widerristhöhe (FCI)Gewicht (AKC)
Rüdenmindestens 80 cm, höchstens 90 cmetwa 64–79 kg
Hündinnenmindestens 72 cm, höchstens 84 cmetwa 50–64 kg

Rüden sollen nahezu quadratisch gebaut sein, Hündinnen dürfen etwas länger sein. Der Standard verlangt einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Dass er eine Obergrenze setzt, ist kein Zufall: Eine Zucht auf immer größere Hunde schadet der Gesundheit.

Aussehen, Fell und Farben

Kennzeichen der Dogge sind der ausdrucksvolle, lange und schmale Kopf, der lange, muskulöse Hals mit leicht gebogener Nackenlinie und die hoch angesetzten, natürlich hängenden Ohren mittlerer Größe. Die Rute reicht bis zu den Sprunggelenken und wird in Bewegung leicht säbelförmig getragen, nicht deutlich über der Rückenlinie.

Die Deutsche Dogge hat ein glattes, kurzes Fell mit dichter, glänzender Behaarung. Die zulässigen Farben sind gelb, schwarz, blau, gestromt, schwarz-weiß gefleckt (Harlekin) und grau-schwarz gefleckt (Merle).

Der aktuelle FCI-Standard teilt diese Farben in drei getrennte Zuchtgruppen ein:

  • Gelb und Gestromt: helles bis sattes Goldgelb, bei Gestromten mit schwarzen Streifen in Rippenrichtung; eine schwarze Maske ist erwünscht.
  • Harlekin, Merle und Schwarz: Harlekin ist reinweiß mit wie zerrissen wirkenden schwarzen Flecken, Merle grau mit schwarzen Flecken. Zu den Schwarzen zählen auch Manteldoggen, bei denen das Schwarz den Körper wie ein Mantel bedeckt, und die sogenannten Plattenhunde: weiße Hunde mit wenigen großen schwarzen Platten.
  • Blau: reines Stahlblau, weiße Abzeichen an Brust und Pfoten sind erlaubt.

Das Fell ist sehr kurz, dicht, glatt anliegend und glänzend; eine Unterwolle hat die Dogge nicht. Das macht die Pflege einfach, schützt aber kaum vor Kälte. Bei Frost und Nässe ist ein Hundemantel für viele Doggen sinnvoll.

Charakter und Temperament

Laut FCI-Standard ist die Deutsche Dogge freundlich, liebevoll und anhänglich gegenüber ihren Menschen. Fremden gegenüber darf sie zurückhaltend sein; verlangt wird aber ein selbstsicherer, unerschrockener, leicht führbarer und folgsamer Begleit- und Familienhund mit hoher Reizschwelle und ohne Aggressivität.

Im Familienalltag ist sie meist gelassen und möchte gefallen. Kindern und anderen Tieren gegenüber gilt sie als tolerant, und sie sucht engen Kontakt zu ihren Menschen; lange allein zu bleiben, liegt ihr nicht. Gleichzeitig ist sie aufmerksam und manchmal territorial: Fremde, die aufs Grundstück kommen, meldet sie zuverlässig.

Bedenken Sie stets ihr Gewicht. Wenn eine Dogge im Spiel oder bei einer Begegnung an der Leine losstürmt, kommen auch kräftige Menschen an ihre Grenzen. Auch Kinder kann sie allein durch ihre Größe unabsichtlich umstoßen – behalten Sie gemeinsame Spiele deshalb im Blick.

Kopf einer grau-schwarz gefleckten Dogge vor Sonnenblumen im Gegenlicht
KI-generiertes Bild: gefleckte Dogge vor Sonnenblumen

Erziehung und Haltung

Weil die meisten Menschen einer erwachsenen Dogge körperlich unterlegen sind, muss die Erziehung beginnen, solange der Hund noch klein ist. Mit konsequenter, aber freundlicher Führung lernt sie gut; zeigt sie sich stur, hilft mehr Motivation statt mehr Druck. Ziel ist ein Hund, der zuverlässig auf Signale hört, an lockerer Leine geht und sich abrufen lässt. In Feld und Wald nimmt eine Dogge schnell Spuren auf und kann versucht sein, ihnen zu folgen.

Eine Wohnung kommt nur infrage, wenn sie groß und ebenerdig ist; besser ist ein Haus mit Garten. Täglicher Auslauf ist Pflicht, freies Laufen auf einer sicheren Fläche tut ihr gut. Planen Sie Liegeplatz, Auto und Transportbox von Anfang an in passender Größe ein.

Junge Doggen wachsen schnell. Lange Wanderungen, Joggen oder Radfahren sollten erst folgen, wenn der Hund ausgewachsen ist; steigern Sie die Belastung behutsam. Wann das bei Ihrem Hund so weit ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Tierarztpraxis.

Pflege

Das kurze Fell ist pflegeleicht. Im Fellwechsel erleichtert regelmäßiges Bürsten das Leben von Hund und Haushalt. Rechnen Sie dagegen mit Sabber: Durch die Lefzen tropft bei den meisten Doggen Speichel, besonders nach dem Trinken und bei Aufregung.

Gesundheit und Lebenserwartung

Der AKC gibt die Lebenserwartung der Deutschen Dogge mit 7 bis 10 Jahren an; für eine Rasse dieser Größe ist das typisch kurz. Wie viele große, tiefbrüstige Hunde kann sie eine Magendrehung bekommen, außerdem spielen Gelenke und Herz eine Rolle. Fragen Sie den Züchter nach den Untersuchungsbefunden der Elterntiere und achten Sie auf gesunde, wesensfeste Eltern statt auf besondere Größe. Bei Fragen zur Gesundheit Ihres Hundes ist Ihre Tierarztpraxis die richtige Ansprechpartnerin.

Herkunft und Geschichte

Große, kräftige doggenähnliche Hunde gab es schon lange vor der Rassezucht. Woher die Vorfahren der Deutschen Dogge ursprünglich kamen, lässt sich nicht sicher belegen.

Laut FCI-Standard gelten die alten Bullenbeißer sowie die Hatz- und Saurüden als Vorläufer der heutigen Dogge. Diese Jagdhunde standen zwischen dem kräftigen Mastiff englischen Typs und dem schnellen Windhund. „Dogge“ bezeichnete zunächst einfach einen großen, kräftigen Hund ohne bestimmte Rasse. Später unterschied man nach Farbe und Größe Ulmer Dogge, Englische Dogge, Dänische Dogge, Hatzrüde, Saupacker und Große Dogge.

1878 beschloss in Berlin ein Ausschuss aus sieben Züchtern und Richtern unter dem Vorsitz von Dr. Bodinus, alle diese Schläge als „Deutsche Doggen“ zusammenzufassen. Damit war der Grundstein für eine eigene deutsche Rasse gelegt. 1880 wurde anlässlich einer Ausstellung in Berlin der erste Standard festgelegt; seit 1888 betreut ihn der Deutsche Doggen Club 1888 e. V. Die FCI erkannte die Rasse am 18. November 1961 endgültig an, das Patronat liegt bei Deutschland.

Die Deutsche Dogge, im Englischen als „Great Dane“ (= Grosser Däne) bezeichnet, zählt zur FCI-Gruppe 2 der Molosser. Ihr Ursprung ist in Deutschland zu finden, woher der englische Name „Great Dane“ kommt, ist laut AKC nicht geklärt; der FCI-Standard nennt ihn bereits unter den alten Bezeichnungen aus der Zeit vor 1878.

Video zur Deutschen Dogge

Seriöse Züchter finden

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Welpen kräftig und gesund sind und beide Eltern ein freundliches, gelassenes Wesen zeigen. Besuchen Sie den Züchter, lernen Sie die Mutterhündin kennen und lassen Sie sich die Gesundheitsbefunde zeigen. Ansprechpartner für Züchter im VDH ist der Deutsche Doggen Club 1888 e. V. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Welpen kaufen.

Häufige Fragen

Wie schwer wird eine Deutsche Dogge?

Der FCI-Standard nennt kein Gewicht. Laut AKC wiegen Rüden etwa 64 bis 79 kg, Hündinnen etwa 50 bis 64 kg.

Wie groß wird eine Deutsche Dogge?

Laut FCI-Standard messen Rüden 80 bis 90 cm, Hündinnen 72 bis 84 cm Widerristhöhe.

Wie alt wird eine Deutsche Dogge?

Der American Kennel Club gibt eine Lebenserwartung von 7 bis 10 Jahren an.

Wann ist eine Deutsche Dogge ausgewachsen?

Große Rassen wachsen länger als kleine und brauchen auch geistig mehr Zeit, bis sie erwachsen sind. Wie weit Ihr Hund ist und wie viel Belastung er schon verträgt, besprechen Sie am besten mit Züchter und Tierarztpraxis.

Was kostet ein Deutsche Doggen Welpe?

Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach. Bedenken Sie auch die hohen Folgekosten.

Ein Hund dieser Größe braucht viel hochwertiges Futter, und auch der Platzbedarf ist enorm. Körbchen, Liegeplatz und Transport im Auto sollten Sie vorher gut planen.

Wie viel Futter braucht eine Deutsche Dogge?

Die Menge richtet sich nach Gewicht, Alter und Aktivität des Hundes. Orientieren Sie sich an den Angaben des Futterherstellers und lassen Sie sich bei Unsicherheit in Ihrer Tierarztpraxis beraten. Rechnen Sie mit deutlich höheren Futterkosten als bei einem mittelgroßen Hund.

Ist die Deutsche Dogge ein Anfängerhund?

Für Anfänger ist diese Rasse meist zu viel Hund. Wer wenig Erfahrung hat, ist bei schwierigen Begegnungen mit anderen Hunden schnell überfordert. Wenn ein so schwerer Hund losstürmt, hat auch ein erfahrener Halter Mühe, ihn zu halten.

Ist die Deutsche Dogge ein Listenhund?

In einigen Bundesländern und Ländern gelten besondere Regeln für bestimmte Rassen oder für große, schwere Hunde. Erkundigen Sie sich vor der Anschaffung beim Ordnungsamt Ihres Wohnorts.

Wann werden Deutsche Doggen läufig?

Große Rassen werden in der Regel später läufig als kleine. Den Zeitpunkt bei Ihrer Hündin kann Ihnen am besten Ihre Tierarztpraxis einschätzen.

Welche Aufgaben passen zur Deutschen Dogge?

Als Wachhund ist sie gut geeignet; allein ihr Äußeres wirkt abschreckend. Vor allem aber ist sie ein Begleit- und Familienhund.

Kann ich eine Deutsche Dogge in der Wohnung halten?

Ja, wenn die Wohnung ebenerdig und sehr groß ist. Täglicher Auslauf ist Pflicht.

Gibt es Deutsche Doggen, die nicht sabbern?

Kaum. Wegen ihrer Lefzen sabbern fast alle Doggen, mal mehr, mal weniger.

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Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.