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Gesundheit

Ohrenpflege beim Hund

Ohrenpflege beim Hund sollte regelmäßig, am besten wöchentlich,  durchgeführt werden. Achten Sie dabei auf Schmutz, Verstopfung durch Ohrenschmalz und Infektionen.

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Letzte Aktualisierung am 19.11.2017


Der äußere Gehörgang eines Hundes verläuft abgewinkelt, was leider dazu führt, dass einmal eingedrungener Schmutz schwer wieder hinausgelangt. Zu viel Ohrenschmalz kann verhärten und den Gehörgang verstopfen.

Folge können dann Infektionen wie der gefürchtete Ohrenzwang sein. Deshalb ist es wichtig, den Hund schon als Welpe an eine regelmäßige Untersuchung der Ohren zu gewöhnen.

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© artSILENSEcom – Fotolia.com

Besonders Hunderassen mit langen Hängeohren neigen sonst zu Entzündungen, die sich dann vom äußeren Gehörgang bis zum Innenohr ausdehnen können und dort nur schwer zu behandeln sind.

Ohrenpflege beim Hund – Tipps

Auch Hunde, die öfters ins Wasser gehen, benötigen eine besonders intensive Pflege. Sobald sie zuviel Ohrenschmalz bemerken, wischen sie das Ohr mit einem weichen Tuch oder einen Wattebausch, auf das sie Babyöl oder ein herkömmliches Ohrenreinigungsmittel geträufelt haben, aus.

Wattestäbchen sind dazu nicht geeignet, sie drücken den Schmutz nur noch tiefer in den Gehörgang hinein und die Gefahr einer Verletzung ist zu groß.

Sie können das Pflegemittel auch vorsichtig in den Gehörgang tropfen, dann von außen massieren und anschließend die Innenseite der Ohrmuschel mit dem Tuch vorsichtig auswischen.

Eine gute Maßnahme, um ein Hundeohr effizient zu reinigen, ist die Verwendung eines Kosmetiktuches. Meist sind diese mit einer alkoholfreien Lösung getränkt, und man kann dem Hund damit einfach von außen locker durch den Gehörgang wischen, indem man das Tuch um den Finger wickelt.

Den gleichen Zweck erfüllt auch ein Wattebausch, den man leicht mit mildem Babyöl tränkt und damit genauso verfährt, wie mit dem Kosmetiktuch. Es reicht, wenn man diese Prozedur einmal pro Woche vornimmt – viele Hunde genießen diese Behandlung außerordentlich und lassen es sich gerne gefallen, von ihrem Frauchen/Herrchen derartig verwöhnt zu werden.

Tierärzte helfen gerne und stehen beratend zur Seite, wenn man nach einer geeigneten Ohrreinigung für den Hund fragt. Oft bietet er spezielle Lösungen zum Reinigen des Ohres an, die man ins Ohr gibt.

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Letzte Aktualisierung am 19.11.2017


Diese Lösungen sorgen dafür, dass der Schmutz sich löst; der Hund wird nach einiger Zeit alles herausschütteln, daher empfiehlt es sich, diese Reinigungslösung kurz vorm Spazierengehen anzuwenden.

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Vorsicht ist geboten, wenn der Hund aus dem Ohr stinkt.

In diesen Fällen sollte man immer den Tierarzt aufsuchen, denn dann ist das Ohr mit sehr großer Wahrscheinlichkeit entzündet, und man sollte den Zustand dringend vom Tierarzt überprüfen lassen.

Man sollte auch aufmerksam werden, wenn der Hund sich häufig am Ohr kratzt. Recht häufig kann es sich dabei um einen Milbenbefall handeln, der bei dem Hund zu fürchterlichem Juckreiz führt. Auch diese Erkrankung sollten Sie unbedingt vom Tierarzt oder Tierhomöopathen behandeln lassen.

Tritt beim Reinigen ein schwarz-braunes, trockenes Sekret aus oder bildet sich bei ihrem Hund auffällig viel Ohrenschmalz, sollten sie unbedingt den Tierarzt zu Rate ziehen.

Auch wenn sich ihr Hund ständig am Ohr kratzt und den Kopf schüttelt, muss er genauer untersucht werden, genauso bei geröteter und heißer Haut.

Erkrankungen der Ohren können sich beim Hund auf vielfältige Weise äussern.

Der Hund schüttelt beispielsweise häufig den Kopf, er kratzt sich am Ohr oder neigt den Kopf zur Seite.

Auch ein schlechter Geruch oder Ausfluss aus dem Ohr können auf Beschwerden hinweisen, genauso wie angeschwollene Ohrmuscheln oder Äusserungen von Schmerz und Unbehagen beim Berühren des Ohres.

Zur Sofortbehandlung und zur Linderung der Schmerzen hilft in solchen Fällen das vorsichtige Einträufeln von vorher erwärmten Paraffinöl. Keinesfalls dürfen sie sogenannte Parasitenpulver benutzen, da diese sehr leicht verkleben, dann wie ein Fremdkörper im Ohr wirken und so die Symptome noch mehr verschlimmern können.

Wichtig ist, dass sie bei Ohrenbeschwerden so schnell wie möglich den Tierarzt aufsuchen, da chronische Erkrankungen nur sehr schwer auszuheilen sind und deshalb so früh wie möglich behandelt werden müssen.

Verschiedene kleine Objekte, die in den Gehörgang geraten sind, können die Ursache für eine Ohrenreizung sein.

Grassamen lassen sich teilweise nur mit ärztlicher Hilfe wieder entfernen. Kleine weiße Milben, die kaum sichtbar sind und im Ohr leben, verursachen einen ständigen Juckreiz.

Kommen dann noch Bakterien hinzu, kann eine Sekundärinfektion die Folge sein. Auch Schmutz und Schweiß, welcher sich etwa in den schwer zugänglichen Gehörgängen des Spaniels ansammelt, stellt eine optimale Grundlage für Keime dar.

Am besten lassen sie ihren Hund bei Ohrbeschwerden vom Tierarzt untersuchen, er kann feststellen, ob Bakterien, Milben, Pilzbefall oder andere Ursachen die Entzündung verursacht haben und gegebenenfalls entsprechende Gegenmittel verabreichen.

Allerdings kann bei chronisch entzündeten Ohren oftmals nur ein operativer Eingriff die Ursache der Erkrankung beseitigen. Das Neigen des Kopfes zu einer Seite kann zwar auch durch eine einseitige Reizung verursacht werden, aber genauso gut kann es auf eine Erkrankung des Mittelohres hinweisen.

In diesem Fall müssen unter tierärztlicher Aufsicht Antibiotika und entzündungshemmende Medikamente verabreicht werden, in seltenen Fällen, wenn die Eustachische Röhre, welche das Mittelohr mit dem Rachenraum verbindet, beeinträchtigt oder verstopft ist, ist es sogar notwendig, operativ eine Drainage durchführen zu lassen.

Das Anschwellen einer Ohrmuschel sieht zwar sehr schlimm aus, meistens handelt es sich dabei aber um nichts Ernstes. In der Regel ist sowas ein großer Bluterguss, der durch das Platzen eines Blutäderchens in der Ohrmuschel entstanden ist.

Ursache dafür ist meist ein Biss eines anderen Hundes oder ein zu starkes Kratzen des juckenden Ohres. Auf jeden Fall ist eine chirurgische Behandlung durch den Tierarzt anzuraten.