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Gesundheit

Gesundheitheitsvorsorge: Hundeaugen

Aktualisiert Mai 8th, 2019

Gesunde Hundeaugen brauchen eigentlich keine spezielle Pflege. Durch getrocknetes Augensekret hervorgerufene Verkrustungen können sie mit einem weichen und fusselfreien Läppchen, welches evtl. vorher in Kamillentee getränkt wird, entfernt werden.

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Taschentücher aus Papier oder Wattestäbchen sind dazu allerdings nicht geeignet. Einigen Rassen, wie etwa dem Basset mit seinen hängenden Augenlidern oder dem Chihuahua, müssen sie täglich die Augen vom Sekret säubern.

Stärkerer, eventuell sogar eitriger Ausfluss, gerötete oder entzündete Augen sowie einen blockierten Tränenkanal müssen sie unbedingt sorgfältig beobachten und vom Tierarzt untersuchen und behandeln lassen.

Tränende, entzündete Augen oder die sogenannten „Schnupfenaugen“ mit klebrigem Ausfluss sind ernsthafte Hinweise auf Augenprobleme, genauso wie ein bläulicher oder weisser Überzug über dem Auge.

Falls der wässrige oder klebrige Ausfluss nur an einem Auge auftritt, dann waschen sie das betroffene Auge alle zwei bis drei Stunden mit einem lauwarmen Augenwasser, welches man auch beim Menschen benutzt, aus.

Sie können aber auch einfach warmes Wasser, welches sie aus einem Tuch aus Gaze auspressen, verwenden. Auch eine antibakterielle Augensalbe, welche sie im unteren Augenlid aufbringen, kann in solch einem Fall helfen.

Dabei sollten sie aber beachten, dass sie die Tube aus Sicherheitsgründen stets parallel zur Oberfläche des Auges halten. Auch beim Einträufeln von Augentropfen ist es wichtig, die Pipette immer parallel zur Augenoberfläche zu halten.

Führen sie dabei die Hand von hinten zum Auge und stützen sie auf der Stirn des Hundes ab. Besonders bei sehr jungen Hunden kann eine Entzündung beider Augen auf Staupe, eine schwere Viruserkrankung, hinweisen.

Ein nach innen umgestülptes Augenlid (Entropium) oder ein gestörter Tränenfluss äußern sich durch anhaltende wässrige Absonderungen eines oder beider Augen.

Ein bläulich-weißer Schleier auf einem oder beiden Augen sind ein Symptom für eine Entzündung der Cornea (Keratitis). Obwohl es sich hierbei nicht um den grauen Star handelt, ist eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt unumgänglich.

Grauer Star, also die Trübung der Linse, zeigt sich an einem etwas tiefer im Auge liegenden weißen oder blauen Schleier. Er tritt hauptsächlich bei älteren Tieren auf.

Falls eines der aufgeführten Symptome länger als einen Tag anhält, sollten sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Entzündungen können mit Medikamenten behandelt werden, Geschwüre können vom Tierarzt unter lokaler Betäubung chirurgisch entfernt werden.

Auch nach innen umgestülpte oder deformierte Augenlider, vom Augapfel umschlossene Fremdkörper und sogar einige Arten von Star können heutzutage operativ behandelt werden.

Weiterführende Informationen zum Thema „Grauer Star beim Hund“
Das tränende Auge