Gesundheitheitsvorsorge: Hundeaugen

Auf einen Blick: Gesunde Hundeaugen benötigen keine spezielle Pflege; getrocknetes Augensekret lässt sich mit einem weichen, fusselfreien und eventuell in Kamillentee getränkten Läppchen entfernen, nicht jedoch mit Papiertaschentüchern oder Wattestäbchen.

Rassen wie Basset oder Chihuahua brauchen tägliche Augenreinigung. Stärkerer, eitriger Ausfluss, gerötete oder entzündete Augen sowie ein blockierter Tränenkanal müssen tierärztlich untersucht werden. Ein bläulicher oder weißer Überzug bzw. Schleier auf dem Auge kann auf Keratitis (Hornhautentzündung), infektiöse Erkrankungen, Verletzungen oder altersbedingten Katarakt (Grauer Star) hindeuten.

Bei jungen Hunden kann eine beidseitige Entzündung auf Staupe hinweisen. Wichtig sind eine rasche tierärztliche Untersuchung und der Verzicht auf Selbstbehandlung.

Mein Hund hat einen Schleier auf dem Auge

Gesunde Hundeaugen benötigen eigentlich keine spezielle Pflege. Durch getrocknetes Augensekret hervorgerufene Verkrustungen können sie mit einem weichen und fusselfreien Läppchen, welches evtl. vorher in Kamillentee getränkt wird, entfernt werden.

hundeaugen

Taschentücher aus Papier oder Wattestäbchen sind dazu allerdings nicht geeignet. Einigen Rassen, wie dem Basset mit seinen hängenden Augenlidern oder dem Chihuahua, müssen sie täglich die Augen vom Sekret säubern.

Stärkerer, eventuell sogar eitriger Ausfluss, gerötete oder entzündete Augen sowie einen blockierten Tränenkanal müssen sie unbedingt sorgfältig beobachten und vom Tierarzt untersuchen und behandeln lassen.

Hund Welpe Auge blauer Schleier

Tränende, entzündete Augen oder die sogenannten „Schnupfenaugen“ mit klebrigem Ausfluss sind ernsthafte Hinweise auf Augenprobleme, genauso wie ein bläulicher oder weißer Überzug über dem Auge.

Falls der wässrige oder klebrige Ausfluss nur an einem Auge auftritt, dann waschen sie das betroffene Auge alle zwei bis drei Stunden mit einem lauwarmen Augenwasser, welches man auch beim Menschen benutzt, aus.

Sie können aber auch einfach warmes Wasser, welches sie aus einem Tuch aus Gaze auspressen, verwenden. Auch eine antibakterielle Augensalbe, welche sie im unteren Augenlid aufbringen, kann in solch einem Fall helfen.

Dabei sollten sie aber beachten, dass sie die Tube aus Sicherheitsgründen stets parallel zur Oberfläche des Auges halten. Auch beim Einträufeln von Augentropfen ist es wichtig, die Pipette immer parallel zur Augenoberfläche zu halten.

Führen Sie dabei die Hand von hinten zum Auge und stützen sie auf der Stirn des Hundes ab. Besonders bei sehr jungen Hunden kann eine Entzündung beider Augen auf Staupe, eine schwere Viruserkrankung, hinweisen.

Ein nach innen umgestülptes Augenlid (Entropium) oder ein gestörter Tränenfluss äußern sich durch anhaltende wässrige Absonderungen eines oder beider Augen.

Es gibt mehrere mögliche Gründe für einen Schleier auf dem Auge Ihres Hundes.

Mögliche Ursachen

  1. Keratitis (Hornhautentzündung)
    Eine Entzündung der Hornhaut kann zu einer sichtbaren Trübung des Auges führen. Keratitis kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, einschließlich Infektionen, Verletzungen oder Autoimmunerkrankungen.
  2. Infektiöse Erkrankungen
    Verschiedene Infektionen können zu einer Trübung des Auges führen. Beispielsweise können bakterielle Infektionen, die bei etwa 80% der Patienten mit ulzerativer Keratitis auftreten, einen Schleier verursachen.
  3. Verletzungen
    Kleine Verletzungen oder Kratzer auf der Hornhaut können zu einer vorübergehenden Trübung führen.
  4. Altersbedingte Veränderungen
    Bei älteren Hunden können altersbedingte Veränderungen wie Katarakt (Grauer Star) zu einer Trübung der Linse führen.

Wichtige Schritte

  1. Tierärztliche Untersuchung
    Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund so bald wie möglich einem Tierarzt vorstellen. Nur durch eine gründliche Untersuchung kann die genaue Ursache festgestellt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden.
  2. Regelmäßige Augenpflege
    Eine sorgfältige Augenpflege ist notwendig, um die Augen Ihres Hundes lange sehfähig und schmerzfrei zu halten. Beobachten Sie die Augen Ihres Hundes regelmäßig auf Veränderungen.
  3. Vorsichtsmaßnahmen
    Wenn Sie Veränderungen an den Augen Ihres Hundes bemerken, vermeiden Sie es, selbst zu behandeln. Hundeaugen sind sehr empfindlich und können bei unsachgemäßer Behandlung Schaden nehmen.

Bedenken Sie, dass Augenprobleme bei Hunden oft schmerzhaft sein können, auch wenn Ihr Hund dies nicht offensichtlich zeigt.

Eine schnelle und fachkundige Behandlung ist daher nicht nur für den Erhalt der Sehkraft, sondern auch für das Wohlbefinden Ihres Hundes von großer Bedeutung.

Häufige Fragen

Wie reinige ich die Augen meines Hundes richtig?

Verkrustungen durch getrocknetes Augensekret entfernen Sie mit einem weichen, fusselfreien Läppchen, das eventuell vorher in Kamillentee getränkt wird. Papiertaschentücher und Wattestäbchen sind dafür nicht geeignet. Rassen wie Basset oder Chihuahua müssen täglich gesäubert werden.

Was bedeutet ein Schleier oder blauer Überzug auf dem Hundeauge?

Mögliche Ursachen sind eine Keratitis (Hornhautentzündung), infektiöse Erkrankungen, Verletzungen oder Kratzer sowie altersbedingte Veränderungen wie Katarakt (Grauer Star). Ein bläulicher oder weißer Überzug ist ein ernsthafter Hinweis auf ein Augenproblem.

Wann muss ich mit den Augen meines Hundes zum Tierarzt?

Bei stärkerem oder eitrigem Ausfluss, geröteten oder entzündeten Augen und einem blockierten Tränenkanal sollten Sie den Hund tierärztlich untersuchen lassen. Bei sehr jungen Hunden kann eine Entzündung beider Augen auf Staupe hinweisen.

Darf ich Augenprobleme selbst behandeln?

Vermeiden Sie es, bei Veränderungen selbst zu behandeln. Hundeaugen sind sehr empfindlich und können bei unsachgemäßer Behandlung Schaden nehmen. Augenprobleme sind oft schmerzhaft, daher ist eine schnelle, fachkundige tierärztliche Behandlung wichtig.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.