Auf einen Blick: Der Scottish Terrier, auch Scotch Terrier oder kurz Scottie genannt, ist ein kurzbeiniger, kräftiger Terrier aus den schottischen Highlands. Laut FCI-Standard misst er 25 bis 28 cm und wiegt 8,5 bis 10,5 kg, der American Kennel Club (AKC) nennt eine Lebenserwartung von etwa 12 Jahren. Er ist treu, würdevoll und eigenständig, Fremden gegenüber zurückhaltend, und sein hartes Doppelfell braucht regelmäßige, am besten von Hand getrimmte Pflege.

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Scottish Terrier im Überblick
Die FCI führt den Scottish Terrier in Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier), Standard Nr. 73. Sie beschreibt ihn als stämmigen, kurzbeinigen Hund, der klein genug war, um in einen Fuchsbau zu passen. Typisch sind der lange Kopf mit Bart, die spitzen, aufrecht stehenden Ohren und die aufrecht getragene Rute. Wegen seiner Ausdauer trägt er im Englischen den Spitznamen „Diehard“ (AKC).
Viele kennen den schwarzen Scottie vom Etikett einer bekannten schottischen Whisky-Marke, auf dem er an der Seite eines West Highland White Terriers abgebildet ist. Zusammen mit dem Westie, dem Skye Terrier und dem Cairn Terrier gehört er zu den Terriern aus den schottischen Highlands.
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Herkunft und Geschichte
Gezüchtet wurde der Scottie für die Jagd auf Ratten, Füchse und Dachse im zerklüfteten Hochland. Der AKC hält ihn für den ältesten der Highland-Terrier; schon König Jakob I., ein gebürtiger Schotte, verschenkte im 17. Jahrhundert solche Hunde. Im 19. Jahrhundert wurde lange darüber gestritten, welcher schottische Terrier eigentlich der „Scottish Terrier“ sei.
Den Rassetyp, wie wir ihn heute kennen, begründete laut FCI-Standard ab 1879 Captain Gordon Murray. 1881 entstand der erste Standard, 1882 wurde der Scottish Terrier Club gegründet. In die USA kamen die ersten Scotties 1883; seine größte Beliebtheit erreichte die Rasse dort in den 1930er- und frühen 1940er-Jahren. Der bekannteste Scottie war Fala, der ständige Begleiter von Präsident Franklin D. Roosevelt (AKC).
Wesen und Charakter
Der FCI-Standard nennt ihn treu, würdevoll, unabhängig und zurückhaltend, dabei mutig und sehr intelligent, kühn, aber nie aggressiv. Nach außen wirkt er oft wie ein mürrischer Schotte. Seiner Familie gegenüber ist er jedoch anhänglich und fröhlich, und beim kleinsten Geräusch ist er zur Stelle, um Haus und Hof zu bewachen.
Fremden begegnet er reserviert; der AKC sieht ihn deshalb als guten Wachhund. Sein Jagdtrieb ist laut AKC noch stark ausgeprägt, was die Nachbarkatze zu spüren bekommen kann, und mit anderen Hunden kann er unverträglich sein. Gewöhnen Sie Ihren Welpen deshalb früh an Artgenossen und andere Tiere.

Haltung, Erziehung und Beschäftigung
Ein Scottie braucht einen ordentlichen Spaziergang, aber auch Spielzeit, in der er seine Energie in kurzen Spurts loswerden kann. Ball- und Zerrspiele liegen ihm, und beim Zerren lässt er laut AKC erst los, wenn Sie es tun. Ist er so ausgelastet, kommt er auch in einer kleinen Wohnung gut zurecht.
Der AKC beschreibt ihn als „Denker“ mit eigenständiger Ader, der seine Menschen gern auf die Probe stellt. Halten Sie Übungseinheiten kurz, höchstens etwa 15 Minuten, und gestalten Sie sie abwechslungsreich, denn aus Langeweile reagiert er schlicht nicht mehr. Am besten klappt es, wenn er glaubt, die Idee sei von ihm gekommen. Auf Ihren Tonfall achtet er genau; bleiben Sie beharrlich und belohnen Sie erwünschtes Verhalten.

Aussehen, Größe und Gewicht
Laut FCI-Standard beträgt die Widerristhöhe 25 bis 28 cm, das Gewicht 8,5 bis 10,5 kg. Der AKC nennt etwa 25 cm sowie rund 9 bis 10 kg für Rüden und 8 bis 10 kg für Hündinnen. Für seine Größe ist der Scottie kräftig gebaut: Der Rücken ist kurz und sehr muskulös, die Brust ziemlich breit und tief, und die kurzen Läufe enden in großen Pfoten.

Fell und Farben
Der Scottie trägt ein eng anliegendes Doppelfell: kurze, dichte, weiche Unterwolle und hartes, dichtes, drahtiges Deckhaar, die zusammen gut vor Wetter schützen. Erlaubt sind laut FCI-Standard Schwarz, Weizenfarben (Wheaten) und Gestromt in jeder Schattierung; andere Farben oder Farbkombinationen sind nicht zulässig.
Fellpflege: Trimmen statt Scheren
Am besten wird das Fell von Hand getrimmt. Beginnen Sie damit schon beim Welpen, damit er sich daran gewöhnt. Der AKC empfiehlt, ist das Fell erst einmal eingetrimmt, etwa einmal im Monat zu trimmen, man kann aber auch wöchentlich ein wenig daran arbeiten. Finden Sie keinen Hundesalon, der trimmt, ist Scheren alle sechs bis acht Wochen möglich. Dabei geht allerdings mit der Zeit die harte Struktur verloren, weil die Unterwolle die Oberhand gewinnt. Einmal pro Woche bürsten und kämmen hält das Fell knotenfrei.
Gesundheit und Lebenserwartung
Der AKC nennt eine Lebenserwartung von etwa 12 Jahren. Zur Gesundheit verweist er auf den amerikanischen Rasseclub, der Forschung zu erblichen Erkrankungen unterstützt, damit Züchter bessere Entscheidungen treffen können. Fragen Sie den Züchter offen, welche Erkrankungen in seinen Linien aufgetreten sind und welche Untersuchungen die Elterntiere haben. Bei gesundheitlichen Fragen ist Ihre Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Scottish Terrier Welpen: Züchter finden
Seriöse Züchter in Deutschland finden Sie über die Terrier-Vereine im VDH. Lernen Sie die Mutterhündin kennen, fragen Sie nach den Gesundheitsbefunden beider Elterntiere und schauen Sie sich an, wie die Welpen aufwachsen. Bei Anzeigen nach dem Muster „Welpen abzugeben“ ohne Zuchtverein und Papiere ist Vorsicht geboten. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Welpen kaufen.
Häufige Fragen
Wie groß und schwer wird ein Scottish Terrier?
Laut FCI-Standard 25 bis 28 cm bei einem Gewicht von 8,5 bis 10,5 kg.
Wie alt wird ein Scottish Terrier?
Der American Kennel Club (AKC) gibt eine Lebenserwartung von etwa 12 Jahren an.
Ist der Scottish Terrier für Anfänger und für die Wohnung geeignet?
Für die Wohnung ja, wenn er täglich genug Bewegung und Spiel bekommt. Für Anfänger ist er bedingt geeignet: Er ist eigenständig, testet gern Grenzen und braucht kurze, abwechslungsreiche Übungseinheiten und viel Beharrlichkeit.
Wie wird das Fell des Scottish Terriers gepflegt?
Am besten durch Trimmen von Hand, etwa einmal im Monat, dazu wöchentliches Bürsten und Kämmen. Alternativ kann geschoren werden, das Fell verliert dann aber seine harte Struktur.
Gibt es weiße Scottish Terrier?
Nein. Zulässig sind nur Schwarz, Weizenfarben und Gestromt. Weizenfarbene Scotties sind hell gelblich bis goldfarben, ganz weiße Scotties gibt es laut AKC nicht. Ein weißer Terrier aus Schottland ist in der Regel ein West Highland White Terrier.
Was kostet ein Scottish Terrier Welpe?
Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
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Quellen
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.
