Auf einen Blick: Der Papillon (Schmetterlingshund) ist eine der beiden Varietäten des Kontinentalen Zwergspaniels (FCI-Standard Nr. 77); die hängeohrige Variante heißt Phalène. Der kleine Hund erreicht etwa 22 bis 30 cm Schulterhöhe und wiegt 2 bis 5 kg, seine Lebenserwartung liegt bei rund 12 bis 16 Jahren. Er ist intelligent, aufmerksam, temperamentvoll und sehr anpassungsfähig, hält engen Blickkontakt zum Menschen und ist bei konsequenter Erziehung auch für Anfänger geeignet. Das seidige Haar ohne Unterwolle ist mit einer Bürste leicht zu pflegen; der gesellige Papillon bleibt ungern allein und lebt gern im Mittelpunkt seiner Familie.
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Papillon im Portrait
Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Papillon und der Redewendung »halt die Ohren steif« ist nicht belegt. Gleichwohl drängen sich die markanten Ohren des Hundes hierfür geradezu auf.
Der von der FCI unter der Standard-Nummer 77 geführte Kleinhund, auch Schmetterlingshund genannt, ist eine der beiden Varietäten des Kontinentalen Zwergspaniels.

Preise zuletzt aktualisiert am: 4.10.2026
Der hängeohrige Typ, er besitzt den schönen Namen Phalène (französisch für Nachtfalter), gehört ebenfalls diesem Standard an.
Er ist nicht weniger wach und munter als sein Pendant – sie gleichen einander bis auf die Stellung der Ohren.

Geschichte
Unterschiedlichen Quellen zufolge sind diese großohrigen Franzosen bereits im 14. Jahrhundert auf Fresken wiederzuerkennen. Von Florenz aus beginnen die kleinen Hunde ihren Siegeszug nach ganz Europa.
Sie werden gern als Gastgeschenk mitgebracht, sind als Mäusejäger ebenso beliebt wie als Wärmflasche in den kalten Häusern der Oberschicht. Ihre Blütezeit haben sie im 18. Jahrhundert.
Viele weltbedeutende Maler geben den Vierbeinern einen Platz auf den Leinwänden ihrer Gemälde. Die stehohrige Variante wird etwa Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals abgebildet. Vermutet wird deren Entstehung aufgrund von Einkreuzungen bei den Phalènen.
Die äußere Erscheinung des Papillons hat sich über die Jahre kaum verändert. Der etwas länglich geformte Körper trägt glänzendes Haar ohne Unterwolle. Kräftig, seidig und leicht gewellt, ist es am Leib mittellang ausgeprägt.
Der Hals wird von einem Kragen mit langem Haar umgeben, die Ohren und auch die Läufe sind deutlich befedert.

Die Idee vom Schmetterling wird durch die groß anmutenden Ohren und durch eine das Gesicht teilende weiße Blesse unterstützt. Als Grundfarbe ist Weiß erwünscht, sie wird durch farbige Abzeichen in roten, rotbraunen, braunen bis zu schwarzen Farben ergänzt.
Das Haarkleid riecht selbst in nassem Zustand nicht. Es ist mit einer Bürste leicht zu pflegen – etwas größere Sorgfalt verlangen die befederten Körperregionen.
Der Niedergang des französischen Adels wirkt sich stark auf die Population von Papillon und Phalène aus. Erst durch das Engagement französischer und belgischer Züchter gewinnt die Rasse wieder an Bedeutung.
Frankreich und Belgien erhalten hierfür die Anerkennung als Ursprungsland des Kontinentalen Zwergspaniels.
Die kleinen, zwischen 22 und 30 Zentimeter Schulterhöhe zeigenden Papillons bringen es auf ein Körpergewicht von zwei bis fünf Kilogramm.
Die Vermutung, es mit einem Schoßhund zu tun zu haben, widerlegen sie eindrucksvoll. Bisweilen eigenwillig, temperamentvoll und sehr anpassungsfähig sind die wenig verbreiteten Kleinhunde für viele Lebensentwürfe eine gute Wahl.
Papillon Charakter & Wesen
Aufmerksam hält der Papillon Blickkontakt zum Menschen und verbleibt am liebsten in dessen Nähe. Sensibel erkennt er die Stimmungslagen in seinem Umfeld – den Gemütszustand seines Halters oder Stimmungen innerhalb des Familienverbandes.
Stehen die Zeichen auf Sturm, sucht sich der Vierbeiner eine ruhige Zone. Nach dem Aufklaren der Schlechtwetterfront ist er erneut mittendrin im Geschehen.
Hierbei darf es turbulent zugehen. In Form langer Spaziergänge mit spielerischen Einlagen, Aufstöbern, Stöckchen holen oder dem Ball hinterherlaufen.
Das Austoben gehört unbedingt zu einem erfüllten Alltag des Papillons – Agility-Übungen meistert er mit Bravour.
Zimperlich ist der kleine Vierbeiner keineswegs. Er will als ganzer Hund behandelt werden.
Die Erziehung ist davon nicht ausgenommen. Regeln müssen sein, sie aufzustellen und umzusetzen gelingt dem engagierten Hundeanfänger ohne Weiteres.
Bei ihm lernt der Papillon frühzeitig, den in Maßen vorhandenen Jagdtrieb oder das Bellen und Knurren in Folge fremder Geräuschwahrnehmung zu unterdrücken.
Schließlich will er seinem Rudel Schutz geben. Der Umgang mit Kindern gestaltet sich unter Umständen widersprüchlich.

Eifersüchteleien bei sehr kleinen Kindern steht die Verspieltheit des Hundes im Zusammensein mit größeren Kindern gegenüber.
Gern lebt der Papillon im Mittelpunkt, er lässt sich nicht von jedem streicheln und benötigt seine Rückzugsmöglichkeit.
Die Geselligkeit des Papillons hat eine Kehrseite – er bleibt ungern allein. Das Alleinsein bekommt der sensiblen Hundeseele nicht gut.
Viel schöner ist es für ihn, mit anderen Hunden seiner Rasse zusammenleben zu dürfen. Ersatzweise können es vom Schmetterlingshund ebenfalls geschätzte Mitbewohner auf vier Beinen sein.
FCI Standard
http://www.fci.be/nomenclature/Standards/077g09-de.pdf
Häufige Fragen
Wie groß und schwer wird ein Papillon?
Der Papillon gehört zu den kleinen Hunderassen mit einer Schulterhöhe von etwa 22 bis 30 cm und einem Gewicht von 2 bis 5 kg.
Ist der Papillon für Anfänger geeignet?
Ja. Er ist intelligent, lernwillig und gut erziehbar, braucht aber klare Regeln und eine konsequente Erziehung. Das Aufstellen und Umsetzen von Regeln gelingt engagierten Hundeanfängern ohne Weiteres.
Was ist der Unterschied zwischen Papillon und Phalène?
Beide sind Varietäten des Kontinentalen Zwergspaniels und gleichen einander bis auf die Stellung der Ohren: Der Papillon ist stehohrig, der Phalène (französisch für Nachtfalter) hängeohrig.
Kann der Papillon gut allein bleiben?
Nein. Die Geselligkeit des Papillons hat eine Kehrseite: Er bleibt ungern allein, und das Alleinsein bekommt der sensiblen Hundeseele nicht gut.
