Auf einen Blick: Der Weimaraner ist ein deutscher Vorstehhund der FCI-Gruppe 7. Rüden erreichen laut Standard 59 bis 70 cm Schulterhöhe bei einem Gewicht von rund 30 bis 40 kg, Hündinnen sind mit 57 bis 65 cm etwas kleiner; die Lebenserwartung liegt bei 10 bis 13 Jahren (AKC).
Charakteristisch sind das silbergraue, wie geölt glänzende Fell, die bernsteinfarbenen Augen sowie ein intelligentes, furchtloses Wesen mit starkem Willen, ausgeprägter Wild- und Raubzeugschärfe; laut FCI-Standard ist er wachsam, jedoch nicht aggressiv.
Als passionierter Jagdgebrauchshund braucht er konsequente Erziehung sowie viel Bewegung und geistige Auslastung und ist kein reiner Familienhund und nicht für Anfänger geeignet.

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Weimaraner – ein Familienhund?
Der Weimaraner gehört zur FCI-Gruppe 7 der Vorstehhunde und hat seinen Ursprung in Deutschland. Der Rassestandard sieht bei den Rüden eine Größe zwischen 59 und 70 cm vor, die Hündin soll zwischen 57 und 65 cm groß sein.

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Das Gewicht liegt laut FCI-Standard bei Rüden bei etwa 30 bis 40 kg, bei Hündinnen bei etwa 25 bis 35 kg. Es existieren zwei Schläge, der kurzhaarige und der seltener vorkommende langhaarige Weimaraner. Der bekanntere kurzhaarige Weimaraner hat ein feines und geschmeidiges Fell mit gleichmäßig kurzen und harten Haaren.
Der seltenere langhaarige Schlag ist besonders in Europa gut bekannt und zeichnet sich durch ein mittellanges Fell aus, das an den Flanken laut FCI-Standard 3 bis 5 cm lang ist.
Zudem sind die Rute und die Rückseiten der Läufe befedert.
So ähneln sie vom Aussehen mehr dem Bild eines Setters. Die Vererbung der langen Haare erfolgt über ein rezessives Gen, sodass auch in den USA, wo der dortige Standard die langhaarigen Weimaraner disqualifiziert, gelegentlich langhaarige Welpen in einem Wurf auftauchen können.
„Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.“ Jean-Jacques Rousseau drückt mit diesem Satz aus, was bei einem Weimaraner besser nicht eintreten sollte. Das Äußere des Weimaraner spricht viele Menschen an.
Ein Blick in die bernsteinfarbenen Augen (die Welpen dieser Rasse haben blaue Augen) kann schnell die Vernunft hinten anstehen lassen – allzu oft werden Hunde vorwiegend nach ihrem Äußeren ausgewählt.
Der Weimaraner begleitet ergeben und verlässlich seine Familie – ein reiner Familien- und Begleithund ist er keinesfalls!

Weimaraner Charakter & Wesen, Temperament
Vom Charakter her ist der Weimaraner ein intelligenter und furchtloser Hund mit einem starken Willen. Ursprünglich wurde er als persönlicher Jagdhund für den Adel gezüchtet und auch heute noch ist er ein vielseitiger und leicht zu führender Jagdgebrauchshund.
Er ist von Natur aus sehr aktiv und benötigt dementsprechend viel Auslauf und Beschäftigung. Für eine Stadtwohnung ist er nicht geeignet, er braucht stattdessen regelmäßige Arbeit im Freien.
Derart reinrassig gezüchtet ist beim Weimaraner bis heute eine ausgeprägte Wildschärfe und Schweißhundeeigenschaft charakteristisch.
Er beherrscht vorbildlich die waidgerechte Nachsuche. Das nach dem Schuss noch lebende Wild wird auf dessen durch Blut (Schweiß) markiertem Fluchtweg tierschutzgerecht aufgebracht.
Weiterhin ist der Weimaraner laut FCI-Standard wachsam, jedoch nicht aggressiv; aggressive oder übermäßig scheue Hunde gelten dort als disqualifizierend. Seine Wachsamkeit ist in der vergleichsweise lang andauernden Ausbildung des Hundes zu berücksichtigen.
Die Haltungsbedingungen des Weimaraners müssen unbedingt der Jagdpassion des Tieres gerecht werden.
Der Wesensfeste, leistungsstarke und nicht übermäßig temperamentvolle Hund sucht sich andernfalls einen Weg, seine Triebe zum Schaden Dritter zu befriedigen! Schwächen im Führungsverhalten des Menschen nutzt der intelligente und gehorsame Hund rigoros aus.
Erfahrene Hundeführer hingegen begeistert der Arbeits- und Lernwille ihres Begleiters. Seinem Wesen nach eingesetzt und gefordert, verhält sich der Weimaraner im Haus ruhig und unauffällig.
Er benötigt eine konsequente Erziehung und eine feste Hand. Er ist nicht nur ein passionierter Jagdhund, sondern auch ein hervorragender Begleithund.
Selbstverständlich wird kein Jäger jeden Tag sein Jagdhandwerk ausüben – damit sind die Zeiten zwischen den Arbeitseinsätzen des Weimaraners fordernd mit Leben zu füllen. Ausbildung und Auslastung auf hohem Niveau benötigt der Vorstehhund.
Auslauf und ausgedehnte Spaziergänge bilden lediglich eine Basis, auf der weiter aufzubauen ist.
Weimaraner Verwendung
Obwohl durchweg als außerordentlich leichtführig beschrieben, bleibt es dem erfahrenen Hundehalter vorbehalten, diesen Hund zu führen – Hundeanfängern seien andere Hunderassen ans Herz gelegt. Der Weimaraner ist ein Jagdgebrauchshund.
Jagdlich eingesetzt, konsequent geführt und der Rasse entsprechend sozialisiert lebt er als anhänglicher, verschmuster und kinderlieber Gefährte in seinem Rudel.
Bei den dem Weimaraner Klub angeschlossenen Züchtern stehen Leistung und Wesen im Vordergrund der Zuchtanstrengungen, das Aussehen ist zweitrangig. Und dennoch ist es gerade diese Eigenschaft, die bei nicht organisierten Züchtern die Oberhand gewinnen kann.
Die Nachfrage nach Exemplaren dieser beeindruckenden Hunderasse ist zweifelsohne gegeben, vom Schicksal eines Modehundes bleibt der Weimaraner (noch) verschont.
Der auffällige deutsche Vorstehhund wird bis zu 70 Zentimeter groß und 40 Kilogramm schwer. Unter der Nummer 99 sieht der FCI-Standard allein einen einzigen Farbschlag vor. Die unverwechselbare graue Farbe des wie geölt glänzenden Fells wird Maus-, Silber- sowie Rehgrau genannt.
Geschichte der Weimaraner
Der Weimaraner enthielt laut FCI-Standard anfangs noch viel Leithund-Blut und stand damit den Laufhunden näher. Der Adel setzte ihn laut AKC zunächst bei der Jagd auf Großwild wie Bären und Wölfe ein.
Es ist unter den Fachleuten umstritten, ob der Weimaraner wirklich am Hofe zu Weimar in seiner heutigen, modernen Form gezüchtet wurde. Fest steht laut FCI-Standard, dass der Weimaraner bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts am Weimarer Hof gehalten wurde.
Der Großherzog Carl August (1757–1828), ein leidenschaftlicher Jäger, soll laut AKC Bluthunde mit deutschen und französischen Jagdhunden gekreuzt haben.
Zudem kamen die grauen Vorstehhunde hauptsächlich im Gebiet um Weimar und in Thüringen vor, was etwa den Namen würde. Als eigenständige Rasse wird der Weimaraner im 19. Jahrhundert erwähnt.
Als die Zeit der Leithunde vorbei war, kreuzte man den Weimaraner laut FCI-Standard mit sogenannten „Hühnerhunden“, um ihn als Vorstehhund für die Jagd auf Hühnervögel zu spezialisieren.
Ab etwa 1890 wurde die Rasse laut FCI-Standard planmäßig gezüchtet und in ein Zuchtbuch eingetragen. Außerhalb Deutschlands blieb der Weimaraner laut AKC lange ein gut gehütetes Geheimnis des deutschen Adels.
Ende der 1920er-Jahre kamen laut AKC die ersten Weimaraner nach Amerika; in den 1950er-Jahren wurde die Rasse dort als Familien- und Jagdhund beliebt.
Heute zeigen die Züchter ihre Hunde auf Ausstellungen, nehmen an Jagden genauso teil, wie an Field Trials und Unterordnungsprüfungen und ermöglichen es so der interessierten und hundeliebenden Öffentlichkeit, diese Rasse richtig kennenzulernen.
Mittlerweile ist der Weimaraner ein allgemein anerkannter Allzweck-Jagdhund. Von den Jagdhunden hat er die hervorragende Nase geerbt, zudem trägt er noch sehr viel vom Erbe der Laufhunde in sich.
Er ist besonders geeignet für die Arbeit nach dem Schuss, wie Schweißarbeit und Verlorenbringen. Man schätzt außerdem seine ausdauernde, aber nicht zu temperamentvolle Suche sowie seine Wild- und Raubzeugschärfe (FCI).
Deswegen und aufgrund seiner außergewöhnlichen grauen Farbe sowie seines edlen Charakters war und ist der Weimaraner besonders bei den Jägern sehr begehrt, die einen Hund mit Stil und Individualität bevorzugen.
Fell
Geringfügige weiße Abzeichen werden toleriert. Laut FCI-Standard trat die langhaarige Variante seit der Wende zum 20. Jahrhundert nur vereinzelt auf; bis heute ist die Kurzhaarform deutlich häufiger anzutreffen.
Mit wenig oder ganz ohne Unterwolle bedeckt es dicht und kräftig einen muskulösen und sehnigen Hundekörper. Die Langhaarvarietät hat weiches Deckhaar. Dieses ist leicht wellig oder glatt, mit oder ohne Unterwolle.
Beiden Spielarten ist der besonders geringe Pflegeaufwand gemein. Neben regelmäßigem Ausbürsten bedarf es lediglich der obligatorischen Ohren-, Augen- und Pfotenkontrolle.
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts werden überwiegend in Weimar und in Thüringen Weimaraner gezüchtet. Mitteldeutsche Förster und Jäger sind es, die sich um die Zucht der Jagdgebrauchshunde verdient machen.
Sie kreuzen die Tiere so, dass das rezessive reinerbige und für die graue Farbe der Tiere verantwortliche Gen wirksam wird. Einkreuzungen anderer Rassen bleiben aus, diese hätten unweigerlich farbliche Abweichungen zur Folge.
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Ist ein Weimaraner ein Familienhund?
Als reiner Familienhund ist der Weimaraner nicht geeignet. Seine Arbeitsfreudigkeit als Jagdgebrauchshund benötigt entsprechende Beschäftigung. In der Hand eines Jägers ist diese Rasse am besten aufgehoben.
Ist ein Weimaraner gefährlich?
Bei falscher Haltung oder Erziehung kann er gefährlich sein. Laut FCI-Standard ist er wachsam, jedoch nicht aggressiv; aggressive Hunde gelten dort als disqualifizierend. Es kommt immer auf die Zuchtlinie an. Ein Züchter der Rasse wird Sie normalerweise umfassend darüber informieren.
Wann ist ein Weimaraner ausgewachsen?
Ein festes Alter nennen weder der FCI-Standard noch der AKC. Die geistige Reife erfolgt aber deutlich später als das körperliche Wachstum, was in der Erziehung berücksichtigt werden muss.
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.
