Auf einen Blick: Der Malteser ist ein kleiner Gesellschafts- und Begleithund aus der FCI-Gruppe 9. Laut FCI-Standard hat die Rasse ihren Ursprung im mittleren Mittelmeergebiet, Italien führt das Patronat. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 21 bis 25 cm, Hündinnen 20 bis 23 cm. Das Gewicht liegt bei 3 bis 4 kg.
Typisch sind das lange, glatte, seidige, weiße Fell ohne Unterwolle, dunkle Augen und ein lebhaftes, zärtliches, intelligentes Wesen. Der Malteser haart wenig, ist aber weder pflegefrei noch eine garantierte Allergikerlösung. Fell, Augen, Ohren, Krallen und besonders die Zähne brauchen regelmäßige Aufmerksamkeit.
Als Anfängerhund, Familienhund oder Wohnungshund kann der Malteser gut passen, wenn täglich Zeit für Nähe, Erziehung, Bewegung und Pflege vorhanden ist. Beim Kauf zählen nachvollziehbare Zuchtunterlagen, Gesundheitsvorsorge der Elterntiere und eine seriöse Aufzucht mehr als ein möglichst niedriger Preis. Mini- oder Teacup-Malteser sind keine eigene FCI-Varietät.

Inhalt (23 Abschnitte)
Malteser: Charakter, Größe, Pflege, Preis und Welpenkauf
Der Malteser ist der Hund, bei dem viele zuerst „klein und weiß“ sehen.
Der Alltag korrigiert das ziemlich schnell.
Unter dem langen, seidigen Fell steckt kein Deko-Hund, sondern ein wacher Begleiter mit erstaunlich viel Meinung zum Tagesprogramm. Ein Malteser möchte dabei sein, mitlernen, mitlaufen, mitkuscheln und möglichst früh wissen, wer da gerade im Treppenhaus geatmet hat.
Wer diese Rasse richtig einschätzt, denkt deshalb nicht nur an hübsche Welpenfotos. Er denkt auch an Bürste, Zahnbürste, ruhige Erziehung, sichere Kinderhände und an einen Hund, dessen Anhänglichkeit schön ist, aber nicht mit Anspruchslosigkeit verwechselt werden sollte.
Züchter der Rasse im VDH
Was ist ein Malteser?
Der Malteser, französisch Bichon Maltais, ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit der Standardnummer 65. Er gehört zur Gruppe 9, also zu den Gesellschafts- und Begleithunden, und dort zur Sektion der Bichons und verwandten Rassen. Eine Arbeitsprüfung ist nicht vorgeschrieben.
Seine Aufgabe ist damit klar: Der Malteser ist ein Begleiter des Menschen. Er wurde nicht als Jagdhund, Wachhund oder Schutzhund eingeordnet, sondern als kleiner Hund für enge Bindung, Alltag und Gesellschaft.
Das klingt einfach, ist aber wichtig für die Haltung. Ein Malteser braucht keine extremen sportlichen Aufgaben, aber er braucht Kontakt, klare Regeln, kleine Lernaufgaben und tägliche Bewegung. Wird er nur getragen, verwöhnt oder aus allem herausgehalten, bleibt viel von seinem eigentlichen Wesen ungenutzt.
Steckbrief Malteser
- Rasse: Malteser
- Weitere Bezeichnung: Bichon Maltais
- FCI-Standard: Nr. 65
- FCI-Gruppe: Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde
- Sektion: Bichons und verwandte Rassen, ohne Arbeitsprüfung
- Ursprung: mittleres Mittelmeergebiet
- Patronat: Italien
- Größe: Rüden 21 bis 25 cm, Hündinnen 20 bis 23 cm
- Gewicht: 3 bis 4 kg
- Fell: lang, glatt, seidig, weiß, ohne Unterwolle
- Wesen laut FCI: lebhaft, zärtlich, sehr entspannt und sehr intelligent
Herkunft: Stammt der Malteser wirklich von Malta?
Der Name führt leicht in die Irre. Der FCI-Standard erklärt ausdrücklich, dass der Name nicht beweist, dass die Rasse von der Insel Malta stammt. Das Wort „maltais“ wird dort auf das semitische Wort „màlat“ zurückgeführt, das Zuflucht oder Hafen bedeutet.
Als Ursprung nennt die FCI das mittlere Mittelmeergebiet, als Patronatsland Italien. Die Vorfahren kleiner Malteser-ähnlicher Hunde lebten nach dem Rassestandard in Häfen und Küstenorten. Dort hielten sie sich in der Nähe von Lagerhäusern und Schiffen auf, wo Mäuse und Ratten vorkamen.
Auch antike Hinweise gehören zur Rassegeschichte. Der FCI-Standard nennt Aristoteles, der kleine Hunde unter dem lateinischen Namen „canes melitenses“ erwähnte. Außerdem wird beschrieben, dass Malteser-ähnliche Hunde in der Renaissance häufig auf Gemälden als Begleiter in vornehmen Salons gezeigt wurden.
Kurz gesagt: In der Geschichte des Maltesers steckt Hafenluft, später sehr viel Salon. Diese Mischung erklärt ganz gut, warum die Rasse heute elegant wirkt und trotzdem wacher ist, als ihr Wattebausch-Image vermuten lässt.
Aussehen: klein, weiß und sehr elegant
Der Malteser ist ein kleiner Hund mit länglichem Körper, stolzer Kopfhaltung und einem sehr langen weißen Haarkleid. Der Rassestandard beschreibt ihn als elegant. Sein Körper soll nicht quadratisch wirken; die Rumpflänge übertrifft die Widerristhöhe.
Typisch sind der lebhafte Ausdruck, dunkle Augen, schwarze Lidränder, ein schwarzer Nasenschwamm und hängend getragene Ohren. Gerade diese dunkle Pigmentierung macht den Kontrast zum weißen Fell aus.
Größe und Gewicht
Die Größe ist beim Malteser klar definiert. Laut FCI-Standard erreichen Rüden 21 bis 25 cm Widerristhöhe, Hündinnen 20 bis 23 cm. Das Gewicht liegt bei 3 bis 4 kg.
Damit gehört der Malteser zu den kleinen Hunderassen. Klein bedeutet aber nicht zerbrechlich, solange der Hund vernünftig gezüchtet, normal bemuskelt und nicht übergewichtig ist. Zu viel Gewicht belastet bei kleinen Rassen besonders Knie und Bewegungsapparat.

Bildquelle: Bild KI generiert
Fell, Farbe und Unterwolle
Das Fell des Maltesers ist ein zentrales Rassemerkmal. Der FCI-Standard beschreibt es als dicht, glänzend, schwer herabfallend und von seidiger Textur. Es ist auf dem ganzen Körper lang und soll in seiner Länge glatt bleiben, ohne Locken oder Kräuselung.
Wichtig für Halter: Der Malteser hat laut Standard keine Unterwolle. Das Fell durchläuft deshalb keinen starken saisonalen Fellwechsel wie bei vielen doppelt behaarten Rassen. Pflegeleicht ist es trotzdem nicht, denn langes, seidiges Haar kann verfilzen.
Die Farbe ist reines Weiß. Eine helle Elfenbeintönung ist zulässig. Spuren einer blassen Orangeschattierung werden toleriert, sind aber unerwünscht und gelten im Standard als Unvollkommenheit.

Bildquelle: Bild KI generiert
Malteser Charakter: anhänglich, wach und lernfähig
Die FCI beschreibt den Malteser als lebhaft, zärtlich, sehr entspannt und sehr intelligent. Im Alltag zeigt sich das oft als freundliche Mischung aus Nähebedürfnis, Aufmerksamkeit und Spielfreude.
Ein Malteser möchte meist wissen, was seine Menschen tun. Er sitzt gern dabei, begleitet gern Wege durch die Wohnung und reagiert aufmerksam auf Stimmen, Stimmung und Besuch. Viele Malteser sind dabei fröhlich und offen, andere brauchen bei fremden Menschen etwas mehr Zeit. Wie bei jeder Rasse hängen Verhalten und Belastbarkeit stark von Zucht, Aufzucht, Sozialisierung und Erziehung ab.
Seine geringe Größe macht ihn handlich, aber nicht automatisch anspruchslos. Gerade kleine Hunde lernen sehr schnell, welches Verhalten ihnen Aufmerksamkeit verschafft. Wer Bellen, Betteln oder ständiges Hochspringen freundlich, aber klar lenkt, macht das Zusammenleben deutlich entspannter.

Ist der Malteser ein Anfängerhund?
Der Malteser kann für Anfänger gut geeignet sein, wenn die Erwartungen realistisch sind. Seine Größe, seine Menschenbezogenheit und seine Lernfreude machen vieles leichter. Gleichzeitig braucht er dieselbe konsequente Erziehung wie größere Hunde.
Wichtig sind drei Punkte: Der Hund sollte nicht überbehütet werden, nur weil er klein ist. Er sollte nicht alles entscheiden dürfen, nur weil er freundlich wirkt. Und er sollte früh lernen, kurze Zeit ruhig allein zu bleiben, ohne dass daraus Stress entsteht.
Für Ersthalter ist ein Malteser besonders dann passend, wenn sie Freude an Pflege haben, sich mit positiver Erziehung beschäftigen und den Welpen nicht als Accessoire, sondern als vollwertigen Hund behandeln.
Malteser als Familienhund
Als Familienhund kann der Malteser sehr angenehm sein. Er ist verspielt, sucht Nähe und ist klein genug, um in einem lebhaften Haushalt gut Platz zu finden. Trotzdem muss der Umgang mit Kindern bewusst begleitet werden.
Ein Malteser ist kein grober Spielpartner. Kinder sollten lernen, ihn nicht zu bedrängen, nicht am Fell zu ziehen und ihn nicht hochzuheben, wenn er das nicht möchte. Besonders Welpen können durch Stürze oder unbeholfenes Tragen verletzt werden.
Wenn Kinder ruhig und rücksichtsvoll mit ihm umgehen, kann der Malteser ein fröhlicher Begleiter sein. Wie gut das funktioniert, hängt weniger von einer pauschalen Rasseaussage ab als von Erziehung, Aufsicht und dem individuellen Hund.

Bildquelle: Bild KI generiert
Haltung: Wohnung, Stadt und Alltag
Der Malteser eignet sich gut für das Leben in einer Wohnung, wenn er täglich nach draußen kommt und geistig beschäftigt wird. Ein Garten ist angenehm, ersetzt aber keine Spaziergänge, keine Umweltreize und keinen Kontakt zu Menschen und Artgenossen.
Sein Bewegungsbedarf ist gut zu erfüllen: mehrere kurze Spaziergänge, kleine Suchspiele, ruhiges Training, Spielphasen und soziale Kontakte passen meist besser als körperliche Höchstleistungen. Viele Malteser mögen es, neue Wege zu erkunden und kleine Aufgaben zu lösen.
In der Stadt ist besonders wichtig, den kleinen Hund nicht ständig auf den Arm zu nehmen. Er sollte lernen, sicher an der Leine zu laufen, Geräusche zu verarbeiten, andere Hunde ruhig zu passieren und sich auch in Cafés, Bahn oder Wartezimmern zu entspannen.
Alleinbleiben und Bellen
Der Malteser ist ein Begleithund und sucht die Nähe seiner Menschen. Lange tägliche Alleinzeiten passen deshalb nicht gut zu vielen Vertretern der Rasse. Kurzes Alleinbleiben kann er lernen, wenn es schrittweise, ruhig und ohne Abschiedsdrama aufgebaut wird.
Auch Bellen ist ein Thema, das Halter ernst nehmen sollten. Der Malteser ist aufmerksam und meldet häufig, wenn sich etwas im Umfeld verändert. Das ist nicht automatisch ein Problem, solange er lernt, nach einem Signal wieder zur Ruhe zu kommen.
Wer jeden Laut kommentarlos laufen lässt, kann sich schnell einen Hund heranziehen, der Besuch, Geräusche im Treppenhaus oder andere Hunde dauerhaft meldet. Besser ist es, erwünschte Ruhe früh zu belohnen und aufregende Situationen kleinschrittig zu trainieren.
Erziehung: freundlich, konsequent und alltagstauglich
Malteser lernen gern, wenn Training freundlich, klar und kurz gehalten wird. Lange Wiederholungen oder harte Korrekturen passen nicht zu einem sensiblen kleinen Begleithund. Besser funktionieren kurze Einheiten, Belohnung, Ruhe und verlässliche Regeln.
Die wichtigsten Grundlagen sind Rückruf, Leinenführigkeit, Stubenreinheit, ruhiges Warten, freundliche Körperpflege und das Anfassen von Pfoten, Ohren und Maul. Gerade weil der Malteser regelmäßig gepflegt werden muss, sollte ein Welpe früh lernen, Bürste, Kamm, Krallenschere und Zahnbürste entspannt zu akzeptieren.
Auch kleine Hunde profitieren von Welpengruppe oder Junghundetraining, sofern die Gruppe gut geführt wird und passende Spielpartner vorhanden sind. Entscheidend ist nicht wildes Toben, sondern kontrollierter Kontakt, Umweltgewöhnung und Vertrauen zum Menschen.
Fellpflege beim Malteser: weiß bleibt nicht von allein weiß
Die Fellpflege ist der Punkt, den Interessenten am häufigsten unterschätzen. Das lange weiße Fell sieht weich und leicht aus, verlangt aber regelmäßige Arbeit. Wird es nicht gründlich gekämmt, entstehen Knoten und Filz, besonders hinter den Ohren, an Achseln, Brust, Bauch, Rute und Innenschenkeln.
Bei lang gehaltenem Fell sollte der Malteser bis auf die Haut gebürstet und gekämmt werden. Ein oberflächlich glatter Mantel kann darunter bereits verfilzen. Viele Halter entscheiden sich deshalb im Alltag für einen kürzeren Schnitt. Auch dann bleiben Bürsten, Baden nach Bedarf, Ohrenkontrolle, Krallenpflege und Zahnpflege wichtig.
Die American Maltese Association empfiehlt beim Malteser eine tägliche Pflege mit Bürste oder Kamm, damit sich keine Verfilzungen aufbauen. Regelmäßige Bäder und passende Fellpflegeprodukte können helfen, das Haar sauber und gepflegt zu halten. Welche Pflegeprodukte sinnvoll sind, sollte man am besten mit Züchter, Hundefriseur oder Tierarzt abstimmen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Augen und Bart. Tränenflecken kommen beim Malteser häufig vor und können verschiedene Ursachen haben, etwa Reizung durch Haare, Zahnwechsel, Augenprobleme oder andere Gesundheitsfragen. Starke, neue oder einseitige Verfärbungen rund um die Augen sollten deshalb nicht nur kosmetisch behandelt, sondern tierärztlich abgeklärt werden.

Ist der Malteser hypoallergen?
Der Malteser verliert wenig Haare und wird deshalb häufig von Allergikern in Betracht gezogen. Eine Garantie gibt es aber nicht. Der American Kennel Club weist darauf hin, dass keine Hunderasse vollständig hypoallergen ist. Allergene sitzen nicht nur im Haar, sondern auch in Hautschuppen und anderen biologischen Quellen.
Für Allergiker kann ein wenig haarender Hund besser passen als eine stark haarende Rasse. Entscheidend ist aber die individuelle Reaktion. Sinnvoll sind mehrere Besuche beim Züchter, Kontakt zu erwachsenen Maltesern und im Zweifel ärztliche Beratung, bevor ein Welpe einzieht.
Auch Pflege und Haushalt spielen eine Rolle: regelmäßiges Waschen von Hundedecken, gründliches Bürsten, Reinigung der Wohnung und klare Schlafplätze können helfen, die Allergenbelastung zu verringern. Beschwerdefreiheit lässt sich damit trotzdem nicht versprechen.
Gesundheit: worauf Käufer achten sollten
Der Malteser kann ein robuster kleiner Hund sein, wenn Zucht, Aufzucht, Gewicht, Pflege und tierärztliche Vorsorge stimmen. Dieser Abschnitt ersetzt keine tierärztliche Beratung. Er hilft aber, beim Kauf die richtigen Fragen zu stellen.
- Patellaluxation: Die American Maltese Association nennt luxierende Kniescheiben als eines der häufigen Gesundheitsprobleme bei Maltesern und vielen anderen Toy-Rassen. Käufer sollten nach Untersuchungen der Elterntiere fragen.
- Herz: Herz sollte in der Zucht nicht nebenbei behandelt werden. Käufer können nachfragen, ob und wann die Elterntiere tierärztlich untersucht wurden und ob Befunde nachvollziehbar dokumentiert sind.
- Sehr junge Welpen: Die American Maltese Association weist bei Malteserwelpen auf das Risiko von Unterzuckerung hin, besonders bei Stress, Futterwechsel oder zu wenig Ruhe. Schwäche, Zittern, Apathie oder Krampfanfälle sind ein Fall für den Tierarzt.
- Zähne: Kleine Hunde haben oft wenig Platz im Maul. Bei Maltesern können Milchzähne zu lange bleiben; außerdem sind Zahnstein und Zahnfleischprobleme ein wichtiges Pflegethema. Regelmäßige Zahnpflege und tierärztliche Kontrollen sind deshalb mehr als Kosmetik.
- Augen und Tränenflecken: Tränende Augen können harmlose, pflegebedingte oder medizinische Ursachen haben. Anhaltende Reizung, Geruch, Schmerzen oder plötzlich starke Verfärbungen gehören in tierärztliche Hände.
Gute Zucht bedeutet nicht, dass Erkrankungen ausgeschlossen sind. Kein Test ist eine Garantie. Gute Zucht bedeutet aber, dass Risiken ernst genommen werden, Elterntiere passend ausgewählt sind, Untersuchungen nachvollziehbar dokumentiert werden und Welpen gesund, sauber und gut sozialisiert aufwachsen.
Malteser Welpen kaufen: seriöse Zucht erkennen
Wer einen Malteser Welpen kaufen möchte, sollte sich nicht von kleinen weißen Welpenfotos allein leiten lassen. Die wichtigste Frage ist nicht: „Wie süß ist er?“ Die Antwort sieht man ohnehin. Wichtiger ist: Wo wächst dieser Welpe auf, wie wurden die Eltern ausgewählt und wer begleitet die Käufer nach dem Abholen?
- Die Welpen leben im Haushalt oder in einer sauberen, gut betreuten Umgebung mit engem Menschenkontakt.
- Die Mutterhündin ist anwesend und macht einen gepflegten, sicheren Eindruck.
- Der Züchter beantwortet Fragen zu Rasse, Linien, Gesundheit, Pflege und Alltag offen.
- Es gibt Nachweise zu Abstammung, Impfungen, Entwurmung, Chip und tierärztlicher Kontrolle.
- Der Welpe wird nicht viel zu früh abgegeben und nicht anonym auf Parkplätzen, aus Kofferräumen oder nur per Versand angeboten.
- Der Züchter interessiert sich auch für die Käufer und fragt nach Wohnsituation, Zeit, Erfahrung und Pflegebereitschaft.
Ein guter Züchter verkauft nicht nur einen Welpen. Er begleitet den Übergang in das neue Zuhause und bleibt auch nach dem Kauf ansprechbar. Gerade beim Malteser ist das viel wert, weil Pflege, Fütterung, Stubenreinheit und Zahnpflege in den ersten Monaten schnell sehr praktische Fragen werden.
Was kostet ein Malteser? Preis und laufende Kosten
Für Malteser Welpen gibt es keinen verbindlichen Standardpreis. Der Preis hängt unter anderem von Zuchtverein, Region, Aufzucht, tierärztlicher Versorgung, Untersuchungen, Papieren und Nachfrage ab. Eine feste Zahl ohne Bezug zu einem konkreten Wurf wäre deshalb wenig verlässlich.
Wichtiger als eine einzelne Preisspanne ist die Frage, was im Kauf enthalten ist: seriöse Aufzucht, Gesundheitsvorsorge, Impfungen, Chip, EU-Heimtierausweis, Abstammungsnachweise, Fütterungsplan, Kaufvertrag und Beratung.
Auffallend billige Angebote, Druck zur schnellen Entscheidung oder fehlende Nachweise sind Warnsignale.
Zusätzlich zum Kaufpreis kommen laufende Kosten hinzu: Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarzt, Pflegezubehör, eventuell Hundefriseur, Hundeschule und Ausstattung.
Gerade beim Malteser sollte auch die regelmäßige Fell- und Zahnpflege realistisch einkalkuliert werden. Der günstige Welpe ist kein Schnäppchen, wenn später Gesundheit, Sozialisation oder Beratung fehlen.
Mini-Malteser, Teacup-Malteser und sehr kleine Welpen
Der FCI-Standard kennt beim Malteser keine zusätzliche Varietät namens Mini-Malteser oder Teacup-Malteser. Die Standardgröße liegt bei Rüden bei 21 bis 25 cm und bei Hündinnen bei 20 bis 23 cm, das Gewicht bei 3 bis 4 kg.
Ein normal kleiner Malteser ist bereits sehr klein. Noch kleiner ist kein Qualitätsmerkmal. Sehr kleine Welpen wirken niedlich, können aber besondere gesundheitliche Risiken haben, wenn gezielt auf extreme Kleinheit gezüchtet wird.
Käufer sollten deshalb vorsichtig sein, wenn ein Anbieter vor allem mit winziger Größe wirbt. Entscheidend ist nicht, dass der Hund möglichst klein ist, sondern dass er gesund, rassetypisch, gut entwickelt und belastbar aufwächst.
Ernährung: kleine Portionen, gutes Gewicht
Ein Malteser braucht ein Futter, das zu Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand passt. Welpen, Junghunde, erwachsene Hunde und Senioren haben unterschiedliche Bedürfnisse. Pauschale Grammangaben sind deshalb ungenau und sollten nicht an die Stelle einer Fütterungsempfehlung oder tierärztlichen Beratung treten.
Wichtig ist vor allem die Körperkondition. Rippen sollten tastbar sein, ohne deutlich hervorzustehen, die Taille sollte erkennbar bleiben. Übergewicht belastet Gelenke, Herz und Beweglichkeit.
Bei einem Hund von 3 bis 4 kg machen schon kleine zusätzliche Mengen über längere Zeit einen Unterschied. Malteserwelpen sollten außerdem zuverlässig fressen und nicht unnötig lange Futterpausen haben; Unsicherheit beim Füttern gehört früh mit Züchter oder Tierarzt besprochen.
Süßigkeiten, Essensreste und stark gewürzte Speisen gehören nicht in den Napf. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen. Bei empfindlichem Magen, Juckreiz, wiederkehrenden Verdauungsproblemen oder Gewichtsveränderungen sollte ein Tierarzt die Ursache klären.
Passt ein Malteser zu mir?
Der Malteser passt gut zu Menschen, die einen kleinen, freundlichen und engen Begleiter suchen. Er passt zu Singles, Paaren, Familien und älteren Menschen, wenn Alltag, Pflegeaufwand und Alleinzeiten stimmen.
Gut passt er, wenn Sie täglich Zeit für Spaziergänge, Nähe, Bürsten, Training und Pflege einplanen können. Weniger gut passt er, wenn der Hund regelmäßig viele Stunden allein bleiben muss, kaum gepflegt werden soll oder nur wegen seiner Größe als „einfacher Hund“ angeschafft wird.
Der Malteser ist klein genug für die Wohnung, aber groß genug im Wesen, um ernst genommen zu werden. Wer genau das mag, bekommt einen wachen, charmanten und sehr nahbaren Begleithund.
Welpen gesucht? Im Züchterverzeichnis von welpen.de stellen sich Züchter der Rasse Malteser mit Kontaktdaten, Zuchtstätte und geplanten Würfen vor: Malteser Züchter und Welpen ansehen
Häufige Fragen zum Malteser
Wie groß und schwer wird ein Malteser?
Laut FCI-Standard werden Rüden 21 bis 25 cm groß, Hündinnen 20 bis 23 cm. Das Gewicht liegt bei 3 bis 4 kg.
Ist der Malteser für Anfänger geeignet?
Ja, der Malteser kann für Anfänger geeignet sein. Voraussetzung sind Zeit für Pflege, geduldige Erziehung, frühe Sozialisierung und realistische Erwartungen an einen sehr menschenbezogenen Begleithund.
Eignet sich der Malteser als Familienhund?
Der Malteser kann ein guter Familienhund sein, wenn Kinder respektvoll mit ihm umgehen und Erwachsene den Kontakt begleiten. Wegen seiner geringen Größe sollte er vor grobem Spiel, Stürzen und unbeholfenem Hochheben geschützt werden.
Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Malteser?
Die Fellpflege ist aufwendig. Das lange, seidige Fell ohne Unterwolle muss regelmäßig gründlich gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Viele Halter wählen für den Alltag einen kürzeren Schnitt.
Haart ein Malteser stark?
Der Malteser verliert vergleichsweise wenig Haare und hat keine Unterwolle. Trotzdem braucht sein Fell intensive Pflege, weil loses und nachwachsendes Haar sonst verknoten kann.
Ist der Malteser für Allergiker geeignet?
Er kann für manche Allergiker besser passen als stark haarende Rassen. Eine Garantie gibt es aber nicht, denn keine Hunderasse ist vollständig hypoallergen. Vor dem Kauf sollte man testen, wie man auf erwachsene Malteser reagiert.
Gibt es Mini-Malteser oder Teacup-Malteser?
Der FCI-Standard kennt keine eigene Mini- oder Teacup-Varietät. Er nennt für Malteser Rüden 21 bis 25 cm, für Hündinnen 20 bis 23 cm und ein Gewicht von 3 bis 4 kg.
Was kostet ein Malteser Welpe?
Es gibt keinen verbindlichen Standardpreis. Der Preis hängt von Zucht, Region, Aufzucht, Gesundheitsvorsorge, Papieren und Nachfrage ab. Käufer sollten nicht nur auf den Kaufpreis schauen, sondern auf seriöse Unterlagen, Gesundheit und Aufzuchtbedingungen.
Welche laufenden Kosten hat ein Malteser?
Zu den laufenden Kosten gehören Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarzt, Pflegezubehör, Hundeschule und je nach Felllänge auch regelmäßige Termine beim Hundefriseur. Beim Malteser sollten außerdem Zahnpflege und Kontrollen fest eingeplant werden. Pauschale Monatsbeträge sind wenig seriös, weil Tierarztkosten, Versicherung und Pflege regional und individuell stark schwanken.
Kann ein Malteser allein bleiben?
Kurze Alleinzeiten kann ein Malteser lernen, wenn sie langsam aufgebaut werden. Lange tägliche Alleinzeiten passen zu vielen Maltesern aber schlecht, weil die Rasse als Gesellschafts- und Begleithund stark auf Nähe zum Menschen ausgerichtet ist.
Wie alt wird ein Malteser?
Der FCI-Standard nennt keine Lebenserwartung; der American Kennel Club (AKC) nennt 12 bis 15 Jahre. Die American Maltese Association beschreibt den Malteser als grundsätzlich gesunden Hund, der 12 Jahre oder älter werden kann. Das tatsächliche Alter hängt aber von Genetik, Gewicht, Haltung, Pflege, Ernährung und tierärztlicher Vorsorge ab.
Warum haben Malteser oft Tränenflecken?
Auf weißem Fell fallen Verfärbungen unter den Augen besonders schnell auf. Sie können mit Haaren im Augenbereich, Zahnwechsel, Pflege, Tränenfluss oder gesundheitlichen Ursachen zusammenhängen. Wenn die Flecken plötzlich stärker werden, einseitig auftreten oder die Augen gereizt wirken, sollte ein Tierarzt nachsehen.
Hat der Malteser Jagdtrieb?
Der Malteser wird heute als Gesellschafts- und Begleithund geführt. Im Alltag steht meist die Bindung zum Menschen im Vordergrund. Trotzdem sollte auch ein kleiner Begleithund Rückruf, Leinenführigkeit und ruhiges Verhalten draußen lernen.
Ähnliche Rassen
Wer den Malteser interessant findet, sollte auch andere kleine Begleit- und Familienhunde vergleichen. Gerade Pflegeaufwand, Temperament und Körperbau unterscheiden sich stärker, als es auf den ersten Blick wirkt.
- Bologneser Charakter, Erziehung und Haltung
- Havaneser Charakter, Wesen und Haltung
- Bichon Frisé Charakter, Erziehung und Haltung
- Coton de Tuléar Charakter, Erziehung und Haltung
- Pudel Charakter, Pflege und Haltung
Fazit
Der Malteser ist ein kleiner, eleganter und sehr menschenbezogener Begleithund. Seine Stärken sind Nähe, Lernfreude, Freundlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Seine größte praktische Herausforderung ist die Pflege: Fell, Augen, Zähne, Ohren und Krallen brauchen regelmäßige Aufmerksamkeit.
Wer einen unkomplizierten Hund im Sinn von „macht keine Arbeit“ sucht, liegt beim Malteser falsch. Wer aber einen kleinen Hund ernst nimmt, gern pflegt, freundlich erzieht und viel gemeinsame Zeit einplant, findet im Malteser einen wachen, charmanten und treuen Alltagsbegleiter.
Quellen
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.

