Halti für den Hund

Sein Aussehen erinnert verdächtig an ein Pferdegeschirr, eingesetzt wird es aber in der Hundeerziehung.

HALTI Vorderes Kontrollgeschirr, mittelgroß, professionelles Hundegeschirr gegen Ziehen an der Leine, Vordergurt ohne Traktion, 58-86 cm
  • Material: Nylon
  • Es ist verstellbar
  • Entwickelt, um die Kontrolle über die Brust auszuüben
  • Hergestellt in: China

Letzte Aktualisierung am 8.12.2022


Beim Halti handelt es sich um einen Kopfhalter für Hunde. An diesem an einen Pferdehalfter erinnerndes Kopfgeschirr wird eine Leine zum Führen befestigt. Man benutzt es ergänzend oder anstelle eines Halsbandes.

Durch die besondere Fertigung des Haltis hat man es leichter, stark ziehende Hunde an der Leine zu führen. Sie können sich nämlich nicht wie bei einem Halsband mit ganzer Kraft nach vorne lehnen, weil dabei ihr Kopf zur Seite gezogen wird.

So kann kein kontinuierlicher Zug aufgebaut werden. Außerdem wird dadurch, dass sich der Hundekopf dem Menschen zuwendet, auch der optische Reiz unterbrochen, der womöglich erst zum Ziehen geführt hat.

Großer Nachteil des Halti:

Gerade kleineren Hunden könnte man durch einen überraschenden starken Ruck an der Leine (also auch am Kopf) schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zufügen.

© Martina Berg – Fotolia.com

Viele Hunde lassen sich von Anfang an das Halti problemlos überziehen. Andere müssen erst nach einem gewissen Schema über Tage oder Wochen daran gewöhnt werden. Wenn man die Leine nicht gespannt hält, versuchen die Tiere anfangs häufig, das Halti abzustreifen.

Folgende Hinweise gibt der Hersteller des Halti zu dessen Benutzung:

  • Das Nasenband sollte zwischen Augen und Nase sein und nicht das Schnaufen beeinträchtigen.
  • Das Halti mit Naht und Etikette nach außen anlegen. Die Schnalle hinter dem Nacken schließen.
  • Dem Hund eine bis fünf Minuten Zeit geben, sich an das Halti zu gewöhnen.
  • Das Nackenband so einstellen, dass es bequem sitzt. Die Länge eventuell mit einem Stich festhalten.
  • Die Leine an dem unteren Halti-Ring festmachen.
    Das Spielen anregen, um Widerstand und Kauen zu verhindern.
  • Weiter spielen, bis der Hund das Halti akzeptiert.
  • Die Leine locker halten.
  • Niemals stark ziehen.
  • Niemals das Halti an Hunden lassen, die unbeaufsichtigt sind.
  • Falls der Hund besonders stark oder gefährlich ist, machen Sie die Leine am Halti und am Halsband fest.
  • Gemäß der Landeshundeverordnung für Nordrhein-Westfalen ist das Halti auch als Maulkorbersatz zugelassen.

Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied:

Anders als bei einem Korb könnten Hunde mit Halti dennoch beißen, wenn die Leine ganz ohne Zug gehalten wird. Dadurch lockert sich dann nämlich auch der Schlaufenring um die Schnauze des Hundes.

Wird das Halti jedoch von einem aufmerksamen Hundehalter verwendet, dann erfüllt es durchaus ähnliche Eigenschaften wie ein Maulkorb.