Auf einen Blick: Eine kritische Betrachtung von Hundeerziehungssendungen wie der Tier-Nanny im Fernsehen.
Die Autorin bezweifelt nicht das Fachwissen der gezeigten Trainer, kritisiert aber, dass solche Sendungen nur einen Bruchteil der Erziehung zeigen und den Eindruck vermitteln, ein Problem lasse sich in wenigen Stunden lösen; in der Praxis kann es Wochen und Monate dauern, und vor allem der Halter muss lernen.
Hilfsmittel wie das Halti oder ein Sprühhalsband seien richtig angewendet sinnvoll, ein zu heftiger Ruck am Halti könne aber zu Schäden an der Halswirbelsäule führen, und Sprühhalsbänder sollten nur mit Hilfe kompetenter Hundetrainer eingesetzt werden.
Statt sich auf Fernsehtipps zu verlassen, rät die Autorin, bei Problemen eine fachlich kompetente Hundeschule aufzusuchen, denn das eigentliche Problem sei meist der Hundehalter.
Es gibt sie mittlerweile zuhauf in den Medien – Erziehungstipps für Hunde. Ebenso wie Erziehungsdramen über schreckliche Kinder, zeigen nun die Sender immer häufiger Sendungen, in denen „Hundetrainer“ sich schwierigen Hunden annehmen.

Preise zuletzt aktualisiert am: 4.10.2026
Ich muss zugeben, dass ich mich dem nicht ganz entziehen konnte und mir die Tier-Nanny auf dem Sender VOX angeschaut habe.
Vorweg möchte ich festhalten, dass ich nichts gegen Katja Geb-Mann habe und ihr Fachwissen auch nicht anzweifeln möchte, nur das dort gesendete hat mir schlichtweg die Schuhe ausgezogen.
In solchen Sendungen wird immer nur ein Bruchteil der Erziehung gezeigt und dem unwissenden Halter vorgegaukelt, dass es nur 3 Stunden benötigt aus einem Leinenpöbler ein Lämmchen zu machen. Die Praxis ist da eine ganz andere!
Es kann Wochen und Monate dauern, bis man ein Problem ausgemerzt hat und es erfordert nicht nur einen Lernprozeß beim Hund, nein der Halter ist derjenige der lernen muss!

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Alles was dort von der Tierpsychologin erzählt und erklärt wurde, hörte sich kompetent und fachlich korrekt an.
Ein Halti beispielsweise ist eine sehr gute Möglichkeit, einen Leinenpöbler in der aufkommenden Situation abzulenken. Richtig angewendet ist es eine sehr sanfte Erziehungsmethode, aber das Gezeigte im Fernsehen war eine ganz andere Realität.
Die Halterin des Dalmatiners riss förmlich den Hund am Halti herum!
Würde ich dies im Training mit meinen Hunden tun, würde meine Hundetrainerin, Christiane Glanz, mich sofort korrigieren!
Ein zu heftiger Ruck an einem Halti kann zu Schäden an der Halswirbelsäule des Hundes führen.
Der Einsatz eines Sprühhalsbandes an der Leine mag Einstellungssache sein, ich persönlich würde dies nicht tun, denn das Laufen an der Leine soll keine Negativimpulse bekommen. Ich nutze es lediglich zum Abrufüben mit meiner Hündin Lilli.
In Bezug auf eben dieses Sprühhalsband, dem von mir schon vorgestellten Master Plus, sehe ich durch publik machen in eben solchen Serien, sehr düster entgegen.
Diese Halsbänder sollten NUR mit Hilfe von kompetenten Hundetrainern eingesetzt werden!
Aber alles, was man im Fernsehen sieht und was einem den Gang zur Hundeschule ersparen könnte, verleitet zum Kauf und zum falschen Einsatz des Gerätes. Denn ein Sprühstoß im falschen Moment kann bei Hunden sehr schnell zu einer Fehlverknüpfung führen.
Meine Bitte an die Fans dieser Sendung:
Wenn Sie mit ihrem Hund Probleme haben sollten, suchen Sie sich eine fachlich kompetente Hundeschule und schildern Sie Ihr Problem. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die Sie in Ihrem Umgang mit dem Hund ändern müssen.
Nicht alles, was wir als Problemhund deklarieren, ist auch einer.
Das Problem heißt in den meisten Fällen: Hundehalter!
Ihrem Hund zu Liebe!
Häufige Fragen
Warum kritisiert die Autorin Hunde-Erziehungssendungen?
In solchen Sendungen wird nur ein Bruchteil der Erziehung gezeigt und dem Halter vorgegaukelt, ein Leinenpöbler lasse sich in wenigen Stunden umerziehen. Tatsächlich kann es Wochen und Monate dauern, und vor allem der Halter muss lernen.
Ist der Einsatz eines Haltis gefährlich?
Richtig angewendet ist das Halti eine sehr sanfte Erziehungsmethode, um einen Leinenpöbler abzulenken. Ein zu heftiger Ruck am Halti kann jedoch zu Schäden an der Halswirbelsäule des Hundes führen.
Was rät die Autorin bei Problemen mit dem Hund?
Sie empfiehlt, eine fachlich kompetente Hundeschule aufzusuchen und das Problem zu schildern. Oft sind es nur Kleinigkeiten im Umgang, die man ändern muss, denn das Problem heißt in den meisten Fällen: Hundehalter.
