Rasseporträt · Terrier · aus Großbritannien

Parson Russell Terrier: Charakter, Größe, Haltung und Pflege

Der Parson Russell Terrier ist ein hochbeiniger englischer Jagdterrier, benannt nach Reverend John Russell, der im 19. Jahrhundert Terrier für die Fuchsjagd züchtete (FCI-Gruppe 3, Standard Nr. 339).

Größeklein
Fellpflegeeher gering
Bewegungsehr hoch
Für Anfängerbedingt

Fellpflege und Bewegung: Einstufung des American Kennel Club (AKC), Skala 1–5

Weißer Parson Russell Terrier mit lohfarbenen und schwarzen Abzeichen läuft durch flaches Wasser
KI-generiertes Bild: Parson Russell Terrier im Wasser

Auf einen Blick: Laut FCI-Standard liegt die Idealgröße bei 36 cm für Rüden und 33 cm für Hündinnen; der AKC nennt 6 bis 8 kg und eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Er ist selbstbewusst, energiegeladen, fröhlich und freundlich, hat aber einen starken Jagdtrieb und braucht viel Beschäftigung.

Inhalt (11 Abschnitte)

Parson Russell Terrier kaufen

Steckbrief
  • Preis eines Welpen: Ein Parson Russell Terrier-Welpe hat keinen festen Preis. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
  • Für Anfänger geeignet?: Diese Rasse ist nicht ideal für Anfänger, da der Terrier einen starken Jagdtrieb hat und viel Bewegung sowie konsequente Erziehung benötigt.
  • Größe der Hunderasse: Der Parson Russell Terrier gehört zu den kleinen Hunderassen, mit einer idealen Schulterhöhe von 36 cm bei Rüden und 33 cm bei Hündinnen (FCI). Der American Kennel Club (AKC) nennt ein Gewicht von etwa 6 bis 8 kg.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Laut AKC liegt die Lebenserwartung bei 13 bis 15 Jahren.
  • Alternative Namen: Bis 1999 hieß die Rasse in Großbritannien Parson Jack Russell Terrier. Der kurzbeinigere Jack Russell Terrier ist eine eigene Rasse (FCI-Standard Nr. 345).

Kaufen Sie Ihren Welpen bei einem Züchter, der einem FCI-Verband angeschlossen ist (in Deutschland dem VDH). Laut AKC lassen verantwortungsvolle Züchter ihre Hunde unter anderem auf Patellaluxation, angeborene Taubheit, spät einsetzende Ataxie, spinozerebelläre Ataxie und bestimmte Augenerkrankungen untersuchen. Lassen Sie sich die Befunde beider Elterntiere zeigen. Züchter finden Sie in unserem Verzeichnis unter Parson Russell Terrier Züchter, weitere Tipps im Ratgeber Welpen kaufen.

Parson Russell Terrier im Überblick

Die FCI führt den Parson Russell Terrier in Gruppe 3 (Terrier), Sektion der hochläufigen und mittelgroßen Terrier; eine Arbeitsprüfung ist freiwillig. Laut Standard ist er ein Arbeitsterrier, der in den Bau gehen kann: ausdauernd, beweglich und ohne Übertreibungen gebaut, etwas länger als hoch. Narben aus der Jagdarbeit gelten nicht als Fehler.

Herkunft und Geschichte

Die Rasse entstand im 19. Jahrhundert im Süden Englands. Benannt ist sie nach Reverend John Russell, dem „Sporting Parson“, der neben seinem Amt vor allem für die Jagd lebte (AKC). Seine Terrier sollten mit den Foxhounds zusammenarbeiten und den Fuchs über und unter der Erde verfolgen. Russell wollte selbstständige Problemlöser, und eigene Ideen haben Parsons bis heute.

Mädchen umarmt einen rauhaarigen weiß-lohfarbenen Parson Russell Terrier auf einer Wiese
© Harald07 – Fotolia.com

Nach der Überlieferung baute Russell seine Zucht auf der Hündin „Trump“ auf, die er von einem Milchmann erworben haben soll. Ob er ein genau geplantes Zuchtprogramm verfolgte, ist nicht bekannt. Nach seinem Tod wurde der Name „Jack Russell“ laut AKC für alle möglichen Arbeitsterrier verwendet, die seinen Hunden oft kaum ähnelten. Arthur Heinemann verfasste 1904 einen ersten Standard und gründete 1914 den Parson Jack Russell Terrier Club (AKC).

Der britische Kennel Club erkannte den hochbeinigen Typ 1990 als Parson Jack Russell Terrier an, 1999 wurde der Name in Parson Russell Terrier geändert (Parson Russell Terrier Club, Großbritannien). Die FCI nahm die Rasse 1990 vorläufig und 2001 endgültig an.

Größe, Gewicht und Aussehen

Der FCI-Standard nennt eine Idealgröße von 36 cm für Rüden und 33 cm für Hündinnen. Wichtiger als ein genaues Maß sind Gesundheit und Ausgewogenheit; als Faustregel soll sich der Brustkorb hinter den Schultern mit zwei durchschnittlich großen Händen umspannen lassen, damit der Hund in den Fuchsbau passt. Der AKC gibt ein Gewicht von etwa 6 bis 8 kg an.

Fell und Farben

Das Fell kann rau, gebrochen (Stichelhaar) oder glatt sein. In allen Fällen ist es von Natur aus hart, flach anliegend, dicht und hat gute Unterwolle, sodass es vor Wetter schützt. Getrimmtes Fell soll natürlich aussehen und nie geschoren wirken (FCI).

Erlaubt sind Weiß oder überwiegend Weiß mit lohfarbenen, zitronenfarbenen oder schwarzen Abzeichen sowie jede Kombination daraus. Die Farbe sitzt am besten an Kopf und Rutenansatz, ein wenig Farbe am Körper ist zulässig (FCI).

Charakter und Wesen

Laut FCI-Standard ist der Parson Russell Terrier selbstbewusst, energiegeladen, fröhlich, kühn und freundlich. Der AKC beschreibt ihn als verspielten, verschmusten Begleiter mit großer Lebensfreude, der immer mitmachen will. Zugleich hat er einen starken Jagdtrieb (AKC).

Mit Kindern kommt er gut aus, wenn er gut sozialisiert wurde; grobe Behandlung lässt er sich aber nicht gefallen (AKC). Erklären Sie Kindern deshalb früh, wie sie respektvoll mit dem Hund umgehen.

Erziehung und Beschäftigung

Für die Erziehung brauchen Sie laut AKC Konsequenz, eine freundliche Stimme und Humor. Parsons langweilen sich schnell; kurze, abwechslungsreiche Übungseinheiten mit Lob und Belohnung funktionieren am besten. Für Hundesportarten, die Schnelligkeit, Wendigkeit und Köpfchen verlangen, etwa Agility, ist er sehr gut geeignet.

Ein ausgedehnter Spaziergang im Wald, bei dem er jedes Loch untersuchen darf, ist für ihn ein guter Tag. Wegen seines Jagdtriebs gehört er unterwegs meist an die Leine (AKC). Lange allein in der Ecke zu liegen, ist nichts für ihn – er passt zu aktiven Menschen.

Pflege und Gesundheit

Beide Felltypen brauchen regelmäßiges Bürsten: das glatte Fell mit einer festen Bürste oder einem Handschuh, das raue mit einer Zupf- oder Nadelbürste. Raues Fell muss zusätzlich getrimmt werden, damit die längeren Haare nicht verfilzen. Ein Bad im Monat reicht meist, die Krallen werden etwa monatlich gekürzt, die Ohren wöchentlich kontrolliert (AKC).

Die meisten Parsons sind laut AKC gesund. Fragen Sie beim Züchter nach den Untersuchungsergebnissen der Elterntiere (siehe Kaufabschnitt) und wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen an Ihre Tierarztpraxis.

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Häufige Fragen

Wie groß wird der Parson Russell Terrier?

Laut FCI-Standard Nr. 339 beträgt die Idealgröße 36 cm für Rüden und 33 cm für Hündinnen. Der AKC nennt ein Gewicht von etwa 6 bis 8 kg.

Wie alt wird ein Parson Russell Terrier?

Der American Kennel Club gibt eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren an.

Ist der Parson Russell Terrier für Anfänger geeignet?

Er ist nicht ideal für Anfänger, da er einen starken Jagdtrieb hat und viel Bewegung sowie konsequente Erziehung benötigt.

Was kostet ein Parson Russell Terrier?

Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.

Was ist der Unterschied zum Jack Russell Terrier?

Beide gehen auf die Terrier von Reverend John Russell zurück, sind heute aber zwei eigene Rassen. Der Parson Russell Terrier ist hochbeinig (Idealgröße 33 bis 36 cm), der Jack Russell Terrier (FCI-Standard Nr. 345) ist kürzer im Bein, etwas länger als hoch und misst 25 bis 30 cm.

Wie wird das Fell des Parson Russell Terrier gepflegt?

Das Fell ist rau, gebrochen oder glatt. Alle Varianten werden regelmäßig gebürstet; raues Fell muss zusätzlich getrimmt werden, damit es nicht verfilzt.

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Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.

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