West Highland White Terrier: Charakter, Größe, Haltung und Pflege

Auf einen Blick: Der West Highland White Terrier, kurz „Westie“, ist ein kleiner weißer Terrier aus Schottland (FCI-Gruppe 3, Standard Nr. 85). Laut FCI-Standard misst er etwa 28 cm, der American Kennel Club (AKC) nennt ein Gewicht von 7 bis 9 kg und eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Er ist fröhlich, mutig, selbstbewusst und freundlich, ein guter Familienhund, hat aber den typischen Terrier-Dickschädel und jagdliche Anlagen. Sein raues Doppelfell braucht regelmäßige Pflege; traditionell wird es getrimmt, also von Hand gezupft.

Inhalt (11 Abschnitte)

Westie kaufen

Steckbrief
  • Preis eines Welpen: Einen festen Preis für einen West Highland White Terrier-Welpen gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
  • Geeignet für Anfänger: Der West Highland White Terrier ist aufgrund seines freundlichen und ausgeglichenen Wesens gut für Anfänger geeignet. Allerdings erfordert er eine konsequente Erziehung, da er den typischen Terrier-Dickschädel besitzt.
  • Kleine Hunderasse: Mit einer Schulterhöhe von etwa 28 cm (FCI) und einem Gewicht von 7 bis 9 kg (AKC) gehört der Westie eindeutig zu den kleinen Hunderassen.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Der American Kennel Club (AKC) nennt für den West Highland White Terrier eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.
  • Alternative Namen: Der West Highland White Terrier wird oft einfach als „Westie“ bezeichnet und gehört zu den schottischen Terrier-Rassen; früher hieß er auch Poltalloch Terrier oder Roseneath Terrier (AKC).
Weißer West Highland White Terrier mit Halsband sitzt im Gras einer Hügellandschaft, im Hintergrund ein Schaf
KI-generiertes Bild: Westie auf einer Weide im Hügelland

West Highland White Terrier im Überblick

Weißes, raues Fell, kleine spitze Stehohren und ein wacher Blick unter buschigen Augenbrauen: Der West Highland White Terrier gehört zu den bekanntesten Terriern. Die FCI führt ihn in Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier), ohne Arbeitsprüfung; Ursprungsland ist Großbritannien.

Der FCI-Standard beschreibt ihn als klein, aktiv, schneidig und robust, mit einem ordentlichen Maß an Selbstbewusstsein. Wer mit ihm lebt, merkt schnell, dass es sich bei dem Westie um einen „großen“ kleinen Hund handelt.

Herkunft und Geschichte

Wie viele Terrier der Britischen Inseln wurde der Westie von Bauern und Landbesitzern gegen Ratten und anderes Raubzeug gezüchtet. Laut AKC beginnt seine Geschichte im 18. Jahrhundert beim Clan der Malcolms, der die kleinen weißen Terrier auf seinem Gut Poltalloch züchtete. Deshalb hieß die Rasse zeitweise Poltalloch Terrier, nach einem anderen schottischen Gut auch Roseneath Terrier. „West Highland“ steht für den Nordwesten Schottlands, wo die Hunde bekannt wurden.

Eine bekannte Legende erzählt der AKC so: Colonel Malcolm of Poltalloch soll einen seiner rötlichen Hunde, der aus dem Unterholz kam, versehentlich für einen Fuchs gehalten und erschossen haben. Daraufhin habe er beschlossen, nur noch weiße Hunde zu züchten, die man im Gelände gut erkennt.

Die erste Ausstellung für die Rasse fand laut AKC 1907 auf der Crufts in London statt. In den USA wurde sie 1908 zunächst als Roseneath Terrier registriert, am 31. Mai 1909 dann offiziell in West Highland White Terrier umbenannt.

Der AKC geht davon aus, dass die schottischen Terrier auf denselben Stamm zurückgehen. Eng verwandt sind:

Größe, Gewicht und Aussehen

Der FCI-Standard nennt eine Widerristhöhe von etwa 28 cm, ein Gewicht gibt er nicht vor. Der AKC nennt 28 cm für Rüden und 25 cm für Hündinnen sowie ein Gewicht von 7 bis 9 kg. Damit zählt der Westie zu den kleinen Hunderassen.

Laut Standard ist er kräftig gebaut, mit tiefer Brust, geradem Rücken und muskulösen Läufen. Die mittelgroßen Augen sollen so dunkel wie möglich sein und liegen unter buschigen Brauen, was ihm seinen scharfen, intelligenten Ausdruck gibt. Die kleinen Ohren stehen aufrecht und laufen spitz zu. Die Rute ist 13 bis 15 cm lang, möglichst gerade und wird munter getragen; kupiert werden darf sie laut FCI auf keinen Fall.

Kopfporträt eines weißen West Highland White Terriers vor dunklem Hintergrund
KI-generiertes Bild: Kopfporträt eines Westies

Fell und Fellpflege

Der Westie hat ein doppeltes Haarkleid: außen etwa 5 cm langes, hartes Deckhaar ohne Locken, darunter kurze, weiche und dichte Unterwolle (FCI). Einzige zulässige Farbe ist Weiß.

Laut AKC ist das Trimmen, also das Auszupfen der abgestorbenen Haare, die traditionelle Pflege des Terrierfells und für Ausstellungshunde Pflicht. Viele Familienhunde werden dagegen geschoren, damit das Fell ordentlich bleibt. Meist reicht ein Termin im Hundesalon alle vier bis sechs Wochen. Bürsten und kämmen Sie Ihren Westie täglich, baden Sie ihn wegen des harten Fells aber nicht zu oft.

Nasser West Highland White Terrier steht im flachen Wasser
Westie im flachen Wasser (© ckellyphoto – Fotolia.com)

West Highland White Terrier: Charakter

Der West Highland White Terrier besitzt ein freundliches und ausgeglichenes Wesen, ohne dabei langweilig zu sein. Der FCI-Standard beschreibt ihn als aufmerksam, fröhlich, mutig und selbstbewusst, aber freundlich. Der AKC nennt ihn klug, selbstsicher, anpassungsfähig und beim Spielen unermüdlich unterhaltsam.

Sein ausgeglichenes Wesen und seine Spielfreude machen den Westie zu einem guten Familienhund. Er tobt gern, bewegt sich viel und ist für Kinder ein guter Spielkamerad; der AKC bewertet seine Kinderfreundlichkeit sehr hoch. Mit anderen Hunden kommt er meist zurecht, wenn er gut sozialisiert ist, Begegnungen sollten Sie aber im Blick behalten.

West Highland White Terrier mit rotem Halsband steht auf Herbstlaub im Wald
KI-generiertes Bild: Westie im Herbstwald

Typische Eigenheiten des Westies

  • Dickschädel: Terrier wurden gezüchtet, um selbstständig zu arbeiten. Diese Unabhängigkeit kann die Erziehung laut AKC zur Herausforderung machen.
  • Jagdtrieb: Westies rennen laut AKC allem hinterher, was sich bewegt. Lassen Sie ihn deshalb nur in eingezäuntem Gelände frei laufen.
  • Bellfreude: Der AKC bewertet ihn als sehr bellfreudig und als aufmerksamen Wachhund.
  • Buddeln: Ursprünglich arbeitete er unter der Erde, und diesen Instinkt hat er laut AKC bis heute. Rechnen Sie damit, dass er im Garten auch einmal gräbt.

Haltung, Erziehung und Beschäftigung

Laut AKC tobt und spielt der Westie gern und freut sich über schöne Spaziergänge. Mit seiner Intelligenz und Energie macht er auch im Hundesport mit, etwa bei Obedience, Rally Obedience und Agility. Sein Erbe als Erdhund zeigt sich bei Bauarbeit-Wettbewerben, die der AKC als „Earthdog“ ausrichtet.

Er ist robust, will angeregt und bewegt werden und ist kein Schoßhund. Seine Erziehung verlangt dieselbe Konsequenz wie bei einem großen Hund. Der AKC empfiehlt geduldige, konsequente Übungen, die abwechslungsreich und fröhlich bleiben. Druck bringt bei einem Terrier wenig.

Ist der Westie ein Anfängerhund?

Ja, mit Einschränkungen. Wegen seines freundlichen Wesens und seiner handlichen Größe kommen auch Ersthalter gut mit ihm zurecht, wenn sie ihn konsequent erziehen und seinen Jagdtrieb ernst nehmen. Ein Besuch in der Hundeschule erleichtert den Start.

Gesundheit und Lebenserwartung

Der American Kennel Club (AKC) nennt für den West Highland White Terrier eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.

Laut AKC lassen verantwortungsvolle Züchter ihre Hunde unter anderem auf Herzerkrankungen und Patellaluxation untersuchen; empfohlen sind außerdem Untersuchungen der Hüften und der Augen sowie auf Craniomandibuläre Osteopathie, eine Knochenerkrankung des Kiefers bei jungen Hunden. Der FCI-Standard verlangt ausdrücklich eine Haut ohne offensichtliche Probleme. Putzen Sie die Zähne regelmäßig und lassen Sie Ihren Westie in der Tierarztpraxis regelmäßig untersuchen. Manche Hunde neigen laut AKC zu Übergewicht; behalten Sie Futter und Leckerlis im Blick.

Westie-Welpen vom Züchter

Kaufen Sie Ihren Westie bei einem Züchter, der Ihnen die Mutterhündin zeigt, die Welpen im Haus aufzieht und die Untersuchungsbefunde der Elterntiere vorlegen kann. Ein guter Züchter fragt auch Sie, wie Sie leben und wie viel Zeit Sie für den Hund haben. Worauf Sie beim Welpenkauf allgemein achten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber Welpen kaufen.

Westie-Welpe liegt im Gras und streckt die Zunge heraus
Westie-Welpe im Gras

Züchter gesucht? Im Züchterverzeichnis von welpen.de finden Sie West-Highland-White-Terrier-Züchter.

Immer wieder suchen auch erwachsene Westies ein neues Zuhause. Fragen Sie in Tierheimen oder bei einer Rassehilfe nach, wenn Sie einem älteren Hund eine Chance geben möchten.

Häufige Fragen

Wie groß und schwer wird ein West Highland White Terrier?

Laut FCI-Standard misst er etwa 28 cm. Der AKC nennt 28 cm für Rüden, 25 cm für Hündinnen und ein Gewicht von 7 bis 9 kg.

Wie alt werden Westies?

Der American Kennel Club (AKC) nennt eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.

Ist der Westie für Anfänger geeignet?

Ja, dank seines freundlichen und ausgeglichenen Wesens kommen auch Anfänger mit ihm zurecht. Er erfordert allerdings eine konsequente Erziehung, da er den typischen Terrier-Dickschädel besitzt.

Was kostet ein West Highland White Terrier?

Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.

Wie wird das Fell des Westies gepflegt?

Täglich bürsten und kämmen, dazu etwa alle vier bis sechs Wochen ein Termin im Hundesalon (AKC). Das Trimmen ist die traditionelle Pflege des Terrierfells und für Ausstellungshunde vorgeschrieben.

Ist der West Highland White Terrier ein Familienhund?

Ja, sein ausgeglichenes Wesen und seine Spielfreude machen ihn zu einem guten Familienhund. Er ist ein guter Spielkamerad für Kinder, liebt Bewegung, ist aber kein Schoßhund.

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Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.