Auf einen Blick: Der Komondor ist ein großer ungarischer Hirtenhund aus der Gruppe der Hüte- und Treibhunde, der laut American Kennel Club (AKC) vor rund tausend Jahren mit den Magyaren nach Ungarn kam und dort Tierherden bewacht. Auffällig ist sein elfenbeinfarbenes, zu dichten Zottelsträhnen verfilztes Fell, das an Kruppe und Lenden mindestens 20 bis 27 cm lang wird (FCI) und vor Kälte, Hitze und Nässe schützt. Laut FCI-Standard messen Rüden mindestens 70 cm und wiegen 50 bis 60 kg, Hündinnen mindestens 65 cm und 40 bis 50 kg; die Lebenserwartung liegt laut AKC bei 10 bis 12 Jahren. Der selbstbewusste, wachsame und eigenständige Hund ist Fremden gegenüber abweisend, seiner Familie eng verbunden und wegen seiner Eigenständigkeit nur bedingt für Anfänger geeignet.
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Der Komondor im Portrait
Die Hunderasse Komondor mit dem auffälligen Fell gehört der Gruppe der Hüte- und Treibhunde an.
Laut FCI-Standard kamen seine Vorfahren mit großer Wahrscheinlichkeit mit den wandernden Altmagyaren ins Karpatenbecken; der AKC datiert das auf etwa tausend Jahre zurück. Seither bewacht er Tierherden, sein Wesen ist demnach von Selbstbewusstsein und einem ausgeprägtem Schutzverhalten geprägt.
Aussehen
Der Komondor ist ein großer und kräftiger Hund. Rüden wiegen laut FCI-Standard 50 bis 60 kg, Hündinnen 40 bis 50 kg. Hündinnen sind mindestens 65 cm hoch, Rüden mindestens 70 cm.
Auffallend ist primär sein Fell: Der Körper ist von verfilzten, dichten Haarsträhnen bedeckt, die an Kruppe, Lenden und Oberschenkeln mindestens 20 bis 27 cm lang werden, an Kopf und Läufen kürzer. Die Fellfarbe ist laut FCI-Standard Elfenbein.
Komondor Charakter und Eignung
Aufgrund seiner ursprünglichen Aufgabe, Tierherden zu bewachen, ist der Komondor auch heute noch ein uneingeschränkt wachsamer Hund.
Gegen Fremde ist er zunächst abweisend, zu seiner Familie hält er jedoch eine enge Bindung, ohne dabei zu sehr verschmust zu sein.
Der Komondor verfügt über ein sehr selbstständiges Wesen, was ihm bei der Arbeit mit der Herde zugutekam, bei der Erziehung zum Familienhund jedoch viel Geduld erfordert. Uneingeschränkter Gehorsam auf Knopfdruck darf man von dieser Rasse nicht erwarten.
Der Komondor wird stets seinen eigenen Kopf behalten. Geduld, Liebe und Konsequenz sind stets von seinem Menschen gefordert – niemals jedoch eine grobe Hand!
Als Anfängerhund ist der Komondor nur bedingt zu empfehlen.
Wer bisher keine Erfahrung mit Hunden hat, sollte sich die Anschaffung gut überlegen. Ideale Besitzer des Komondors verfügen über Haus und Garten, denn die Rasse benötigt Auslauf und vor allem: eine Aufgabe!
Das Bewachen des Grundstücks wird dem Komondor zur Leidenschaft, was sich – manchmal zum Ärger der Nachbarn – in regelmäßigem Bellen bemerkbar macht.
Bedenken Sie unbedingt diesen Aspekt, bevor Sie sich für den Komondor entscheiden!

Der Komondor wird nicht zum Randalierer, wird er nur unzureichend bewegt. Dies sollte seinen Besitzer jedoch nicht dazu verleiten, ihn zu lange auf seinem Plätzchen liegenzulassen. Die Rasse benötigt viel Auslauf, Freiraum und aktives Spiel – auch beim Hundesport kann er seine Erfüllung finden.
Pflege des Komondor
Das auffällige Fell vermittelt den Eindruck, ständiger Pflege zu bedürfen, um keine unangenehmen Gerüche zu verbreiten. Dies entspricht zum Glück nicht den Tatsachen, macht man von Anfang an alles richtig. Wenn das Fell mit etwa 9 bis 10 Monaten zu verkleben beginnt, sollte man die „Zottelbildung“ fördern (AKC).
Dabei formt man die Haarsträhnen leicht mit den Fingern bis auf die Haut, sodass die Unterwolle keine unerwünschte Haarplatte bilden kann. Ein erwachsener Komondor benötigt später recht wenig Pflege.
Auf keinen Fall darf er gebürstet werden.
Gebadet wird er laut AKC mit verdünntem Hundeshampoo. Spülen Sie es restlos aus und lassen Sie das Fell vollständig trocknen, etwa mit Handtüchern und über Nacht vor einem kräftigen Ventilator; bleibt es feucht oder bleiben Shampooreste zurück, kann es unangenehm riechen.

Die einzelnen Haarsträhnen können auch etwas gekürzt werden. Eine Rasur ist jedoch nur an einzelnen Stellen, wie rund um die Geschlechtsorgane, ratsam.
Bedenken Sie: Das Fell schützt vor Kälte, Hitze und Nässe!
Suchen Sie nach einem Hund, der einen eigenen Kopf hat, Ihr Haus und Hof stets gut bewacht und zudem stets ein treuer Gefährte sein wird, ist der Komondor vielleicht die richtige Hunderasse für Sie.
Haben Sie bereits Erfahrung mit Hunden, verfügen Sie über Geduld und liebevolle Konsequenz, wird Sie diese Rasse nicht enttäuschen!
Nützliche Links
https://forum.hundund.de/herdenschutzhunde/
http://www.herdenschutzhund-service.de/
Häufige Fragen
Wie groß und schwer wird ein Komondor?
Laut FCI-Standard sind Rüden mindestens 70 cm hoch und wiegen 50 bis 60 kg, Hündinnen mindestens 65 cm bei 40 bis 50 kg.
Ist der Komondor für Anfänger geeignet?
Nur bedingt. Wegen seines starken Schutzinstinkts und seiner Eigenständigkeit erfordert er viel Geduld, Konsequenz und Erfahrung im Umgang mit Hunden.
Wie wird das Fell des Komondor gepflegt?
Ein erwachsener Komondor benötigt wenig Pflege; die Zottelbildung wird ab etwa 9 bis 10 Monaten durch Teilen der Fellplatten gefördert. Gebürstet wird er nicht; gebadet wird mit verdünntem Shampoo, danach gründlich ausspülen und vollständig trocknen (AKC).
Was kostet ein Komondor-Welpe?
Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.
