Auf einen Blick: Der Kaukasische Owtscharka, auch Kaukasischer Schäferhund genannt, ist ein großer Herdenschutz- und Wachhund aus dem Kaukasus und den Steppen Südrusslands (FCI-Gruppe 2, Standard Nr. 328). Laut FCI-Standard sind bei Rüden 72 bis 75 cm und bei Hündinnen 67 bis 70 cm Widerristhöhe erwünscht, das Mindestgewicht liegt bei 50 bzw. 45 kg. Er ist ausgeglichen, selbstsicher, furchtlos und sehr unabhängig und bewacht Familie und Grundstück entschlossen. Kein Hund für Anfänger; der AKC nennt eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren.

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Owtscharka kaufen
Kaufen Sie einen Kaukasischen Owtscharka nur bei einem Züchter, der einem FCI-Verband angeschlossen ist (in Deutschland dem VDH), und lernen Sie die Elterntiere kennen. Gerade bei einem so wehrhaften Hund zählt ein sicheres, ausgeglichenes Wesen der Eltern. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchthunde laut AKC genetisch testen. Erkundigen Sie sich außerdem beim Ordnungsamt, ob in Ihrem Bundesland für große Hunde besondere Regeln gelten. Züchter finden Sie in unserem Verzeichnis unter Owtscharka Züchter bei Welpen.de, Tipps für den Besuch im Ratgeber Welpen kaufen.
Kaukasischer Owtscharka im Überblick
Die FCI führt den Kaukasischen Owtscharka (russisch Kavkazskaïa Ovtcharka) in Gruppe 2, Sektion Molosser vom Berghundtyp, ohne Arbeitsprüfung. Als Herkunft nennt der Standard die UdSSR, die Patenschaft hat Russland. Verwendet wird er als Wach- und Schutzhund. Gefordert ist ein harmonisch gebauter, großer und kräftiger Hund mit starkem Knochenbau, etwas länger als hoch; Rüden sind deutlich maskuliner und massiger als Hündinnen.
Herkunft und Geschichte
Die Rasse geht laut FCI-Standard auf alte kaukasische Hunde zurück und war vom Kaukasus-Gebirge bis in die Steppen Südrusslands verbreitet. Kaukasien, die Landbrücke zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, ist eine vielfältige Landschaft aus Hochgebirge, Steppe und fruchtbaren Niederungen. Die Hunde schützten dort Herden und Häuser vor Raubtieren. Geprägt wurden sie nicht nur durch natürliche Auslese, sondern auch durch die Völker der Region.

Große molossoide Hunde im Heer des armenischen Königs Tigran II. werden laut FCI-Standard bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Die planmäßige Zucht begann in der Sowjetunion in den 1920er-Jahren. Gefördert wurden Kraft, Selbstsicherheit, Furchtlosigkeit, ein feines Gehör, gutes Sehvermögen und ein dichtes, wasserabweisendes Fell. Die FCI hat die Rasse 1984 endgültig anerkannt.
Größe und Gewicht

Der FCI-Standard nennt für Rüden eine erwünschte Widerristhöhe von 72 bis 75 cm, mindestens aber 68 cm, für Hündinnen 67 bis 70 cm, mindestens 64 cm. Größere Hunde sind erlaubt, wenn der Körperbau harmonisch bleibt. Beim Gewicht legt der Standard nur Untergrenzen fest: 50 kg für Rüden und 45 kg für Hündinnen. Der AKC gibt eine Spanne von etwa 45 bis 77 kg an.
Aussehen, Fell und Farben
Der Kopf ist groß und massiv, von oben gesehen keilförmig mit breiter Basis. Das Fell ist gerade, grob und abstehend mit gut entwickelter Unterwolle; Deck- und Unterhaar sollen jeweils mindestens 5 cm lang sein. Längeres Haar bildet Pinsel an den Ohren, eine Mähne um den Hals und Hosen an den Keulen, bei langhaarigen Rüden ist die Mähne besonders ausgeprägt. Sehr weiches, lockiges oder sehr kurzes Deckhaar gilt als schwerer Fehler (FCI).
Erlaubt ist jede einfarbige, gescheckte oder gefleckte Färbung. Ausgeschlossen sind Schwarz in jeder Form (eine dunkle Maske ist erlaubt), genetisches Blau und genetisches Braun sowie lohfarbene Abzeichen bei schwarzen, blauen oder braunen Hunden.
Charakter und Wesen
Laut FCI-Standard ist der Kaukasische Owtscharka ausgeglichen, aktiv, selbstsicher, furchtlos und unabhängig. Er ist seinem Menschen sehr ergeben und ein ausgezeichneter Wachhund. Aggressive oder sehr ängstliche Hunde sind von der Zucht ausgeschlossen.
Seinen Schutzauftrag nimmt er ernst: Der AKC weist darauf hin, dass die Rasse Familie und Grundstück stark beschützt und es deshalb schwierig sein kann, Besuch ins Haus zu lassen. Im Haus ist er meist eher ruhig, draußen aktiv. Wie er mit anderen Tieren der Familie zurechtkommt, hängt stark vom einzelnen Hund und seiner Aufzucht ab.

Erziehung und Haltung
Ein Kaukasischer Owtscharka braucht einen Menschen mit Erfahrung, Ruhe und Durchsetzungsvermögen. Beginnen Sie mit der Erziehung im Welpenalter, bleiben Sie konsequent und gerecht und üben Sie früh, wie er sich bei Besuch verhält. Laut AKC ist er sehr unabhängig und intelligent; Gehorsamstraining ist schwierig, aber machbar.
Ideal ist ein großes, sicher eingezäuntes Grundstück; unterwegs gehört er an die Leine (AKC). Ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis hat er nicht, er bringt aber gute Ausdauer für Spaziergänge und Wanderungen mit. Sein dichtes Fell erlaubt ihm, sich auch bei Kälte viel draußen aufzuhalten. In einer Stadtwohnung ist er fehl am Platz.

Pflege und Gesundheit
Wie viel Pflege das Fell braucht, hängt von der Haarlänge ab: Langhaarige Hunde sollten laut AKC täglich gebürstet werden, kürzer behaarte deutlich seltener. Im Fellwechsel fällt viel Unterwolle an. Kürzen Sie die kräftigen, schnell wachsenden Krallen regelmäßig und kontrollieren Sie die Ohren.
Fragen Sie den Züchter nach den Untersuchungen und Gentests der Elterntiere. Bei Fragen zur Gesundheit Ihres Hundes ist Ihre Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Häufige Fragen
Was kostet ein Kaukasischer Owtscharka Welpe?
Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
Ist der Owtscharka für Anfänger geeignet?
Nein, der Kaukasische Owtscharka ist kein Anfängerhund. Er braucht eine konsequente Erziehung und eine erfahrene Hand, denn er ist selbstsicher, unabhängig und beschützt Familie und Grundstück sehr entschieden.
Wie groß und schwer wird der Kaukasische Owtscharka?
Laut FCI-Standard Nr. 328 sind bei Rüden 72 bis 75 cm (mindestens 68 cm) und bei Hündinnen 67 bis 70 cm (mindestens 64 cm) erwünscht. Das Mindestgewicht beträgt 50 kg für Rüden und 45 kg für Hündinnen; der AKC nennt etwa 45 bis 77 kg.
Wie alt wird ein Kaukasischer Owtscharka?
Der American Kennel Club gibt eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren an.
Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Owtscharka?
Das hängt von der Haarlänge ab. Langhaarige Hunde sollten Sie laut AKC täglich bürsten, kurzhaarigere seltener; im Fellwechsel fällt viel Unterwolle an.
Ist der Zentralasiatische Owtscharka dieselbe Rasse?
Nein. Der Zentralasiatische Owtscharka ist eine eigene Rasse, die die FCI unter Standard Nr. 335 führt.
Ähnliche Rassen
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 328, Kaukasischer Owtscharka: http://www.fci.be/nomenclature/Standards/328g02-de.pdf
- American Kennel Club (AKC), Rasseprofil Caucasian Shepherd Dog: akc.org
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.
