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Airedale Terrier
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In Deutschland zählt der Airedale Terrier zu den bekanntesten Hunderassen. Er ist eine von der FCI anerkannte eigenständige Rasse und wird dort unter Haushunden in der Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 7 geführt. Wo der genaue Ursprung der Rasse liegt, ist nicht genau bekannt. Man geht allerdings davon aus, dass sie aus der Grafschaft Yorkshire in England stammt. Der "Aire" ist ein Fluss dort, und "dale" bedeutet Tal. Es ist davon auszugehen, dass Bauern im Tal des Aire dort die ersten Züchter des heute so populären Airedale Terriers waren. Möglicherweise wünschten sich die Arbeiter und Bauern damals einen in vielen Bereichen einsetzbaren Hund. Sie kreuzten dazu Otterhunde mit den mittelgroßen und damals schon sehr weit verbreiteten englischen Terriern. Man brachte auch noch das Blut von schottischen Schäferhunden und Gordon Settern in die Zucht mit ein. Dies geschah ungefähr zur Mitte des 19. Jahrhunderts. |
Das Airedale-Terrier Zuchtbuch verzeichnete seinen ersten Eintrag 1882, vier Jahre später erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse durch den britischen Kennel-Club.
Seine Erscheinung ist imposant und wird bestimmt durch seinen kräftigen Körperbau und seine drahtigen Haare. Die Haare des Airedale-Terriers verdienen besondere Beachtung: sie sind sehr dicht und ausgesprochen hart. Airedales haben sehr viel Unterwolle. Man sieht es einem Airedale an, ob er gut getrimmt ist oder nicht. Wird das Fell nicht regelmäßig fachmännisch gepflegt, wirkt der Hund schnell struppig und zerzaust.
Der Airedale ist am Kopf, an den Ohren und an den Läufen lohfarben (wird als "Tan" beschrieben), wohingegen er am Rücken und den Flanken dunkelgrau oder schwarz ist. In ganz wenigen Fällen ist dort die Farbe braun.
Die Widerristhöhe bei Rüden liegt zwischen 58 cm und 61 cm, bei
Hündinnen zwischen 56 cm und 59 cm. Das Gewicht beträgt 22 kg (Hündinnen)
bis 30 kg (Rüden). Mit dieser Größe und diesem Gewicht gilt
der Airedale als der größte englische Terrier, außerdem nennt
man ihn auch gerne den "König der Terrier".
In Deutschland sind der Foxterrier
und der Airedale-Terrier die bekanntesten Terrierarten. Der Airedale
fand in der Vergangenheit häufig Verwendung als Diensthund im militärischen
Bereich und bei der Polizei. Auch wenn man das kaum glauben mag: Airedales
wurden und werden dort weitaus häufiger eingesetzt als Schäferhunde!
Sie sind übrigens die einzige Terrierrasse, die als Schutzhund anerkannt
ist.
Dies ist bedingt durch ihre historische Entwicklung: bereits die ersten Züchter
der Airedales, die aus Farmern, Arbeitern, Bergleuten und Jägern bestanden,
hatten diese Rasse auf Vielseitigkeit gezüchtet. Bereits in der Entstehung
wurden diese Hunde sowohl für Hütearbeiten als auch für die
seinerzeit sehr beliebte Otterjagd eingesetzt. Auch als Wachhunde waren sie
beliebt und sogar in Hundekämpfen setzte man sie ein. Obwohl diese Hunde
optisch nicht ansprechend waren sah man sie oft in Begleitung der Damen, denn
sie waren ein wirksamer Schutz gegen Straßenräuber.
Das deutsche Militär entdeckte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
der Airedale-Terrier recht früh und brachte bereits 1894 eine Empfehlung
für diese Rasse heraus. Seitdem wurden diese Hunde in allen militärischen
Bereichen erfolgreich eingesetzt. Man schätzt ihn damals schon wegen
seiner unverwüstlichen Robustheit und seinem Mut. Im ersten Weltkrieg
waren alle deutschen Heereshunde Airedale-Terrier, im zweiten Weltkrieg betrug
ihr Anteil an den Heereshunden immerhin noch 33%, womit sie vor Dobermännern
und Boxern lagen.
Außerhalb des militärischen Einsatzbereichs wurden die Hunde gerne
z. B. auf der Bärenjagd in Kanada oder beim Jagen von Tigern in Indien
verwendet.
Bei seinen Besitzern ist der Airedale besonders beliebt wegen seiner Treue
und Zuverlässigkeit. Trotz seiner überdurchschnittlich ausgeprägten
Wachsamkeit und seines Mutes ist er nicht aggressiv. Mit anderen
Hunden versteht er sich fast immer sehr gut. Kindern gegenüber ist er
ausgesprochen freundlich und geduldig, daher eignet er sich sehr gut als Familienhund.
Überhaupt fühlt sich der Airedale in der Familie am Wohlsten und
sollte daher nicht im Zwinger gehalten werden. Er liebt das Zusammenleben
mit seiner Familie, dabei zeigt er sich freundlich und anhänglich.
Für Hundeanfänger ist der Airedale nur bedingt geeignet.
Wie allen Terriern, ist auch ihm eine gewisse Dickköpfigkeit zueigen,
gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Er benötigt
daher eine sehr konsequente und dabei liebevolle Erziehung. Besonders dankbar
wird er sein für jede Möglichkeit, an sportlichen Aktivitäten
mit seiner Familie teilzunehmen;als Begleiter beim Joggen und für Agility
ist er hervorragend geeignet.
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