Auf einen Blick: Bei der Anschaffung eines Hundes sollte auch die Wahl des Geschlechts gut überlegt werden. Der Volksmund hält Hündinnen für leichter handhabbar, anhänglicher und gelehriger, während Rüden als bestimmter und selbstbewusster gelten und stärker ihren Rang bestimmen wollen.

Die Autorin warnt jedoch vor Pauschalisierung, da es dominante Hündinnen ebenso wie friedfertige Rüden gibt und Rasseunterschiede die geschlechtsspezifischen Merkmale verwischen. Rüden markieren, streunen und reagieren stark auf läufige Hündinnen; Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig, wobei die Läufigkeit zwei bis drei Wochen dauert.

Ihr Fazit: Es gibt weder eine richtige noch falsche Wahl – bei liebevoll-konsequenter Erziehung spielt das Geschlecht keine große Rolle.

Rüde oder Hündin?

Der Volksmund sagt, dass Hündinnen leichter zu handhaben sind als Rüden. Sie seien anhänglicher, gelehriger, wollen selten ihren Kopf durchsetzen.

Nicht nur die Größe, die Rasse oder die Fellänge ist eine der vielen Entscheidungen, die man treffen muss, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte. Auch die Wahl des Geschlechts sollte gründlich überlegt werden.

Ich kenne allerdings eine Vielzahl äußerst dominanter Hündinnen, die keinem Streit aus dem Wege gehen und Rüden, die sich kleinlaut und friedfertig verhalten. Deswegen halte ich nichts davon, zu pauschalisieren.


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Preise zuletzt aktualisiert am: 9.10.2026


Es ist leider nicht möglich, grundlegende charakterliche Unterschiede aufzulisten, die hundertprozentig geschlechtsbezogen wären.

Viele Eigenschaften sind bei Rüden und Hündinnen verschieden stark ausgeprägt, obwohl man dies auch nicht wieder auf die ganze Bandbreite der Hunderassen auslegen kann.

 © laszlolorik - Fotolia.com
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Im Allgemeinen gelten Rüden in ihrem Auftreten bestimmter und selbstbewusster.

Sie versuchen stärker ihren Rang im Familienrudel zu bestimmen. Hündinnen hingegen haben den Ruf, dass sie sanfter, familienbezogener und anhänglicher sind.

Allerdings werden diese geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den einzelnen Rassen verwischt. So kann ein Golden Retriever-Rüde umgänglicher sein als eine Spitz-Hündin.

Im Verhalten zu anderen Hunden kommt es bei Rüden öfters zu Raufereien, die allerdings meistens glimpflich ausgehen. Kommt es bei den weiblichen Vertretern zu Meinungsverschiedenheiten, sieht die Situation schon anders aus und kann oftmals böse enden.

Obwohl man auch hier nicht pauschalisieren kann, meistens sind die Halter selbst es, die eine normale Rauferei durch ihr Eingreifen noch dramatischer enden lassen.

Manche Rüden haben einen sehr ausgeprägten Geschlechtstrieb, sie markieren durch häufiges Beinheben ihr Territorium und gehen auch gerne streunen, besonders dann, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind.

Ein Rüde, der eine läufige Hundedame riecht, will seinen Trieb befriedigen. Er wird unruhig, wimmert, heult, läuft weg und verweigert manchmal sogar die Nahrung.

Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig!

In dieser Zeit üben sie einen unwiderstehlichen Reiz auf alle nicht kastrierten Rüden in der Umgebung aus.

Die Läufigkeit dauert zwei bis drei Wochen, dabei wird die Hündin unruhig und aus der Scheide tritt blutiger Ausfluss aus. In der Vorbrunft, die etwa zehn Tage dauert, wehrt sie noch alle Rüden ab.

© Taylor Hutchens - Fotolia.com
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Das ändert sich jedoch, wenn die Hochbrunft beginnt, die einen Blutungsnachlass mit sich bringt und die Paarungsbereitschaft einläutet. Nähert sich von nun an ein Rüde in eindeutiger Situation, lässt sie sich beschnuppern und legt den Schwanz zur Seite.

Ich persönlich hatte schon beiderlei Geschlechter als Familienhunde, aber geplant war dies nie. Meine Hunde kamen entweder per Zufall oder als „Bauchgefühl“ zu uns.

Mit den Rüden waren die Spaziergänge manches Mal kein Zuckerschlecken, sei es nun durch Rüdenbegegnungen oder läufige Hündinnen.

Mit Lilli sind wir sehr zufrieden, allerdings ist sie eine sehr anhängliche Sorte Hündin und hat einen sehr starken Schutzinstinkt, wenn es um unsere Kinder geht.

Fazit
Bezüglich des Geschlechtes gibt es meines Erachtens weder eine richtige noch falsche Wahl. Man muss halt mit den Konsequenzen des jeweiligen Geschlechtes klarkommen.

Wenn Sie Ihren Hund von Anfang an mit liebevoller Konsequenz erziehen, sollte die Wahl ob Rüde oder Hündin keine Bedeutung für das Zusammenleben mit Ihrem Hund haben.

Häufige Fragen

Sind Hündinnen wirklich leichter zu erziehen als Rüden?

Der Volksmund sagt das, doch die Autorin hält nichts von Pauschalisierung. Es gibt dominante Hündinnen und friedfertige Rüden, und Rasseunterschiede verwischen die geschlechtsspezifischen Merkmale.

Wie oft und wie lange werden Hündinnen läufig?

Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig. Die Läufigkeit dauert zwei bis drei Wochen; in der etwa zehntägigen Vorbrunft wehrt die Hündin die Rüden noch ab.

Wie verhalten sich Rüden gegenüber läufigen Hündinnen?

Ein Rüde, der eine läufige Hündin riecht, wird unruhig, wimmert, heult, läuft weg und verweigert manchmal sogar die Nahrung. Manche Rüden markieren häufig und gehen gerne streunen.

Rüde oder Hündin – was ist die bessere Wahl?

Nach Ansicht der Autorin gibt es weder eine richtige noch eine falsche Wahl. Bei liebevoll-konsequenter Erziehung von Anfang an sollte das Geschlecht keine Bedeutung für das Zusammenleben haben.

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