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hundelexikon

Hundelexikon

Von A-Z – Fachbegriffe rund um den Hund

Viel Spass beim Stöbern im Hundelexikon von Welpen.de

Hundelexikon Begriffe – A

Aalstrich
Langer, schmaler, und dunkler Haarstreifen in der Mitte des Rückens, welchen man als Aalstrich bezeichnet.

AAM Angeborener Antriebs-Mechanismus
Im Zusammenspiel mit den angeborenen und erworbenen AM bewirkt er, dass Organismen spontan aktiv werden, volkstümlich „Trieb“ genannt. Das Tier reagiert auf einen Reiz.

AAM [Angeborener Auslöse Mechanismus]
Man kann dies auch als angeborenes Erkennen oder Instinkthandlung bezeichnen. Es ist die Vorstellung von einer dauernd auflaufenden zentralen Erregungsproduktion im Gehirn, die durch zuständige Stellen dauernd in Schranken gehalten wird. Diese Hemmungen müssen im biologisch richtigen Augenblick beseitigt werden.

Beispiel: Der Suchautomatismus beim Welpen – ein rhytmisches Kopfpendeln beim Brustsuchen – wird dann gehemmt, wenn der Welpe mit dem Mund die Brustzitze berührt.

Aasfressen
Nicht erwünschte Eigenschaft aus der Wildhundvergangenheit zum Ausgleich des Säure- und Basengleichgewichts. Aas (reifgewordenes Fleisch) ist im Gegensatz zu verdorbenem Fleisch ungefährlich.

Abbrechen
Einem Hund, der sich in einem Stück Wild verbissen hat, mit einem Knebel oder Prahm (T-förmiges Stück Eisen) das Maul öffnen

Abdomen
Bauchhöhle, ist von der Brusthöhle durch das Zwerchfell getrennt. Die Bauchhöhle wird von Bauchfell ausgekleidet. Sie enthält die Bauchorgane.

Abhalsen
Abnehmen des Halsbandes

Ablegen
Erziehung zum Platznehmen – und halten. Der Hund darf seinen Platz nur auf Befehl verlassen.

Ableinen
Den Hund von der Leine lösen

Abpfeifen
Rufen des Hundes durch besonderen Pfiff, z.B. mit der Hunde-Pfeife.

Abrufen
Den Hund durch einen Zuruf, Pfiff oder durch Sichtzeichen zur Rückkehr auffordern.

Abstammungsnachweis
Für jeden Rassehund wird von der Zuchtbuchstelle des Rassehundvereins eine Ahnentafel ausgestellt.

Abszeß
Ein Abszeß ist eine Eiterbeule

Abzahnen
Der Junghund wechselt in der Regel zwischen dem 4. und 7. Monat das Milchgebiss; in dieser Zeit braucht er kalkreiche Nahrung. Etwa ab den 9. Monat ist das bleibende Gebiss fertig ausgebildet.

Abzeichen
Unter Abzeichen verstejt man alle regelmäßigen und unregelmäßigen Flecken und/oder Farbverschiebungen im Fell.

Adult
Ausgewachsen, erwachsen, geschlechtsreif. Steht oft auf Hundefutterpackungen als Altersangabe.

Afterklaue, Afterzehe, Afterkralle
Auch unter Wolfskralle bekannt.

Bei einigen Hunderassen an der Innerseite der Hinterläufe wachsender Daumen. Afterkrallen sind häufig verkümmert. In der Regel werden sie bereits im Welpenalter entfernt, da eine latente Verletzungsgefahr besteht, wenn der Hund mit der Afterklaue im Gebüsch hängen bleibt. Bei manchen Rassen gehört die Afterkralle zum Zuchtstandard, sie wird bei diesen Rassen normalerweise nicht entfernt (z.B. Pyrenäenberghund).

Afterkralle
Als Afterkralle bezeichnet man die fünfte Zehe an der Innenseite der Hinterläufe; wird meist entfernt im Welpenalter um Verletzungen vorzubeugen. Bei manchen Rassen z.B. Berger de Brie (Briard), Beauceron werden die Afterkrallen aber nach dem Standard verlangt. Bei den vorgenannten Rassen sind die Afterkrallen sogar doppelt vorhanden.

Aggression
Aggression ist eine Sammelbezeichnung für alle Elemente des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhaltens. Es werden damit eine Vielzahl von Verhaltensweisen unterschiedlicher Bedeutung und Verursachung zusammengefasst. Aggression kann zwischen Artgenossen oder zwischen Angehörigen verschiedener Arten auftreten.

Aggressivität
Bedeutet die Bereitschaft zur gegnerischen Auseinandersetzung. Aggressivität ist viel ursächlich und entspringt nicht einem gemeinsamen Trieb, wie ehemals angenommen wurde.

Agility
Geschicklichkeitssport mit Hund

Agonistisches Verhalten
Agonistisches Verhalten steht als übergriff für sämtliche Verhaltensweisen, welche mit kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen Individuum in Zusammenhang stehen. Es umfasst dabei sowohl Angriffsverhalten als auch Fluchtverhalten, bezieht also aggressive und defensive Verhaltensweisen ein (Annähern, Imponieren, Drohen, Angreifen, Abwehren, Beschwichtigen, Unterwerfen, Fliehen).

Dem agonistischen Verhalten liegen lebensnotwendige Ansprüche hinsichtlich Raum, Nahrung, Fortpflanzungspartnern, Betreuung von Nachkommen zu Grunde.

Ahnentafel
Ahnentafel auch Pedigree genannt ist der Abstammungsnachweis eines Rassehundes. Die Ahnentafel wird vom jeweiligen Zuchtbuchamt ausgestellt und gibt Auskunft über Herkunft und Rassereinheit des Hundes.

Ahnenverlust
Vererbbare Eigenschaften, die aber nach zwei oder mehreren Generationen nicht mehr auftreten und der Zuchtlinie verloren gehen.

Albinismus (Albino)
Durch Mangel von Farbpigmenten nahezu weisse Tier, dessen Augen rötlich erscheinen.

Albino
Als Albino wird ein Tier mit vererbbarem, unerwünschten Mangel von Farbstoffen (Pigmenten) in der Haut und den Haaren bezeichnet.

Alpha Tiere
Viele Wirbeltiergesellschaften weisen eine soziale Hierarchie, eine so genannte Rangordnungsstruktur auf. Im extremen Fall ist dabei der ganze Verband durchstrukturiert und jedes Tier hat einen festen sozialen Status. An der Spitze der Hierarchie steht das Alpha Tier.

Auch in Wolfsrudeln existiert eine Rangordnungsstruktur mit einem weiblichen und männlichen Alpha-Tier an der Spitze. Leben mehrere Hunde zusammen, entwickelt sich ebenfalls eine Rangordnung. Sie ist meistens nicht so fest gefügt wie beim Wolf. Im Sozialverband von Mensch und Hund sollte unbedingt der Mensch die Rolle des Alpha-Tiers einnehmen.

Alpha-Tier
Ein Begriff aus der Verhaltensforschung. Als Alpha-Tier bezeichnet man das ranghöchste Tier im Hunderudel

Altruismus
Uneigennütziges Verhalten, das hauptsächlich in 3 Bereichen auftritt: gegenseitiges Warnen und Verteidigen, Hilfe bei der Aufzucht von Jungtieren und bei der Übergabe von Nahrung an Nachkommen oder Rudelmitglieder

Anal-Fissur
Eine Analfissur ist ein Längsriss der Schleimhaut im Bereich des äusseren Enddarms. Durch die Gefahr zur Entzündung und einer unvollständigen Abheilung sprechen Mediziner auch von einem Ulkus (Geschwür).

Analfissuren gehören zu den Enddarmerkrankungen. Es gibt die akute und chronische Analfissur. Symptome werden oft als Zeichen von Hämorrhoiden fehlgedeutet.

Analdrüse
Die Analdrüsen befinden sich neben der Afteröffnung des Hundes. Sie produzieren eine stark riechende, schwarze Paste die mit Kot zusammen abgesetzt wird. Der Geruch diese Analdrüsensekretes ist im gesamten Revier des Hundes vorhanden und identifiziert den Hund einem fremden Hund gegenüber als Revierinhaber.

Analgesicht
Durch Absonderungen der Analdrüse ergibt sich eine individuelle Duftvisitenkarte im Analbereich des Hundes

Analkontrolle
Begrüssungsritual zwischen Hunden. Durch gegenseitiges Präsentieren und ausgiebiges Beschnüffeln der Analregion wird der fremde Hund „erforscht“.

Antihormon
Synthetische Stoffe, welche eine Wirkung von Sexualhormonen aufheben, wie zum Beispiel Steroide. Die gebräuchlichsten sind die Antiandrogene, wieB.Cyproteron und Cyproteronacetat, für Östrogene (Tamoxifen). Die Läufigkeit der Hündin läßt sich durch Hormongaben unterdrücken durch zum Beispiel Dolvosteron.

Angeborene Lerndispositionen
Nicht jedes Tier lernt zu jeder Zeit gleich gut. Das Lernen ist vielmehr programmiert: durch angeborene Lernbegabung oder sensible Zeitspannen, in denen aus Erfahrung etwas Bestimmtes wird.

Angstbeisser
Scheue und ängstliche Tiere können sich zu sogenannten Angstbeissern entwickeln. Nähert man sich solchen Hunden und überschreitet dabei die imaginäre, kritische Distanz des scheuen Hundes, löst dies beim Hund den Fluchttrieb aus.

Dabei kann es aber auch zu einem Angriff durch den Hund kommen. Dies beruht auf seinen Selbstverteidigungstrieb. Der Hund beisst aus Angst vor einer, aus seiner Sicht, bedrohlichen Situation.

Ankörung
Junghunde werden bei der Ankörung auf die Zuchttauglichkeit, nach dem Standard der jeweiligen Rasse, geprüft. Die Körung entscheidet über die Zulassung zur Zucht.

Anthropomorphismus
Anthropomorphismus (griechisch anthropos: Mensch; morphein: bilden, formen) ist die Vorstellung oder Unterstellung von menschlichen Eigenschaften und Verhaltensweise in der Natur.

Hierbei werden den Tieren Verhaltenseigenschaften zugesprochen, die höheres Bewußtsein oder sogar Einsicht voraussetzen. Diese weit verbreitete Tendenz verhindert die artgerechte Haltung von Tieren in Menschenobhuten und sorgt häufig für Mißverständnisse.

Antiphlogistikum
Entzündungshemmendes oder –abschwächendes Arzneimittel, wirkt u.a. durch Hemmung der Histaminbildung; es bestehen fließende Übergänge zwischen Antiphlogistikum und Antirheumatikum

Apfelkopf
Kopfform bei einigen Zwerghundrassen, die der eines Apfels ähnelt, z.B. Chihuahua

Appetenz -Verhalten
Tendenz, die sich auf das Erreichen eines Zieles ausrichtet: ein Bedürfnis.

Beispiel
Ein Hund, der „Appetit“ nach dem Jagen und Beutemachen bekommt, strebt danach, durch Totschütteln und Zerbeissen einer natürlichen oder Ersatzbeute (Gegenstände) dieses Bedürfnis abzureagieren.

Apportieren
Das Bringen von Gegenständen, in der Regel auf Befehl. Das Apportieren ist für den Hund eine natürliche Verhaltensweise und kommt aus dem Jagdverhalten (Beutetragen).

Ascaridae
ascaridae ist ein anderer ausdruck für spulwürmer. Ascariden [lat. Ascaridae], Spulwürmer

Aufreiten
Bezeichnung für das Bespringen des Sexualpartners, aber auch als Frustrations- oder Dominanzgeste.

Aujetzki- Virus
Rohes Schweinefleisch ist für Fleischfresser wie Hund, Katze und Frettchen überaus gefährlich, da es oft das Aujetzki- Virus enthält. Für den Menschen ist dieses Herpesvirus unbedenklich, Tiere können daran sehr schwer erkranken. Besonders dringlich sind Hundehalter vor der Verfütterung roher Schweineknochen zu warnen. Sie enthalten das Virus ebenfalls!


Hundelexikon Begriffe – B

Backenpartie
In der Backenpartie treffen Ober- und Unterkiefer zusammen

Befederung
Als Befederung bezeichnet man das lange Haar an Ohren, Brust, Läufen, Bauch und Rute

Behang
Herabhängende Ohren bei Hunden bezeichnet man als Behang.

Behindertenbegleithund
Das Einsatzgebiet von Behindertenbegleithunden ist bei Behinderten mit Schwerbehindertenausweis. Die Hunde werden, nach einem umfangreichen Grundprogramm, individuell für den und mit dem Behinderten ausgebildet. Ausbildungsdauer ca. 2 Jahre. Die Ausbildung beginnt bereits in der ersten Lebensminute.

Belegen
Das Decken der Hündin durch den Rüden wird als Belegen bezeichnet.

Blendling
Der zoologisch richtige Ausdruck für Bastard oder Mischling

Blenheim
Farbbezeichnung für kastanienbraun und weiß

Blesse
Weißer Streifen vom Schädel zur Nasenspitze

Blue Merle
Auch Blauschecke genannt. Tigerung bei Collies, Doggen und Dackel. Die Erbanlage Merlefaktor kann von Mißbildungen wie Blindheit und Taubheit begleitet werden


Begriffe – C

Caniden
Hundeartige Rudeltiere der Familie Canidae

Caninus
Eckzahn, Fangzahn, Hakenzahn, Hundezahn. Kommt in Ober- und Unterkiefer jederseits in der Einzahl vor.

Championat
Siegertitel für Hunde, die dem Zuchtziel, dem Standard der Rasse am nächsten kommen

Charakter
Summe der Eigenschaften und Eigentümlichkeiten, die die Individuen einer Rasse besitzen oder die bei ihnen gehäuft vorkommen: Temperament, Lernfreudigkeit, Ausdauer, Kampftrieb oder besondere Anhänglichkeit

Chip
Ein am Hals unter die Haut implantierter Microchip übermittelt einem Lesegerät einen Zahlencode. Anhand des individuellen Codes kann der Hund eindeutig identifiziert werden

Chromosomen
Träger der Erbanlagen, Hunde haben 39 Chromosomenpaare

Coursing
Hetzen eines im Zickzackkurs gezogenen künstlichen Hasens im Windhundesport. Bewertet werden die Schnelligkeit und die Geschicklichkeit


Hundelexikon Begriffe – D

Daumen
Unter dem Daumen eines Hundes versteht man die Afterklauen an den Innenflächen der Vorderläufe

Defektzucht
Bezeichnung für Rassen, denen zwecks Schönheitsideals körperliche Schäden angezüchtet wurden. Beispiel: franz. Bulldogge, die wegen des großen Kopfes aber schmalen Beckens per Kaiserschnitt zur Welt kommen muss

Demutshaltung
Unterwürfiges Verhalten mit dem Ziel, eine Auseinandersetzung zu vermeiden oder eine Kampfaufgabe

Dermatitis
Hautentzündung, bei der auch die tieferen Hautschichten einbezogen sind.

Diabetes
Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Zuckerkrankheiten, Diabetes mellitus und Diabetes insipidus. Bei der ersteren ist der Hund extrem durstig. Der Bauch wird geschwollen und hart im Gegensatz zum restlichen Körper, der abgezehrt und ausgemergelt ist. Es werden große Mengen hellfarbigen Urins ausgeschieden, der bei der Untersuchung den Zuckergehalt zeigt.

Der Diabetes insipidus zeigt ähnliche Symptome wie der Diabetes mellitus, ist jedoch dadurch charakterisiert, daß der Urin kein Zucker enthält. Diabetes mellitus ist im allgemeinen die Begleiterscheinung von schweren Krankheiten, z. B. Nierenschäden.

Die Nahrung muß überwiegend aus Fleisch bestehen. Die sicherste Behandlung ist die lnsulin-Spritze; deshalb ist es unerläßlich, den Hund zum Tierarzt zu bringen.

Domestikation
Haustierwerdung einer Wildtierart

Doppelfell
Doppellagiges Fell aus warmer, wasserabweisender Unterwolle und wetterfestem Deckhaar

Drahthaar
Dichtes kurzes, harsches Haar wie beispielsweise beim Deutsch Drahthaar (Jagdhund)

Drohung
Deutlich angezeigte Angriffsbereitschaft zur Verteidigung des Territoriums, eines Beutestückes oder in einer Auseinandersetzung um die Rangfolge

Duftmarken
Der Hund betrachtet sein Revier als Eigentum und versieht es mit Urin als Zeichen des Besitzanspruches

Dysplasie
Die Fehlentwicklung oder Fehlbildung wie zum Beispiel die der Hüftgelenkpfanne bei der Hüftgelenksdysplasie (siehe auch HD).


Hundelexikon Begriffe – E

EAM Erworbener Auslöse Mechanismus
Der Welpe erwirbt durch Lernprozesse zu seinem angeborenen AM Erfahrungen hinzu. Hat er einmal eine schlechte Erfahrung gemacht, meidet er oder unternimmt weitere Versuche, bis er begreift, dass die Erfahrung schlecht bleibt.

Ektopium
Ausstülpung des (unteren) Augenlides als rassetypisches Merkmal oder als Defekt infolge einer Nervenlähmung

Entropium
Die krankhafte Einwärtsstülpung des oberen Lidrandes

Erbkoordination
Im Verhaltens-Vorrat eines Lebewesens trifft man auf wiedererkennbare (formkonstante) Bewegungen, die nicht erst gelernt werden müssen.

Sie sind – wie körperliche Merkmale – Kennzeichen. Man kann auch von einem angeborenen Können sprechen. Erbkoordination ist das entscheidende Kriterium der Bewegungsabläufe.

Erdarbeit
Eindringen des Hundes in den unter der Erde liegenden Bau von Füchsen oder Kaninchen

Ergrauen
Beginnt meist im Alter von 6 Jahren an den Lippen und am Kinn, schreitet über die Backen und Nase fort

Erkundungsverhalten
Aufsuchen und Untersuchen einer neuen Reizsituation ohne Notwendigkeit. Dieses Tritt nur im spannungsfreien Feld auf

Extinktion
Das Verschwinden erlernter Verhaltensweisen durch das Ausbleiben der entsprechenden Verstärker


Hundelexikon Begriffe – F

Fahne
Lange Haare an der Unterseite der Rute.

Fang
Schnauze des Hundes.

Farbschläge
Verschiedenartige Fellfärbungen bei ein und derselben Rasse, z.B. beim Cocker, Border Collie etc

Fass
Zuruf des Hundeführers als Befehl, den Gegner festzuhalten

Fassbeinig
Fehlerhafte Stellung der Beine (O-Beine), bei der die Sprunggelenke nach auswärts gebogen sind

FCI
FCI ist die Abkürzung des Fédération Cynologique Internationale. Dies ist die Internationale kynologische Vereinigung, welche 1912 in Thin/Belgien gegründet wurde.

Federn
Als Federn werden die langen, weichen Haare auf der Rückseite der Vorderläufe bei Settern und Spaniels bezeichnet

Feldarbeit
Bei der Feldarbeit läuft der Hund in weiten Bögen das Feld ab, immer mit Sichtkontakt zum Jäger. Bei den Jagdhunderassen unterscheidet man neben der Feldarbeit die Wald- und die Wasserarbeit.

Fersenbiss
Der Fersenbiss gehört zum Spielrepertoire des jungen Wolfes und wurde vom erwachsenen Hund beibehalten, gehört zur Hütearbeit

Fesseln
Andere Bezeichnung für Vordermittelfuss

Flanke
Körperseite zwischen der letzten Rippe und der Hüfte

Fledermausohr
Als solches wird ein längliches, an der Basis breites Stehohr mit abgerundeter Spitze, wie bspw. bei der Französischen Bulldogge, bezeichnet.

Fransen
Bezeichnung für die langen Haare am Ohr, wie beim Afghanen oder Cocker

Fähe
Zoologisch korrekte Bezeichnung für weibliche Wölfe, Füchse und Dachse

Fährte
Geruchspur oder Schweissspur (Blutspur) des Wildes, der ein Jagdhund zu folgen vermag (z.B. Bluthund, Basset Hound).

Druck- und Duftabdrücke eines menschlichen Fusses auf der Erde, die dem Hund den Weg zum HF (Hundeführer) bzw. bei Verbrechersuche zum Täter führen.

Fährtenhund
Speziell auf das Folgen einer Fährte ausgebildeter Hund. Für Gebrauchshunde gibt es die Fährtenhundeprüfung, für Jagdhunde spezielle Jagdprüfungen .

Fährtenleine
Mehrere Meter lange Leine, Riemen, zur Arbeit auf der Fährte.


Hundelexikon Begriffe – G

Galopp
Schnellste Gangart des Hundes. Der Galopp ist ein Springen im Dreitakt. Der Hund setzt gleichzeitig seine beiden Vorderpfoten, dann die beiden Hinterpfoten auf. Dann verschiebt sich das Auflagerungsgewicht von den Vorder- auf die Hinterpfoten, der Körper wird hochgestemmt, die Vorderpfoten greifen erneut nach vorne aus.

Gangarten
Die natürlichen Gangarten des Hundes sind: Schritt, Trab, gemässigter und heftiger Galopp. Ein sich frei bewegender Hund läuft meist im Trab, auch Trollen genannt.

Gebiss
Das Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen. Ober- und Unterkiefer können je nach Rassestandard mit Scherenbiss oder mit Zangenbiss schlissen.

Gebärden
Der Hund hat eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten in Stimme und Gebärden. Die Gebärden zeigen im Gesicht, in der Haltung des Kopfes, besonders der Ohren, in den Augen, in der Haltung des Rumpfes und der Rute die jeweiligen Gemütsstimmung des Hundes an. Sehr markant sind Demutsgeste, Imponiergehabe, Drohstellung, Freude, Trauer und Schmerz.


Hundelexikon Begriffe – H

Hundesteuer
Die Hundesteuer dient den Gemeinden zur Einnahmebeschaffung.
Ordnungspolitisches Ziel ist es, durch die Erhebung einer Hundesteuer die Zahl der gehaltenen Hunde zu begrenzen.

Die Geschichte der Hundesteuer reicht bis in die Zeit um 1500 zurück. Damals wurde die Hundesteuer in Form von Kornabgaben (Roggen, Gerste, Hafer) erhoben. [Hundekorn]


Hundelexikon Begriffe – I

Impfplan
Herkömmlich
6. – 7. Woche – Parvovirose (P), Zwingerhusten
8. – 9. Woche – Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLP)
12. – 13. Woche – Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLPT)
15. – 16. Woche – Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLPT)

Im höheren Alter reicht auch bei herkömmlicher Praxis eine Dreifachimpfung gegen Parvo, Leptospirose und Tollwut.

Instinkt: [Anreiz, Eingebung], natürliches und unbewusstes Verhalten in Entscheidungs-Situationen. (Instinkt Verhalten)

Gegensatz: bewusst verstandesmässiges, erlerntes Verhalten.
Instinkte sind Verhaltensmuster, deren prinzipielle Elemente in den Genen kodiert sind.

Intelligenz
Intelligenz ist ein reiner Leistungsbegriff. Sie setzt sich zusammen aus genetischer Veranlagung, psychologischer Wahrnehmung und Lernfähigkeit. Auch halbwegs aussagekräftige, biologische Intelligenztests können niemals aus dem rein humanpsychologischen Bereich stammen, nur aus dem biologischen, also etwa Überlebens- und Lernfähigkeit.


Hundelexikon Begriffe – J

Jaulen
In verschiedenen Tonhöhen abgegebener Hundelaut von sehr vokalischem Klang.

Junghund
Nach dem Welpenzeit spricht man bis zum Alter von 18 Monaten vom Junghund.


Hundelexikon Begriffe – K

Konditionierung
Konditionieren (Bedingen) heisst in der Lernpsychologie: das Ausbilden bedingter Reaktionen (Reflexe), Ein unbedingter (angeborener) Reflex wird durch einen natürlichen Reiz ausgelöst (zum Beispiel das Augenschliessen bei Gegenwind).

Der angeborene Reflex kann jedoch auf einen unwirksamen (zum Beispiel für Hunde neutralen) Reiz übertragen (konditioniert) werden, indem dieser mehrmals mit dem angeborenen Reflex gekoppelt wird. Pawlowscher Reflex :

Klassische Konditionierung: Lernen, dass einem Reiz ein anderer folgenwird. Operative (instrumentelle) Konditionierung: Lernen, dass einer Aktion eine Konsequenz folgt.


Hundelexikon Begriffe – L

Läufigkeit
Fruchtbare Zeit der Hündin, auch Hitze genannt. Hündinnen werden in der Regel zweimal im Jahr läufig. Die erste Läufigkeit einer Hündin tritt meistens zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat ein, manchmal aber auch erst später.

Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn ihre Hündin mit 18 Monaten immer noch nicht läufig war. Oft sind es gerade Hündinnen großer Rassen, die etwas länger dafür brauchen. Die Dauer der Läufigkeit beträgt in der Regel etwa drei Wochen und wiederholt sich im Schnitt alle sieben Monate.

Lachen
Ein dem Lächeln ähnlicher Ausdruck kommt beim Hund zustande, wenn die Mundwinkel weit nach hinten und deutlich nach oben gezogen sind, wobei die Ohren nach hinten gelegt werden.

Öffnet sich das Maul leicht, so dass die Zunge sichtbar wird, und werden die Mundwinkel noch stärker aufwärts gebogen und die Fangspalte fast bis zu den Ohren auseinander gezogen, so nimmt sich das noch deutlicher aus. Am häufigsten erscheint dieser Ausdruck bei Spielstimmung und Wohlbehagen des Hundes.

Lager
Liege -und Ruhestätte des Hundes

Langhaar
Weiches langes Deckhaar (z.B. Irish Setter).

Lauern
Gespannte Erwartung oder wachsende Aufmerksamkeit, vom Hund durch Spitzen der Ohren, Heben des Kopfes und Stillstehen sowie regloses Tragen der Rute bekundet.

Laut
Sprache des Hundes; aus innerer Erregung oder auf Befehl (Gib Laut) ausgestossen. Man unterscheidet Sichtlaut, wenn ein Hund einem Stück Wild bellend (mit lautem Hals) folgt, solange er es sieht. Gibt der Hund dann noch Laut, wenn das Tier seinen Augen entschwunden ist, spricht man von Spurlaut. Andere Bezeichnung für Bellen oder Hals geben.

Gute Stöberhunde müssen fährtenlaut jagen, andere dürfen erst beim Sichten des Wildes Laut geben.

Lautlose Hundepfeife
Das Hörvermögen des Menschen reicht von 16 – 20 000 Hertz (Schallschwingungen in der Sekunde). Die obere Grenze des Hörvermögens trainierter Hunde liegt demgegenüber bei 100 000 Hertz. Mit der Galton-Pfeife erzeugten Welle hört der Hund noch auf 500 m Entfernung, nicht aber der Mensch oder das Wild. Somit kann der HF dem Hund auf diese Weise Befehle geben, ohne sich durch den Pfiff zu verraten.

Lautverständnis
Fähigkeit des Hundes, den Sinn eines Befehles oder Zuspruchs aus dem Klang oder Tonfall der menschlichen Stimme zu erfassen.

Lautverweisen
Lautäußerung eines Hundes der ab und zu bellend zum Hundführer zurückläuft um den Fund zu verkünden

Lawinensuchhund
Rettungsdienste in aller Welt erkennen die Lawinenhunde als schnellstes und zuverlässigstes Rettungsmittel bei Lawinenkatastrophen an.

Leinenzwang
Vorschrift, den Hund nur an der Leine auszuführen. Auszug des Hunderegelmend der Einwohnergemeinde Baar (Hundehaltung Art.21) Hunde müssen an der Leine geführ und dürfen nicht frei laufen gelassen werden: – in öffentlich zugänglichen Lokalen, wie Wirtschaften und Verkaufsläden – in den Wohnzohnen – auf Pausenplätzen der Schule und in Parkanlagen – in der näheren Umgebung von Spiel- und Sportplätzen – auf verkehrsreichen Strassen – in Wäldern un im unmittelbaren Waldbereich (Ausnahme: Jagdhunde während der Jagd) – zur Nachtzeit

(Art.22) – Läufige, bissige und kranke Hunde sind stets anzuleinen. Bissige Hunde müssen überdies einen Maulkorp tragen. Leinenzwang ist jedoch auch ratsam nach bestimmten Verletzungen (Brüche, Zerrungen etc. des Stützapparates) des Hundes zur schnelleren und besseren Heilung.

Läufe
Bezeichnung für Bein, an den Vordergliedmassen vom Ellbogengelenk, an der Hinterextremität vom Kniegelenk an abwärts.


Hundelexikon Begriffe – M

Magnetfeldtherapie
Beispiele für den Einsatz der Magnetfeldtherapie bei Tieren

– Störungen im Bereich des Bewegungsapparates
– Durchblutungsstörungen
– schlechte Wundheilung
– Schmerzen

Mannschärfe
Aggressionspotential des Hundes gegenüber Menschen. Die Mannschärfe ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt und kann durch Training gesteigert werden oder gedämpft werden. Herdenschutzhunde besitzen eine sehr hohe Mannschärfe,  Golden Retriever sind so gut wie nie Mannscharf.


Hundelexikon Begriffe – N

Nachahmung
Lernen durch beobachten

Nasenschwamm
Vorderer Nasenkuppe mit Nasenlöchern


Hundelexikon Begriffe – O

Oberarm
Oberarm und Unterarm bilden das Vorderbein

Oberkiefer
Der Oberkiefer ist beim Hund sehr kräftig ausgebildet, da er ursprünglich zum Reißen der Beute diente.

Oberkopf
Kopfregion zwischen Augen und Ohrenansatz

Ohrenzwang
Entzündung des äusseren Gehörganges. Besonders Hunde mit langen Schlappohren neigen zur Ohrenentzündungen.

Orientierungssinn
Hunde finden über weite Strecken heim. Wie sie sich orientieren, denn Geruch und Gehör können dafür nicht genügen, ist unbekannt. Mit dem Heimkehrtrieb vererbte sich auch der Orientierungssinn.


Hundelexikon Begriffe – P

Panosteitis
Panosteitis ist eine Entzündung des Knochens ohne erkennbare Ursache. Bei dieser Krankheit sind alle Knochenanteile wie Knochenhaut, Knochenschale und Knochenmark betroffen.

Typische Patienten sind junge, grossrassige Hunde im Alter zwischen einem halben und eineinhalb Jahren

Die Panosteitis verschwindet in der Regel von selber, wobei die Knochenschmerzen leider Wochen bis Monate dauern können.

Als Hilfe wird eine unterstützende Therapie in Form von entzündungshemmenden Medikamente eingesetzt.

Patella Luxation
Unter Patella Luxation versteht man eine ausgerenkte Kniescheibe

Diese Funktionsstörung kann bei Hunden vorkommen, deren Bänder, Sehnen und/oder Muskeln in den Hinterbeinen schwach oder deren Ober- und Unterschenkelknochen nicht gerade sind.

Auch bei Hunden, deren Rille im Kniegelenk, der natürliche Platz der Kniescheibe, zu schmal oder zu flach ist, ist die Patella Luxation zu finden

Pawlowscher Reflex
Der russische Physiologe Iwan Pawlow experimentierte vor hundert Jahren mit hungrigen Hunden, denen er Futter zeigte und dies zuvor durch Klingeln an einer Glocke ankündigte. Nach mehreren Versuchen lief den Hunden schon das Wasser aus dem Maul, wenn nur die Glocke läutete.

Sie verknüpften diese Töne mit dem Futter. Das war die wissenschaftliche Begründung eine alten Geheimnisses, dem des Belohnungssystems.

Pit
Kampfring für (heute) illegale Hundekämpfe

Platten
Grossflächige, andersfarbige Flecken im Fell des Hundes bezeichnet man als Platten


Hundelexikon Begriffe – Q

Quarantäne
Befristete Absonderung von krankheitsverdächigen Tieren, um die Übertragung von Seuchen zu verhindern. Befristete Absonderung von Tieren, um die Einschleppung von Seuchen zu verhindern; z.B. erforderlich bei Einfuhr eines Hundes nach England


Hundelexikon Begriffe – R

Reizschwelle

Der Punkt, ab dem ein Hund auf einen Reiz reagiert. Vielfach ist von niedriger oder hoher Reizschwelle die Rede.

Damit ist nicht seine Stärke gemeint, sondern die Zeit bis zum Anschwellen zu dem Punkt gemeint, an dem ein Tier reagiert: je nach individueller, psychischer und physischer Gesundheit, Temperament, Veranlagung und Aufgabenschulung heftig, verzögert träge oder kaum merkbar.

Reizwschellen kann man beeinflussen. Einige hundefeindliche Züchter und Halter exerzierten dies an Hundetypen, die dazu geeignet waren, kriminelle Aggressionen stellvertretend an anderern auszulassen.

Rudel
Ein Rudel ist nicht mehr und nicht weniger als ein „geschlossener Verband“. Ein Rudel erklärt sich nicht zwangsläufig aus verwandschaftlicher Beziehung, im Unterschied zur Familie, die Jungtiere führt.

Die existenzielle Aufgabe des Rudels ist die jagdtüchtige Gemeinschaft zur Nahrungsbesorgung, nebst der geruchlichen Identifizierung als Zugehörigkeits-Ausweis.


Hundelexikon Begriffe – S

Schlüsselreize
Dieser nervengesteuerte AAM gibt den zentralen Impulsen erst beim Eintreffen bestimmter Reize die Bahnen zu den Erfolgsorganen frei.

Diese Schlüsselreize sind oft einfach: Man ermittelt sie durch Attrappenversuche an unerfahrenen Tieren. Die AAM, die unkontrolliert auf einfachste Reize ansprechen, können durch individuelle Erfahrung (über das Auserwählte) gewinnen.
Beispiel: Ein Welpe, der zunächst wahllos nach bewegten Objekten schnappt, lernt durch Verbotszeichen, Ungeniessbares zu vermeiden.

Schnippe
Als Schnippe bezeichnet man kleine, weiße Fleckchen, welche direkt über dem Nasenschwamm des Hundes sichtbar sind.

Sozialisierung
Sozialisierung heisst Gesellschaftsfähig-Machung. Für Hunde in unserer engen Gesellschaft von höchster Wichtigkeit. In der Sozialisierungsphase erfolgt eine eindrückliche und intensive Entwicklung neuer Verhaltensweisen, deren normale Ausgestaltung im sozialen Bereich ausgeprägter Kontakte sowie Angebot flexibler Umweltreize bedarf.

Sozialisation an Artgenossen, umgebenden Tieren und Menschen aller Altersstufen und Körpersprachen sowie eine ebensolche Gewöhnung an Umweltreize, die auf den Hund künftig zukommen können.

Umweltsichere Hunde zeigen kaum eine schnelle Eskalation aggressiver Kommunikationen.

Stomatitis
Stomatitis [ Mundfäule] Eine Entzündung der Mundschleimhaut, ausgelöst durch chemische, giftige, physikalischer oder infektiöse Einflüsse.

Es treten Entzündungen der Mundschleimhaut mit Bläschen und Geschwüren auf.


Hundelexikon Begriffe – T

Therapiehund
Therapiehunde werden eingesetzt für Familien zur Förderung von Kindern oder Unterstützung von Erwachsenen; in Institutionen im Dienste der Gesundheit, Rehabilitation und Resozialisierung; in Alten- und Pflegeheime und in Behinderteneinrichtungen

Tricolor
dreifarbig, meist schwarze Grundfarbemit weißen und braunen Abzeichen, oder weiß mit schwarzen und braunen Flecken.


Hundelexikon Begriffe – U

Ungehorsam
Beim Hund meist auf schlechte Aufzucht oder mangelnde oder falsche Erziehung zurückzuführen. Haben sich schlechte Gewohnheiten erst einmal festgesetzt, sind sie schwer oder gar nicht mehr abzuerziehen.

Unterarm
Der Unterarm besteht wie beim Menschen aus Elle und Speiche und bildet mit dem Oberarm das Vorderbein des Hundes

Unterwolle
Dichtes, weiches Fell unter dem Deckhaar. Die Unterwolle ist die Wärmeisolation des Hundes. Nicht das Deckhaar, sondern ausschliesslich die Beschaffenheit des Unterfell entscheidet, in welchen Klima sich ein Hund wohl fühlt.

Überbiß
Die Schneidezähne des Oberkiefers ragen über die Schneidezähne des hinaus.

Überschiessen
Der Hund überschießt eine Fährte, wenn er darüber hinweg läuft ohne sie zu bemerken.

Übungsrichten
Unverbindliche Beurteilung von Hunden durch Richter-Anwärter.


Hundelexikon Begriffe – V

VDH
VDH ist die Abkürzung für den Verband für das deutsche Hundewesen.Als Dachorganisation von bundesweit 160 Rassehunde-Zuchtvereinen und Hundesport-Verbänden vertritt der VDH auf Bundesebene mehr als 650.000 Mitglieder. Über 250 verschiedene Hunderassen werden in den Zuchtvereinen des VDH betreut und unter strengsten Kontrollen gezüchtet.

Verhalten
Angeborene genetische fest programmierte Reaktionen auf bestimmte Auslöser.

Verknüpfung
Lebewesen lernen, neue Reize mit alten zu verbinden (verknüpfen). Gute Verknüpfung funktioniert etwa mit der verbalen oder leckeren Belohnung zur erbrachten Leistung. Damit das Tier verknüpfen kann, etwa beim Erlernen eines neuen Hör – oder Sichtzeichens, muss dem Tier dieses neue Zeichen vor dem bereits erlernten verständlich gemacht werden.

Beispiel: Sie sagen – für den Hund neu – „halt“. Er kann dies aber nur richtig verknüpfen, wenn er vorher schon eine für ihn eindeutige Aufforderung bekommen hat, weil Sie vorher schon halten.

Vorbiß
Der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Die Schneidezähne des Unterkiefers stehen deutlich vor der Schneidezähne des Oberkiefers

Vorderhand
Die Vorderhand besteht aus Schulter, Brust und Vorderläufen des Hundes.

Vorstehen
Eigenschaft bei Jagdhunden, die reglos vor dem aufgestöberten Wild ausharren, bis der Jäger kommt. Typische Haltung dabei: ein Vorderlauf wird angewinkelt erhoben.


Hundelexikon Begriffe – W

Wamme
Lockere Kehlhaut. Bei einigen Rassen ist die Wamme Zuchtziel (z.B. Bernhardiner, Mastino Napoletano, Shar-Pei).

Wasserfreudigkeit
Bereitschaft des Hundes, auch bei kaltem Wetter ins Wasser zu gehen. (Retriever, Landseer, Neufundländer)

Welpe
Der Hund in der Zeit von Geburt bis zur vollendeten 11. Lebenswoche.

 


Hundelexikon Begriffe – Z

Zangengebiß
Die Schneidezähne des Oberkiefers befinden sich exakt über den Schneidezähnen des Unterkiefers.

Zwingerhusten
Nicht nur wenn Sie Ihren Hund ins Ferienheim geben, besteht für ihn das Risiko, dass er am Zwingerhusten erkrankt, sondern auch wenn er auf dem Spaziergang oder in der Hundeschule auf seine Artgenossen trifft.

Der Zwingerhusten ist eine hochansteckende Krankheit, die recht häufig ist. Glücklicherweise ist er normalerweise nicht lebensbedrohlich. Die Krankheit ist aber unangenehm, da die heftigen Hustenanfälle sowohl den Hund als auch den Besitzer oft nächtelang nicht schlafen lassen.

Zyste
„Wasserblase“; mit Flüssigkeit gefüllte Geschwulst (Hohlraum), engl.: cyst


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Kleines Lexikon