Hundehaare von Sofa, Teppich und Kleidung entfernen

Wer mit einem Hund zusammenlebt, kennt die Stellen, an denen sich Haare besonders hartnäckig halten: auf dem Sofa, im Hundekorb, im Teppich und auf dunkler Kleidung. Beim Fellwechsel wird aus ein paar Haaren schnell ein ganzer Büschel unter dem Couchtisch.
Der Staubsauger hilft, erwischt aber nicht immer alles. Gerade bei Stoffbezügen bleiben Haare oft zwischen den Fasern hängen. Für solche Flächen gibt es einen einfachen Helfer, der in vielen Haushalten ohnehin vorhanden ist: ein Fensterabzieher mit Gummilippe.
Mit dem Fensterabzieher Haare vom Sofa lösen
Ein sauberer Fensterabzieher eignet sich gut für trockene Polster, Hundekörbe und viele Teppiche mit kurzem Flor. Ziehen Sie die Gummilippe langsam über den Bezug. Die Haare bleiben daran nicht unbedingt kleben, werden aber zusammengeschoben. Nach wenigen Bahnen entstehen kleine Haarbüschel, die sich leicht abnehmen lassen.
Arbeiten Sie nicht kreuz und quer, sondern immer in dieselbe Richtung. Auf einem Sofa bietet es sich an, oben anzufangen und sich Reihe für Reihe nach unten vorzuarbeiten. Danach können Sie die gelösten Haare mit der Hand einsammeln oder absaugen.
Bei empfindlichen Polstern, groben Webstoffen oder lockerem Gewebe sollten Sie den Abzieher zuerst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. Ziehen Sie nur mit leichtem Druck. Wenn der Gummi am Stoff hängen bleibt, ist eine Fusselbürste oder eine Polsterdüse die bessere Wahl.
So funktioniert es
- Saugen Sie Krümel, Sand und groben Schmutz zuerst ab.
- Ziehen Sie den Fensterabzieher mit leichtem Druck in einer Richtung über den Bezug.
- Nehmen Sie die zusammengezogenen Haare ab.
- Saugen Sie das Polster anschließend noch einmal ab, wenn einzelne Haare zurückbleiben.
Für kleine Stellen genügt manchmal ein leicht angefeuchteter Gummihandschuh. Fahren Sie damit über den Stoff, bis sich die Haare zu kleinen Rollen zusammenziehen. Bei sehr feinen oder empfindlichen Bezügen ist eine Fusselrolle meist die sicherere Methode.
Hundehaare aus Teppichen bekommen
Auf kurzflorigen Teppichen kann der Fensterabzieher ebenfalls funktionieren. Besonders dort, wo der Hund regelmäßig liegt, sitzen Haare oft so fest, dass der Staubsauger erst nach mehreren Durchgängen etwas aufnimmt. Mit der Gummilippe lassen sich diese Haare vorher lösen.
Bei hochflorigen Teppichen sollte man nicht kräftig ziehen. Das kann Fasern belasten und bringt je nach Teppich kaum etwas. Hier lohnt sich eher eine gute Bürstendüse oder eine Turbobürste für den Staubsauger.
Es ist meist einfacher, die bevorzugten Liegeplätze des Hundes regelmäßig zu reinigen, als erst zu warten, bis sich die Haare in der ganzen Wohnung verteilt haben. Das gilt besonders für den Bereich vor dem Sofa, den Hundekorb und die Plätze im Auto.
Haare von Kleidung entfernen
Auf Kleidung bewährt sich nach wie vor die Fusselrolle. Für Jacken, Hosen oder Pullover kann auch eine wiederverwendbare Fusselbürste sinnvoll sein. Bei robusten Stoffen hilft ein leicht feuchter Gummihandschuh.
Entfernen Sie möglichst viele Haare, bevor die Kleidung in die Waschmaschine kommt. Das schont Maschine, Flusensieb und andere Wäschestücke. Wenn der Trockner laut Pflegeetikett erlaubt ist, löst ein Trocknergang oft weitere Haare aus dem Stoff.
Eine Decke auf dem bevorzugten Sofaplatz des Hundes spart ebenfalls Arbeit. Sie lässt sich ausschütteln, absaugen oder waschen, während der Polsterbezug sauberer bleibt.
Weniger Haare beginnen beim Hund
Regelmäßiges Bürsten verhindert nicht, dass ein Hund haart. Es sorgt aber dafür, dass ein Teil der losen Haare in der Bürste landet und nicht auf dem Boden oder dem Sofa.
Wie oft ein Hund gebürstet werden sollte, richtet sich nach seinem Fell. Ein kurzhaariger Hund ohne viel Unterwolle braucht oft weniger Pflege als ein Hund mit dichtem Unterfell. Langhaarige und lockige Hunde müssen häufiger gekämmt werden, damit sich keine Knoten bilden. Im Fellwechsel fällt bei vielen Hunden deutlich mehr lose Unterwolle an; dann ist häufigeres Bürsten sinnvoll.
Die Bürste muss zum Fell passen. Eine weiche Bürste, die bei einem kurzhaarigen Hund gut funktioniert, erreicht bei dichter Unterwolle oft nicht die losen Haare. Wer unsicher ist, kann im Fachhandel nach einer Bürste für den eigenen Felltyp fragen.
Auch wenig haarende Hunde brauchen Fellpflege
Ein Pudel verliert meist nur wenige Haare in der Wohnung. Die ausgefallenen Haare bleiben häufig im lockigen Fell hängen. Deshalb muss das Fell regelmäßig gekämmt werden, sonst können Knoten und Verfilzungen entstehen.
Bei der Wahl eines Hundes kann die Fellstruktur eine Rolle spielen, wenn Sie möglichst wenig Haare in der Wohnung haben möchten. Sie sollte aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein: Pflegeaufwand, Größe, Temperament und die Bedürfnisse des Hundes sind ebenso wichtig.
Fällt plötzlich deutlich mehr Fell aus als sonst, entstehen kahle Stellen oder kommen Juckreiz, gerötete Haut oder auffällig stumpfes Fell hinzu, sollte das tierärztlich abgeklärt werden.
Fazit
Ein Fensterabzieher mit Gummilippe kann auf Sofas, Polstern und kurzflorigen Teppichen erstaunlich gut funktionieren. Er ersetzt keinen Staubsauger, löst die festgesetzten Haare aber oft vorher aus dem Stoff. Regelmäßiges Bürsten und ein waschbarer Schutz auf den Lieblingsplätzen des Hundes machen die Reinigung im Alltag deutlich einfacher.

