Was liegt dieses Jahr für den Hund unter dem Baum?

Jedes Jahr dasselbe: Kaum stehen die ersten Lebkuchen im Supermarkt, beginnt die Suche nach Geschenken. Für den Schwiegervater, für die Nichte, für den Onkel, der wieder einen Gutschein möchte. Und irgendwann, oft erst am 23. Dezember, kommt die Frage: Was bekommt eigentlich der Hund?
Ein Luxusproblem? Vielleicht. Aber eines, das sich leicht lösen lässt.
Bevor Sie den nächsten Dreierpack Quietschbälle bestellen, lohnt sich ein Blick darauf, worüber sich Hunde tatsächlich freuen.
Wer freut sich eigentlich über das Geschenk?
Wenn man ehrlich hinschaut, freut sich der Hund oft über ganz andere Dinge als wir:
- Das Geschenkpapier: Wir verpacken mit viel Liebe, der Hund zerlegt das Papier in Sekunden. Das Muster ist ihm egal, ihn interessiert das Rascheln.
- Das Designerkissen: Das handgenähte Kissen in skandinavischem Grau sieht im Wohnzimmer wunderbar aus. Der Hund liegt trotzdem lieber auf dem alten Pullover, der seit Tagen über dem Stuhl hängt. Der riecht nämlich nach Ihnen.
- Das Festessen: Die größte Begeisterung lösen nicht neue Accessoires aus, sondern Bratenstücke, die vom Tisch fallen. Genau hier ist allerdings Vorsicht geboten, mehr dazu weiter unten.
Soll der Hund also leer ausgehen? Natürlich nicht.
Geschenkideen, über die sich Hunde wirklich freuen
Eine echte Freude braucht kein großes Budget. Kalle bekommt bei uns zu Weihnachten ein paar Leckerchen, mehr nicht. Spielzeug und Körbchen hat er schon reichlich. Wenn Sie Ihrem Hund doch etwas schenken möchten, sollte es zu dem passen, was er gern tut:
- Das Karton-Paket: Verstecken Sie ein Leckerchen oder das Lieblingsspielzeug in mehreren ineinandergesteckten Kartons mit etwas Zeitungspapier. Entfernen Sie vorher Klebeband und Klammern und bleiben Sie dabei, damit Ihr Hund das Papier nicht frisst. Weitere Ideen zum Selbermachen finden Sie in unseren DIY-Anleitungen für Hundespielzeug.
- Zeit nur für Sie beide: Zwischen Braten und Verwandtschaftsbesuch tut ein ruhiger, ausgiebiger Spaziergang Ihnen beiden gut, ohne Blick auf die Uhr.
- Etwas zum Kauen oder Schlecken: Soll es doch ein Paket sein, wählen Sie etwas Robustes in passender Größe, etwa einen KONG zum Befüllen oder eine Schleckmatte. Kauen und Schlecken beruhigen und bringen ein paar stille Minuten in den Trubel. Weitere Anregungen finden Sie unter Lustiges Hundespielzeug.
Was an Weihnachten nicht in den Hund gehört
Manches vom Festtisch und aus der Weihnachtsdeko ist für Hunde gefährlich. Halten Sie Ihren Hund fern von:
- Schokolade, vor allem Zartbitter- und Backschokolade
- Rosinen und Weintrauben, also auch Stollen und Früchtebrot
- Zwiebeln und Knoblauch, etwa in Soße und Füllung
- gegarten Knochen von Gans oder Ente, denn sie splittern
- Süßigkeiten und Gebäck mit Xylit (Birkenzucker)
- Lametta, Geschenkband und Christbaumkugeln
Hat Ihr Hund doch etwas davon erwischt, rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an, auch wenn er noch munter wirkt.
Fazit: weniger Show, mehr Zeit
Ihrem Hund ist es egal, wie teuer oder glänzend sein Paket unter der Tanne ist. Er freut sich über etwas zum Auspacken, etwas zum Kauen und vor allem über Ihre Zeit. Das schont Nerven und Geldbeutel.
Nach dem Fest steht Silvester vor der Tür. Wie Sie Ihren Hund auf die Knallerei vorbereiten, lesen Sie unter Feuerwerksangst beim Hund.
In diesem Sinne: eine entspannte Vorweihnachtszeit für Sie und Ihren Hund!
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.

