Auf einen Blick: Jeder Hund erhält bei der ersten Impfung vom Tierarzt einen Impfausweis, in dem Datum, Impfstoff und Chargenbezeichnung eingetragen werden; er ist bei Auslandsreisen mitzuführen und im Verlustfall neu beantragbar.
Die Grundimmunisierung erfolgt in der 8., 12. und 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat und schützt vor den Core-Erkrankungen Staupe, Parvovirose und Leptospirose; Kombinationsimpfstoffe enthalten meist zusätzlich Hepatitis und je nach Impfstoff Parainfluenza, einen Erreger des Zwingerhustens. Gegen Tollwut wird vor allem vor Auslandsreisen geimpft, frühestens ab der 12. Lebenswoche.
Voraussetzungen sind ein ausreichendes Mindestalter und ein guter Gesundheitszustand, weshalb vor der Impfung möglichst entwurmt werden sollte. Je nach Wohnort und Lebensstil können zusätzliche Impfungen gegen Borreliose, Zwingerhusten oder Leishmaniose sinnvoll sein.
Impfpass für den Hund: Dokumentation einer Impfung

Woher bekommt man einen EU Heimtierausweis?
Impfpass für den Hund – woher?
Jeder Hund, der zum ersten Mal geimpft wird, bekommt vom Tierarzt einen Impfausweis. Hier wird neben der Adresse des Besitzers und der Beschreibung des Hundes das Datum der Impfung, der verwendete Impfstoff und die Chargenbezeichnung eingetragen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, Gesundheitsbescheinigungen vom Amtstierarzt eintragen zu lassen.
Auf der Vorderseite des Impfpasses wird von vielen Tierärzten der Termin für die nächste Impfung eingetragen. Bewahren Sie den Impfpass Ihres Hundes sorgfältig auf und legen Sie ihn dem Tierarzt zu jeder Impfung vor!
Häufig bekommen Hunde nach der Tollwutimpfung eine Plakette zum Befestigen am Halsband. Diese Plakette dient nur zur Information. Das Dokument ist immer der Impfpass!
Falls Sie Ihren Hund ins Ausland mitnehmen, müssen Sie den Impfpass mitführen. Beachten Sie die Einreisebestimmungen.
Was tun, wenn der Hund Impfausweis weg ist?
Hat Ihr Tierarzt den Impfpass für Ihren Hund einmal ausgestellt, können Sie den Impfausweis im Verlustfall neu beantragen.
Hundeimpfstoffe SHLTPP, Borreliose und Bordetella
Wir sollten niemals vergessen, dass erst die Einführung der regelmäßigen Schutzimpfung bei Mensch und Tier viele fürchterliche Krankheiten ganz oder fast zum Verschwinden gebracht hat.
Kaum eine andere medizinische Maßnahme hat eine solche Verbesserung der Gesundheit hervorgerufen.
Auch wenn heutzutage Krankheiten wie zum Beispiel die Tollwut recht selten geworden sind, ist es wichtig, Hunde trotzdem zu impfen: Nur die regelmäßige Impfung aller Tiere sorgt dafür, dass die entsprechenden Krankheiten selten vorkommen.
Voraussetzungen einer Impfung
Wesentliche Voraussetzungen für die Impfung sind das Mindestalter (das Immunsystem muss reif genug sein, eine Immunität zu bilden) und ein guter Gesundheitszustand des Impflings.
Deshalb sollte, wenn möglich, vor der Impfung eine Entwurmung und ggf. eine Flohbekämpfung durchgeführt werden. Der Tierarzt kontrolliert vor jeder Impfung die Impffähigkeit Ihres Hundes.

Grundimpfung
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt für jeden Hund die sogenannten Core-Impfungen gegen Staupe, Parvovirose und Leptospirose. Die Grundimmunisierung besteht aus mehreren Impfungen:
- 8. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose, Leptospirose
- 12. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose, Leptospirose
- 16. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose
- 15. Lebensmonat: Staupe, Parvovirose, Leptospirose – damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen
Die meisten Kombinationsimpfstoffe enthalten zusätzlich eine Komponente gegen Hepatitis (ansteckende Leberentzündung) und je nach Impfstoff gegen Parainfluenza, einen Erreger des Zwingerhustens. Beide zählen nicht zu den Core-Impfungen – Hepatitis tritt dank jahrzehntelanger Impfungen in Westeuropa nur noch sehr selten auf. Gegen Tollwut wird geimpft, wenn der Hund ins Ausland reisen soll, frühestens ab der 12. Lebenswoche. Da Deutschland als tollwutfrei gilt, ist sie keine Core-Impfung mehr, für Reisen aber vorgeschrieben.
Wiederholungsimpfungen
Nach der Grundimmunisierung muss nicht jede Komponente jährlich aufgefrischt werden. Wie oft Ihr Hund geimpft wird, richtet sich nach Impfstoff und Lebensumständen:
- Leptospirose: jährlich
- Staupe und Parvovirose: je nach Impfstoff alle 1 bis 3 Jahre
- Tollwut: nach Angabe des Herstellers; für Reisen muss die Impfung gültig im EU-Heimtierausweis eingetragen sein
Ihr Tierarzt erstellt anhand des Impfpasses einen individuellen Impfplan. Grundlage dieser Angaben ist die Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der StIKo Vet (6. Auflage, 2025).

Bildquelle: Bild KI generiert
Zusätzliche Impfungen für Hunde
Je nach Wohnort und Lebensstil Ihres Hundes kann es notwendig sein, ihn gegen zusätzliche Krankheiten zu impfen. Ein Tierarzt kann Sie beraten, welche Impfungen für Ihren Hund sinnvoll sind. Hier sind einige der zusätzlichen Impfungen, die für Hunde verfügbar sind:
Borreliose ist eine von Zecken übertragene Krankheit, die zu Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit führen kann. Diese Impfung wird besonders empfohlen, wenn Sie in einer Region leben, in der Borreliose weitverbreitet ist.
Zwingerhusten ist eine hochansteckende Atemwegserkrankung, die durch Viren und Bakterien verursacht wird. Diese Impfung wird besonders empfohlen, wenn Ihr Hund oft in Kontakt mit anderen Hunden kommt, z. B. in Hundeschulen oder auf Hundewiesen.
Leishmaniose ist eine durch Sandmücken übertragene Krankheit, die in einigen südlichen Ländern vorkommt. Wenn Sie mit Ihrem Hund in diese Länder reisen, ist es wichtig, ihn gegen Leishmaniose impfen zu lassen.
Sollten Sie einen älteren Hund haben, der noch nicht geimpft ist, ist es nicht zu spät auch ihn impfen zu lassen.
Beachten Sie bitte, dass die Grundimmunisierung auch bei älteren Tieren zum Erreichen einer ausreichenden Schutzwirkung notwendig ist.
Impfreaktionen und Nebenwirkungen
Wie bei jeder medizinischen Behandlung können auch Impfungen zu unerwünschten Reaktionen führen. Die meisten Hunde haben jedoch keine Probleme mit Impfungen. Mögliche Nebenwirkungen sind Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit und Verhaltensänderungen.
Wenn Ihr Hund nach einer Impfung Anzeichen von Unwohlsein oder Reaktionen zeigt, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden Impfreaktionen kommen, wie allergischen Reaktionen. Daher ist es wichtig, dass Ihr Hund vor jeder Impfung von einem Tierarzt untersucht wird, um sicherzustellen, dass er gesund ist und keine Kontraindikationen für die Impfung vorliegen.
Die Wahl des richtigen Impfschemas
Die Wahl des richtigen Impfschemas für Ihren Hund hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Lebensstil Ihres Hundes. Ein Tierarzt kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, welches Impfschema für Ihren Hund am besten geeignet ist.
Es ist auch wichtig, dass Sie sich an die empfohlenen Impftermine halten, um sicherzustellen, dass Ihr Hund optimal geschützt ist. Wenn Sie den Impftermin versäumen, kann es sein, dass Ihr Hund keinen ausreichenden Schutz gegen Krankheiten hat.
Impfungen als Teil einer umfassenden Gesundheitsversorgung
Impfungen sind ein wichtiger Teil der tierärztlichen Versorgung und sollten regelmäßig durchgeführt werden, um Ihren Hund vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. Es ist jedoch auch wichtig, dass Sie regelmäßige tierärztliche Untersuchungen durchführen lassen, um sicherzustellen, dass Ihr Hund gesund ist und keine gesundheitlichen Probleme hat.
Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und eine gute Pflege tragen ebenfalls dazu bei, dass Ihr Hund gesund bleibt.
Indem Sie sich umfassend um die Gesundheit Ihres Hundes kümmern, können Sie sicherstellen, dass er ein langes und gesundes Leben führt.
Häufige Fragen
Woher bekommt man einen Impfpass für den Hund?
Jeder Hund, der zum ersten Mal geimpft wird, bekommt vom Tierarzt einen Impfausweis. Darin werden Adresse des Besitzers, Beschreibung des Hundes, Impfdatum, Impfstoff und Chargenbezeichnung eingetragen.
Wann beginnt die Grundimmunisierung beim Welpen?
Die erste Impfung erfolgt in der 8. Lebenswoche, weitere in der 12. und 16. Lebenswoche. Mit der Impfung im 15. Lebensmonat ist die Grundimmunisierung abgeschlossen.
Gegen welche Krankheiten wird der Hund geimpft?
Für jeden Hund empfohlen sind die Core-Impfungen gegen Staupe, Parvovirose und Leptospirose. Kombinationsimpfstoffe enthalten meist zusätzlich Hepatitis und je nach Impfstoff Parainfluenza (ein Erreger des Zwingerhustens). Die Tollwutimpfung ist für Reisen ins Ausland vorgeschrieben. Zusätzlich möglich sind Impfungen gegen Borreliose und Leishmaniose.
Was ist vor der Impfung zu beachten?
Voraussetzung sind ein ausreichendes Mindestalter und ein guter Gesundheitszustand. Deshalb sollte vor der Impfung möglichst eine Entwurmung erfolgen; der Tierarzt kontrolliert vor jeder Impfung die Impffähigkeit.
